DE283752C - - Google Patents

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DE283752C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H27/00Special paper not otherwise provided for, e.g. made by multi-step processes
    • D21H27/02Patterned paper
    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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    • D21H5/02Patterned paper
    • D21H5/06Apparatus

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  • Paper (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVe 283752 -KLASSE 55/. GRUPPE
Firma MAX LÜTTICH in WEIMAR.
Reklamemarken u. dgl.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. fflärz 1914 ab.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren zur Herstellung von Papier für Dokumente, Brief-, Rabatt-, Reklamemarken u. dgl., welches die Nachahmung der betreffenden Papiere erschweren soll. Bekanntlich wurden Brief- und Rabattmarken, Dokumente, Wertpapiere u. dgl. trotz Wasserzeichen und trotz der vielfach sehr komplizierten Musterung bisher vielfach nachgeahmt. Die Nachahmung
ίο wurde dadurch erleichtert, daß die Musterung aus scharfen Linien bestand, welche, mögen sie noch so verwickelt sein, ohne allzu große Schwierigkeiten nachgebildet werden können.
Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß auf die die Gautschwalzen verlassende nasse Papierbahn, bevor sie die Trockenpartie erreicht, mittels einer Liniiervorrichtung Farbstoff in geraden, gebrochenen, gewellten oder unterbrochenen Linien oder in besonderen Zeichen aufgetragen wird, so daß der Farbstoff in die nasse Papierbahn eindringt und darin verläuft, bevor die Papierbahn die Trockenpartie erreicht. Die Folge davon ist, daß das getrocknete Papier anstatt der bisher üblichen scharfen Linienführung verwischte, matte Linienführung erhält: Hierbei können diese Linien entweder nur auf der einen Seite des Papiers oder aber beim vollständigen Durchdringen der Papierbahn auf beiden Seiten des Papiers erscheinen. Das Auftragen des Farbstoffes auf die noch feuchte Papierbahn kann entweder mittels Liniierwalzen in der Längsoder in der Querrichtung der Papierbahn erfolgen, oder es kann ein Farbstoff führendes Rädchen nach Art eines Weberschiffchens quer über die Papierbahn hin und her bewegt werden, wobei im letzteren Falle eine Führung vorgesehen sein kann, um besondere Linienarten hervorzubringen.
Es sind zwar bereits Verfahren zum einseitigen Färben von Papier auf der Papiermaschine bekannt, bei welchen das Papier auf den letzten Trockenzylinder über eine Walze geführt wird, an die eine den Farbstoff tragende Walze oder eine Anzahl Gummiringe gepreßt werden. Hier kommt das Papier aber nicht im nassen, sondern im fast vollkommen trockenen Zustande mit der Färbevorrichtung in Berührung. Dieses Verfahren eignet sich daher nur zur Herstellung scharfrandiger Farbstreifen auf gewöhnlichem Papier.
Es ist fernerhin eine Vorrichtung zur Erzeugung farbiger Längsstreifen auf Papierbahnen bekannt, bei welcher quer zur Bewegungsrichtung der Papierbahn bewegbare Sprühdüsen vorgesehen sind, denen der Farbstoff zugeführt wird, und welche den Farbstoff möglichst senkrecht der Papierbahn zuführen. Die Färbevorrichtung ist hierbei hinter dem Trockenzylinder angeordnet, so daß die Papierbahn geiärbt wird, nachdem sie den Trockenzylinder verlassen hat und bevor sie dem Satinierwerk zugeführt wird. ,
Ferner ist auch ein Verfahren zur Herstellung von ungleich durchgefärbten Papieren auf der Papiermaschine bekannt, nach welchem auf die auf den Langsieben befindliche Papierbahn mittels Düsenzerstäuber Fafblösungen gesprüht
werden. Dieses Verfahren dient zur Herstel-. lung von Papier mit melierten oder marmorierten Musterungen, wie es für Brief- und Buchumschläge u. dgl. verwendet wird. Hier soll durch das Aufsprühen des Farbstoffes eine sehr feine Verteilung der Farblösungen erfolgen, damit diese auf der noch feuchten Papierbahn eigenartige Farbeneffekte bilden.
Außerdem ist ein Verfahren zur Herstellung
ίο von mit scharf umgrenzten Mustern, wie Blumen, Figuren u. dgl., versehenen Papieren, wie Tapeten u. dgl., bekannt, bei welchem das Bedrucken der Papierbahn auf einer in der Trockenpartie der Papiermaschine eingebauten Druckvorrichtung erfolgen und ein mehrfarbiger Druck erzielt werden soll.
Alle diese bekannten Verfahren sind zur Herstellung von Wertpapieren nicht geeignet. Insbesondere können durch keines der bekannten Verfahren die dem neuen Verfahren eigentümlichen verwischten, matten Linienführungen hervorgebracht werden.
Die Zeichnung veranschaulicht beispielsweise eine zur Ausführung des neuen Verfahrens geeignete Langsiebpapiermaschine.
Mittels des Siebes α wird die noch feuchte Papierbahn b über die Sauger c und durch die Gautschwalzen d, d geführt, um sodann auf das Sieb oder den Filz e zu gelangen, mittels dessen die Papierbahn alsdann zu den Pressen f und den anderen in der Zeichnung nicht dargestellten Vorrichtungen der Papiermaschine geleitet wird. Zur Ausführung des neuen Verfahrens ist beispielsweise hinter der Gautsche d, d eine Liniiervorrichtung h angeordnet, die von einer Walze oder von einem Farbstoff führenden Rädchen gebildet sein kann und auf die noch nasse Papierbahn Farbstoff aufträgt. Dieser Falbst off, der in geraden, gebrochenen, gewellten oder unterbrochenen Linien aufgetragen wird, dringt in die feuchte Papierbahn mehr oder weniger tief ein, wobei die erzeugten Linien nicht scharf, sondern verwischt und verlaufend erscheinen. Der Farbstoff kann auch die Papierbahn vollständig durchdringen, wobei die verwischten Linien auf beiden Papierseiten erscheinen.
Anstatt die Farbe, wie bei dem erläuterten Ausführungsbeispiel, unmittelbar hinter der Gautscha d, d aufzutragen, kann dies auch an einer anderen Stelle erfolgen, vorausgesetzt, daß die Papierbahn an der betreffenden Stelle noch so feucht ist, daß der Farbstoff in die Papiermasse eindringen und dort mehr oder weniger verlaufen kann.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Papier für Dokumente, Brief-, Rabatt-, Reklamemarken u.dgl., dadurch gekennzeichnet, daß auf die die Gautschwalzen (d) verlassende nasse Papierbahn, bevor sie die Trockenpartie (f) erreicht, mittels einer Liniiervorrichtung Farbstoff in geraden, gebrochenen, gewellten oder unterbrochenen Linien oder in besonderen Zeichen aufgetragen wird, so daß der Farbstoff in die nasse Papierbahn eindringt und verläuft, bevor diese die Trockenpartie erreicht.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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