DE280765C - - Google Patents
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- G—PHYSICS
- G09—EDUCATION; CRYPTOGRAPHY; DISPLAY; ADVERTISING; SEALS
- G09F—DISPLAYING; ADVERTISING; SIGNS; LABELS OR NAME-PLATES; SEALS
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung bezieht sich auf mit hoher Geschwindigkeit arbeitende, für Fernsprech- \
und Telegraphenleitungen bestimmte, wahl- j weise Signalapparate, die so eingerichtet sind,
daß durch eine vorherbestimmte Zahl von Stromstößen an den verschiedenen Stationen
der Leitung ein unter Federwirkung stehendes, von einer Klinke in seiner Drehung beeinflußtes
Schaltrad o. dgl. in schrittweise Drehung versetzt und an einer gegebenen Station dadurch
ein Kontaktschluß herbeigeführt wird, indem der Beamte an der Sendestation die vorherbebestimmte
Zahl von Stromstößen durch die Leitung sendet. Diese Apparate sind mit
einem Kontrollorgan versehen, welches bei langen Stromstößen die Klinke beeinflußt, um
die unbeabsichtigte Rückwärtsdrehung des Schaltrades zu verhindern.
Bei den bekannten Apparaten dieser Art können die Teile desselben, nachdem eine der
Stationen aufgerufen worden ist, an den verschiedenen Stationen nur dadurch in ihre Anfangsstellung
zurückbewegt werden, daß für sämtliche Apparate der Leitung die zur Betätigung ihres Signals bestimmte Zahl von
Stromstößen durch die Leitung gesandt wird, womit ein unnötiger Zeitverlust verbunden ist.
Bei dem Apparat gemäß vorliegender Erfindung ist daher ein zweites Kontrollorgan vorgesellen,
das am Ende einer vorherbestimmten Zeit, nachdem die zum Aufrufen der gewünschten
Station erforderlichen Stromstöße durch die Leitung gesandt worden sind, von selbst in
Tätigkeit tritt und die das Schaltrad unter Einwirkung des ersten Kontrollorganes beeinflussende
Klinke auslöst, so daß das Schaltrad in seine Anfangsstellung zurückkehren kann.
Bei dem neuen Apparat brauchen also keine weiteren Stromstöße durch die Leitung gesandt ·
zu werden, da durch die Intätigkeitsetzung 40 , des zweiten Kontrollorganes die Teile der Apparate
an sämtlichen an die Leitung angeschlossenen Stationen von selbst in die Anfangsstellung
zurückbewegt werden, wenn nach dem letzten Stromstoß eine genügend lange Pause gemacht
wird. Unter Benutzung des neuen Apparates kann also die Geschwindigkeit, mit der verschiedene,
an eine Leitung angeschlossene Stationen nacheinander aufgerufen werden können,
erheblich vergrößert werden. Die Benutzung von Kontrollorganen, die nach Ablauf einer
bestimmten Zeit die das Schaltrad gegen Rückwärtsdrehung sichernde Klinke auslösen, ist
zwar an sich bei elektromagnetisch schrittweise bewegten Fernschaltern bekannt, jedoch
nicht bei solchen, bei denen noch ein anderes Kontrollorgan vorgesehen ist, welches bewirkt,
daß nur nach einem erstmaligen langdauernden Stromstoß eine Fortschaltung des Schaltrades
erfolgen kann.
Auf der Zeichnung ist der Apparat in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt,
und zwar zeigen:
Fig. ι eine Seitenansicht des neuen Apparates,
Fig. 2 eine Ansicht der gegenüberliegenden Seite,
Fig. 3 eine Draufsicht,
Fig. 4 einen Schnitt nach 4-4 in Fig. 3,
Fig. 5 eine Einzelheit,
Fig. 5 a bis 5e Teile eines Zahnrades in vergrößertem
Maßstabe,
Fig. 6 einen Schnitt nach 6-6 in Fig. 4, .
Fig. 7 eine Vorderansicht des Apparates und Fig. 8 einen Schnitt nach 8-8 in Fig. 3.
