DE1923748C - Steuerventilsystem fur den Arbeits hubraum eines Druckluftnagler - Google Patents
Steuerventilsystem fur den Arbeits hubraum eines DruckluftnaglerInfo
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Description
923748
F i g. 1 einen leilweisen Längsschnitt eines erfindungsgemäßen Naglcrs, wobei der Arbeitskolben seine
Ausgangsstellung einnimmt,
Fig. 2 einen zur Zylinderachse normalen Schnitt durch den Deckel dieses Naglers, in dem das Wiederholungsvenlil
in seiner Ausgangsstellung zu erkennen ist,
Fig. 3 einen ebensolchen Schnitt, in dem ein KoI-benschicber
des Wiedcrholungsventils in ausgelenkler Stellung zu sehen ist.
Der in Fig. I dargestellte Druckluftnagler 10 ist
im wesentlichen von bekannter Ausbildung. (Ein ähnlicher Nagler ist in der Patentanmeldung
P 16 03 786.8 vom 19. Dezember 1967 der Anmelderin beschrieben.) Das Gehäuse 12 des Naglers hat
vnrne einen Kopfteil 12« und hinten einen Griffteil
12 Λ. dessen Hohlraum einen dauernd mit d«*r Driickluftquelle verbundenen Speicherbeha'ler bildet.
LXis Antriebssystem weist einen Arbeitszylinder 18
mit einem oberen offenen Ende 18« auf. das in der Ruhestcllung des Arbeitskolhens in Eingriff mit einer
Mcmbran 40 steht, die zum Einlaßventil 20 gehört.
Das Eintreibglied 24 bestchi aus einem Arbeitskolben
26, der mit einem Stößel 28 verbunden ist. Der Arbeitskolben 26 wird normalerweise in die Stellung
der Fig. 1 gedruckt. Ein Auslaßventil 32 dient ?ur
tnllüftung des (über dem Arbeitskolben befindlichen)
Arbeitshubraumes nach außen.
Wenn ein Nagel od. dgl. eingetrieben werden soll, wird das obere, offene Ende 18 a des Arbeitszylinders
mit dem Speicherbehälter 16 veibunden. so daß der Arbeitskolben nach unten gedrück', wird. Dabei
erfaßt der Stößel einen in den Ausstoßkanal 38 vorgeschobenen Nagel od. dgl. und treibt ihn in das
Werkstück ein. Das Einlaßventil 20 enthält eine Membran 40, deren Rand zwischen dem Gehäuse
und einem Deckel 42 eingespannt ist. Der Deckel 42 hat eine Deckplatte 43. In der Stellung der Fig. I
legt die Membran 40 sich gegen das obere, offene Ende 18« des Arbeitszylinder. Dies erfolgt durch
den Luftdruck und eine Feder 44. Eine Ringfläche an der Unterseite der Membran ist über einen Kanal
46 dauernd mit dem Speicherbehälter 16 verbunden. Der Steuerraum des Einlaßventils, d.h. der Raum
oberhalb der Membran 40, steht in der Ruhestellung der Fig. 1 ebenfalls unter Druck. Wird der Steuerraum
drucklos, so hebt die Membran 40 sich von dem oberen, offenen Ende 18« des Arbeitszylinders
ab, so daß die Druckluft in den Arhcitshubraum, d. h. über den Arbeitskolben 26 gelangt.
In der Ruhestellung der F i g. 1 hingegen wie auch während der Rückkehr djs Arbeitskolbens in die Ruhcstellung
ist der Arbeitshubraum durch das geöffnelc Auslaßventil 32 drucklos Das Auslaßventil weist
in diesem Beispiel eine rohrförmigc Buchse 50, die mit der Membran 40 verbunden ist, sowie eine Mehrzahl
von Auslaßkanälen 52 auf. Wenn der Steuerraum während des Arbeitshubes mit der Außenluft
vcrbundcn wird, schließt das Auslaßventil 32, indem die Buchse 50 sich gegen einen elastischen Ring 54
legt.
