DE17013C - Pneumatischer Widder - Google Patents
Pneumatischer WidderInfo
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- DE17013C DE17013C DENDAT17013D DE17013DA DE17013C DE 17013 C DE17013 C DE 17013C DE NDAT17013 D DENDAT17013 D DE NDAT17013D DE 17013D A DE17013D A DE 17013DA DE 17013 C DE17013 C DE 17013C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10B—ORGANS, HARMONIUMS OR SIMILAR WIND MUSICAL INSTRUMENTS WITH ASSOCIATED BLOWING APPARATUS
- G10B3/00—Details or accessories
- G10B3/02—Blowers
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 51: Musikalische Instrumente.
GUSTAV SANDER in BRESLAU. Pneumatischer Widder.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. Mai 1881 ab.
Dieser selbsttätig wirkende Apparat dient zur weiteren Verdichtung der von irgend einem
Gebläse gelieferten geprefsten Luft.
A, Fig. i, 2 und 3, ist ein luftdichter Kasten,
dessen Deckel und Boden mit Holzschrauben dicht aufgeschraubt sind. Auf dem Boden
dieses Kastens ist der doppelte Faltenbalg B luftdicht befestigt. Derselbe besteht aus Ober-
und Unterbalg, welche gemeinschaftlich an dem Mittelrahmen K befestigt sind. An der unteren
Seite des Bodens befinden sich die beiden Kanäle C und C2, jeder mit einem weichen, luftdichten
Ventil 1 bezw. 2 versehen. Diese Ventile vermitteln den zeitweisen Zutritt und Austritt
des Orgelwindes, und zwar tritt durch Ventil 1 Orgelwind in den Arbeitsbalg B ein,
und durch Ventil 2 tritt die Luft mit erhöhtem Druck wieder aus. Zu diesem Zweck sind in
den Boden dieses Kastens die Oeffnungen 4 eingeschnitten. Der Kanal C wird bei d mit
irgend einem Windkanal der Orgel verbunden, während Kanal C2 bei e mit einem zur Aufnahme
der verdichteten Luft bestimmten Magazinbalg, dessen Fassungsraum wenigstens dreibis
viermal gröfser sein mufs als der des Arbeitsbalges, verbunden ist.
An der in Fig. 5 gezeichneten Innenseite der Stirnwand des Kastens A befindet sich eine
Leiste 6, welche an dem oberen und unteren Ende je einen Vorsprung 7 hat. Diese Leiste
ist mit zwei Holzschrauben, welche in die HoIzwand eingeschraubt sind, derart befestigt, dafs
sich dieselbe ca. 1 cm auf- oder abbewegen läfst, gleichzeitig aber auch durch die Schrauben
sicher geführt wird. Durch die Stirnwand geht luftdicht die kleine eiserne Welle 9, Fig. 1, 2,
4, 5, 6 und 7, welche auf der Aufsenseite der Wand in dem Knaggen 10 ihre Lagerung erhält
und auf der Innenseite der Wand zwei sich gegenüberstehende Arme 11 und 12, Fig. 5,
trägt. Arm 11 ist mit der beweglichen Leiste 6 drehbar verbunden, so dafs diese bei einer Aufoder
Abwärtsbewegung derselben die Welle in der einen oder anderen Richtung dreht, und
diese Bewegung sich nach der Aufsenseite der Stirnwand fortpflanzt. Am äufseren Ende des
Armes 12 ist ein Bleigewicht befestigt, zu dem Zweck, den Arm 11 und die mit demselben
verbundene Leiste 6 in allen Stellungen im Gleichgewicht zu halten, so dafs die Leiste 6
in allen Stellungen stehen bleibt.
Die Welle 9 trägt ferner auf der Aufsenseite der Stirnwand noch zwei Arme, welche, in
Fig. 4 mit 13, 14 und in Fig. 6 mit 15, 16 bezeichnet
sind.
In der Stirnwand befinden sich entweder zwei Oeffnungsschaaren 17 und 18, Fig. 1, 2
und 5, welche je aus fünf Schlitzen bestehen, oder auch,, wie Fig. 6 und 7 zeigen, zwei grofse
Oeffnungen 19 und 20. Die Schlitze 17 und 18
in Fig. i, 2 und 5 werden durch zwei Schieber 21 und 22, Fig. i, 2 und 4, welche mit
den beiden Armen 13 und 14 der Welle beweglich verbunden sind, beim Auf- oder Abbewegen
der im Innern des Kastens sich befindenden beweglichen Leiste 6 geöffnet oder geschlossen.
