DE280765C - - Google Patents

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DE280765C
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    • G09EDUCATION; CRYPTOGRAPHY; DISPLAY; ADVERTISING; SEALS
    • G09FDISPLAYING; ADVERTISING; SIGNS; LABELS OR NAME-PLATES; SEALS
    • G09F9/00Indicating arrangements for variable information in which the information is built-up on a support by selection or combination of individual elements

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung bezieht sich auf mit hoher Geschwindigkeit arbeitende, für Fernsprech- \ und Telegraphenleitungen bestimmte, wahl- j weise Signalapparate, die so eingerichtet sind, daß durch eine vorherbestimmte Zahl von Stromstößen an den verschiedenen Stationen der Leitung ein unter Federwirkung stehendes, von einer Klinke in seiner Drehung beeinflußtes Schaltrad o. dgl. in schrittweise Drehung versetzt und an einer gegebenen Station dadurch ein Kontaktschluß herbeigeführt wird, indem der Beamte an der Sendestation die vorherbebestimmte Zahl von Stromstößen durch die Leitung sendet. Diese Apparate sind mit einem Kontrollorgan versehen, welches bei langen Stromstößen die Klinke beeinflußt, um die unbeabsichtigte Rückwärtsdrehung des Schaltrades zu verhindern.
Bei den bekannten Apparaten dieser Art können die Teile desselben, nachdem eine der Stationen aufgerufen worden ist, an den verschiedenen Stationen nur dadurch in ihre Anfangsstellung zurückbewegt werden, daß für sämtliche Apparate der Leitung die zur Betätigung ihres Signals bestimmte Zahl von Stromstößen durch die Leitung gesandt wird, womit ein unnötiger Zeitverlust verbunden ist. Bei dem Apparat gemäß vorliegender Erfindung ist daher ein zweites Kontrollorgan vorgesellen, das am Ende einer vorherbestimmten Zeit, nachdem die zum Aufrufen der gewünschten Station erforderlichen Stromstöße durch die Leitung gesandt worden sind, von selbst in Tätigkeit tritt und die das Schaltrad unter Einwirkung des ersten Kontrollorganes beeinflussende Klinke auslöst, so daß das Schaltrad in seine Anfangsstellung zurückkehren kann. Bei dem neuen Apparat brauchen also keine weiteren Stromstöße durch die Leitung gesandt · zu werden, da durch die Intätigkeitsetzung 40 , des zweiten Kontrollorganes die Teile der Apparate an sämtlichen an die Leitung angeschlossenen Stationen von selbst in die Anfangsstellung zurückbewegt werden, wenn nach dem letzten Stromstoß eine genügend lange Pause gemacht wird. Unter Benutzung des neuen Apparates kann also die Geschwindigkeit, mit der verschiedene, an eine Leitung angeschlossene Stationen nacheinander aufgerufen werden können, erheblich vergrößert werden. Die Benutzung von Kontrollorganen, die nach Ablauf einer bestimmten Zeit die das Schaltrad gegen Rückwärtsdrehung sichernde Klinke auslösen, ist zwar an sich bei elektromagnetisch schrittweise bewegten Fernschaltern bekannt, jedoch nicht bei solchen, bei denen noch ein anderes Kontrollorgan vorgesehen ist, welches bewirkt, daß nur nach einem erstmaligen langdauernden Stromstoß eine Fortschaltung des Schaltrades erfolgen kann.
Auf der Zeichnung ist der Apparat in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt, und zwar zeigen:
Fig. ι eine Seitenansicht des neuen Apparates,
Fig. 2 eine Ansicht der gegenüberliegenden Seite,
Fig. 3 eine Draufsicht,
Fig. 4 einen Schnitt nach 4-4 in Fig. 3,
Fig. 5 eine Einzelheit,
Fig. 5 a bis 5e Teile eines Zahnrades in vergrößertem Maßstabe,
Fig. 6 einen Schnitt nach 6-6 in Fig. 4, .
Fig. 7 eine Vorderansicht des Apparates und Fig. 8 einen Schnitt nach 8-8 in Fig. 3.
