DE283538C - - Google Patents

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DE283538C
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acid
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C69/00Esters of carboxylic acids; Esters of carbonic or haloformic acids
    • C07C69/76Esters of carboxylic acids having a carboxyl group bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring
    • C07C69/84Esters of carboxylic acids having a carboxyl group bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring of monocyclic hydroxy carboxylic acids, the hydroxy groups and the carboxyl groups of which are bound to carbon atoms of a six-membered aromatic ring
    • C07C69/86Esters of carboxylic acids having a carboxyl group bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring of monocyclic hydroxy carboxylic acids, the hydroxy groups and the carboxyl groups of which are bound to carbon atoms of a six-membered aromatic ring with esterified hydroxyl groups

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Acidyldenvate aliphatischer Oxyacidylsalicylsäuren sind bis jetzt noch nicht bekannt geworden. Da nach den Literaturangaben schon die Acetylsalicylsäure ziemlich labiler Natur ist, war ihre leichte Bildung und ihre gute Beständigkeit nicht vorauszusehen. Die neuen Körper können nach den üblichen Methoden der Acidylierung der Salicylsäure, ihrer Homologen und Substitutionsprodukte gewonnen
ίο werden, z. B. durch Behandlung mit den entsprechenden Säurechloriden oder Anhydriden. Der Acidylrest der Oxysäuren kann aus den verschiedensten aliphatischen oder aromatischen Säuren bestehen, z. B. auch aus Salicylsäure selbst. Die neuen Körper werden vorzüglich resorbiert und haben vor den bekannten einfachen Acidylsalicylsäuren den großen Vorteil, weniger zu reizen, angenehmen Geschmack zu besitzen und sich teilweise leichter zu lösen. Vor den Acidylsalicylsäuren, die dadurch entstehen, daß man die Hydroxylgruppe der Salicylsäure mit solchen aromatischen Oxysäuren verestert, in denen die Oxygruppe selbst wieder durch einen aromatischen oder aliphatischen Säurerest verestert ist (s. Patentschrift 236196, Kl. 12 q) haben die neuen Produkte, wie durch Vergleichsversuche festgestellt wurde, den Vorzug besserer Spaltbarkeit.
Beispiel 1.
Zu einer Lösung von 100 Teilen Salicylsäure und 100 Teilen Dimethylanilin in Benzol werden unter Rühren und Steigerung der Temperatur auf 40 bis 50 ° 100 Teile Acetylglykolsäurechlorid (Ber. 36 [1903], S. 467) zugegeben. Das bei der Reaktion entstehende salzsaure Dimethylanilin wird durch Waschen mit verdünnter Schwefelsäure entfernt. Die Benzollösung wird über Natriumsulfat getrocknet und das Benzol im Vakuum abdestilliert. Aus dem Rückstand wird die Acetylglykolsalicylsäure von der Formel:
COOH
,-0.CO-CH9-O-CO-CH,
durch Umlösen aus Benzol in Form farbloser Kristalle vom Schmelzpunkt 103 ° erhalten.
In analoger Weise werden andere Acetylglykolsäurederivate gewonnen, wie:
Acetylglykol-m-kresotinsäure vom Schmelzpunkt 108°,
Acetylglykol-p-kresotinsäure vom Schmelzpunkt 151 °,
Acetylglykolchlorsalicylsäure vom Schmelzpunkt 135 °.
Ebenso kann an Stelle der Chlorsalicyl-' säure die Jodsalicylsäure Verwendung finden.
Beispiel 2.
Zu einer Lösung von 94 Teilen p-Kresotinsäure und 90 Teilen Dimethylanilin in Benzol werden unter Rühren und Steigerung der Temperatur auf 35 bis 40 ° 94 Teile Acetylmilchsäurechlorid (Ber. 37 [1904], S. 3973) züge-
tropft. Zu- der sirupartigen Flüssigkeit wird Eiswasser und verdünnte Säure zugegeben, wodurch die Acetyllactyl p-kresotinsäure in fester Form ausgeschieden wird. Die abgesaugte Masse wird aus Toluol umgelöst, wobei farblose Kristalle vom Schmelzpunkt 128° erhalten werden.
Bei Verwendung von Salicylsäure wird die Acetyllactylsalicylsäure vom Schmelzpunkt 89 ° erhalten.
Beispiel 3.
Zu einer Lösung von 92 Teilen Salicylsäure und 98 Teilen Dimethylanilin in Benzol werden unter Rühren und Steigerung der Temperatur auf 30 bis 350 150 Teile Cinnamoylglykolsäurechlorid (aus Cinnamoylglykolsäure vom Schmelzpunkt 125° zugetropft. Beim Zugeben von Eiswasser und verdünnter Säure fällt ein harziges Produkt aus, das nach erneutem Auswaschen erstarrt. Aus Toluol umgelöst, farblose Kristalle vom Schmelzpunkt 135°.
Beispiel 4..
Zu einer Lösung von 460 Teilen Salicylsäure und 490 Teilen Dimethylanilin in Benzol läßt man bei 20 bis 30° unter Rühren eine benzolische Lösung von 760 Teilen Anisoylglykolsäurechlorid (aus Anisoylglykolsäure vom Schmelzpunkt 105 °) zulaufen und zur Beendigung der Reaktion eine Stunde gut durchrühren. Nach Entfernen von Dimethylanilin durch Auswaschen mit verdünnter Säure und mit Wasser wird die ausgeschiedene Anisoylglykolsalicylsäure auf Ton gepreßt. Das aus Toluol umgelöste Produkt bildet farblose Kristalle vom Schmelzpunkt 123 °.
An Stelle der Anisoylglykolsäure läßt sich auch in ganz analoger Weise die Salicylglykolsäure verwenden.
Die freien Säuren lassen sich leicht nach den üblichen Methoden der Salzbildung in ihre Alkali- und Erdalkalisalze überführen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von Acidylsalicylsäuren, dadurch gekennzeichnet, daß man die Phenolhydroxylgruppe der SaIicylsäure, ihrer Homologen oder Kernsubstitutionsprodukte mit solchen aliphatischen Oxysäuren acidyliert, in denen die Oxygruppe selbst wieder durch einen aliphatischen oder aromatischen Säurerest verestert ist.
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