Die beweglichen Teile des Apparates sind in einem auf einer Grundplatte 1 angeordneten Rahmengestell 2 angeordnet, in dem eine wagerechte Welle 4 drehbar gelagert ist, die ein Schaltrad 5 trägt. Eine mit 6 bezeichnete Spiralfeder ist bestrebt, das Schaltrad in der in Fig. 4 durch den Pfeil angedeuteten Richtung zu drehen. In die Zähne des Schaltrades kann ein Klinkenhebel 12 eingreifen, der an dem Ende eines Hebels 11 angelenkt und mit einem Arm 14 versehen ist, an dem eine Feder 15 anliegt, die bestrebt ist, die Klinke in die Zähne des Schaltrades 5 hineinzudrücken. Die Abwärtsbewegung der Klinke 12 wird durch einen Anschlag 16 (Fig. 4) begrenzt. So oft der Elektromagnet 7 erregt und der Anker 8 des Magnets angezogen wird, wird durch eine mit dem Anker verbundene Bogenfeder 9 und eine Stange 10 der Hebel 11 um seinen Drehzapfen 17 so nach unten bewegt, daß die Klinke 12 in das Schaltrad 5 eingreift und es entgegen der Wirkung der Spiralfeder 6 um einen Zahn vorwärts dreht. Sobald die Erregung des Elektromagnets 7 aufhört, wird die Stange 10 von der Feder 9 gehoben, wodurch auch die Klinke 12 aus dem Schaltrad ausgehoben wird. Die Zurückdrehung des Schaltrades durch die Feder 6 wird durch eine Sperrklinke 18 verhindert, die an dem Ende eines aufgezapften Armes 19 ausgebildet ist. Aus den weiter unten angegebenen Gründen sitzt Arm 19 auf einer geneigten Welle 20, die in den seitlichen Rahmenteilen gelagert ist und auf ihren Drehzapfen längsweise so verschoben werden kann, daß die Sperrklinke 18 dadurch aus dem' Schaltrad 5 ausgerückt wird. Infolge der Neigung der Welle 20 wird die entgegengesetzte Bewegung der Klinke, durch welche sie mit dem Schaltrad wieder in Eingriff gebracht wird, erleichtert, und die Klinke wird dadurch auch in ihrer Stellung über dem Schaltrad gehalten, solange dies erwünscht ist.
Die beweglichen Teile des Apparates sind in einem auf einer Grundplatte 1 angeordneten Rahmengestell 2 angeordnet, in dem eine wagerechte Welle 4 drehbar gelagert ist, die ein Schaltrad 5 trägt. Eine mit 6 bezeichnete Spiralfeder ist bestrebt, das Schaltrad in der in Fig. 4 durch den Pfeil angedeuteten Richtung zu drehen. In die Zähne des Schaltrades kann ein Klinkenhebel 12 eingreifen, der an dem Ende eines Hebels 11 angelenkt und mit einem Arm 14 versehen ist, an dem eine Feder 15 anliegt, die bestrebt ist, die Klinke in die Zähne des Schaltrades 5 hineinzudrücken. Die Abwärtsbewegung der Klinke 12 wird durch einen Anschlag 16 (Fig. 4) begrenzt. So oft der Elektromagnet 7 erregt und der Anker 8 des Magnets angezogen wird, wird durch eine mit dem Anker verbundene Bogenfeder 9 und eine Stange 10 der Hebel 11 um seinen Drehzapfen 17 so nach unten bewegt, daß die Klinke 12 in das Schaltrad 5 eingreift und es entgegen der Wirkung der Spiralfeder 6 um einen Zahn vorwärts dreht. Sobald die Erregung des Elektromagnets 7 aufhört, wird die Stange 10 von der Feder 9 gehoben, wodurch auch die Klinke 12 aus dem Schaltrad ausgehoben wird. Die Zurückdrehung des Schaltrades durch die Feder 6 wird durch eine Sperrklinke 18 verhindert, die an dem Ende eines aufgezapften Armes 19 ausgebildet ist. Aus den weiter unten angegebenen Gründen sitzt Arm 19 auf einer geneigten Welle 20, die in den seitlichen Rahmenteilen gelagert ist und auf ihren Drehzapfen längsweise so verschoben werden kann, daß die Sperrklinke 18 dadurch aus dem' Schaltrad 5 ausgerückt wird. Infolge der Neigung der Welle 20 wird die entgegengesetzte Bewegung der Klinke, durch welche sie mit dem Schaltrad wieder in Eingriff gebracht wird, erleichtert, und die Klinke wird dadurch auch in ihrer Stellung über dem Schaltrad gehalten, solange dies erwünscht ist.