Auch diese Schieber haben schlitzartige Oeffnungen, welche mit den Schlitzöffnungen
der Stirnwand übereinstimmen und daher bei Verschiebung der Schieber die Schlitze
entweder öffnen oder durch Ueberdeckung verschliefsen. Die Schieber selbst werden durch
Führungsleisten nicht nur in sicherer Führung gehalten, sondern auch auf die Flächen der
Wand möglichst luftdicht aufgedrückt; um das letztere zu ermöglichen, mufs an dieser Stelle
die Stirnwand gut beledert werden. Auf dem Arbeitsbalg B befindet sich ein über den Rand
der Oberplatte vortretender Daumen 3, Fig. 1, 2 und 3.
Die Thätigkeit des Apparates ist folgende: Der Arbeitsbalg B sei gesunken, Fig. 2; der
Schieber 22 schliefst in diesem Zustande die Schlitzöffnungen 18 ab, während der Schieber 21
mit seinen Oeffnungen genau über den Oeffnungen 17 sich befindet, und daher das Innere
des Kastens A mit der Aufsenluft in directer Verbindung steht. Läfst man nun den vorhandenen
Orgelwind in den Kanal C eintreten, so wird zunächst das im Kanal befindliche
Ventil 1 sich öffnen und der Orgelwind durch dasselbe in das Innere des Balges treten. Es
verbleiben beim Steigen des Balges die Leiste 6, sowie die durch Arme und Welle damit in
Verbindung stehenden Schieber 21 und 22 in dieser Stellung, bis durch die Oberplatte des
Balges und des darauf befindlichen Daumens 3 die Leiste 6 nach oben gestofsen wird. Angenommen,
der von d einströmende Wind habe 35 ° Reiter, die Oberplatte des Balges sei so
viel beschwert, dafs sie die im Innern befindliche Luft auf 30 ° verdichten würde, so wird
die Oberplatte des Balges sogleich steigen, wenn Wind von 3 5 ° in denselben durch den
Kanal C einströmen kann. Die im Innern des Kastens A sich zur Zeit befindende Luft von
atmosphärischer Dichte wird von dem aufsteigenden Balge durch die geöffneten Schlitze 17/
Fig. 1,2,4 und 5, herausgetrieben. Ist die
Oberplatte des Balges oben angekommen, so stöfst das vorspringende Leistchen 3 an den
Vorsprung 7 der Leiste 6, Fig. 1, und da die
in Bewegung befindliche Balgplatte nicht augenblicklich stehen bleibt, so drückt sie die Leiste 6
um ihren ganzen Hub nach oben. Die Leiste 6 nimmt den Arm 11 mit, die Bewegung pflanzt
sich durch die Welle fort und die beiden Arme 13 und 14 stellen die Schieber 21 und 22,
Fig. 4, um. Diese erhalten dann die in Fig. 1 und 4 gezeichnete Stellung; Schieber.21 schliefst
die Oeffnungen 17 und Schieber 22 macht gleichzeitig die Oeffnungen 18 frei. Das Innere
des Kastens A ist nun nach aufsen hin vollständig abgeschlossen, während durch die Oeffnungen
18 aus dem Kanal C durch das Loch 5 und die Kammer / Orgelwind in das Innere
des Kastens gelangt. Ist nun der innere Raum des Kastens A mit Orgelwind von 35° R. angefüllt,
so drückt jetzt auf die im Innern des Balges sich befindende Luft nicht nur das auf
der Oberplatte desselben sich befindende Gewicht, welches einen Druck von 30° R. repräsentirt,
sondern auf der ganzen äufseren Fläche des Balges lastet von dem im Kasten sich befindenden
Orgelwinde noch ein Druck von 350R.
Der Balg wird daher bis fast auf die Hälfte seines Hubes niedergedrückt und die in demselben
befindliche Luft auf etwa 65 ° R. gebracht.
