DE289668C - - Google Patents

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DE289668C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H27/00Special paper not otherwise provided for, e.g. made by multi-step processes
    • D21H27/02Patterned paper
    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
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    • D21H27/02Patterned paper
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
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    • D21H5/00Special paper or cardboard not otherwise provided for
    • D21H5/02Patterned paper
    • D21H5/06Apparatus

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  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIF
Vi 289668 KLASSE 55/. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. Dezember 1913 ab.
Bei den bekannten Verfahren zur Herstellung von marmoriertem und gemustertem Papier auf der Papiermaschine wird entweder andersfarbiger Stoff oder Farbflüssigkeit auf die laufende Papierbahn aufgetragen, oder die Muster werden durch Walzen, die in Farbe laufen, auf das Papier gedruckt; ähnliche Wirkungen werden auch erzielt durch Zusammengautschen von zwei verschiedenfarbigen Papierbahnen, von denen die eine gelocht ist oder absichtlich dünnere und dickere Stellen enthält, ferner durch Aufblasen von Farbflüssigkeit mittels Düsen und andere ähnliche Verfahren.
Bei diesen und ähnlichen Verfahren wird der laufenden Papierbahn stets noch etwas zugeführt, sei es Stoff oder Farbe.
Nach der Erfindung soll das Marmorieren und Mustern von Papier nicht durch Zuführen ' von Farbe oder Stoff erfolgen, sondern mit Hilfe eines neuen Verfahrens, das darin besteht, daß eine gefärbte Papierbahn in nassem Zustande vor der eigentlichen Trocknung mittels eines endlosen Filzes eine kurze Strecke (z.B. 50mm) an einen heißen Trockenzylinder stark angedrückt wird, so daß blasenähnliche Aufwerfungen entstehen, deren Ränder Farbenfiguren bilden.
Dies Verfahren wird besonders vorteilhaft auf der Papiermaschine z. B. in der Weise ausgeführt, daß die gefärbte, nur wenig entwässerte Papierbahn während der Führung über den ersten, stärker wie sonst geheizten Trockenzylinder, am besten an der Aufführstelle, den kurzdauernden Andruck mittels eines endlosen Filzes oder ähnlichen Hilfsmittels erhält. Bei den sich dabei bildenden 40
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blasenähnlichen Aufwerfungen nehmen die auf der heißen Zylinderfläche aufliegenden bzw. nicht aufliegenden Papierteile je nach Art der Farbe, mit der das Papier gefärbt ist, eine dunklere bzw. hellere Färbung, oder umgekehrt, an und bilden dadurch Marmorierungen und Zeichnungen im Papier, die nur einseitig sein, aber auch durch und durch gehen, d. h. auf beiden Seiten sichtbar sein können.
Je nach der Anwendung des Verfahrens kann neben der marmorartigen Äderung auch eine krokodilhautartige und auch andere Narbung der Papieroberfläche entstehen. Gibt man dem Andrückfilz ein rippenartiges Gewebe, ähnlich dem eines Markierfilzes, oder versieht man seine Oberfläche mit Rippen, erhöhten Mustern u. dgl., so können Marmoräderuhgen von bestimmter Form, wasserzeichenartige Bilder und Schriften im Papier erzeugt werden. Anstatt auf dem Andrückfilz können auch auf der Walze, die den Filz andrückt, Rippen, Bilder, Schriftzeichen u. dgl. angebracht werden, welche durch den Filz auf das Papier wirken und dasselbe an den erhabenen Stellen fest an den heißen Zylinder drücken; die Marmorierungen werden dadurch wieder anders aussehen. Ist das Papier mit hitze- oder dampfempfindlichen Farben, Lacken u. dgl. gefärbt, so werden schließlich die mittels des neuen Verfahrens erzeugten Muster noch deutlicher und schärfer zutage treten; andererseits wird man dabei nicht mit so großer Hitze und so kleinem Trockengehalt des Papiers arbeiten brauchen.
In der Zeichnung sind durch die Fig. 1, 2 und 3 beispielsweise drei Vorrichtungen zur Ausführung des neuen Verfahrens dargestellt.
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Die aus der Naßpresse α, b (Fig. i) austretende, nur wenig entwässerte Papierbahn c wird über die Leitwalzen d und e auf den Trockenzylinder / geführt, der unter verhältnismäßig hohem Dampfdruck steht und dessen Oberfläche daher stark überhitzt ist. Das Papier geht nur eine kurze Strecke frei auf dem Zylinder, dann erhält es eine ebenfalls nur kurz dauernde Anpressung an die überhitzte
ίο Zylinderfläclie durch einen Filz h, welcher auf einer Walze g fest aufgezogen ist und durch dieselbe angepreßt wjrd. Die Walze g hängt in mit Gewichten i belasteten Hebeln k. Der Filz h kann je nach der verlangten Marmorierung und der Stärke des Papiers verschieden stark angepreßt werden, je nachdem die Papierbahn kürzer oder langer auf der Zylinderfläche frei läuft, ehe sie den Filzdruck erhält, werden die Aufwerfungen bzw. die Marmorfiguren größer oder kleiner ausfallen. Um hierauf während des Betriebes der Papiermaschine einwirken zu können, ist die Papierleitwalze e in der durch den Doppelpfeil 1 angedeuteten Richtung verstellbar. Der Trockenzylinder / kann nackt laufen oder, wie in der Zeichnung angedeutet ist, mit einem Filz umhüllt sein.
Anstatt das Marmorieren auf einem der Zylinder f, I1 ni von gewöhnlicher Größe vorzunehmen, kann man auch dazu einen besonderen kleinen Zylinder η mit Andrückfilz und -walze ο einbauen (Fig. 1 punktiert).
Nach der Fig. 2 wird das λ''erfahren an einem oberen Zylinder / ausgeübt. Hier ist der Andrückfilz p nicht fest mit der Walze g·1 verbunden, sondern läuft für sich um und wird auf dem Zylinder q getrocknet. Die Filzleitwalzen S1 t und die Papierleitwalze r sind entsprechend den Doppelpfeilen verstellbar, um eine kürzere oder längere Berührung des Filzes mit dem Papier vor bzw. nach der Anpressung und dementsprechend eine klarere bzw. verschwommenere Marmorierung des Papiers erzielen zu können.
Das Mustern und Marmorieren von farbigen Rollenpapieren in fertigem Zustand wird auf einer Maschine nach Fig. 3 vorgenommen. Das Papier geht von der Abrollvorrichtung u durch die Zugpresse v, w, deren untere Walze zum Feuchten der unteren Papierseite einge- j richtet sein kann. Von da läuft es über die Leitwalzen x, y, e1 auf den Trockenzylinder Z1 und wird unterwegs von oben her durch einen Feuchter ζ angefeuchtet. Damit das Wasser Zeit hat, in das Papier einzuziehen, muß man die Strecke zwischen den Leitwalzen χ und e1 entsprechend lang wählen. Der Trockenzylinder f1 ist mit Andrückfilz hx und Walze g'~ sowie einem Trockenfilz wie nach Fig. ι versehen, wie sich auch hier das Verfahren genau wie dort vollzieht. Das Papier wird vom Zylinder f1 zum Fertigtrocknen über weitere Zylinder geführt und dann wieder aufgerollt.

