DE2900829C2 - Rakelrolle für eine rotierende Schablone - Google Patents

Rakelrolle für eine rotierende Schablone

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Description

Die Erfindung betrifft eine Rakelrolle für eine rotierende Schablone gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Es ist bereits eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 bekannt (DE-AS 20 35 220), die eine Rakelrolle aufweist mit Achsstummeln, die im Außenbereich der Schablone gelagert sind. Diese bekannte Vorrichtung ermöglicht jedoch nicht bei Schablonenanordnungen, die von ihren Lagern in den Seitenlagerköpfen getrennt werden können, die Schablone mit der Rakelrolle aus ihren Lagern zu entfernen.
Siebdiiickmaschinen mit rotierenden Schablonen, deren Schablone von ihren Lagern in den Seitenlagerköpfen trennbar sind, sind bereits durch die DE-AS 35 220 bekannt. Bei dieser bekannten Vorrichtung muß bei Schablonenwechsel die Rakelrolle zunächst aus ihren Lagern gelöst und anschließend durch einen der Seitenlagerköpfe hindurch gezogen werden, was insbesondere bei großen Arbeitsbreiten mit gewissen Schwierigkeiten verbunden ist. Einerseits muß die Seitenlagerung der Schablone derart ausgebildet werden, daß das Seitenlager hülsenartig ausgebildet ist und andererseits erfordert das seitliche axial gerichtete Herausziehen der gesamten Rakelrolle aus der Schablone vorsichtigste Manipulationen, um nicht im Inneren der Schablone oder gar die Schablone selbst zu zerstören und sehr viel seitlich vorhandenen Platz, da ja die Gesamtlänge der Rakelrolle, beispielsweise 3 oder 4 Meter bei größeren Arbeitsbreiten, sich nach außen hin verlagert, Man ist daher dazu übergegangen, die fest montierte Schablone mit ihrer Auftragswalze und ihren Seitenlagerköpfen durch ein Hebezeug anzuheben und zu einer Reinigungsstation zu fahren, wenn die Schablone gereinigt werden muß. In einer solchen Reinigungsstation ist dann auch das spezielle Werkzeug zum Ausziehen der Rakelrolle angeordnet Auch auf diesen Reinigungsstationen muß aber vor jedem Schablonenwechsel in jedem Fall aber die Rakelrolle vollständig entfernt werden, ehe die lösbar in Seitenlagerköpfen gelagerte Schablone ausgewechselt bzw. gereinigt werden kann.
Um dieses Problem zu lösen, ist auch bereits schon VO-. geschlagen worden, die Lager der Siebdruckschablone U-förmig auszubilden und in die nach oben offenen Lager die Schablonenköpfe einzusetzen und mit den Lagern zu spannen. Der erhebliche Nachteil dieser vorbekannten Einrichtung besteht darin, daß diese Schablonenlagerung zu Schwierigkeiten führt hinsichtlich eines einwandfreien Rotationsiaufes und hinsichtlich der genauen Fixierung der Schablone in ihrer Arbeits position.
Zusammenfassend ist also zu sagen, daß die Trennung der Schablone von ihren Seitenlagern, ihren Seitenlagerhülsen u.dgl. alleine nicht genügt, um die Schablone zwischen den Seitenlagerköpfen hindurch abtransportieren zu können, weil die sogenannten Innereien in der Schablone störend wirken, insbesondere aber die Achsstummel der Rakelrolle, die weit über den Schablonenbereich hinaus nach außen geführt sind. Es sind zwar bereits schon mit Schablonenzylindern arbeitende Druckmaschinen bekannt, in deren Innenraum je eine Rakelwalze vorgesehen ist, wobei koaxial zu den Zapfen der Rakelwalze in Trägerarmen befestigte Zapfen angeordnet s'md und die Zapfenenden Kugelkalotten für die Aufnahme einer Kugel aufweisen, wobei die Trägerarme auf der Achse des Schablonenzylinders sitzen. Bei einer derartigen Rtkclroüe befindet sich somit jeweils im Achsstummel ein Gelenk, und zwar ein Kugelgelenk, wobei ein Ende des Achsstummels fest in die Rakelrolle eingeschraubt ist, während das andere Ende des Achsstummels fest an einem Trägerarm montiert ist Eine solche Vorrichtung ermöglicht es nicht ohne weiteres, bei Schablonenwechsel die Rakelrolle allein in der Schablone zu belassen, da erst Demontierarbeiten notwendig sind, um den jeweiligen, geteilt ausgebildeten Achsstummel einer jeden Seite der Rakelrolle zu entfernen. Dabei müssen zwei Achsstummelteile entfernt werden, ehe in vertikaler Richtung, also radial zur Rakelrolle, ein Aufheben derselben mitsamt der Schablone ermöglicht ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, bei Beibehaltung der Lagerung der Schablone in vorzugsweise geschlossenen Seitenlagerköpfen ein Auswechseln der Schablone trotz innenliegender Rakelrolle zu ermöglichen, ohne daß die Seitenlagerköpfe von ihrem Podest gelöst werden müssen und ohne die Rakelrolle vollständig durch einen der Seitenlagerköpfe hindurch herausziehen zu müssen bzw. umständliche Montagearbeiten durchzuführen.