Zur Rückführung des Arbcilskolbens ist eine
Rückführkammer 60 vorgesehen, die über öffnungen 62 mit dem unteren Ende des Arbeitszylinder verbundcn
ist. Darüber hinaus enthält der Arbeitskolben ein Rückschlagventil 63. Dieses besteht aus einer
oberen Nut 64 mit einem Dichtungsring 68, einer imteren
Nut 66. von der Kolbenoberseite zu der unteren Nut 66 reichenden Kanälen 70 und einem elastisehen
Ring 72 in letzterer. Das Rückschlagventil läßt Luft aus dem Arbeitshubraum in den Raum unterhalb
des Arbeitskolbens gelangen, jedoch nicht in umgekehrter Richtung.
Wenn ein Arbeitshub eingeleitet werden soll, wird der Arbeitshubraum mi» dem Speicherbehälter 16
verbunden, so daß der Arbeitskolben nach unten getrieben wird. Da er hierbei keinen nennenswerten
Widerstand findet, wird der Druck im Arbeitshubraum zunächst nicht so weit stiegen, daß das Rückschlagventil
63 öffnet. Erst wenn der Arbeitskolben das Ende seines Arbeitshubes erreicht hat, hebt der
elastische Ring 72 sirh vom Grund der Nut 66 ab, so daß Druckluft über die öffnungen 62 in die Rückfüll·kammer
60 strömt.
Um den Arbeitskolben *S am Ende seines Arbeitshubes
elastisch aufzufangen und gleichzeitig das untere Kndc des Kopfteiis 12« luftdicht zu verschließcn.
ist ein ringförmiger, elastischer Puffer 74 vorgesehen, auf Jen der Arbeitskolben am Ende seines Arbeitshubes
auftrifft. Die Luft aus dem unteren Teil des Arbeitzylinders entweicht normalerweise durch
die Stößeldurchtritlsöffnung 76 einer Platte 78.
Wenn der Arbeitskolbcn mit dem Puffer 74 in Eingriff kommt, wird jedoch das untere Ende des Zylinders
luftdicht verschlossen. Wird nun der Arbeitshubraum mit der Außenluft verbunden, so treibt die
nunmehr aus der Rüekführkamnier 60 durch die öffnungen
62 in das untere Ende des Zylinders zurückströmende Druckluft den Arbeitskolben nach oben.
Diese Luft kann nicht rasch genug durch die öffnung 76 entweichen, um die Rückführung des Arbeitskolbens
zu beeinträchtigen.
Die Steuerung der Membran 40 erfolgt durch ein Vorsteuerventil 80 im Verein mit einem Wiederholungsventil
160, welches im Deckel 42 angeordnet und in Fig. 1 lediglich angedeutet ist. Die Anordnung
des Wiederholungsventils im Deckel 42 hat den
Vorteil, daß der Nagler leicht auf eine Ausführung
für Einzclbetätigung umgestellt werden kann oder umgekehrt, da hierzu an den übrigen Teilen keinerlei
Änderungen erforderlich sind.
Das Vorsteuerventil 80 verbindet einen Steucrkanal 100 in der Ruhestellung (Fig. 1) mit dem
Speicherbehälter 16, in der Arbeitsstellung dagegen mit der Außenluft. In der Stellung der Fig. 1, in
welcher der Auslösehebel 90 nicht gedruckt ist, legt eine Ventilkugel 86 sich gegen einen elastischen Ventilsitz
92 und schließt einen Auslaßkanal 94 zwischen dem Ventilstift 88 und einer Buchse 96. Der zum
Speicherbehälter führende Kanal 98 ist daher geöffnet, so daß der Steuerkanal 100 mit dem Speicherbehalter
verbunden ist.
SS Wird der Auslösehebel 90 gedrückt, so hebt sich die Venlilkugel 86 vom Ventilsitz 92 ab und legt sich
gegen einen oberen Ventilsitz 102, wodurch der Kanal 98 verschlossen und der Stcuerkanal !Ott nunmehr
mit der Außenluft verbunden ist.
Wird der Auslöschebcl gedrückt und in gedruckter Stellung festgehalten, so erfolgt automatisch eine
wiederholte Betätigung des Arbcitskolbcns. bis der Auslöschehel losgelassen wird. Zur Steuerung der
wiederholten Betätigung dient das Wicdcrlnilungs-
ventil 160. Einzelheiten des Wiedcrholungsvenlils gehen
aus den F i g. 2 und 3 hervor. .
