DE285771C - - Google Patents

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DE285771C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D209/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings, condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom
    • C07D209/02Heterocyclic compounds containing five-membered rings, condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom condensed with one carbocyclic ring
    • C07D209/04Indoles; Hydrogenated indoles
    • C07D209/30Indoles; Hydrogenated indoles with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, directly attached to carbon atoms of the hetero ring
    • C07D209/32Oxygen atoms
    • C07D209/38Oxygen atoms in positions 2 and 3, e.g. isatin

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Nitrogen And Oxygen As The Only Ring Hetero Atoms (AREA)
  • Indole Compounds (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vr 285771 -KLASSE XIp. GRUPPE
FARBENFABRIKEN vorm. FRIEDR. BAYER & CO. in LEVERKUSEN b. CÖLN a. Rh.
Verfahren zur Darstellung von N-Anthrachinonylisatinen. Zusatz zum Patent 236407.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. April 1914 ab. Längste Dauer: 27. April 1925.
In der Patentschrift 236407, Kl. 22 e, sind Kondensationsprodukte aus Halogenanthrachinonen und Isatinen beschrieben, welche den Charakter von Küpenfarbstoffen besitzen.
Es hat sich jetzt gezeigt, daß diese Küpenfarbstoffe nicht die in jener Patentschrift angegebene Konstitution von N-Anthrachinonylisatinen besitzen, sondern weitere Umwandlungsprodukte dieser Verbindungen darstellen, nämlich Anthrachinonacridone. Dagegen gelingt es, wie jetzt gefunden wurde, auch die primär entstehenden ■N-Anthrachinonylisatine durch Einwirkung von Isatin und seinen Derivaten auf Halogenanthrachinone zu erhalten, wenn man die Reaktion unterbricht, bevor die Bildung der Acridone eintritt, oder wenn
- man aus dem Reaktionsprodukt die Acridone durch geeignete Methoden von den N-Anthrachinonylisatinen bzw. den durch Hydrolyse daraus entstehenden Isatinsäuren abtrennt.
Bedingungen, welche die Bildung der N-Anthrachinonylisatine begünstigen, sind beispielsweise kürzere Einwirkungsdauer, niedere Reaktionstemperatur oder Vermeidung eines
Überschusses des bei der Kondensation gegebenenfalls benutzten Hilfsmittels, wie Natriumacetat. .
Die N - Anthrachinonylisatine bilden - Ausgangsstoffe zur Darstellung von Küpenfarbstoffen. Die meist kräftig gefärbten Anthrachinonylisatinsäuren können als saure Wollfarbstoffe Verwendung finden.
Beispiel 1.
24,3 Teile i-Chloranthrachinon, 14,7 Teile Isatin, 8,2 Teile wasserfreies Natriumacetat und ι Teil Kupferacetat werden mit 100 Teilen Nitrobenzol auf 180 ° 8 Stunden lang erhitzt. Nach dem Erkalten wird abgesaugt, mit Alkohol, dann mit Wasser gewaschen. Das Rohprodukt wird nunmehr mit Alkohol und dem Drittel seines Gewichtes an 33 prozentiger Natronlauge angerührt und in einem Wasserbad kurze Zeit nicht über 60° erwärmt. Hierbei geht das i-N-Anthrachinonylisatin in das dunkelbraunrot gefärbte Natriumsalz der entsprechenden Isatinsäure über, das durch Zugabe von 800 bis 1000 Teilen 50 ° warmen Wassers in Lösung gebracht wird. Die rotgefärbte Lösung wird von den ungelöst blei- benden Nebenprodukten abfiltriert und durch Salzsäure die freie Isatinsäure in rotbraunen Flocken gefällt, ausgewaschen und getrocknet.
Zur Rückverwandlung in das i-N-Anthrachinonylisatin wird sie in 10 Teilen Schwefelsäure von 66° Be gelöst und bei 15° kurze Zeit gerührt, bis die ursprünglich grünliche Farbe der Lösung in ein klares Braunorange übergegangen ist und eine in Wasser gegebene Probe schwach geblich gefärbte Flocken lie-