Diese Aufgabe wird durch die im Kennzeichen des Anspruches 1 aufgeführten Merkmale gelöst.
Mit der Erfindung ist es nunmehr möglich, die Achsstummel der Rakelrolle von dieser durch Abziehen bzw. Herausziehen zu lösen und die Rakelrolle mit einem Hebezeug aufzuheben und damit gleichzeitig die Schablone, die von ihren Seitenlagerköpfen getrennt
worden ist, mit dem gleichen Hebezeug zum Waschplatz zu bringen. Damit ist ein erheblicher Zeitgewinn für die Reinigung der Schablonen und Auswechslung derselben vorhanden. Es müssen keine schweren Gewichte mehr transportiert werden und die Wechselzeit einer jeden Schablone ist außerordentlich kurz. Weiterhin ist der Vorteil erhalten geblieben, die Schablone in Seitenlagerknpfen optimal zu lagern, so daß für die Seitenlagerköpfe eine robuste Konstruktion gewählt werden kann, wodurch hervorragende Produktionsbedingungen gegeben sind.
Zweckmäßige Weiterbildungen des Gegenstandes des Anspruches 1 sind in den Unteransprüchen beschrieben. Bei Ausgestaltung der Vorrichtung nach Anspruch 2 wird erreicht, daß durch einfaches Herausziehen der Achsstummel, vorzugsweise aus einer Nabe der Rakelwalze, ein bequemes Hantieren im Seitenlagerkopfberetch ermöglicht ist und daß bei stehengebliebenen Naben diese gleichzeitig als Angriffsmittel für das Ansetzen eines Hebezeuges dienen können.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand der Fig.! bis 8 erläutert Es zeigt
F i g. 1 die Siebdruckmaschine im Querschnitt einer Drucks tation,
F i g. 2 die Seitenansicht auf eine Druckstation einer Siebdruckmaschine,
Fig.3 eine Seite der Schablonenlagerung im Schaubild,
F i g. 4 ein Ende der Rakelrolle, teilweise geschnitten, in Arbeitsposition,
F i g. 5 das Ausführungsbeispiel der F i g. 4 in Demontageposition,
F i g. 6 das Lager der Auftragswalze in schematischer Darstellung,
F i g. 7 und 8 den Demontageplatz für den Schablonenwechsel in zwei unterschiedlichen Arbeitspositionen, ebenfalls schematisiert.
Wie aus F i g. 1 ersichtlich, besteht die erfindungsgemäße Siebdruckmaschine 1 zunächst aus einem Maschinengestell 2 und ein oder mehreren auf ihr angeordneten Druckstationen 3, in denen jeweils zwischen zwei Seitenlagerköpfen 30 und 31 eine rotierende Schablone 4 gelagert ist. Im Inneren dieser Schablone 4 befindet sich eine Rakelrolle 5, deren Achsstummel 50 durch die Seitenlagerköpfe 30, 31 hindurchgeführt sind, wobei sie beidseitig in Schwenklagern 130, 131 liegen. Diese Schwenklager 130 und 131 sind mit den Seitenlagerköpfen 30 und 31 jeweils fest verbunden. Den Schwenklagern 130 und 131 können Antriebszahnräder 60, 61 für die Rakelrolle 5 zugeordnet sein. Die Antriebszahnräder 60, 61 können von einem Getriebe 6 angetrieben werden, wobei das Drehmoment von einer Seite zur anderen über die Rakelrolle 5 getragen wird.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel der F i g. 1 wird unterhalb der Schablone 4 die Warenbahn 7 durchgeführt, vorzugsweise auf einer Druckdecke 70 liegend, die sich ihrerseits auf einem Gegendruckbalken 20 abstützt.