Zu dem Wiederliolungsventil 160 gehört eine Zyiinderbohrung
!62 mit einem Teil 162 /> kleineren
und einem Teil 162α (Fig. 6) größeren Durchmcs- rungsteils 162« in Verbindung steht. Die Vorzüge-Hers. Die Bohrung 162 ist an beiden Seiten offen. Ihr rungskammerl40 bewirkt im Verein mit der Drosselweiterer Teil 162 a ist durch ein Nadelventil .126 mit öffnung des Nadelventils 126 eine wesentliche Ververstcllbarer Drosselöffnung verschlossen. Sie enthält zögerung nach dem ersten Arbeitshub, da der Druck
einen spindelförmigen Kolbenschieber 164, der zwi- S in ihr dann langsam von Atmosphärendruck auf naschen einer Ruhestellung nach Fig. 2 und einer Ar- hczu den Druck des Spcichcrbchällers 16 ansteigen
beitsslcllung nach Fig. 3 verschiebbar ist. Dieser muß, bevor der Kolbenschieber 164 des Wicderho-Kolbcnschicber hat ebenfalls zwei Teile von verschie- lungsvenlils umsteuert. Bei den folgenden Arbcitsliüdcnem Durchmesser sowie im weiteren Teil 162« der bcn jedoch verringert sich der Druck in der Vcrzögc-Bohrung eine Mehrzahl im Abstand voneinander an- io rungskammcr jeweils nur verhältnismäßig wenig, s;>
geordneter Dichtungsringe 168, 170 und 172. die ih- daß durch die Wiederauffüllung kaum mehr eine
rcr Funktion nach Teilkolben darstellen, ferner im merkliche Verzögerung eintritt,
engeren Bohrungsteil 162 b einen Dichtungsring 174, Das Nadelventil hat ein verstellbares Glied 154
der ebenfalls einen Teilkolben bildet. Zwischen den mit einem Konus, der mehr oder weniger in eine zv-Dichtungsringen, die sich dichtend gegen die Boh- 15 lindrischc öffnung hineinragt. Die eine Seite des Narungswand legen, hat der Kolbenschieber 164 einen dclventils ist mit dem Kanal 118 und damit mit dem
\crringcrlen Durchmesser, so daß Ringräume 178. Arbcilshubraum verbunden, während die andere
180 und 182 entstehen. Zwischen den beiden Seilen über den Kanal 142 mit der Verzögerungskammer
des Dichtungsringes 172 befindet sich eine verengte 140 in Verbindung steht. Mit dem Glied 1S4 kann
Durchlaßöffnung 184, die im Verein mit dem Dich- 30 die Drossclöffnung des Nadelventils und damit die
tungsring 172 ein Rückschlagventil bildet. Wenn der Verzögern ngs/eit sowie die Schlagfrcqucnz vcrslclk
Druck auf der in Fig. 2 und 3 linken unteren Seite werden.
des Dichtungsringes 172 größer ist als der auf der Obgleich die Wirkungsweise im wesentlichen be-
rcchtcn oberen Seite, kann Druckluft durch die rcits aus der vorstehenden Beschreibung klar gcwor-Durchlaßöffnung 184 hindurchtreten. Im umgekehr- as den sein dürfte, sei sie nachstehend noch kurzcrläuten Falle jedoch wird der Dichtungsring 172 gegen tcrt:
einen Absatz 186 einer verbreiterten Nut 188 gc- Wie gesagt, ist der Kanal 120 ständig mit dem
drückt, so daß die Durchlaßöffnung 184 verschlossen Speicherbehälter 16, der Kanal 116 mit dem Stcucrisl. raum des Einlaßventils 20, der Kanal 122 mit dem
Fin erster Kanal 116, der in den Ringraum 180 30 Stcucrkanal 100 vom Vorslcuervcntil 80, der Kanal
mündet, steht mit dem Steuerraum (über der Mem- 118 mit dem Arbeitshubraum im Arbeitszylinder und
bran 40) des Einlaßventils 20 in Verbindung. Ein der Kanal 142 mit der Verzögerungskammer 140
zweiter Kanal 118 führt über einen Kanalabschnitt verbunden. Zwischen den Kanälen 118 und 142 ist
118« (Fig. 1) zu der öffnung des elastischen Ringes die verstellbare Drossclöffnung des Nadelventils 126
54 und steht daher mit dem Arbeilshubraum in Vcr- 35 angeordnet. In der Ruhestellung der Fig. 2 ist der
bindung. Ein dritter Kanal 120 im Bereich des Hubes Stcucrkanal 100 des Vorstcucrvcnlils über den Kanal
des Dichtungsringes 172 ist über einen Kanalab- 122 und den Ringraum 180 mit dem Kanal 116 und