Die auf diese Weise verdichtete Luft strömt dann durch die Ventilöffnung 2 aus dem Kanal
C1, Fig. i, aus. Da Kanal C2 mit dem schon" im Anfange erwähnten Magazinbalg in
Verbindung steht, so entleert sich der Arbeitsbalg in diesen, wenn die Oberplatte des Magazinbalges
so weit beschwert ist, dafs die in das Innere desselben gelangende Luft eine Dichte von 600R. annehmen mufs. Aus letzterem
kann die Luft zu beliebiger Verwendung entnommen werden. Wenn die Oberplatte des
Arbeitsbalges wieder unten angekommen ist, so schliefst sich Ventil 2 nicht nur durch seine
eigene Schwere, sondern hauptsächlich durch den Luftdruck, und durch den Daumen 3 wird
die verschiebbare Leiste 6 mit heruntergenommen, wodurch die Schieber wieder umgestellt werden.
Schieber 22 schliefst jetzt den Zutritt verdichteter
Luft nach dem Innern des Kastens ab. Dasselbe wird dagegen durch Schieber 21 wieder
in unmittelbare Verbindung mit der atmosphärischen Luft gebracht. Die geprefste Luft entweicht
durch die Oeffnungen 17, und es lastet dann wieder auf dem Arbeitsbalg nur die Belastung
der Oberplatte, weshalb sich derselbe auch sogleich wieder mit Orgelwind füllt und
das beschriebene Spiel von neuem beginnt.
An Stelle der in Fig. 1, 2,4 und 5 gezeichneten Vorrichtung kann auch die in Fig. 6
und 7 dargestellte Anordnung treten. Dieselbe besteht aus den beiden Ventilgehäusen i
und^, den zugehörigen Halbkugelventilen 23,25
und dem Hebel 15, 16. Die Ventilkammer g ist in zwei Abtheilungen getheilt, so dafs eine
Abtheilung über und eine unter dem Ventil sich befindet. Die Ventilkammer i steht durch
die Oeffnung 19 mit dem Innern des Kastens in Verbindung. In das Ventilhaus g tritt der
aus dem Kanal C kommende Orgelwind und geht durch die Ventilöffnung nach dem Innern
des Kastens. Die beiden Ventile 23 und 24, Fig. 6, 7, welche elastisch und gut beledert
sein müssen, hängen mit ihren oben eingeschraubten Ringösen an starken Drähten 26
und 27 und sind durch diese mit den Armen 15 und 16 verbunden. Diese Drähte gehen durch
die Deckbretter 28 und 29 der Ventilkammern luftdicht, aber dennoch leicht bewegbar hindurch
und sind oben mit Schraubenmuttern zum genauen Einstellen versehen. Am unteren Ende der Kugelventile ist ein Draht eingeschraubt,
. an dessen Ende eine Bleikugel 25 angegossen ist. Die Wirkungsweise dieser Vorrichtung
ist dieselbe, wie sie oben für die erste Anordnung beschrieben wurde.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:ι. Ein selbstthätig wirkender Apparat, welcher den Zweck hat, auf mechanischem Wege gegebene comprimirte Luft bis nahe auf das Doppelte ihrer ursprünglichen Spannung zu verdichten, im wesentlichen bestehend aus:a) einem Faltenbalg B, in welchen die gegebene comprimirte Luft durch Kanäle und Ventile C, ι ein- und als stärker comprimirte Luft durch C2, 2 ausströmt, undb) einem Kasten, in welchem sich der Faltenbalg A befindet, und dessen Innenraum B durch eine Steuervorrichtung, Fig. 4 und 5 oder Fig. 6 und 7, abwechselnd mit der atmosphärischen Luft oder mit unter höherem als atmosphärischem Druck stehender Luft sich füllen kann, und zwar letzteres dann, wenn der Faltenbalg B seine höchste Stellung erreicht und durch den Daumen 3 die Umsteuerung selbstthätig bewirkt hat;
welche Theile zu dem angegebenen Zweck derart zusammenwirken, dafs beim Anfüllen des Faltenbalges B vom einströmenden Winde nur die Schwere der Oberplatte überwunden werden mufs, während das Ausströmen des Windes aus dem Faltenbalge B unter dem Gewicht der Balgplatte, sowie unter dem Drucke des im Kastenraum A befindlichen und nachströmenden comprimirten Windes geschieht.
Die Anwendung eines solchen automatisch wirkenden Windverdichtungsapparates bei Orgeln, Orchestrions, Harmoniums und Drehorgeln.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE17013C true DE17013C (de) |
Family
ID=293979
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT17013D Active DE17013C (de) | Pneumatischer Widder |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE17013C (de) |
-
0
- DE DENDAT17013D patent/DE17013C/de active Active
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