DE27602C - Verfahren zum Festmachen von flüssigen Kohlenwasserstoffen - Google Patents
Verfahren zum Festmachen von flüssigen KohlenwasserstoffenInfo
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- DE27602C DE27602C DENDAT27602D DE27602DA DE27602C DE 27602 C DE27602 C DE 27602C DE NDAT27602 D DENDAT27602 D DE NDAT27602D DE 27602D A DE27602D A DE 27602DA DE 27602 C DE27602 C DE 27602C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10L—FUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
- C10L7/00—Fuels produced by solidifying fluid fuels
- C10L7/02—Fuels produced by solidifying fluid fuels liquid fuels
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
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- Production Of Liquid Hydrocarbon Mixture For Refining Petroleum (AREA)
- Fats And Perfumes (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 23: Fettindustrie.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Festmachen von flüssigen Kohlenwasserstoffen,
und beruht dasselbe auf der Thatsache, dafs ein angesäuertes flüssiges Gemisch
von Kohlenwasserstoff und Fett, in fein vertheilter Form mit einer alkalischen Lösung in
Contact gebracht, sofort coagulirt.
Das Verfahren ist folgendes:
Der festzumachende flüssige Kohlenwasserstoff (Rohpetroleum, Petroleum, Naphta, Benzin,
Terpentinöl etc.) wird mit einem Fett in der Wärme gemischt, im Verhältnifs von ca. 0,75
bis zu 2,5 kg auf 100 1 des flüssigen Kohlenwasserstoffes. Die Mischung wird bei einer
Temperatur vorgenommen, welche den Schmelzpunkt des Fettes nicht übersteigt, und zwar ist
es gleichgültig, ob man das Fett für sich oder in dem Kohlenwasserstoff schmilzt.
Das flüssige Gemisch von Kohlenwasserstoff und Fett wird mit einer Säure innig gemischt,
im Verhältnifs von 2,5 bis 3,75 kg auf je 100 1 Kohlenwasserstoff.
Das angesäuerte Gemisch wird im Strahle in eine kalte Alkalilösung (Kali-, Natron-, Ammoniaklösung
von ca. 1,2 bis 1,3 spec. Gewicht, Kalkwasser)
eingegossen oder von unten eingeprefst, so dafs der Contact möglichst innig und rasch
erfolgt. Fast momentan mit der Berührung beider Flüssigkeiten coagulirt die angesäuerte
Kohlenwasserstoff-Fettmischung zu mehr oder minder grofsen Kügelchen, welche sich an der
Oberfläche der Flüssigkeit sammeln. Man trennt das Coagulum vom Flüssigen und schleudert aus.
In grofsem Mafsstabe ausgeführte Versuche haben ergeben, dafs anstatt reiner Säuren auch
saure Metallsalze (saures schwefligsaures Natron oder Kali, essigsaures Bleioxyd) dieselbe Wirkung
hervorrufen; nur ist von solchen Salzen das Drei- bis Vierfache der reinen Säure auf je
100 kg in der Mischung befindlichen Kohlenwasserstoffes zu nehmen. Ein vorzügliches Ansäuerungsmittel
bildet auch das säurereiche Ricinusöl.
Das entfeuchtete Coagulum kann so, wie es ist, dem Handel übergeben oder erst durch
Druck oder Einschmelzen zu compacten Massen umgeformt werden.
Die eben beschriebene Festmachung von flüssigen Kohlenwasserstoffen wird für den Transport
und Lagerung von längerer Dauer, besonders in heifsen Klimaten, noch verstärkt
durch Umkleiden des Coagulums mit einer wetter- und wärmebeständigen mineralischen
Hülle.
Man verfährt hierzu wie folgt:
Die trockene coagulirte Masse wird in losem Zustande mit 50 pCt. einer etwa 33 procentigen
Wasserglaslösung tüchtig durch einander gearbeitet, zu welcher man noch behufs Bildung
von Doppelsilicaten gebrannten Kalk, Gyps, Magnesia zusetzen kann. Auf gleiche. Weise
werden auch zu Blöcken geformte Massen des Coagulums aufsen allseitig mit dem angegebenen
Üeberzuge versehen.