schnitt 120« (Fig. I) mit dem Speicherbehälter 16 somit mit dem S teuer raum des Einlaßventils vcr bunverbunden. In der Stellung der Fig. 2 stein er mit den. Der Arbeitshubraum und damii der Kanal 118
dem Ringraum 182, in der Stellung der Fig. 3 je- 40 ist dann drucklos, ebenso wie der Kanal 142 und die
doch mit dem Ringraum 180 in Verbindung. Ein Verzögerungskammer 140. Da die Dichtungsringe
vierter Kanal 122 ist in der Stellung der F i g. 2 an 172 und 174 interschicdliche Durchmesser haben,
den Ringraum 180, in der Stellung der F i g. 3 jedoch wird der Kolbenschieber 164 des Wiederholungsven -an den Ringraum 178 angeschlossen. Der Kanal 122 tils nach links gemäß F i g. 2 gedrückt,
führt zum Steuerkanal 100 des Vorstcucrvcnlils. 45 Wird jetzt der Auslösehcbel 90 betätigt, so wird
Das Nadelventil 126 dient zur Steuerung der der Kanal 122 drucklos und somit auch der Kanal
Wiederholungsgeschwindigkeit, d.h. der Schlagzahl 116 sowie der Steuerraum des Einlaßventils 20. Das
in der Zeileinheit. Es enthält einen buchsenförmigen Einlaßventil öffnet und das Auslaßventil 32 schließt.
Ventilkörper, der in den weiteren Teil 162α der Zy- d.h. der Arbeitshubraum wild unter Druck gesetzt!
lindcrbnhrung 162 eingeschraubt ist. Der Ventilkör- 50 Der Kolben 26 vollführt einen Arbeitshub. Da der
per hai eine seitliche Bohrung 152, die ständig mit Arbeitshubraum jetzt un'cr Druck steht, erhält auch
dem Kanal 118 und dadurch mit dem Arbeitshub- der Kanal 118 Druck. Ober das Nadelventil werden
raum des Arbeitszylinders verbunden ist. Des weite- der Kanal 142 und die Verzögerungskammer 140 unrcn nimmt er einen Nadeleinsatz 154 auf. ter Druck gesetzt. Der Druck in der Vsrzögerungs-
Hm nun den Nagler — ohne daß es dazu der Um- 55 kammer 140 steigt indessen nur allmählich. Wenn
stellung eines besonderen Gliedes bedarf — nadi Be- darin nahezu der volle Druck des Speicherbehälter
lieben für Finzel- wie für automatische Mehrfachbe- erreicht ist, verschiebt der auf den Dichtungsring 168
tätigung benutzen zu können, ist eine Einrichtung wirkende Druck den Kolbenschieber 164 in die Stelvorgeschen. durch welche zwischen dem ersten und lung der Fig. 2, worauf die Rückführung des Ardem zweiten Arbeitshub eine größere Verzögerung 60 bcitskolbens beginnt. Diese erfolgt daher mit erhcblicrzielt wird. Hierdurch ist es ohne Gefahr einer Fehl- eher Verzögerung.
betätigung möglich, den Auslösehebel nach dem er- In der Stellung der F i g. 3 ist der Kanal 120, der
stcn Arbeitshub loszulassen, so daß der Arbeitskol- ständig mit dem Speicherbehälter verbunden ist. über
hen in seine Ausgangsstellung zurückkehrt, ohne daß den Ringraum 180 mit dem Kanal 116 verbunden,
ein weiterer Arbeitshub erfolgt 65 der zum Steuerraum des Einlaßventils führt. Dieser
Die Verzögerung wird erzielt durch eine Verzöge- Slcucrraum wild daher unter Druck gesetzt, das F.inrungskanimcr 140 (I ι ρ 2 und 3), die über einen Ka- laß ventil schließt, und dns Auslaßventil 32 öffnet
na! 142 mit dem unteren indc des weheren Boh- Jcl/t wird der Arbeitshubraum und mithin auch der
e- :lr- :k a- :n u-Ü-e-
:n ic !It
Kanal 118, der über die verstellbare Drosselöffnung des Nadelventils mit der Verzögerungskammer
verbunden ist, drucklos. Der Druck in der Verzögeiungskammer
entweicht langsam. Er wird jedoch nur um einen geringen Betrag absinken, ehe der Kolbenschieber
164 in seine Ausgangsstellung nach F i g. zurückkehrt. Die Rückführung erfolgt dadurch, daß
der unter Druck stehende Ringraum 180 über das Rückschlagventil mit dem Ringraum 182 verbunden
ist, der von den Dichtungsringen 172 und 174 verschiedenen Durchmessers begrenzt ist.
