DE293186C - - Google Patents

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DE293186C
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B49/00Sulfur dyes
    • C09B49/04Sulfur dyes from amino compounds of the benzene, naphthalene or anthracene series

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Es wurde gefunden, daß die Azoverbindungen der N-Äthylarylamine sich in ausgezeichneter Weise zur Darstellung neuer und wertvoller Schwefelfarbstoffe eignen. . Erhitzt man z. B. p-Nitrobenzolazo-ci-N-äthylaminonaphtalin mit Schwefel auf höhere Temperaturen, so erhält man einen Farbtsoff, der sich durch Schönheit der Nuance und gute Echtheitseigenschaften auszeichnet.
ίο Desgleichen können die vorstehend genannten Azoverbindungen auch in Mischung mit aromatischen Aminen oder solche liefernden Verbindungen und insbesondere auch in Mischung mit aromatischen Azoverbindungen, oder in Mischung mit Netroaminen, geschwefelt werden und ergeben dabei gleichfalls sehr wertvolle Farbstoffe von schoner Nuance und guten Echtheitseigenschaften.
Nach der im Auszuge (vgl. Winter: Patente
ao der organischen Chemie/Bd. II, S. 1037) abgedruckten Patentanmeldung P. 15366 erhält man gelbe Schwefelfarbstoffe durch Einwirkung von Schwefel auf Gemische von sekundären oder tertiären Aminen der Benzolreihe mit Diaminen. Es wird dabei ausdrücklich erwähnt, daß sich die niederen Homologen, wie Monomethyl-o-toluidin, Dimethylanilin und Dimethyltoluidin, am besten eignen. Im Gegensatz zu dieser Angabe hat sich aber gezeigt, daß
die N-Äthyl verbindungen aromatischer Amine eine Ausnahmestellung bei der Darstellung von Schwefelfarbstoffen einnehmen; es beruht dies offenbar darauf, daß die an das Stickstoffatom gebundene Äthylgruppe die Bildung von Dithiazolen veranlaßt.
Gemäß dem vorliegenden Verfahren werden außerdem Azoverbindungen der N-Äthylderivate aromatischer Amine verschmolzen; insoweit dabei ein Zusatz anderer Amine nicht stattfindet, hat das vorliegende Verfahren mit dem erwähnten bekannten Verfahren keine Berührungspunkte. Ferner kann z. B. der Farbstoff des Beispiels 1 des vorliegenden Verfahrens aus p-Nitrobenzolazo-a-N-äthylaminonaphtalin nicht durch Schwefelung einer Mischung von p-Nitranilin mit a-Äthylaminonaphtalin erhalten werden. Das vorliegende Verfahren erzielt also eine durchaus überraschende Wirkung.
Ebenso erhält man z. B. aus p-Nitrobenzolazo-N-äthyldiphenylamin durch Erhitzen mit Schwefel ein ganz anderes Produkt als durch Schwefelung einer Mischung von p-Nitranilin mit N-Äthyldiphenylamin. Desgleichen ergibt z. B. die Schwefelung eines Gemisches von Benzolazo-a-N-äthyiaminonaphtalin mit Benzidin einen anderen Farbstoff als die Schwefelung eines Gemisches von a-Äthylaminonaphtalin mit Benzidin.
Beispiel 1.
10 Teile p-Nitrobenzolazo-a-N-äthylaminonaphtalin und 20 Teile Schwefel werden etwa 2 bis 6 Stunden auf 180 bis 250 ° erhitzt. Der so erhaltene Farbstoff wird in bekannter Weise, z. B. durch Behandeln mit konzentrierter Schwefelnatriumlösung, löslich gemacht und erzeugt auf ungeheizter Baumwolle ein schönes Gelbbraun, das eine gute Echtheit gegen kochende Seife und kochende Säure besitzt.