Wenn das Schaltrad 5 seine Normalstellung einnimmt, so wird durch schnell aufeinander
folgende Stromstöße lediglich eine abwechselnde Vor- und Rückwärtsdrehung des Schaltrades
um einen Zahn veranlaßt. Soll jedoch eine Station angerufen werden, so wird nach dem
ersten Stromstoß eine Pause gemacht, worauf durch eine bestimmte Zahl aufeinander folgender
Stromstöße das Schaltrad schrittweise vorwärts gedreht wird, bis die gewünschte Umdrehung
vollendet ist. In der gezeigten Ausführungsform ist das Schaltrad 5 mit zwei Arten von Zähnen
versehen, die als »obere Kontakt«- und »untere Kontakt «-Zähne bezeichnet sind. In der Fig. 5
ist eine andere Reihenfolge der oberen Kontaktzähne und der unteren Kontaktzähne wie
in der Fig. 5 a vorgesehen. Einige Zähne sind nämlich oben abgeschrägt, so daß nur ihre
unteren Teile mit der Sperrklinke in Eingriff treten können, wodurch das Schaltrad, an der
Rückwärtsdrehung verhindert wird. Andere Zähne sind unten abgeschrägt, so daß nur ihre
oberen Teile mit der Sperrklinke 18 in Eingriff treten können. Die »oberen« Kontaktzähne sind
in Fig. 5 mit 51 und die »unteren« Kontaktzähne mit 52 bezeichnet. An dem Schaltrad 5 ist
auch ein Zahn 53 vorgesehen, dessen oberes
Ende abgeschnitten ist, sowie ein Zahn 54, der sowohl oben und unten abgeschrägt ist, so daß
kein Teil dieses Zahnes mit der Klinke .18 in Eingriff treten kann.
In der Regel steht die Sperrklinke 18 am Ende des Hebels 19 mit den unteren Kontaktzähnen
des Schaltrades 5 nicht in Eingriff, da der Hebel 19 in gehobener Stellung gehalten
wird, in welcher die Sperrklinke 18 ausgerückt ist (Fig. 4). An dem freien Ende des Hebels 19
ist nämlich eine Fangklinke 21 ausgebildet, die in der gezeigten Stellung auf einem Haken 22
aufruht, der an einer Schwingwelle 23 befestigt ist. Durch den Haken 22 wird also die Klinke
18 in solcher Stellung gehalten, daß sie mit den »oberen Kontakt«-Zähnen 51 des Schaltrades 5,
nicht aber mit den »unteren Kontakt »-Zähnen 52 oder mit dem abgeschnittenen Zahn 53 in Eingriff
treten kann. Das Schaltrad wird aber in der ..Regel in solcher Stellung gehalten, daß
durch eine Bewegung der Schaltklinke 12 nur der Zahn 53 vor die Sperrklinke 18 gebracht
wird, so daß beim Aufhören des Stromstoßes das Schaltrad 5 sofort in seine Normalstellung
zurückkehrt. ·
Durch schnell aufeinander folgende kurze Stromstöße wird also das Schaltrad 5 jedesmal
nur um einen Zahn vor- und wieder rückwärts bewegt. Um dem Schaltrad 5 eine bestimmte
Drehung geben zu können, muß nach dem ersten Stromstoß eine genügend lange Pause erfolgen,
während die Schaltklinke 12 niedergedrückt ist, damit die Sperrklinke 18 auf das
Schaltrad fallen und mit dem unteren Teil des Zahnes 53 und den unteren Teilen der Zahne 52
in Eingriff treten kann, wodurch die Rückwärtsdrehung des Schaltrades verhindert wird.
