DE299340C - - Google Patents

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DE299340C
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03DDEMODULATION OR TRANSFERENCE OF MODULATION FROM ONE CARRIER TO ANOTHER
    • H03D1/00Demodulation of amplitude-modulated oscillations
    • H03D1/08Demodulation of amplitude-modulated oscillations by means of non-linear two-pole elements
    • H03D1/10Demodulation of amplitude-modulated oscillations by means of non-linear two-pole elements of diodes

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Nonlinear Science (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Near-Field Transmission Systems (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Es ist bekannt, daß beim Einschalten eines Detektors der gebräuchlichen Art in einen Schwingungskreis die Wellenlänge verändert und die Dämpfung sehr vergrößert wird.
Solche Detektorkreise bezeichnet man, wenn eine praktisch hervortretende Eigenschwingung nicht mehr wahrzunehmen ist, als »aperiodische« Kreise. Koppelt man einen solchen Kreis mit einem Schwingungskreis veränderlicher Wellenlänge, so wird er auf ein mehr oder weniger großes Wellengebiet ansprechen.
• Durch die vorliegende Erfindung wird ein besonderer aperiodischer Kreis dadurch vermieden, daß der Wellenanzeiger zwischen zwei abstimmbare, genügend fest miteinander gekoppelte Schwingungskreise eingeschaltet ist. Gleichzeitig wird hierdurch ein außerordentlich guter Empfang erzielt.
Fig. ι der Zeichnung zeigt eine Ausführungsform der neuen Schaltung.
Die induzierende Spule ι ist z. B. in eine Antenne, einen Wellenmesserkreis o. dgl., eingeschaltet. Der Sekundärkreis I besteht aus dem Drehkondensator 3 und der veränderliehen Selbstinduktionsspule 2, der Sekundärkreis II aus der veränderlichen Selbstinduktionsspule 4 und dem Drehkondensator 5. Die beiden Spulen 2 und 4 sind miteinander mehr oder weniger fest gekoppelt; es sind z. B.
Zylinderspülen, die ineinandergeschoben sind. An die beiden zusammenliegenden Enden der Spulen, die entgegengesetzte Polarität haben, ist der Detektor 6 angeschlossen, zu ihm parallel geschaltet ist das Telephon 7.
Die Art der Verbindung des Detektors mit den Spulenenden ist in Fig. 2 genauer dargestellt. Die beiden Spulen sind dabei nicht nebeneinander, sondern hintereinander angeordnet gezeichnet, und der Detektor ist mit denjenigen Enden der Spulen verbunden, die entgegengesetzte Feldrichtung haben.
Die Spule 1 erregt gleichzeitig beide Spulen der Kreise II und III. Stellt man den Kondensator 3 auf irgendeinen Wert ein, so wird bei ganz bestimmter Einstellung des Kondensators 5 das dem Detektor parallel geschaltete Telephon 7 ansprechen. Untersucht man die Schwingungskreise II und III in dieser Stellung, so stellt sich heraus, daß ihre Wellenlängen getrennt gemessen nicht mit der erregenden Welle übereinstimmen. Vielmehr wird die gesamte Detektorschaltung auf die erregende Welle abgestimmt. Diese Abstimmung ist sehr scharf.
Eine weitere wertvolle Eigenschaft dieser Detektorschaltung ist, daß die Kopplung zwischen der erregenden Spule und den Spulen der Sekundärkreise beliebig fest gewählt werden kann, ohne daß. Kopplungswellen auftreten. Die Lautstärke des Empfangs übertrifft wesentlich diejenige der Schaltung mit aperiodischem Detektorkreis. Bei mindestens gleicher Abstimmschärfe hat sie gegenüber der sogenannten Zwischenkreisschaltung mit ape-
riodischem Detektorkreis den Vorteil, daß,
' während bei jener Schaltung die Kopplung zwischen Erregerspule und Zwischenkreisspule sehr lose ■ sein muß, um Kopplungswellen zu vermeiden, die Kopplung hier beliebig gewählt werden kann und nicht sorgfältig eingestellt zu werden braucht. Die Abstimmschärfe hängt von der Kopplung der Erregerspule mit den Sekundärspulen verhältnismäßig wenig ab und
ίο kann durch die entsprechende Wahl des Einstellungsverhältnisses der Kondensatoren beeinflußt werden.
Der Detektor wird, um größte Lautstärke zu erzielen, an die Enden der Spulen 2 und 4 gelegt. Je weiter man sich mit den Anschlußpunkten von den Enden entfernt,' um so geringer wird die Lautstärke, Auf diese Weise kann außer durch die Kopplung die Beanspruchung der Detektoren reguliert werden.
Die Kopplung der Erregerspule braucht nicht gleichzeitig mit den ganzen Spulen der Kreise II und III erfolgen; z. B. kann ein Teil von jeder Spule abgetrennt werden, wobei die Teilspulen 8 und 9, die ebenfalls miteinander gekoppelt sind, gleichzeitig erregt werden, wie Fig. 3 zeigt. Es genügt aber auch, wenn nur eine der beiden Spulen 8 und 9 von der Spule 1 induziert wird.
An Stelle zweier getrennter Spulen kann auch ein einziger Spulenkörper mit bifilarer oder mehrlagiger Wicklung benutzt werden, von der je ein Teil in einem der Sekundärkreise liegt, wobei der Detektor an die entsprechenden Enden angeschlossen wird. Auch kann ein Variometer z. B. in Kugelform angewendet werden, wobei jede Kugel zwei bifilar oder lagenweise gewickelte Wicklungen trägt, die in entsprechender Weise zu dem Detektorkreisgebilde zusammengeschlossen werden. Es kann dann gleichzeitig die Selbstinduktion der beiden Kreise II und III vergrößert und verkleinert werden.
Eine weitere Fortbildung der neuen Schaltung zeigt Fig. 4. Bei dieser ist zwischen die dem Detektor entgegengesetzten Enden der Spulen 2 und 4 ein Drehkondensator 8 geschaltet. Hat man ohne den Kondensator 8 mit Hilfe der Kondensatoren 3 und 5 auf maximale Lautstärke im Telephon eingestellt, so wird sich diese noch steigern, wenn man nach Anschalten des Kondensators 8 mit diesem reguliert. Jedem Wertepaar von 3 und 5 entspricht eine bestimmte Einstellung von 8. Der maximale Wert des Kondensators 8 darf einen gewissen kleinen Wert, der anscheinend von der Kopplung der beiden Spulen 2 und 4 abhängt, nicht übersteigen, da sonst ein Ansprechen des Telephons überhaupt nicht erfolgt. Diese Tatsache sowie die Wirkung, daß man durch den Kondensator 8 die ganze Detektorkreisanordnung abstimmen kann, und daß gar kein Empfang stattfindet, wenn man die Verbindung mit einem der Kondensatoren 3 und 5 löst, beweist, daß man es nicht mit einem aus den Spulen 2 und 4, dem Kondensator 8 und dem Detektor 6 bestehenden aperiodischen Detektorkreis zu tun hat.
- Fig. 5 zeigt eine Empfangsschaltung, bei der die Erregerspule 1 einen Teil des Luftleitersystems 9, 10, 11 bildet.
Die hohe Abstimmschärfe und damit die Störungsfreiheit läßt sich natürlich durch Einschalten von einem oder mehreren Zwischenkreisen zwischen Antenne und Detektorkreisschaltung beliebig erhöhen.
Fig. 6 zeigt eine solche Schaltung. Hierin ist die Spule 12 des Zwischenkreises mit der Antenne, die Spule 13 desselben mit den Spulen 2 und 4 der Detektorkreisanordnung gekoppelt.
Eine weitere Empfangsschaltung von großer Abstimmschärfe zeigen die Fig. 7 und 7 a. Hier ist die Antennenspule selbst als eine der beiden Detektorkreisspulen benutzt. Selbstverständlich können alle bekannten Wellenanzeiger in dieser Schaltung verwendet werden.