Claims (1)

  1. In ähnlicher Weise kann man aus dem ρ -Aminobenzolazo - a -N - äthylaminonaphtalin oder aus dem p-Aminobenzolazo-8-N-äthylaminonaphtalin einen wertvollen Schwefelfarbstoff erhalten; das erstere ergibt z. B. ein Gelbbraun, das letztere ein Braungelb.
    Beispiel 2.
    Eine Mischung von 10 Teilen p-Nitrobenzolazoäthyldiphenylamin und 20 Teilen Schwefel wird etwa 4 bis 7 Stunden auf 180 bis 250 ° und danach noch etwa 1 bis 3 Stunden auf 250 bis 270° erhitzt. Der in bekannter Weise löslich gemachte Farbstoff erzeugt auf ungebeizter Baumwolle ein volles Braun, das sehr gut waschecht und säurekochecht ist.
    Beispiel 3.
    30 Teile Benzolazo-a-N-äthylaminonaphtalin und 20 Teile Benzidin werden zusammen mit 100 Teilen Schwefel während etwa 4 bis 6 Stunden auf 180 bis 250 ° und danach noch etwa ι bis 3 Stunden auf 260 bis 280 ° erhitzt. Der in bekannter Weise löslich gemachte Farbstoff ergibt auf ungeheizter Baumwolle ein schönes volles Gelbbraun, das echt gegen kochende Seife, kochende Säure ist und eine sehr bemerkenswerte Chlorechtheit besitzt.
    Beispiel 4.
    Eine Mischung von 30 Teilen Benzolazoa-N-äthylaminonaphtalin, 25 Teilen Benzolazoa-naphtylamin und 100 Teilen Schwefel wird etwa 3 bis 8 Stunden auf 180 bis 250° erhitzt. Alsdann wird der Farbstoff in bekannter Weise löslich gemacht; er erzeugt auf ungebeizter Baumwolle schöne, volle, braungelbe Nuancen von guter Wasch- und Säurekochechtheit ; die Chlorechtheit ist besser als die der gewöhnlichen Schwefelfarbstoffe.
    Auch bei dem vorliegenden Verfahren werden die erzielten Nuancen sowie unter Umständen auch die Echtheitseigenschaften der erhaltenen Farbstoffe durch Abänderung der Mengenverhältnisse, die Zeitdauer des Erhitzens oder die Höhe der Temperaturen beeinflußt.
    Von den gemäß vorliegendem Verfahren zu verwendenden Ausgangsstoffen sind das Benzolazo-a-N-äthylaminonaphtalin (vgl. Beilstein, Handbuch der organischen Chemie, III. Aufl., Bd. 4, S. 1396) und p-Nitrobenzolazo-ß-N-äthylaminonaphtalin (vgl. Beilstein, Handbuch der organischen Chemie, III. Aufl.., 4. Ergänzungsband, S. 1028) bekannt. Nach dem für die Darstellung der letzteren Verbindung an der angegebenen Literaturstelle beschriebenen Verfahren lassen sich auch das p-Nitrobenzolazo-a-N-äthylaminonaphtalin und das p-Nitrobenzolazoäthyldiphenylamin darstellen. Diese beiden Körper sind in Wasser und verdünnten Säuren unlöslich, dagegen in Alkohl oder Eisessig mit roter Farbe ziemlich löslich.
    p-Aminobenzolazo - α - N-äthylaminonaphtalin und das entsprechende ß-Naphtylaminderivat können durch Reduktion der zugehörigen Nitroazokörper mit Schwefelnätrium in alkoholischer Lösung erhalten werden; die dabei entstehenden orangefarbenen Lösungen scheiden auf Zusatz von Wasser die gewünschten Aminoverbindungen ab. Diese sind in Wasser unlöslich, dagegen leicht löslich in Alkohol. In verdünnter Salzsäure ist das p-Aminobenzolazo-a-N-äthylaminonaphtalin leicht mit blauroter Farbe löslich, das p-Aminobenzolazoß-N-äthylaminonaphtalin schwer löslich mit gelbroter Farbe.
    Paten τ-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von Schwefelfarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man die Azoverbindungen der N-Äthylarylamine entweder für sich allein oder in Mischung mit aromatischen Monaminen oder Polyaminen oder solche liefernden Verbindungen, insbesondere mit Nitroaminen der aromatischen Reihe mit Schwefel auf höhere Temperaturen erhitzt.
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