Die beweglichen Teile des Apparates sind in einem auf einer Grundplatte 1 angeordneten Rahmengestell 2 angeordnet, in dem eine wagerechte Welle 4 drehbar gelagert ist, die ein Schaltrad 5 trägt. Eine mit 6 bezeichnete Spiralfeder ist bestrebt, das Schaltrad in der in Fig. 4 durch den Pfeil angedeuteten Richtung zu drehen. In die Zähne des Schaltrades kann ein Klinkenhebel 12 eingreifen, der an dem Ende eines Hebels 11 angelenkt und mit einem Arm 14 versehen ist, an dem eine Feder 15 anliegt, die bestrebt ist, die Klinke in die Zähne des Schaltrades 5 hineinzudrücken. Die Abwärtsbewegung der Klinke 12 wird durch einen Anschlag 16 (Fig. 4) begrenzt. So oft der Elektromagnet 7 erregt und der Anker 8 des Magnets angezogen wird, wird durch eine mit dem Anker verbundene Bogenfeder 9 und eine Stange 10 der Hebel 11 um seinen Drehzapfen 17 so nach unten bewegt, daß die Klinke 12 in das Schaltrad 5 eingreift und es entgegen der Wirkung der Spiralfeder 6 um einen Zahn vorwärts dreht. Sobald die Erregung des Elektromagnets 7 aufhört, wird die Stange 10 von der Feder 9 gehoben, wodurch auch die Klinke 12 aus dem Schaltrad ausgehoben wird. Die Zurückdrehung des Schaltrades durch die Feder 6 wird durch eine Sperrklinke 18 verhindert, die an dem Ende eines aufgezapften Armes 19 ausgebildet ist. Aus den weiter unten angegebenen Gründen sitzt Arm 19 auf einer geneigten Welle 20, die in den seitlichen Rahmenteilen gelagert ist und auf ihren Drehzapfen längsweise so verschoben werden kann, daß die Sperrklinke 18 dadurch aus dem' Schaltrad 5 ausgerückt wird. Infolge der Neigung der Welle 20 wird die entgegengesetzte Bewegung der Klinke, durch welche sie mit dem Schaltrad wieder in Eingriff gebracht wird, erleichtert, und die Klinke wird dadurch auch in ihrer Stellung über dem Schaltrad gehalten, solange dies erwünscht ist.
Wenn das Schaltrad 5 seine Normalstellung einnimmt, so wird durch schnell aufeinander folgende Stromstöße lediglich eine abwechselnde Vor- und Rückwärtsdrehung des Schaltrades um einen Zahn veranlaßt. Soll jedoch eine Station angerufen werden, so wird nach dem ersten Stromstoß eine Pause gemacht, worauf durch eine bestimmte Zahl aufeinander folgender Stromstöße das Schaltrad schrittweise vorwärts gedreht wird, bis die gewünschte Umdrehung vollendet ist. In der gezeigten Ausführungsform ist das Schaltrad 5 mit zwei Arten von Zähnen versehen, die als »obere Kontakt«- und »untere Kontakt «-Zähne bezeichnet sind. In der Fig. 5 ist eine andere Reihenfolge der oberen Kontaktzähne und der unteren Kontaktzähne wie in der Fig. 5 a vorgesehen. Einige Zähne sind nämlich oben abgeschrägt, so daß nur ihre unteren Teile mit der Sperrklinke in Eingriff treten können, wodurch das Schaltrad, an der Rückwärtsdrehung verhindert wird. Andere Zähne sind unten abgeschrägt, so daß nur ihre oberen Teile mit der Sperrklinke 18 in Eingriff treten können. Die »oberen« Kontaktzähne sind in Fig. 5 mit 51 und die »unteren« Kontaktzähne mit 52 bezeichnet. An dem Schaltrad 5 ist auch ein Zahn 53 vorgesehen, dessen oberes Ende abgeschnitten ist, sowie ein Zahn 54, der sowohl oben und unten abgeschrägt ist, so daß kein Teil dieses Zahnes mit der Klinke .18 in Eingriff treten kann.