Claims (6)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Erzeugung von marmorartig gemustertem Papier, dadurch ge- · kennzeichnet, daß eine gefärbte Papierbahn in nassem Zustande vor der eigentlichen Trocknung mittels eines endlosen Filzes oder ähnlicher Hilfsmittel eine kurze Strecke an einen heißen Trockenzylinder angepreßt wird, so daß auf dem Papier blasenähnliche Aufwerfungen mit farbigen Rändern entstehen.
2. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Papier nur an bestimmten Stellen oder an bestimmten Stellen stärker an den Trockenzylinder gedrückt wird, z.B..mittels eines gerippten, bestickten oder gelochten Filzes.
3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Walze (g bzw. g·1 bzw. g-) zum Andrücken des FiI-zes (Ii bzw. p) auf ihrer Druckfläche mit erhabenen Bildmustern, Schriftzeichen oder Rippen versehen ist.
4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Papierleitwalzen (e bzw. r bzw. e1) parallel zu ihren Trockenzylindern verstellbar sind.
5. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitwal-
. zen (S1 t) des Andrückfilzes (p) parallel zum Trockenzylinder (I) verstellbar sind.
6. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch 1 und 2 zum Marmorieren von fertigem Papier, gekennzeichnet durch eine an sich bekannte, mit Ab- und Aufrollvorrichtung sowie Fördervorrichtung versehene Papiertrockenvorrichtung, bei der, in der Papierlaufrichtung gesehen, vor dem ersten Trockenzylinder (f1) eine Anfeuchtvorrichtung (z) und auf dem Trockenzylinder (f1) ein Andrückfilz (h1) mit Walze (g2) angeordnet sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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