Zur Wiedergewinnung des coagulirten Kohlenwasserstoffes in flüssiger Form schmilzt man das
Coagulum bis zur zähen Teigconsistenz und mischt es alsdann mit verdünnter Schwefelsäure
von 10 bis 140B. oder reiner Salzsäure. Die
Säure löst die mineralischen Körper, und das Fett und der Kohlenwasserstoff sammeln sich
schichtenweise oben auf. Bei besonders fluch-
Claims (1)
- tigen Kohlenwasserstoffen behandelt man das Coagulum direct mit warmem oder auch kaltem, aber immer ungesäuertem Wasser.Directe Anwendungen des beschriebenen Verfahrens zur Festmachung von flüssigen Kohlenwasserstoffen sind die zur Herstellung von festem Leucht- und Brennmaterial aus denselben.Für ersteren Zweck coagulirt man das angesäuerte Gemisch vom flüssigen Kohlenwasserstoff und Fett in beschriebener Weise mittelst Ammoniakfiüssigkeit, trocknet sorgfältig, schmilzt bis zur zähen Teigconsistenz und bringt nun die Massen durch Rollen oder Pressen in die Form von Kerzen oder Fackeln mit oder ohne Docht.Zur Herstellung von festem Brennmaterial wird das, wie beschrieben, erhaltene Coagulum gut getrocknet zur Schmelzung gebracht, alsdann mit zerkleinertem Koks oder dergleichen anderem Brennmaterial gemischt und zu compacten Stücken von gewünschter Gröfse geformt.Paten τ-An s ρ Rüche:ι . Ein Verfahren zur Festmachung von flüssigen Kohlenwasserstoffen, darin bestehend, dafs man den flüssigen Kohlenwasserstoff mit geschmolzenem Fett mischt, das Gemisch ansäuert und im Strahle in eine Alkalilösung einführt.z. Das Verfahren, das nach i. erhaltene Coagulum durch Vermischen mit flüssigem Alkalisilicat, wie Wasserglas event, unter Zusatz von gebranntem Kalk, Gyps, Magnesia mit einer wetter- und wärmebeständigen Hülle zu umgeben.3. Die Anwendung des unter 1. beschriebenen Verfahrens zur Herstellung von festem Leuchtmaterial, indem man das angesäuerte flüssige Gemisch von Kohlenwasserstoff und Fett mit Ammoniakflüssigkeit coagulirt, das Coagulum sorgfältig trocknet und unter Anwärmung mit oder ohne Einlegung von Docht zu Kerzen oder Fackeln formt.4. Die Anwendung des unter 1. beschriebenen Verfahrens zur Herstellung von festem Heizmaterial aus flüssigen Kohlenwasserstoffen, indem man das Coagulum mit Kokspulver oder anderem zerkleinerten Brennmaterial mischt und in compacte Stücke formt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29554T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE27602C true DE27602C (de) |
Family
ID=33035421
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT27602D Active DE27602C (de) | Verfahren zum Festmachen von flüssigen Kohlenwasserstoffen | ||
| DENDAT29554D Active DE29554C (de) | Verfahren zum Festmachen und Härten von flüssigen Kohlenwasserstoffen, ätherischen Oelen, fetten Oelen und Fetten vegetabilischer und animalischer Herkunft |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT29554D Active DE29554C (de) | Verfahren zum Festmachen und Härten von flüssigen Kohlenwasserstoffen, ätherischen Oelen, fetten Oelen und Fetten vegetabilischer und animalischer Herkunft |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE29554C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE750655C (de) * | 1936-04-25 | 1945-01-24 | Verfahren zum Verhueten von Braenden |
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0
- DE DENDAT27602D patent/DE27602C/de active Active
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE750655C (de) * | 1936-04-25 | 1945-01-24 | Verfahren zum Verhueten von Braenden |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE29554C (de) |
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