DE296095C - - Google Patents
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- DE296095C DE296095C DENDAT296095D DE296095DA DE296095C DE 296095 C DE296095 C DE 296095C DE NDAT296095 D DENDAT296095 D DE NDAT296095D DE 296095D A DE296095D A DE 296095DA DE 296095 C DE296095 C DE 296095C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10B—ORGANS, HARMONIUMS OR SIMILAR WIND MUSICAL INSTRUMENTS WITH ASSOCIATED BLOWING APPARATUS
- G10B3/00—Details or accessories
- G10B3/04—Reservoirs
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Acoustics & Sound (AREA)
- Multimedia (AREA)
- Pinball Game Machines (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JV£ 296095 KLASSE 51 a. GRUPPE
KONRAD HOPFERWIESER in GRAZ.
Windlade für Orgeln und ähnliche Musikinstrumente.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. Oktober 1915 ab.
Durch vorliegende Erfindung soll ein rasches öffnen und Schließen der mittels Membranen
betätigten Relaisventile mit mehrfachem, abnehmbarem Einbau erzielt werden. Ferner soll
ermöglicht werden, ohne den Pfeifenstöck abschrauben
zu müssen, zum Ventil zu gelangen, das Pfeifenventil ohne den Arbeitsbalg sowohl
von oben als auch von unten herausnehmen zu können und auch die Dichtung des Pfeifenstockes
am Damm zu ersparen.
In Fig. ι der Zeichnung ist eine Ausführungsform
der Windlade im lotrechten Schnitt veranschaulicht mit zweierlei Anordnungen der Pfeifenventile und der dieselben belastenden
Gewichtshebel; Fig. 2 zeigt einen Querschnitt nach Linie A -B der Fig. i; Fig. 3 gibt
die Ansicht einer Schiene, womit das- Gegengewicht am Ventil befestigt ist; Fig. 4 bis 7
zeigen Einzelteile in größerem Maßstabe.
Ein enger Kanal 0 (Fig. 1 und 5), welcher die Fortsetzung des Spielkanals d (den Relaisraum)
mit dem von der Taste des Spieltisches zur Membran des Rohres führenden Leitungsrohre
α verbindet, dient zur Beförderung des raschen Schließens und öffnens der Relaisventile
c. An den beweglichen Balgplatten sind in bekannter Weise mit Gewichten η
bzw. n1, n2 belastete Hebel zum raschen und
sicheren Abschlüsse der daran befestigten Pfeifenventile g bzw. g1, g2 angebracht, welche
durch Beseitigung des Überdruckes in den Bälgen f bzw. f1 geöffnet werden. Die einerseits
über die zum Spielkanale d, anderseits über die zum Ventilbalge f führenden Öffnungen
in den Registerkammern k, k1, k2, k3 gespannten
Taschenmembranen m, m1, m2, m2 sind an
ihren oberen Enden mit Rückschlagklappen I, I1, I2, I3 versehen (Fig. 7), womit die vom
Spielkanale d über dessen Zweigkanäle /, j1,
jz, j3 zum Ventilbalge führenden Verbindungskanäle
abgeschlossen werden, so daß der Rücktritt von Wind aus dem Balge auch in die
Membranen beim Schluß der Klappen verhindert ist.
Die Pfeifen können in einer gemeinsamen Wand t der Pfeifenkanäle q, welche parallel
hintereinander wagerecht angelegt sind, senkrecht in mehreren Reihen nebeneinander angeordnet
werden. Ebenso können an der Kante des Pfeifenstockes in gemeinsamer lotrechter Ebene die Sitze der Pfeifenventile g
nebeneinander angeordnet werden. Durch diese Anordnung wird die Dichtung des Pfeifenstockes
am Damm überflüssig, und an deren Stelle genügen Schutzleisten, welche, wie ul
(Fig. 1), mit an den Rändern angeleimten Lederstreifen die Dichtung bilden, oder über
die ganze Öffnung geklebte Leder- oder Papierverschlüsse, wobei letztere mittels Schutzleisten
u gedeckt werden.
Die Pfeifenventile sind nach der Erfindung mit den beweglichen Balgplatten h durch Schie-
nen ν verbunden, welche in daran vorgesehenen Schraubenlöchern χ (Fig. 3) auf Schrauben
w lotrecht verschiebbar sind und an der breitesten Stelle der Löcher über die Schraubenköpfe
weggehobon werden können. An dem als Hebel ausgebildeten Schenkel dieser Schiene ist das Gegengewicht η befestigt, so
daß dieses samt der Schiene an der beweglichen Balgplatte h lotrecht verschoben und
nach oben und unten herausgehoben werden kann. Statt über dem Balg h kann das Gewicht,
wie 111 (Fig. 4), auch über dem Ventil
g1 angebracht werden; in diesem Falle stößt
ein Fortsatz des Gewichtshebels an einen Anschlag an der beweglichen Balgplatte h1, und
das Pfeifenventil g1 ist oberhalb des Sitzes mittels einer Lederklappe an der Kante des
Pfeifenstockes angebracht.
Von der Taste des Spieltisches führt das Leitungsrohr α (Fig. 5) zur Membran b des Relaisventils
c. In der Registerkanzelle e (Fig. 1) und in der Relaiskanzelle p befindet sich immer
Wind. Von den vier Registerkammern k, k1,
k2, k3, welche sämtlich zu dem Balge f führen
und von denen aus das zum Pfeifenrohr q führende Ventil g betätigt werden kann, ist beispielsweise
die Kammer k mit Druckluft gefüllt und infolgedessen geschlossen, indem das
mit k in Verbindung stehende Register nicht gespielt wird. Wird die Spieltaste gedrückt,
so kommt Wind durch α zur Membran b, diese wird aufgeblasen, das damit verbundene
Relaisventil c gehoben, und der Wind aus der Relaiskanzelle p wird abgesperrt. Zugleich
wird der Wind vom Spielkanal d unter dem Ventil c ins Freie entweichen.