Die Schablone 4 ist ihrerseits in an sich bekannter Weise von den Seitenlagerköpfen trennbar gelagert, Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel erfolgt die Lagerung über in den Schablonenendringen 44 jeweils paarweise angeordneten Bolzen 144, die jeweils in einer Antriebshülse 230 bzw. 231 festlegbar sind. Diese Antriebshülsen 230 und 231 gehören zu den Seitenlagerköpfen 30, 31. Die Lagerung der Schablone 4 auf diese Weise ist an sich bekannt. In Fig.3 ist die Lagerung näher dargestellt. Beim Beispiel der Lagerung an der Antriebshülse 231 durch axiale Verschiebung der Seitenlagerköpfe 30,31 aufeinanderzu ist die Befreiung der Köpfe der Bolzen 144 möglich, so daß die Schablone 4 aus den parallel zueinanderüegenden Schlitzen 300 vorzugsweise nach oben ausgehoben werden kann. Dazu muß die Schablone 4 selbstverständlich in die richtige Position gedreht werden. Dies ist aber ebenfalls bekannt Die Trennbarkeit der Schablone von ihren
ίο Lagern in den Seitenlagerköpfen kann auch auf andere Art und Weise erfolgen als dargestellt Das dargestellte Ausführungsbeispiel hat sich allerdings in der Praxis bewährt
Bei dem dargestellten Erfindungsgegenstand ist es wesentlich, daß beide Achsstummel 50 der Rakelrolle 5 lösbar mit ihr verbunden sind. Dabei ist es vorteilhaft wenn die Achsstummel 50 gemäß der F i g. 4 und 5 axial ausziehbar an der Rakelrolle 5 befestigt sind. Zu diesem Zweck sind die Achsstummel 50 durch eine Keil- oder Nutwelle 353 in einer Ausnehmung 351 in einer Nabe 51 der Rakelrolle 5 gelagert, wobei diese Nabe 51 vorzugsweise eine Ringnut 151 aufweist, -iie außerhalb der Endringe 44 der Schablone 4 liegen sollte, in die jeweils ein Kranhaken 80 greifen kann, der zu einem Hebezeug 8 gehört (siehe F i g. 7). Die axiale Verschiebbarkeit dar Achsstummel 50 kann durch Eingriff einer Keilwelle od. dgl. in die jeweils zugeordnete Nabe 51 erfolgen, wobei die Arretierung im Bereich des Lagers 130 bzw. 131 vorgesehen sein kann. Hier ist eine Gleithülse 32 angeordnet durch die hindurch ein Arretierungsbolzen 52 in eine Nut 150 am Ende der Achsstummel 50 greifen kann, wobei die Gleithülse 32 selbst in einem Schwenkkugellager 330 gelagert ist Um die Lage der Teile im Verhältnis zueinander noch zu fixieren, besteht die Möglichkeit durch den gesamten Achsstummel 50 eine Schraube 55 zu ziehen, die in der Nabe 51 festgelegt ist Diese Schraube 55 dreht sich automatisch mit bei Drehung der Rakelrolle 5. Keile 250 der Keilwelle 350 sichern die Mitnahme der Rakelrolle 5 bei Drehung des Zahnrades 60 durch den Hauptantrieb bzw. das Getriebe 6.
Dii.· Schwenklager 130 und 131 liegen an den Seitenlagerköpfen 30,31 außen und bilden eine Brücke zwischen Teilen der Seitenlagerköpfe 30, 31. Diese Brücke stützt sich einerseits ab auf einem Schwenkbolzen 33 und andererseits auf einen Verstellbolzen 34. Durch Verstellung des Verstellbolzens 34 läßt sich das Lager 131 bzw. auch das Lager 130 genau einstellen, so daß der Mantel der Rakelrolle 5 genau zur Schablone 4
so gestellt werden kann.
Um nun ein einwandfreies Herausnehmen der Schablone 4 zu ermöglichen, muß der Abstand a nämlich der Abstand der Kranhaken 80 im Verhältnis zueina:· Ji-r kleiner sein als der Abstand der Seitenlagerköpfe 30,31 voneinander. Dieser Abstand ist mit b in der Fi g. 1 bezeichnet. Hi&r sollte die Differenz so weit sein, daß ein bequemes Herausheben der Rakelrolle 5 mit der darauf hängenden Schablone 4 ermöglicht ist.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist z. B. folgende:
Nach Beendigung des Drückens bzw. eines Druckvorganges werden die Seitenlagerköpfe 30, 31 angehoben bzw. heben sich aus der Druckstellung heraus, und zwar durch Betätigung der Zylinder 430 und 431, von denen jeweils zwei Zylinder in jedem Seitenlagerkopf vorhanden sind. Dadurch fahren Standbolzen 530 aus, und zwar an allen vier Ecken einer Druckstation.