Zu diesem Zweck ist auf einer Welle 27 ein Hebel 28 befestigt, an dessen freiem Ende eine
Gabel 29 angelenkt ist, in der ein Rad 30 gelagert ist, dessen Nabe 31 auf einer an der Seite
des Rähmengestelles in geneigter Stellung angeordneten Stange 32 aufruht, auf der das Rad
nach unten rollen kann. Durch einen an dem Hebel 11 befestigten Arm 34 wird das Rad 30
in der Regel an dem höher gelegenen Ende der Stange 32 gehalten. Jedesmal, wenn das
Schaltrad 5 durch die Schaltklinke 12 um einen Zahn gedreht wird, wobei der Hebel 11
in der oben beschriebenen Weise nach unten bewegt wird, wird der Arm 34 von dem Rad 30 weggerückt, so daß letzteres an-
fängt, auf der Stange 32 nach unten zu rollen. Durch die Aufwärtsbewegung des Hebels 11
und des daran befestigten Armes 34 wird jedoch das Rad 30 jedesmal schnell wieder in
seine Anfangsstellung zurückgeschoben. Wenn jedoch der die Schaltklinke 12 tragende Hebel
11 lange genug nach unten gedrückt wird, so kann das Rad 30 weit genug nach unten rollen,
so daß die Gabel 29 mit einem Hebel 35 in Berührung treten kann, der auf der drehbaren
Welle 23 befestigt ist, auf der auch der Haken 22 sitzt. Dadurch wird der Haken 22 von der
Fangklinke 21 weggedrückt, wodurch der Hebel 19 freigegeben wird, so daß die Sperrklinke 18
auf das Schaltrad 5 fallen und mit dem unteren Teil des Zahnes 53 in Eingriff treten kann,
wodurch das Schaltrad an der Rückwärtsdrehung verhindert wird. Wie Fig. 5 zeigt, folgen auf
den abgeschnittenen Zahn 53 fünf »obere Kontakt«-Zähne.
Wenn also die Schaltklinke 12 wieder nach unten geht, um das Schaltrad 5
um einen Zahn weiterzudrehen, so wird der erste der »oberen Kontakt«-Zähne die Klinke
18 anheben und die Fangklinke 21 über den Haken 22 schieben, der somit in seine ursprüngliche
Stellung zurückgegangen ist, worauf die auf den Haken fallende Klinke auch hinter den
ersten der »oberen Kontakt «-Zähne fällt und das Schaltrad 5 an der Rückwärtsdrehung verhindert.
Das Schaltrad 5 wird also durch fünf rasch aufeinander folgende Stromstöße vorwärts
gedreht werden. Da jedoch der Zahn 52 ein »unterer Kontakt«-Zahn ist, so muß der dem
fünften kurzen Stromstoß folgende Stromstoß lang sein, damit die das Rad 30 tragende Gabel
mit dem Hebel 35 zusammentreffen und dadurch den Haken 22 zurückdrücken kann, so daß die
Sperrklinke 18 mit dem unteren Teil des Zahnes 52 in Eingriff treten kann, wodurch die Rückwärtsdrehung
des Schaltrades 5 verhindert wird. Wenn dann das Schaltrad 5 von neuem durch die Abwärtsbewegung der Klinke 12 vorwärts
gedreht wird, so wird der nächste Zahn, der wieder ein »oberer Kontakt«-Zahn ist, die Klinke
anheben, so daß die Fangklinke 21 auf dem Haken 22 aufruht und die Klinke mit dem Zahn
in Eingriff treten kann, wodurch das Rad 5 in seiner Stellung gehalten wird. Ein weiterer
kurzer Stromstoß wird also das Rad vorwärts drehen. Der nächste Zahn'5* ist sowohl oben
als unten abgeschrägt. Bei dem nächsten Stromstoß muß die Schaltklinke 12 in ihrer unteren
Stellung eine gewisse Zeitlang gehalten werden, da die Teile sich jetzt in einer Stellung befinden,
in der unter Drehung der Welle 27 (vgl. unten) ein Kontakt zur Betätigung des Signals geschlossen wird. Wenn die Klinke 12
in ihre ursprüngliche Stellung zurückgeht, so wird der abgeschrägte Teil des Zahnes 5* den
Hebel 19 zur Seite bewegen, wodurch die Sperrklinke 18 gänzlich aus dem Schaltrad 5 ausgehoben
wird, so daß letzteres in seine· Anfangs-stellung zurückkehren kann. Das Schaltrad
kann also durch eine bestimmte Anzahl von Stromstößen vorwärts gedreht werden, die entweder
schnell aufeinander folgen oder durch Pausen unterbrochen werden, bis der geneigte
Zahn 54 mit der Sperrklinke 18 in Berührung
kommt, wodurch letztere zur Seite bewegt und Schaltrad 5 freigegeben wird.