In der Regel steht die Sperrklinke 18 am Ende des Hebels 19 mit den unteren Kontaktzähnen des Schaltrades 5 nicht in Eingriff, da der Hebel 19 in gehobener Stellung gehalten wird, in welcher die Sperrklinke 18 ausgerückt ist (Fig. 4). An dem freien Ende des Hebels 19 ist nämlich eine Fangklinke 21 ausgebildet, die in der gezeigten Stellung auf einem Haken 22 aufruht, der an einer Schwingwelle 23 befestigt ist. Durch den Haken 22 wird also die Klinke 18 in solcher Stellung gehalten, daß sie mit den »oberen Kontakt«-Zähnen 51 des Schaltrades 5, nicht aber mit den »unteren Kontakt »-Zähnen 52 oder mit dem abgeschnittenen Zahn 53 in Eingriff treten kann. Das Schaltrad wird aber in der ..Regel in solcher Stellung gehalten, daß durch eine Bewegung der Schaltklinke 12 nur der Zahn 53 vor die Sperrklinke 18 gebracht wird, so daß beim Aufhören des Stromstoßes das Schaltrad 5 sofort in seine Normalstellung zurückkehrt. ·
Durch schnell aufeinander folgende kurze Stromstöße wird also das Schaltrad 5 jedesmal nur um einen Zahn vor- und wieder rückwärts bewegt. Um dem Schaltrad 5 eine bestimmte Drehung geben zu können, muß nach dem ersten Stromstoß eine genügend lange Pause erfolgen, während die Schaltklinke 12 niedergedrückt ist, damit die Sperrklinke 18 auf das Schaltrad fallen und mit dem unteren Teil des Zahnes 53 und den unteren Teilen der Zahne 52 in Eingriff treten kann, wodurch die Rückwärtsdrehung des Schaltrades verhindert wird.
Zu diesem Zweck ist auf einer Welle 27 ein Hebel 28 befestigt, an dessen freiem Ende eine Gabel 29 angelenkt ist, in der ein Rad 30 gelagert ist, dessen Nabe 31 auf einer an der Seite des Rähmengestelles in geneigter Stellung angeordneten Stange 32 aufruht, auf der das Rad nach unten rollen kann. Durch einen an dem Hebel 11 befestigten Arm 34 wird das Rad 30 in der Regel an dem höher gelegenen Ende der Stange 32 gehalten. Jedesmal, wenn das Schaltrad 5 durch die Schaltklinke 12 um einen Zahn gedreht wird, wobei der Hebel 11 in der oben beschriebenen Weise nach unten bewegt wird, wird der Arm 34 von dem Rad 30 weggerückt, so daß letzteres an-
fängt, auf der Stange 32 nach unten zu rollen. Durch die Aufwärtsbewegung des Hebels 11 und des daran befestigten Armes 34 wird jedoch das Rad 30 jedesmal schnell wieder in seine Anfangsstellung zurückgeschoben. Wenn jedoch der die Schaltklinke 12 tragende Hebel 11 lange genug nach unten gedrückt wird, so kann das Rad 30 weit genug nach unten rollen, so daß die Gabel 29 mit einem Hebel 35 in Berührung treten kann, der auf der drehbaren Welle 23 befestigt ist, auf der auch der Haken 22 sitzt. Dadurch wird der Haken 22 von der Fangklinke 21 weggedrückt, wodurch der Hebel 19 freigegeben wird, so daß die Sperrklinke 18 auf das Schaltrad 5 fallen und mit dem unteren Teil des Zahnes 53 in Eingriff treten kann, wodurch das Schaltrad an der Rückwärtsdrehung verhindert wird. Wie Fig. 5 zeigt, folgen auf den abgeschnittenen Zahn 53 fünf »obere Kontakt«-Zähne. Wenn also die Schaltklinke 12 wieder nach unten geht, um das Schaltrad 5 um einen Zahn weiterzudrehen, so wird der erste der »oberen Kontakt«-Zähne die Klinke 18 anheben und die Fangklinke 21 über den Haken 22 schieben, der somit in seine ursprüngliche Stellung zurückgegangen ist, worauf die auf den Haken fallende Klinke auch hinter den ersten der »oberen Kontakt «-Zähne fällt und das Schaltrad 5 an der Rückwärtsdrehung verhindert. Das Schaltrad 5 wird also durch fünf rasch aufeinander folgende Stromstöße vorwärts gedreht werden. Da jedoch der Zahn 52 ein »unterer Kontakt«-Zahn ist, so muß der dem fünften kurzen