Da sich das Wiederholungsventil 160 nunmehr in der Stellung der F i g. 2 befindet, beginnt das Spiel
von neuem. Weil diesmal jedoch der Anfangsdruck in der Verzögerungskammer 140 erheblich größer als
Atmosphärendruck ist, ist die Verzögerungszeit bis zur Umsteuerung des Wiederholungsventils und damit
bis zum nächsten Arbeitshub erheblich geringer.
Die Verzögerungszeit bis zur Rückkehr des Wiederholungsventils in seine Ausgangsstellung ist in
jedem Falle groß genug, um zu gewährleisten, daß der volle Druck im Steuerraum des Einlaßventils aufgebaut
wird, so daß dieses mit Sicherheit geschlossen wird. Hierdurch wird jede unstabile oder unerwünschte
Betätigung des Einlaßventils verhindert. Darüber hinaus wird durch die Drosselöffnung eine
sehr genaue Steuerung des Arbeitskolbens erzielt.
ίο In dem beschriebenen Beispiel erfolgte die Umsteuerung
des Wiederholungsventils durch den wechselnden Druck des Arbeitshubraumes, d. h. des Raumes
über dem Arbeitskolben. Bei entsprechender Ausbildung der Kanäle des Wiederholungsventils
kann hierzu jedoch auch irgendein anderer Raum Verwendung finden, dessen Druck in Abhängigkeil
von der Stellung bzw. Bewegung des Arbeitskolben; wechselt, so z. B. die Rückführkammer.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Claims (7)
1. Steuerventilsystem für den Arbeitshubraum
eines Druckluftnagler zur wahlweisen Betätigung mit einzelnen oder automatisch aufeinanderfolgenden
Arbeitsspielen, mit einem durch ein handbetätigtes Vorsteuerventil pneumatisch steuerbaren Ein- und Auslaßventil für
den Arbeitshubraum und einem in Abhängigkeit vom Druck im Arbeitshubraum pneumatisch
gesteuerten Wiederholungsventil, dessen Steuerraum der Steuerdruck über eine Drosselstelle zugeführt
wird, dadurch gekennzeichnet,
daß an den Stei c-raum des Wiederholungsvenlils
(160) eine Ver/ögerungskammer (140) angeschlossen
ist, deren Volumen so bemessen ist, daß ihre Ganzauffüllung bis zum erstmaligen Ansprechen
des Wiederholungsvenlils einen über die Dauer eines vollkommenen, handgesteuerten Arbeitsspiels
hinausgehenden Zeitraum in Anspruch nimmt.
2. Steuerventilanordnung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Drosselstelle (Nadelventil
126) ehen einstellbaren Drosselquerschnitt aufweist.
3. Sleuerventiläystem nach An„pruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dab das Wiederholungsventil (160) samt der Drosselstelic (Nadelventil
126) im Deckel (42) des den Arbeitszylinder (18) aufnehmenden Gehäuseteils (12 a) angeordnet ist.
4. Steuerventilsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
das Wiederholungsventil (160) als Venlilglied einen Kolbenschieber (164) aufweist, auf dem
durch Teilkolben (Dichtungsringe 168 bis 174) mindestens ein wechselweise mit Leitungen (116,
120, 122) in Verbindung tretender Ringraum (178 bis 182) abgegrenzt ist.
5. Steuerventilsystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Ringraum (180)
eine zum Steuerraum des Ein- und Auslaßventils (20, 32) führende Leitung (116) in der Ausgangsstellung
des Kolbenschiebers (164) mit einer bei unbetätigtem Vorsteuerventil (80) unter Arbeitsdruck stehenden Leitung (100, 122) und bei ausgelenktem
Kolbenschieber mit einer solchen (120) verbindet, die beständig Arbeitsdruck
führt, während die zum Vorsteuerventil führende Leitung (100, 122) dann abgetrennt ist.
6. Steuerventilsystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
das Ventilgiicd (164) des Wiederholungsventils
(160) beidseitig druckgesteuert ist und sein kleinerer Slcucrquerschnitt beständig im wesentlichen
dem vollen Arbeitdruck ausgesetzt ist.
7. Stcuerventilsystem nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß auf den beständig
mit dem Stcuerraum des Ein- und Auslaßventils (20, 32) verbundenen Ringraum (180) ein weiterer,
andererseits durch einen kleineren Teilkolbcn (Dichtungsring 174) begrenzter Ringraum (182)
folgt, der in der Ausgangsstellung des Kolbcnschiebcrs (164) unmittelbar und in der ausgclenklci:
Stellung über ein Rückschlagventil (Dichtungsring 172, Durchlaßöffnung 184) zwischen
den beiden Ringrüunien (180, 182) mit der bc-Die
Erfindung betrifft ein Steucrventüsystem für den Arbeitshubraum eines Druckluftnagler zur
wahlweisen; Betätigung miL einzelnen oder automatisch
aufeinanderfolgenden Arbeitsspielen, mit einem durch ein handbetätigtes Vorsteuerventil pneumatisch
steuerbaren Ein- und Auslaßventil für den Arbeitshubraiim
und einem in Abhängigkeit vom Druck im Arbeitshubraum pneumatisch gesteuerten Wicderholungsvenlil,
dessen Steuerraum der Steuerdruck über eine Drosselstclle zugeführt wird.
Solches Steuerventilsystem geht beispielsweise aus den USA-Patentschriften 3 278 103 und 3 278 104
hervor. Bei diesem bekannten System erfordert der Übergang von der einen zu der anderen Betäligungsart
entweder ein besonderes, von Hand umstellbares Umschaltventil, oder es weist der Auslosehebel einen
Druckpunkt auf, nach dessen Überwindung der automatisch fortlaufende Betrieb einsetzt. Beide Ausführungen
erfordern somit für den Wechsel der Betriebsarten verhältnismäßig aufwendige Mittel. Hinzu
kommt, daß bei der einen Ausführung zur Betätigung des besonderen Umschaltventils ein eigener Handgriff
erforderlich ist, während die andere Ausführung nicht die wünschenswerte Sicherheit gegen Fehlbetätigung
bietet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Nagler der eingangs genannten Art so auszubilden,
daß er ohne besondere Maßnahmen und ohne Hinzutritt irgendwelcher beweglicher Teile sowohl für eine
Einzelbetätigung als auch eine automalische Mehrfachbetäligung wahlweise eingesetzt werden kann
Dabei geht die Erfindung von dem Gedanken aus. daß es genügt, bei an sich automatisch gesteuertei
Arbeitsweise einfach nach dem ersten Arbeitshur eine etwas längere Verzögerung eintreten zu lassen
so daß im Falle gewünschter Einzelbctätigung dei Ausl'isehebel unterdessen freigegeben werden kann.
Die gestellte Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß an den Steuerraum des Wiederholungs
ventils eine Verzögerungskammer angeschlossen ist deren Volumen so bemessen ist, daß ihre Ganzauf
füllung bis zum erstmaligen Ansprechen des Wieder holungsventils einen über die Dauer eines vollkom
mencn, handgesteuerten Arbeitsspiels hinausgehen den Zeitraum in Anspruch nimmt. Die Folgefrequen;
der übrigen Arbeitsspiele wird durch die Verzöge rungskammer nicht wesentlich beeinflußt, da die je
wetlige Rückkehr des Wiederholungsventils nur einer relativ geringen Druckabfall in Steuerraum und Ver
zögerungskammer voraussetzt.
Vorzugsweise ist das Wiederholungsventil sam Drossclslelle und gegebenenfalls auch die Verzöge
rungskammer im Deckel des Geräts untergebracht, si daß es genügt, falls eine lediglich für Einzelbclricl
geeignete Ausführung zur Auslieferung kommen soll allcinc diesen Deckel auszutauschen.
Zur weiteren Erläuterung der Erfindung ist nach folgend an Hand der Figuren ein derartiges Ausfüh
rungsbcispicl beschrieben. Es zeigt
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