Ein beispielweiser Zweck des Apparates ist, das Schließen eines gewöhnlich offenen Stromkreises
herbeizuführen, was in folgender Weise erreicht wird.
An der Schwingwelle 27 ist ein federnder Kontaktarm 38 befestigt. Mit diesem wirkt ein
Kontaktarm 41 zusammen, der an einem Isolierblock 39 befestigt ist (Fig. 8). Dieser Kontaktarm
ist durch einen Draht 40 mit der Klemme 44 verbunden, während die andere Klemme 45 mit dem Rahmengestell verbunden
ist. Wenn also die an den Armen 38 und 41 . sitzenden Kontakte miteinander in Berührung
gebracht werden, so wird durch die Klemmen 44, 45 ein Stromkreis geschlossen, in welchem das
r Signal liegt. Dies tritt ein, wenn das Rad 30 auf der Stange 32 abwärts rollt, wodurch die
Welle 27 so geschwungen wird, daß der Arm 38 gegen den Arm 41 hin bewegt wird und die
Kontakte miteinander in Berührung gebracht werden.
Um eine zu zeitige Berührung der Kontaktarme zu verhindern, was nach jedem langen
Stromstoß vorkommen könnte, ist auf der Welle 4 ein Rad 46 angeordnet, das mit einer
Kerbe 47 versehen ist (Fig. 8). Diese wird, nachdem das Schaltrad 5 um den beabsichtigten
Weg vorwärts gedreht worden ist, unmittelbar unter einen Ansatz 48 an Kontaktarm 38
gebracht, so daß letzterer in dieser Stellung des Rades 46 weit genug nach unten gehen
kann, so daß die Kontakte miteinander in Berührung treten und den Stromschluß herbei- führen
können. In allen übrigen Stellungen.des Rades 46 kann der Arm 38 eine ausreichende
Abwärtsbewegung nicht machen, da sein Ansatz 48 an den Umfang des Rades 46 anstoßen
wird.
Auf Welle 4 ist auch ein Arm 24 befestigt, der, nachdem das Schaltrad in seine Anfangsstellung
zurückgekehrt ist, mit der geneigten Stirnfläche des Hebels 19 zusammentrifft und die Fangklinke
21 auf den Haken 22 hebt, nachdem der Hebel 19 vorher zur Seite bewegt wurde. Wenn
darauf der schräge Stift 37 an Rad 5 mit dem Hebel 19 in Berührung tritt, so wird letzterer
dadurch unmittelbar über das Rad 5 bewegt.
Damit bei sämtlichen Apparaten an den verschiedenen Stationen die Schalträder 5 von selbst
in ihre Anfangsstellung zurückgeführt werden, nachdem an einer bestimmten Station der Stromschluß
durch die Kontaktarme 38 und 41 her-
gestellt worden ist, oder wenn eine längere unbeabsichtigte Stromunterbrechung eintreten.
sollte, ist ein zweites Rad 49 (Fig. 1) vorgesehen, und zwar auf der dem Rad 30 gegenüberliegeriden
Seite des Apparates. Dieses Rad ist mittels einer Nabe 54 in einer Gabel 52 gelagert, die an dem freien Ende eines bei 51
aufgezapften Hebelarmes 50 angelenkt ist. In ähnlicher Weise wie bei dem Rad 30 kann die
Nabe 54 auf einer in geneigter Stellung angeordneten Stange 56 nach unten rollen. Die
Stange 56 ist in entgegengesetzter Richtung geneigt wie die Stange 32 für das Rad 30.
Durch einen Arm 57, der ebenfalls an dem Hebelarm 11 befestigt ist, wird das Rad 49 in
der Regel an dem höheren Ende der Stange 56 gehalten, indem bei jeder Abwärtsbewegung
■ der Schaltklinke 12 das Rad 49 nach oben geschoben
wird. Wenn jedoch die Schaltklinke 12 hochgeht, so fängt das Rad 49 auf der Stange
56 an, langsam nach unten zu rollen, und wenn diese Abwärtsbewegung genug andauert, so
wird dadurch die Sperrklinke 18 aus dem Schaltrad 5 in folgender Weise ausgerückt.