Stromstoß folgende Stromstoß lang sein, damit die das Rad 30 tragende Gabel mit dem Hebel 35 zusammentreffen und dadurch den Haken 22 zurückdrücken kann, so daß die Sperrklinke 18 mit dem unteren Teil des Zahnes 52 in Eingriff treten kann, wodurch die Rückwärtsdrehung des Schaltrades 5 verhindert wird. Wenn dann das Schaltrad 5 von neuem durch die Abwärtsbewegung der Klinke 12 vorwärts gedreht wird, so wird der nächste Zahn, der wieder ein »oberer Kontakt«-Zahn ist, die Klinke anheben, so daß die Fangklinke 21 auf dem Haken 22 aufruht und die Klinke mit dem Zahn in Eingriff treten kann, wodurch das Rad 5 in seiner Stellung gehalten wird. Ein weiterer kurzer Stromstoß wird also das Rad vorwärts drehen. Der nächste Zahn'5* ist sowohl oben als unten abgeschrägt. Bei dem nächsten Stromstoß muß die Schaltklinke 12 in ihrer unteren Stellung eine gewisse Zeitlang gehalten werden, da die Teile sich jetzt in einer Stellung befinden, in der unter Drehung der Welle 27 (vgl. unten) ein Kontakt zur Betätigung des Signals geschlossen wird. Wenn die Klinke 12 in ihre ursprüngliche Stellung zurückgeht, so wird der abgeschrägte Teil des Zahnes 5* den Hebel 19 zur Seite bewegen, wodurch die Sperrklinke 18 gänzlich aus dem Schaltrad 5 ausgehoben wird, so daß letzteres in seine· Anfangs-stellung zurückkehren kann. Das Schaltrad kann also durch eine bestimmte Anzahl von Stromstößen vorwärts gedreht werden, die entweder schnell aufeinander folgen oder durch Pausen unterbrochen werden, bis der geneigte Zahn 54 mit der Sperrklinke 18 in Berührung kommt, wodurch letztere zur Seite bewegt und Schaltrad 5 freigegeben wird.
Ein beispielweiser Zweck des Apparates ist, das Schließen eines gewöhnlich offenen Stromkreises herbeizuführen, was in folgender Weise erreicht wird.
An der Schwingwelle 27 ist ein federnder Kontaktarm 38 befestigt. Mit diesem wirkt ein Kontaktarm 41 zusammen, der an einem Isolierblock 39 befestigt ist (Fig. 8). Dieser Kontaktarm ist durch einen Draht 40 mit der Klemme 44 verbunden, während die andere Klemme 45 mit dem Rahmengestell verbunden ist. Wenn also die an den Armen 38 und 41 . sitzenden Kontakte miteinander in Berührung gebracht werden, so wird durch die Klemmen 44, 45 ein Stromkreis geschlossen, in welchem das r Signal liegt. Dies tritt ein, wenn das Rad 30 auf der Stange 32 abwärts rollt, wodurch die Welle 27 so geschwungen wird, daß der Arm 38 gegen den Arm 41 hin bewegt wird und die Kontakte miteinander in Berührung gebracht werden.
Um eine zu zeitige Berührung der Kontaktarme zu verhindern, was nach jedem langen Stromstoß vorkommen könnte, ist auf der Welle 4 ein Rad 46 angeordnet, das mit einer Kerbe 47 versehen ist (Fig. 8). Diese wird, nachdem das Schaltrad 5 um den beabsichtigten Weg vorwärts gedreht worden ist, unmittelbar unter einen Ansatz 48 an Kontaktarm 38 gebracht, so daß letzterer in dieser Stellung des Rades 46 weit genug nach unten gehen kann, so daß die Kontakte miteinander in Berührung treten und den Stromschluß herbei- führen können. In allen übrigen Stellungen.des Rades 46 kann der Arm 38 eine ausreichende Abwärtsbewegung nicht machen, da sein Ansatz 48 an den Umfang des Rades 46 anstoßen wird.
Auf Welle 4 ist auch ein Arm 24 befestigt, der, nachdem das Schaltrad in seine Anfangsstellung zurückgekehrt ist, mit der geneigten Stirnfläche des Hebels 19 zusammentrifft und die Fangklinke 21 auf den Haken 22 hebt, nachdem der Hebel 19 vorher zur Seite bewegt wurde. Wenn darauf der schräge Stift 37 an Rad 5 mit dem Hebel 19 in Berührung tritt, so wird letzterer dadurch unmittelbar über das Rad 5 bewegt.