Claims (9)

Patent-Ansprüche:
1. Empfangsschaltung für drahtlose Nachrichtenübermittlung, dadurch gekennzeichnet, daß der Wellenanzeiger (Detektor) zwischen zwei miteinander gekoppelte Schwingungskreise eingeschaltet ist.
2. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwingungskreise induktiv miteinander gekoppelt sind, wobei die Zuleitungen zum Detektor an irgendwelche Punkte der Kopplungsspulen, z. B.
an die Enden derselben, anzulegen sind.
3. Schaltung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Kopplungsspulen, der Schwingungskreise gleichzeitig von der erregenden Spule beeinflußt werden.
4. Schaltung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß jede der Kopplungsspulen in zwei Teile zerlegt wird, von denen nur je ein Teil von der erregenden Spule induziert wird.
5. Schaltung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei genügend fester Kopplung nur ein Teil einer der beiden Spulen von der erregenden Spule induziert wird.
6. Schaltung nach Anspruch 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kopplungsspulen entgegengesetzten Wicklungssinn haben.·
7. Schaltung nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen zwei anderen Punkten, z. B. den dem Detektor entgegengesetzten Enden der Kopplungsspulen, ein konstanter oder regelbarer Kondensator geschaltet ist.
8. Schaltung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Kreis ein offener (Antenne), der andere ein geschlossener ist.
9. Schaltung nach Anspruch 1· bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Detektorkreisschaltung und dem Luftleiter ein oder mehrere Zwischenkreise eingeschaltet sind.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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