DE29554C - Verfahren zum Festmachen und Härten von flüssigen Kohlenwasserstoffen, ätherischen Oelen, fetten Oelen und Fetten vegetabilischer und animalischer Herkunft - Google Patents

Verfahren zum Festmachen und Härten von flüssigen Kohlenwasserstoffen, ätherischen Oelen, fetten Oelen und Fetten vegetabilischer und animalischer Herkunft

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DE29554C
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S. M. ElSEMAN in New-York
Publication of DE29554C publication Critical patent/DE29554C/de
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10LFUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
    • C10L7/00Fuels produced by solidifying fluid fuels
    • C10L7/02Fuels produced by solidifying fluid fuels liquid fuels

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)
  • Fats And Perfumes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
R^TENTSGHRIFT
KLASSE 23:« Fettindustrie.
S. M. EISEMAN in NEW-YORK,
Zusatz-Patent zu No. 27602 vom 15. August 1883.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. März 1884 ab. Längste Dauer: 14. August 1898.
Der vorliegende Zusatz zu dem im Haupt-Patent No. 27602 beschriebenen Verfahren zum Festmachen von flüssigen Kohlenwasserstoffen betrifft einestheils die Anwendung des beschriebenen Verfahrens zum Fest- und Hartmachen von ätherischen Oelen, fetten Oelen und Fetten von vegetabilischer und animalischer Herkunft, anderentheils eine Neuerung an dem Verfahren selbst.
Ausgedehnte Versuche, welche mit ätherischen Oelen, fetten Oelen, wie Baumwollsamenöl, RüboT etc., mit Fetten sowohl von butterartiger wie von härterer Consistenz vorgenommen wurden, haben festgestellt, dafs das im Haupt-Patent No. 27602 nur in Hinsicht auf Kohlenwasserstoffe beschriebene Verfahren sich mit dem gleichen Erfolge auch auf ätherische OeIe, fette OeIe und Fette beliebigen Ursprunges anwenden läfst, und zwar wird das Product hierbei um so härter, je gröfser der Gehalt des Oeles. oder Fettes schon von Natur an festen Fettsäuren, wie Stearin, Margarin, Palmitin etc., ist.
Die Neuerung an dem Verfahren bezieht sich nun hauptsächlich auf den Säurezusatz, welcher derselben gemäfs nicht mehr mit einem Male in seiner ganzen Quantität erfolgt, sondern auf die verschiedenen Stadien der Operation vertheilt wird.
Das Verfahren gestaltet sich mit dieser Neue-:: rung, beispielsweise auf Petroleum angewendet, so, dafs man den Fettzusatz schmilzt und mit einem Theil der Säure innig mischt, dieses Gemisch mit dem Petroleum zusammenbringt, einen weiteren Theil Säure zugiebt, tüchtig durch einander arbeitet, wieder anwärmt und nun das Ganze mit dem ebenfalls erwärmten, alkalisch gemachten Wasser zusammengiefst und bis zum Erkalten rührt. Das Resultat ist eine völlig körnige Emulsion von so homogener und inniger Beschaffenheit der Partikelchen, dafs auf keinerlei mechanische Weise daraus das incorporirte OeI entfernt werden kann. Das derselben anhängende Wasser wird wie früher durch hygroskopische Mittel oder auf mechanischem Wege mittelst Ausschleuderns oder Auspressens entfernt, wobei alsdann als Endproduct feste Blöcke oder Klumpen resultiren. Will man das Product aufserdem noch mit der ebenfalls im Haupt-Patent beschriebenen Schutzhülle versehen, so überzieht man die Blöcke im Ganzen mit Wasserglas etc., oder manbricht sie in Stücke und durchmengt diese mit letzterem. Bei Anwendung von gebranntem Gyps würde dabei das Entwässern der Producte wegfallen.
Die Wiedergewinnung des Petroleums in flüssigem Zustande ist dieselbe, wie im Haupt-Patent beschrieben. Für vegetabilische und animalische Fette, auch raffmirtes Petroleum, bewirkt man die Zersetzung mittelst Dampfes.

Claims (3)

Im Falle vorbeschriebenes Verfahren benutzt werden soll, um Rohpetroleum als directes Material für Kerzen und Fackeln zu verwenden, ist das Rohpetroleum zuvor von seinem Asphaltgehalt und theerigen Begleitern zu reinigen, was man durch inniges Mischen mit oxydirenden Mitteln (z.B. Kaliummanganat oder Kaliumpermanganat), 24 stündiges Stehenlassen des Gemisches und Abdecantiren bewirkt, worauf dann die Festmachung in beschriebener Weise erfolgt. Wird hierbei ein nichtflüchtiges Alkali angewendet, so mufs dasselbe vor der Verarbeitung des festgemachten Materials entfernt werden, was man durch Auskneten in Wasser bis zum Verschwinden von dessen alkalischer Reaction bewirkt, das anhängende Wasser wird dann wie oben entfernt, das entwässerte Product mit geschmolzenem Fett, Wachs, Stearin, Carnaubawachs, chinesischem Talg etc. innig gemischt und in die nöthige Form gebracht. j ;PÄ|rENT-ANSPRÜCHE:
1. Die Anwendung des im Haupt-Patent beschriebenen Verfahrens zum Festmachen von flüssigen Kohlenwasserstoffen, zum Fest- und Hartmachen von ätherischen Oelen, fetten Oelen und Fetten organischen und animalischen Ursprunges.
2. Als Neuerung andern im Haupt-Patent beschriebenen Verfahren die Vertheilung des Säurezusatzes auf die verschiedenen Phasen des Verfahrens.
3. Bei der Anwendung des beschriebenen Verfahrens auf RohpetroieTim behufs dessen directer Verwendung zur Herstellung von Kerzen und Fackeln die der Festmachung vorangehende Reinigung des Rohpetroleums von Asphalt und theerigen Begleitern durch die beschriebene Behandlung mit oxydirenden Mitteln.
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DE750655C (de) * 1936-04-25 1945-01-24 Verfahren zum Verhueten von Braenden

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