Damit bei sämtlichen Apparaten an den verschiedenen Stationen die Schalträder 5 von selbst in ihre Anfangsstellung zurückgeführt werden, nachdem an einer bestimmten Station der Stromschluß durch die Kontaktarme 38 und 41 her-
gestellt worden ist, oder wenn eine längere unbeabsichtigte Stromunterbrechung eintreten. sollte, ist ein zweites Rad 49 (Fig. 1) vorgesehen, und zwar auf der dem Rad 30 gegenüberliegeriden Seite des Apparates. Dieses Rad ist mittels einer Nabe 54 in einer Gabel 52 gelagert, die an dem freien Ende eines bei 51 aufgezapften Hebelarmes 50 angelenkt ist. In ähnlicher Weise wie bei dem Rad 30 kann die Nabe 54 auf einer in geneigter Stellung angeordneten Stange 56 nach unten rollen. Die Stange 56 ist in entgegengesetzter Richtung geneigt wie die Stange 32 für das Rad 30. Durch einen Arm 57, der ebenfalls an dem Hebelarm 11 befestigt ist, wird das Rad 49 in der Regel an dem höheren Ende der Stange 56 gehalten, indem bei jeder Abwärtsbewegung
■ der Schaltklinke 12 das Rad 49 nach oben geschoben wird. Wenn jedoch die Schaltklinke 12 hochgeht, so fängt das Rad 49 auf der Stange 56 an, langsam nach unten zu rollen, und wenn diese Abwärtsbewegung genug andauert, so wird dadurch die Sperrklinke 18 aus dem Schaltrad 5 in folgender Weise ausgerückt.
Wie Fig. 6 zeigt, ist in einem an dem Rahmengestell befestigten Tragarm 59 ein Glied 58 schwingbar angeordnet. Das eine Ende 60 (Fig. 4 und 6) dieses Gliedes befindet sich in einer wagerechten Linie mit einem vorderen Ansatz 61 des Hebels 19, wenn die Sperrklinke 18 an diesem Hebel mit dem Schaltrad 5 in Eingriff steht. Das andere Ende des Gliedes 58 ist mit einem gegabelten Teil 62 versehen, der rittlings auf einem Querstück 64 (Fig. 1) des Gabelstückes 52 sitzt. Wenn beim Abwärtsgehen der Schaltklinke 12 Rad 49 auf seiner Stange 56 nach oben verschoben wird, so legt sich der gegabelte Teil 62 des Gliedes 58 an das Querstück 64 des Rahmenstückes 52 an, und das Glied 58 wird so geschwungen, daß das Ende 60 von dem Ansatz 61 des Hebels 19 seitlich • bewegt wird. Wenn nun infolge einer längeren Stromunterbrechung oder am Ende einer vorherbestimmten Zahl von Stromstößen die Schaltklinke 12 für einen gewissen Zeitraum nicht von neuem mit dem Schaltrad in Eingriff gebracht wird, so kann Rad 49 auf Stange 56 nach unten rollen. Hierbei wird das gegabelte Ende 62 des Gliedes 58 mit dem Teil 64 des Rahmenstückes 52 in Eingriff gebracht, wodurch das Ende 60 des Gliedes 58 nach innen bewegt wird, so daß es mit dem Ansatz 61 an Hebel 19 zusammentrifft, wenn die Sperrklinke 18 mit dem Schaltrad 5 in Eingriff steht. Dadurch wird Hebel 19 mit der ihn tragenden Welle 20 seitlich so verschoben, daß die Sperrklinke 18 aus dem Schaltrad 5 ausgerückt wird, worauf letzteres von seiner Feder 6 in die Anfangsstellung zurückgedreht wird.
Damit die Fangklinke 21 von dem Haken 22 abgleiten kann, wenn Hebel 19 von dem Schaltrad 5 seitlich wegbewegt wird, ist die Fangklinke nahe ihrem Ende mit einem weggeschnittenen Teil 25 versehen.
Die Arbeitsweise der Apparate, wenn an einer bestimmten Station ausschließlich ein Stromkreis geschlossen werden soll, ist folgende :
Angenommen, es seien mehrere Stationen an eine einzige Leitung angeschlossen, und jede Station sei mit einem Apparat versehen. In diesem Falle sind die Zähne an den Schalträdern 5 der verschiedenen Stationen so angeordnet, daß die Schalträder an den verschiedenen Stationen durch eine für jede Station verschiedene, ganz bestimmte Zahl aufeinander folgender Stromstöße in die Stromschlußstellung vorwärts gedreht werden. Die sämtlichen Apparate sind so an die Leitung angeschlossen, daß ihre Elektromagnete 7 gleichzeitig erregt weiden. Ehe eine Station aufgerufen wird, müssen sich natürlich die Teile der Apparate an allen Stationen in ihrer normalen Stellung befinden. Soll dann eine Station allein aufgerufen werden, so schließt der Beamte zunächst den Stromkreis lange genug, damit das Rad 30 an jeder Station abwärts rollen und die Fangklinke 21 aus den Haken 22 zurückziehen kann, so daß an allen Stationen die Sperrklinke 18 mit jedem ersten Zahn des Schaltrades 5 in Eingriff treten kann und bei den folgenden Stromstößen das Schaltrad an der Rückwärtsdrehung verhindert wird. Beim Anrufen der sechsten Station werden dann sechs Stromstöße hervorgebracht.
