DE11394C - Selbstthätiger Dampf kessel - Speiseapparat - Google Patents
Selbstthätiger Dampf kessel - SpeiseapparatInfo
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- DE11394C DE11394C DENDAT11394D DE11394DA DE11394C DE 11394 C DE11394 C DE 11394C DE NDAT11394 D DENDAT11394 D DE NDAT11394D DE 11394D A DE11394D A DE 11394DA DE 11394 C DE11394 C DE 11394C
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F22—STEAM GENERATION
- F22D—PREHEATING, OR ACCUMULATING PREHEATED, FEED-WATER FOR STEAM GENERATION; FEED-WATER SUPPLY FOR STEAM GENERATION; CONTROLLING WATER LEVEL FOR STEAM GENERATION; AUXILIARY DEVICES FOR PROMOTING WATER CIRCULATION WITHIN STEAM BOILERS
- F22D5/00—Controlling water feed or water level; Automatic water feeding or water-level regulators
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Description
1880.
Klasse 13.
RICH. LANGENSIEPEN in BUCKAU-MAGDEBURG. Selbsttätiger Dampfkessel-Speiseapparat.
Zusatz-Patent zu No. 10238 vom 24. December 1879.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. Februar 1880 ab.
Längste Dauer: 23. December 1894.
Dem Hauptapparate kann auch die in Fig. 1 dargestellte Anordnung gegeben werden, wobei
durch Verlegung des Saugventils e nach Abtheilung α und des Druckventils nach Abtheilung
b die Abtheilung α bei der Speisung aufser Betracht kommt, während dieselbe zur Erzielung
der Condensation in der früher beschriebenen Weise beiträgt.
Die übrigen Theile des Apparats bleiben dieselben und sind auch mit denselben Buchstaben
bezeichnet. Die in der Patentschrift No. 10238 angegebene Leitung h i, welche zur Wiederherstellung
des Druckes im Apparate nach Beendigung des Saugens dient, soll hier durch Undichtmachen
des Speiseventils / bezw. durch eine vom Wasserraume des Kessels abgezweigte Nebenleitung ersetzt werden.
Ferner soll in solchen Fällen, in denen der Zubringer, Fig. 2, wie in der Patentschrift
No. 10238 beschrieben, Anwendung findet, unter Umständen das selbstthätige Anfüllen desselben
mit Wasser aus dem Speisewasserreservoir dadurch erleichtert werden, dafs man den hierbei
hinderlichen Dampf frei entweichen läfst. Zu diesem Zwecke soll statt des beschriebenen
Ventils m ein entlasteter Cylinderschieber m\
Fig. 3, angewendet werden, welcher mit dem Dampfventil d fest verbunden ist und beim
Schlüsse des Ventils die in Fig. 3 gezeichnete Stellung hat. In dieser Stellung kann der Dampf,
von oben durch den Schieber eindringend, durch Anschlufsstutzen p' nach dem Zubringer gelangen
und das dort befindliche Wasser dem Hauptapparate, während der Dampf in demselben
condensirt, zuführen. Bei geöffnetem Dampfventil d hingegen ist auch der Schieber
entsprechend weit gesunken und hat hierdurch zwischen dem Stutzen p l und einem Stutzen g,
der ins Freie führt, eine Verbindung hergestellt, so dafs sich der Zubringer gleich wieder mit
Wasser füllen kann.
In einer zweiten Modification des Apparats, welche in Fig. 6 durch einen Verticalschnitt
des Steuerungsmechanismus dargestellt ist, soll Ventil d durch einen hohlen Cylinderschieber dl
ersetzt werden, welcher mit dem Ventil c \ der beweglichen Zwischenwand, ein Stück bildet.
Der vom Stutzen G kommende Dampf wird durch die Oeffnungen / und den Stutzen F
nach Abtheilung b geleitet. Das Ventil cl ist
in einen cylindrischen Theil α1 des Gehäuses eingepafst, welches die Stelle des obengedachten
Ansatzstückes α vertritt, d. h. um das Ventil cl
zu öffnen und hierdurch die Verbindung zwischen dem' nach Abtheilung α führenden Stutzen E
und dem Rohre F herzustellen, rimfs das Ventil
zuvor um die ganze Höhe dieses Theiles a1
gehoben sein. Da der Querschnitt des Ventils bei weitem gröfser ist, als der zugehörige Sitz H,
so wird, wenn der Auftrieb gerade hinreicht, um das Ventil von seinem Sitze abzuheben,
letzteres sofort mit beschleunigter Geschwindigkeit durch den Raum et1 getrieben werden, um
erst oberhalb desselben zur Ruhe zu gelangen. Um das Ventil während der zur Condensation
nöthigen Zeit geöffnet zu halten, wird das Niederfallen desselben vermittelst einer Schraube D,
welche den Zutritt des Wassers zu dem Raum K oberhalb des Ventils regelt, beliebig verzögert.
Die Aufwärtsbewegung hingegen soll durch die Anbringung eines Ventils B so viel wie möglich
erleichtert werden.
In einer anderen, der vorigen ähnlichen Modification wird die bewegliche Zwischenwand nur
als Kolben benutzt, d, h. der ringförmige Raum L um c J herum, welcher zur Verbindung
der beiden Abtheilungen bestimmt ist, fällt weg und die Oeffnungen / dienen nur zum Durchgang
des directen Dampfes. Aufserdem kann auch Abtheilung α in Wegfall kommen, wenn
dieselbe durch ein einfaches Rohr ersetzt wird. Die Condensation findet alsdann in der Abtheilung b statt, und zwar durch Einspritzung von
Wasser, welches durch den Hub von c1 dahin verdrängt wird.