Bei den Registerkammern k1, k2 und k3 seien
die Register gezogen, d. h. die Druckluft von diesen Kammern sei entleert, die Verbindung
des oberen Kanals i mit den unteren j1, j2
und j3 somit freigegeben. Da m geschlossen
ist, und da die Rückschlagklappen I2 und Is
von j2 und j3 keinen Wind nach i durchlassen,
kann der im Balg f befindliche Wind durch i und m1, j1, d ins Freie entweichen.
Der in der Registerkanzelle e befindliche Wind kann nun den Balg f zusammendrücken und
das Ventil g und hiermit den Windzufluß zum Pfeifenkanale q von e aus eröffnen.
Sobald die Spieltaste losgelassen wird, schließt sich das Relaisventil c, die Druckluft aus der
Relaiskanzelle p schließt die Rückschlagklappe I1, und die durch das Gewicht η belastete
bewegliche Balgplatte h schließt das Ventil g wieder ab, nachdem sich der Balg f
durch eine feine öffnung s die zum Aufgehen nötige Druckluft aus e angesaugt hat. Der
feine Verbindungskanal 0 (Fig. 5), welcher mittels einer Schraube r beliebig verengt werden
kann, bewirkt eine Zufuhr von Wind aus der Relaiskanzelle p bzw. aus dem Spielkanal d,
folglich eine raschere Füllung der Membran 5 und raschere Hebung des Ventils c beim
Drücken der Taste. In dem Augenblicke, in welchem das Ventil c den Wind aus der Relaiskanzelle
abschließt, entweicht durch diese öffnung 0 zum Teil auch der vom Spieltische
kommende Wind in den von Druck entlasteten Spielkanal d und von da ins Freie. Sobald
also die Spieltaste losgelassen wird, hilft die Öffnung 0 mit zur raschen Entleerung des
Rohrwindes aus a, hiermit der Membran b, und zum rascheren Schlüsse des Ventils c. Durch
die Anordnung der an der Taschenmembran befestigten Rückschlagklappe ist ein leicht zugängliches
Mittel geschaffen, um zu verhindern, daß beim Ausströmen des Windes aus einer Registerkammer die Membran m sich mit
etwas Wind vom Balge f aus füllen und dadurch ein kurzes, leichtes öffnen des Pfeifenventils
zulassen könnte.
Während bei den üblichen Anordnungen jedes Relaisventil einen einzigen runden Ventilsitz
hat, bedarf beim vorliegenden Gegenstande die Anbringung mehrerer in einer Ebene
liegender Ventilsitze für ein Relaisventil bei gleicher Windmenge eines geringeren Raumes
und ermöglicht daher, die Relaisventile mit geringeren Kosten so anzuordnen, daß für
jeden Ton eine eigene Umrahmung des Re- go laisventils vorgesehen ist, und daß jedes mit
dieser Umrahmung einzeln abnehmbar ist. Diese Relaisventilrahmen werden zweckmäßig
rechteckig aus Langholz, Kunstleder oder einer anderen, selbst bei schwachen Wandstärken
noch genügend festen und dichten Masse hergestellt.
Um die gegenseitige Entfernung des Pfeifenventil- und des Balgplattensitzes bei Veränderung
der Breiten des Pfeifenstockes durch Trocknen und Quellen des_ Holzes beständig
gleich zu erhalten, dienen Anker y (Fig. 1), welche einerseits am Pfeifenstocke unter dem
Ventilsitze angeschraubt sind, anderseits an einer Leiste ζ eingehakt sind, welche sich bei
Änderungen der Breite des Pfeifenstockes mit verschiebt.
Claims (5)
1. Windlade für Orgeln und ähnliche Musikinstrumente, dadurch gekennzeichnet,
daß ein während des Betriebes offener Verbindungskanal (0) mit regelbarem Querschnitte
zwischen dem Spielkanale (d) und dem Leitungsrohre (a), welches von der
Taste des Spieltisches zur Membran des Relaisventiles führt, angeordnet ist.
2. Taschenmembran für die Windlade nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß innerhalb der Membran (m1) am oberen Ende eine Rückschlagklappe (I1)
aus Leder oder einem anderen geeigneten Stoffe befestigt ist.
3. Relaisventil bei der Windlade nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
mehrfache Ventilsitze in je einen aus Langholz, Kunstleder oder einer anderen,
genügend festen und dichten Masse gebildeten Rahmen nebeneinander einzeln abnehmbar
eingebaut sind.
4. Mit beweglichen Balgplatten verbundenes Pfeifenventil (f) für die Windlade
nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Pfeifenventil sich in einem von
der Registerkanzelle bis zur Oberfläche des Pfeifenstockes reichenden Zwischenräume
bewegt und, ohne den Pfeifenstock abnehmen zu müssen, von oben zugänglich ist.
5. Mit beweglichen Balgplatten durch Schienen verbundenes Pfeifenventil nach
Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß diese Schienen mit den daran befindlichen
Hebelgewichten an den beweglichen Balgplatten nach oben oder unten herausschiebbar
befestigt sind.
6, Mit beweglichen Balgplatten verbundenes Pfeifenventil nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß das als Klappenventil ausgebildete, mit Gewicht belastete Pfeifenventil an der zugehörigen
beweglichen Balgplatte einen Anschlag findet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE296095C true DE296095C (de) |
Family
ID=550515
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT296095D Active DE296095C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE296095C (de) |
-
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