Die ersten fünf Stromstöße sind kurz, aber der letzte Stromstoß muß lange genug dauern, damit das Rad und die damit zusammenwirkenden Teile in der oben beschriebenen Weise den Haken 22 von der Fangklinke 21 wegbewegen können, worauf die Klinke 18 mit der unteren Kontaktfläche des Zahnes 52 in Eingriff tritt. Darauf folgen zwei weitere Stromstöße, ein kurzer und ein langer. Das Rad 30 wird wieder gedreht, aber dieses Mal befindet sich die Kerbe
47 in Rad 46 unmittelbar unter dem Ansatz
48 des Kontaktarmes 38, der jetzt seinen Kontakt mit dem Kontakt an Arm 41 in Berührung bringen kann, wodurch der Stromkreis geschlossen und das Signal betätigt wird. Die Schalträder 5 an den übrigen Stationen sind entweder in ihre Anfangsstellung zurückgekehrt oder nicht weit genug vorwärts gedreht worden. Es wird also nur die gewünschte Station angerufen. Wenn dies geschehen ist, brauchen weitere Stromstöße nicht durch die Leitung gesandt zu werden, da, wie oben beschrieben, durch das zweite Rad 49 sämtliche Teile von selbst" in die Anfangsstellung zurückbewegt werden, wenn nach dem letzten Stromstoß eine genügend lange Pause gemacht wird,
so daß das Rad 49 auf seiner Stange 56 abwärts rollen kann.
Die Instrumente an den verschiedenen Sta-
tionen können auch wahlweise miteinander sowohl für Fernsprech- als auch für Telegraphenzwecke verbunden werden.

Claims (4)

  1. _ Patent-Ansprüche:
    i. Wahlweiser Signalapparat, bei welchem durch eine vorherbestimmte Anzahl von Stromstößen und die dadurch veranlaßte schrittweise Drehung eines unter Federwirkung stehenden, von einer Klinke in seiner Drehung beeinflußten Schaltrades o. dgl. ein Kontaktschluß herbeigeführt wird und ein bei langen Stromstößen die Klinke beeinflußendes Kontrollorgan zum Verhindem der Rückwärtsdrehung des Schaltrades vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein zweites Kontrollorgan vorgesehen ist, das am Ende einer vorherbestimmten Zeit, nachdem die erforderlichen Stromstöße zur Betätigung des Signals durch die Leitung gesandt wurden, von selbst in Tätigkeit tritt und die das Schaltrad (5) unter Einwirkung des ersten Kontrollorganes beeinflussende Klinke (18) auslöst, so daß das Schaltrad in seine Anfangsstellung zurückkehren kann.
  2. 2. Apparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Bewegung des als Trägheitselement (49) ausgebildeten zweiten Kontrollorgans ein schwingendes Glied (58) so bewegt wird, daß es mit der Klinke (18) in Eingriff tritt und sie aus dem Schaltrad herausbewegt.
  3. 3. Apparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das eine der den Kontakt herstellenden Kontaktglieder an dem Umfang eines mit einer Kerbe versehenen, auf der Welle des Schaltrades (5) sitzenden Rades so anliegt, daß die Kontaktglieder nicht in Berührung treten können, bis durch die von den Stromstößen bewirkte Drehung des Schaltrades die Kerbe dem einen Kontaktglied gegenübertritt, in welchem Zeitpunkt der Kontaktschluß erfolgt.
  4. 4. Apparat nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Welle (4) des Schaltrades (5) ein Arm (24) befestigt ist, der bei der Rückkehr des Schaltrades (5) in seine Anfangsstellung gegen das Ende eines Hebelarmes (ig) trifft und denselben nach oben drückt, wodurch eine Fangklinke (21) von einem Haken (22) erfaßt wird.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US20050235999A1 (en) * 2004-04-23 2005-10-27 Wood Thomas J Nasal ventilation interface and system

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US20050235999A1 (en) * 2004-04-23 2005-10-27 Wood Thomas J Nasal ventilation interface and system

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