Um, wo es wünschenswerth erscheint, beim Speisen in der Wasserstandslinie stets mit trockenem
Dampfe zu arbeiten, soll die in Fig. 4 gezeichnete Hubvorrichtung in Anwendung kommen.
Dieselbe besteht im wesentlichen aus einer mit einem Absperrventil ί verbundenen
biegsamen Platte r (event. Kolben), auf welche
von beiden Seiten vom Stutzen u bezw. von t her der Kesseldruck wirkt. Die zum Stutzen u
führende Leitung endigt im Normal-Wasserstande des Kessels, während die Leitung von t nach
dem constanten Dampfraume geführt ist. So lange die Ausmündung, der Leitung u im Dampfraume
liegt, erfährt also die biegsame Platte r von beiden Seiten gleichen Druck, und der
Dampf kann von t aus durch das Ventil s über ν nach dem Apparate gelangen. Steigt
aber der Wasserstand über die besagte Ausmündung, so dafs sich in der Leitung z/ eine
Wassersäule bildet, so wird der Druck auf die Platte r von t aus um diese Wassersäule gröfser
und bewirkt hierdurch bei geeigneten Verhältnissen (bezüglich r und s) den Abschlufs des
Ventils i. Es wird dann die Verbindung zwischen dem Dampf und dem Apparate unterbrochen,
und zwar so lange, bis durch Fallen des Wasserstandes im Kessel auch das Fallen der Wassersäule
in der Leitung u herbeigeführt ist. Durch die Anbringung der mit Stopfbüchse versehenen
Schraubenspindel w in Verbindung mit dem Ventil s wird selbiges gleichzeitig zum Absperrventil.
·
Für diejenigen Fälle, wo man zwar mit feuchtem Dampfe speisen, beim Andringen von
Kesselwasser hingegen die Verbindung zwischen Apparat und ■ Kessel unterbrechen will, soll die
in Fig. 5 in senkrechtem Durchschnitt dargestellte !Hilfsvorrichtung Anwendung finden. Dieselbe
besteht im wesentlichen aus einem doppelsitzigen Ventile k mit den Sitzflächen h und i,
das zugehörige Gehäuse ist mit drei Stutzen versehen, wovon der eine χ zum constanten
Dampfraume, y zum Normal-Wasserstande und ζ zum Apparat führt. So lange sich in der Leitung
y nur Dampf befindet, bleibt das Ventil k infolge seines Gewichts in seiner tiefsten Stellung,
bildet sich dagegen in dieser Leitung eine Wassersäule, so vermindert sich der Druck auf die
obere Seite des Ventils um diese Wassersäule und der Kegel wird infolge dessen durch den
von χ aus wirkenden directen Dampf gehoben und sperrt den Zugang zum Apparate ab, und
zwar auf so lange, bis das Wasser die Leitung y wieder verlassen hat. Der Sitz i darf unter
Umständen in Wegfall kommen. Auch dies Ventil kann gleich dem Ventil ί in Verbindung
mit einer Schraubenspindel gleichzeitig als Absperrventil dienen.
Der vorbeschriebene Speiseapparat soll auch mit oder ohne Zubringer zur Wasserförderung
im allgemeinen benutzt werden, wobei unter Umständen die Spannung des eintretenden
Dampfes durch einen von der Wassersäule im Steigerohr abhängigen Druckregulator geregelt
werden soll.
Noch wird bemerkt, dafs bei Anordnung nach Fig. 6 der Kolben c1 (bewegliche Zwischenwand)
von dem Schieber dl unter Umständen getrennt
werden soll, so dafs letzterer nicht den vollen Hub des ersteren zu erhalten braucht. Natürlich
mufs in diesem Falle zum Schliefsen des Schiebers eine Feder bezw. ein Hebelgewicht etc.
angewendet werden, um das hierbei widerstrebende Eigengewicht zu überwinden.
Zum Schlüsse sei noch hervorgehoben, dafs
die bewegliche Zwischenwand auch aus der oberen Verbindung der beiden Abtheilungen
nach der unteren Verbindung / derselben verlegt werden kann. Dies ergiebt sich aus der
Betrachtung, dafs dieselbe Kraft, nämlich das Uebergewicht der Wassersäule in Abtheilung a,
welche bei der Disposition der beweglichen Zwischenwand in der oberen Verbindung als
Auftrieb nur mittelbar wirkt, in diesem Falle unmittelbar zur Wirkung gelangt. Es wird daher
ausdrücklich betont, dafs von beiden Dispositionen je nach der Zweckmäfsigkeit im einzelnen
Falle Gebrauch gemacht werden soll.
Claims (4)
1. Die Combination der beweglichen Zwischenwand c', Fig. 6, welche entweder als Kolben
oder aber als Kolben und Ventil zugleich dient, mit dem Dampfzulafsventil dl in der
Form eines entlasteten Hohlcylinders.
2. Die Anwendung der Hilfsvorrichtung, Fig. 5, mit dem Ventil k, dessen obere Seite von
einem bestimmten Niveau des Kessels, die untere hingegen von dem Dampfraum desselben
Druck erhält.
3. Die Combination der biegsamen Platte r (event. Kolben), deren eine Seite von einem
bestimmten Niveau des Kessels, die andere hingegen von dem Dampfraume desselben Druck empfängt, mit dem Absperrventil
bezw. Schieber s.
4. Die Combination der übereinander angeord^ neten, oben und unten verbundenen beiden
Abtheiluhgen α und b des Apparates mit
einer beweglichen Zwischenwand (Ventil, Kolben oder deren Substitute) in der unteren
Verbindung der Abtheilungen.
Alles in der beschriebenen Weise und zu den angegebenen Zwecken.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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