Wie Fig. 6 zeigt, ist in einem an dem Rahmengestell befestigten Tragarm 59 ein Glied 58
schwingbar angeordnet. Das eine Ende 60 (Fig. 4 und 6) dieses Gliedes befindet sich in
einer wagerechten Linie mit einem vorderen Ansatz 61 des Hebels 19, wenn die Sperrklinke
18 an diesem Hebel mit dem Schaltrad 5 in Eingriff steht. Das andere Ende des Gliedes 58
ist mit einem gegabelten Teil 62 versehen, der rittlings auf einem Querstück 64 (Fig. 1) des
Gabelstückes 52 sitzt. Wenn beim Abwärtsgehen der Schaltklinke 12 Rad 49 auf seiner
Stange 56 nach oben verschoben wird, so legt sich der gegabelte Teil 62 des Gliedes 58 an das
Querstück 64 des Rahmenstückes 52 an, und das Glied 58 wird so geschwungen, daß das Ende
60 von dem Ansatz 61 des Hebels 19 seitlich
• bewegt wird. Wenn nun infolge einer längeren Stromunterbrechung oder am Ende einer vorherbestimmten
Zahl von Stromstößen die Schaltklinke 12 für einen gewissen Zeitraum
nicht von neuem mit dem Schaltrad in Eingriff gebracht wird, so kann Rad 49 auf Stange 56
nach unten rollen. Hierbei wird das gegabelte Ende 62 des Gliedes 58 mit dem Teil 64 des
Rahmenstückes 52 in Eingriff gebracht, wodurch das Ende 60 des Gliedes 58 nach innen
bewegt wird, so daß es mit dem Ansatz 61 an Hebel 19 zusammentrifft, wenn die Sperrklinke
18 mit dem Schaltrad 5 in Eingriff steht. Dadurch wird Hebel 19 mit der ihn tragenden
Welle 20 seitlich so verschoben, daß die Sperrklinke 18 aus dem Schaltrad 5 ausgerückt wird,
worauf letzteres von seiner Feder 6 in die Anfangsstellung zurückgedreht wird.
Damit die Fangklinke 21 von dem Haken 22
abgleiten kann, wenn Hebel 19 von dem Schaltrad 5 seitlich wegbewegt wird, ist die Fangklinke
nahe ihrem Ende mit einem weggeschnittenen Teil 25 versehen.
Die Arbeitsweise der Apparate, wenn an
einer bestimmten Station ausschließlich ein Stromkreis geschlossen werden soll, ist folgende :
Angenommen, es seien mehrere Stationen an eine einzige Leitung angeschlossen, und jede
Station sei mit einem Apparat versehen. In diesem Falle sind die Zähne an den Schalträdern
5 der verschiedenen Stationen so angeordnet, daß die Schalträder an den verschiedenen
Stationen durch eine für jede Station verschiedene, ganz bestimmte Zahl aufeinander folgender
Stromstöße in die Stromschlußstellung vorwärts gedreht werden. Die sämtlichen Apparate
sind so an die Leitung angeschlossen, daß ihre Elektromagnete 7 gleichzeitig erregt weiden.
Ehe eine Station aufgerufen wird, müssen sich natürlich die Teile der Apparate an allen Stationen
in ihrer normalen Stellung befinden. Soll dann eine Station allein aufgerufen werden,
so schließt der Beamte zunächst den Stromkreis lange genug, damit das Rad 30 an jeder
Station abwärts rollen und die Fangklinke 21 aus den Haken 22 zurückziehen kann, so daß
an allen Stationen die Sperrklinke 18 mit jedem ersten Zahn des Schaltrades 5 in Eingriff treten
kann und bei den folgenden Stromstößen das Schaltrad an der Rückwärtsdrehung verhindert
wird. Beim Anrufen der sechsten Station werden dann sechs Stromstöße hervorgebracht.