Nach dem Ausheben der Druckstation, wie es in Fig. 2 gezeigt ist, wird die Schablone in eine Position
gedreht, wie sie Fig.3 zeigt, daß nämlich die Schlitze 300 nach oben weisen. Anschließend wird die Rakelrolle 5 auf irgendeine Art und Weise unterstützt, beispielsweise durch Anhangen an die Kranhaken 80 oder durch Unterschieben zweier Teile, so daß auf jeden Fall die Rakelrolle 5 bzw. ihre Naben 51 gestützt sind. Anschließend werden die Seitenlagerköpfe wieder abgeseinkt, und zwar durch Freigabe durch die Zylinder 430 bzw. 431. Damit bewegen sich die Schwenklager 130 bzw. 131 nach oben und auf den Achsstummeln 50 liegt keine Belastung mehr. Die Achsstummel können danach ausgezogen werden, indem die Arretierungsbolzen 52 gelöst werden und die Achsstummel von einer Position gemäß Fig.4 in eine Position gemäß Fig. 5 gebracht werden. Die Rakelrolle 5 liegt entweder auf eingeschobenen Unterstützungen oder hängt bereits an den Kranhaken 80. Liegt sie auf Unterstützungen, so müssen jetzt die Kranhaken 80 eingehängt werden und werden leicht angehoben. Anschließend werden die Unterstützungen eriifertii. Noch immer ist in dieser Position die Schablone mit den Seitenlagerköpfen 30,31 verbunden. Anschließend werden die Seitenlagerköpfe zusammengefahren, so daß die mit Köpfen versehenen Bolzen 144 aus ihrer Arretierung in der jeweils zugehörigen Antriebshülse 230 bzw. 231 gelöst sind und anschließend kann die Rakelrolle 5 mit der Schablone 4 aus der Maschine herausgehoben und zu einem Demontageplatz gefahren werden, der in den F i g. 7 und 8 gezeigt ist.
Fig. 7 zeigt die Stellung beim Einfahren in den Demontageplatz, wobei in die in den Naben 51 vorhandenen Ausnehmungen Stützbolzen 90 eingeschoben werden können, die zur Demontagevorrichtung 9 gehören.
Um das Wegnehmen des zweiten fahrbaren Demontagebockes 92 zu ermöglichen, kann mittig noch ein Stützfuß 91 vorgesehen sein, der erst angeordnet werden kann, wenn die Schablone in der angegebenen Pfeilrichtung abgezogen ist.
Die dargestellte Befestigung der Achsstummel 50 an den Naben 51 durch einfaches Herausziehen ist besonders vorteilhaft und gibt keine wesentlichen technischen Probleme.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

  1. Patentansprüche;
    1, Rakelrolle für eine rotierende Schablone, in deren Inneren die Rakelrolle angeordnet, mit bejdsejtigen Achsstummeln durch die Seitenlagerköpfe der Schablone hindurchgeführt und im Außenbereich gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Achsstuinmel (50) lösbar bzw. herausziehbar an der Rakelrolle (5) befestigt sind.
    Z Rakelrolle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Achsstummel (50) in Achsrichtung herausziehbar an der Rakelrolle (5) befestigt sind.
    3. Rakelrolle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Achsstummel (50) jeweils aus einer Nabe (51) der Rakelrolle (5) herausziehbar befestigt sind.
    4. Rakelrolle nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß an der Rakelrolle (5), vorzugsweise an ihren Naben (51), Befestigungsmittel, vorzugsweise eine Nut (151) vorgesehen sind.
    5. Rakelrolle nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Achsstummel (50) an ihren Enden eine Keilwelle (350) od. dgl. tragen, die jeweils in eine entsprechende Ausnehmung (351) der Auftragswalze (5) bzw. der Nabe (51) eingreifen.
    6. Rakelrolle nach Anspruch }, dadurch gekennzeichnet, daß die Achsstummel in Gleithülsen (32) von Lagern (130, 131) für die axiale Verschiebung der Achsstummel (50) angeordnet sind und Arretierungsmittel (52) zur Lagefixierung der Achsstummel (50) in den Gleithülsen vorgesehen sind.
    7. Rakelrolle nach Anspruch ι oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Achsstummel (50) durch jeweils eine durch eine Mittenboh-rung hindurchgeführte axialliegende Schraube an üer Rakelrolle (5) bzw. ihrer Nabe (51) festgelegt sind.
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