fert. Die Lösung wird in Wasser gegeben, das sich dabei ausscheidende i-N-Anthrachinonylisatin neutral gewaschen, getrocknet und aus 8 Teilen Nitrobenzol umkristallisiert. Man erhält so orangegelbe, rautenförmige Täfelchen, die im durchfallenden Licht fast farblos erscheinen. Die Verbindung erweist sich in allen ihren Eigenschaften als identisch mit dem nach Beispiel ι des Patents 282490, Kl. 12p, aus i-Phenylaminoanthrachinon und Oxalylchlorid erhaltenen Produkt.
Beispiel 2.
24,3 Teile i-Chloranthrachinon, 14,7 Teile Isatin, 10 Teile wasserfreies Natriumacetat, . ι Teil Kupferacetat werden einige Stunden gekocht, nach dem Erkalten abgesaugt, mit Alkohol, dann mit Wasser gewaschen und getrocknet. Das hell fleischfarbene Rohprodukt besteht aus reinem i-Anthrachinonyl-N-isatin und kann von etwa nebenher entstandenem ι · 2 - Anthracridon } durch Behandlung mit Alkali, worin letzteres unlöslich ist, nach der im Beispiel 1 angegebenen Methode leicht getrennt werden.
Beispiel 3.
31,6 Teile 1 - Methylamino-4-bromanthrachinon, 14,7 Teile Isatin, 8,2 Teile Natriumacetat, 1 Teil Kupferacetat und 100 Teile Nitrobenzol werden 9 Stunden gekocht und nach dem Erkalten abgesaugt, mit Alkohol, dann mit kaltem Wasser gewaschen. Man erhält ein kristallisiertes Rohprodukt, das durch Umlösen aus Nitrobenzol völlig rein erhalten werden kann.
Das ι - Methylaminoanthrachinon-4-N-isatin kristallisiert in braunen Blättchen, die sich in organischen Lösungsmitteln mit gelbroter Farbe lösen. Beim Eingießen der grünlich gelben Schwefelsäurelösung in Wasser erhält man rote Flocken. Die Verbindung ist äußerst empfindlich gegen Alkalien und geht dabei in das dunkelblaugrün gefärbte, leicht wasserlösliche Salz der entsprechenden Isatinsäure über. Mit Säuren fällt man aus den wässerigen Lösungen des Salzes die freie Isatinsäure in dunkelgrünen Flocken, die gegen verdünnte Mineralsäuren beständig sind und aus saurem Bade Wolle dunkelblaugrün anfärben.
Die Rückverwandlung dieser Isatinsäure in das entsprechende i-Methylaminoanthrachinon-4-N-isatin kann z. B. durch längeres Kochen mit alkoholischer Salzsäure bewirkt werden.
Beispiel 4.
In einem Ölbad von 200° wurde eine Mischung von 24,3 Teilen i-Chloranthrachinon, 20 Teilen 2 · i-Naphtisatin, 8,2 Teilen wasserfreiem Natriumacetat, 1 Teil Kupferacetat und 50 Teilen Naphtalin 20 Stunden lang unter Rühren erhitzt und nach Verdünnen mittels Toluol, gemäß Beispiel 4, aufgearbeitet. Durch Umlösen des grauen, amorphen Rohproduktes aus 5 Teilen Nitrobenzol erhält man das i-Anthrachinonyl-N-2 · i-naphtisatin in braunen Blättchen, die sich in konzentrierter Schwefelsäure mit rotbrauner Farbe lösen und beim Eingießen dieser Lösung in Wasser als schwach gelblich gefärbte Flocken wieder ausfallen. Nach längerem Erhitzen der schwefelsauren Lösung auf etwa 150 ° erhält man beim Verdünnen mit Wasser rotgefärbte Flocken des 2 ■ i-Naphtanthracridons.
An Stelle der in den Beispielen erwähnten Halogenanthrachinone können auch andere Halogenanthrachinone, an Stelle der Isatine die isatinsauren Salze verwendet werden.

Claims (1)

  1. Patent-An Spruch:
    Abänderung des durch Patent 236407, Kl. 22 e, geschützten Verfahrens zur Darstellung von Küpenfarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man die Einwirkung der halogenierten Anthrachinone oder ihrer Derivate auf Isatin, dessen Homologen oder Analogen unterbricht, bevor die Bildung der aus der Küpe färbenden Anthrachinonacridone eintritt, oder daß man die bereits entstandenen Anthrachinonacridonc aus dem Reaktionsgemisch durch geeignete Methoden entfernt.
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