Die ersten fünf Stromstöße sind kurz, aber der letzte Stromstoß muß lange genug dauern,
damit das Rad und die damit zusammenwirkenden Teile in der oben beschriebenen Weise den
Haken 22 von der Fangklinke 21 wegbewegen können, worauf die Klinke 18 mit der unteren
Kontaktfläche des Zahnes 52 in Eingriff tritt.
Darauf folgen zwei weitere Stromstöße, ein kurzer und ein langer. Das Rad 30 wird wieder
gedreht, aber dieses Mal befindet sich die Kerbe
47 in Rad 46 unmittelbar unter dem Ansatz
48 des Kontaktarmes 38, der jetzt seinen Kontakt mit dem Kontakt an Arm 41 in Berührung
bringen kann, wodurch der Stromkreis geschlossen und das Signal betätigt wird. Die
Schalträder 5 an den übrigen Stationen sind entweder in ihre Anfangsstellung zurückgekehrt
oder nicht weit genug vorwärts gedreht worden. Es wird also nur die gewünschte Station angerufen. Wenn dies geschehen ist,
brauchen weitere Stromstöße nicht durch die Leitung gesandt zu werden, da, wie oben beschrieben,
durch das zweite Rad 49 sämtliche Teile von selbst" in die Anfangsstellung zurückbewegt
werden, wenn nach dem letzten Stromstoß eine genügend lange Pause gemacht wird,
so daß das Rad 49 auf seiner Stange 56 abwärts rollen kann.
Die Instrumente an den verschiedenen Sta-
Die Instrumente an den verschiedenen Sta-
tionen können auch wahlweise miteinander sowohl für Fernsprech- als auch für Telegraphenzwecke
verbunden werden.
Claims (4)
- _ Patent-Ansprüche:i. Wahlweiser Signalapparat, bei welchem durch eine vorherbestimmte Anzahl von Stromstößen und die dadurch veranlaßte schrittweise Drehung eines unter Federwirkung stehenden, von einer Klinke in seiner Drehung beeinflußten Schaltrades o. dgl. ein Kontaktschluß herbeigeführt wird und ein bei langen Stromstößen die Klinke beeinflußendes Kontrollorgan zum Verhindem der Rückwärtsdrehung des Schaltrades vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein zweites Kontrollorgan vorgesehen ist, das am Ende einer vorherbestimmten Zeit, nachdem die erforderlichen Stromstöße zur Betätigung des Signals durch die Leitung gesandt wurden, von selbst in Tätigkeit tritt und die das Schaltrad (5) unter Einwirkung des ersten Kontrollorganes beeinflussende Klinke (18) auslöst, so daß das Schaltrad in seine Anfangsstellung zurückkehren kann.
- 2. Apparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Bewegung des als Trägheitselement (49) ausgebildeten zweiten Kontrollorgans ein schwingendes Glied (58) so bewegt wird, daß es mit der Klinke (18) in Eingriff tritt und sie aus dem Schaltrad herausbewegt.
- 3. Apparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das eine der den Kontakt herstellenden Kontaktglieder an dem Umfang eines mit einer Kerbe versehenen, auf der Welle des Schaltrades (5) sitzenden Rades so anliegt, daß die Kontaktglieder nicht in Berührung treten können, bis durch die von den Stromstößen bewirkte Drehung des Schaltrades die Kerbe dem einen Kontaktglied gegenübertritt, in welchem Zeitpunkt der Kontaktschluß erfolgt.
- 4. Apparat nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Welle (4) des Schaltrades (5) ein Arm (24) befestigt ist, der bei der Rückkehr des Schaltrades (5) in seine Anfangsstellung gegen das Ende eines Hebelarmes (ig) trifft und denselben nach oben drückt, wodurch eine Fangklinke (21) von einem Haken (22) erfaßt wird.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE280765C true DE280765C (de) |
Family
ID=536558
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT280765D Active DE280765C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE280765C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US20050235999A1 (en) * | 2004-04-23 | 2005-10-27 | Wood Thomas J | Nasal ventilation interface and system |
-
0
- DE DENDAT280765D patent/DE280765C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US20050235999A1 (en) * | 2004-04-23 | 2005-10-27 | Wood Thomas J | Nasal ventilation interface and system |
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