DE280355C - - Google Patents

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DE280355C
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roller
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pressure
brake
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D89/00Sole-levelling machines with rolls

Landscapes

  • Braking Arrangements (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
V. St. A.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Maschinen zur Bearbeitung von Schuhwerksohlen, insbesondere derjenigen Art, bei welcher ein Schuhträger und eine Sohlenglättvorrichtung gegeneinander in der Längsrichtung beweglich sind. Beim Anklopfen und Glätten von Schuhsohlen, besonders für Wendeschuhwerk, ist es oft erwünscht, sowohl eine walzende als auch eine reibende Wirkung auf die Sohle auszuüben,
ίο um alle Rippen und Hervorragungen der Oberfläche auszuglätten und die Sohle der Leistenform anzuschmiegen. Auch die durch die Brennwirkung des Reibwerkzeuges erzielte bessere Oberflächenglätte der Sohle ist oft erwünscht. Bei der zweckmäßigsten Arbeitsweise wird die Sohle zunächst einer leichten reibenden Wirkung ausgesetzt, um die Hervorragungen in der Sohle zu glätten und auszuebenen und die Oberfläche zu brennen, und dann wird die Sohle
ao einem stärkeren Walzdruck ausgesetzt, damit sie dem Umriß des Leistens angeschmiegt wird.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist
eine Maschine dieser Art, welche in einfacher und wirksamer Weise alle die für das richtige Glätten der Sohle, besonders eines Wendeschuhes, notwendigen Verrichtungen ausführt. Gemäß der Erfindung wird durch eine unter dem Einfluß des Arbeiters stehende Vorrichtung der Druck der Glättvorrichtung auf die Sohle verändert, so daß sie zunächst eine leichte reibende und brennende Wirkung und dann einen schwereren Walzdruck auf die Fläche der Sohle ausübt.
Des weiteren wird gemäß der Erfindung die freie Drehung der Glättrolle gebremst, und zwar verschieden stark, je nach dem Wunsch des Arbeiters, und zwar entweder durch eine selbsttätige Vorrichtung oder Handverstellung der Bremsvorrichtung.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. ι ist eine Seitenansicht. Fig. 2 und 3 sind Einzeldarstellungen des Glättwerkzeuges mit der' Bremse. Fig. 4 zeigt eine Abänderung des Glättwerkzeuges, bei welcher die Bremskraft mit der Hand verstellt werden kann. Fig. 5 ist ein Schnitt nach Linie 5-5 der Fig. 4.
Die dargestellte Ausführungsform der Maschine besitzt eine Glättrolle 1 und eine damit zusammenwirkende Schuhstütze 2, welche in der Längsrichtung des Schuhes gegeneinander verschiebbar sind. Die Schuhstütze 2 wird durch einen Handgriff 3 verstellt und ist in dem Träger 4 schwingbar aufgehängt, welcher um den Zapfen 5 am Maschinengestell drehbar ist. Der Schuhträger wird in der Längsrichtung unterhalb der Glättrolle durch eine Kurbel 6 und eine Kurbelstange 7 hin und her geschwungen. Die Kurbel 6 wird durch ein großes Reibrad 8 in Drehung versetzt, welches abwechselnd in entgegengesetzter Richtung umgedreht wird, und zwar durch ein Paar von kleinen Treibscheiben, die an gegenüberliegenden Seiten mit dem Reibrad 8 in Berührung kommen. Diese Treibscheiben werden durch einen endlosen Riemen 9 in ununterbrochene
Drehung versetzt und sind auf einem Rahmen io gelagert, welcher geschwenkt werden kann, um die eine oder die andere der Treibscheiben in Wirkung zu setzen. Diese Schwingung des Rahmens io geschieht mittels eines Handhebels II. Die Glättrolle ist in einem Tragarm 12 gelagert und wird gegen die Sohle nachgiebig durch einen Trethebel 13 gepreßt, der mit dem Arm durch eine federnde Verbindungsstange 14 verbundenist. Insoweit ist die Maschine bekannt.
Bei der Herstellung von Wendeschuhen haben
die Sohlen sehr oft vorspringende Rippen oder Beulen, welche zur Erzielung des gewünschten Aussehens der Schuhsohle ausgeglättet und entfernt werden müssen. Dies ist durch den einfachen Druck der Glättrolle nicht möglich, vielmehr muß diese eine gleitende Reibung auf die Sohle ausüben und ist zu diesem Zweck mit einer Bremsvorrichtung versehen, damit die Rolle sich nicht frei über die Sohle hinwegbewegt. Die Bremskraft ist veränderlich, damit die reibende Wirkung auf die Sohle verändert werden kann. Bei der einfachsten und wirksamsten Form der Erfindung wird die Bremskraft mit Hilfe des Trethebels zum Andrücken der Rolle an die Sohle verändert, so daß die Bremskraft in umgekehrtem Verhältnis zu dem Rollendruck auf die Sohle geändert wird. Man kann jedoch auch für die Bremsvorrichtung eine besondere Einstell-Vorrichtung anwenden, so daß die Bremskraft während der Bearbeitung eines und desselben Schuhes unverändert bleibt.
Die Glättrolle ist mit einer glatten Umfangsfläche versehen und in einem Querhaupt 15 gelagert, welches in Führungen im Rollenträgerarm 12 verschiebbar ist. Der Führungsschieber wird in dem Rollenträger rasch hin und her bewegt, um eine Vibrationsbewegung der Rolle hervorzubringen, und zwar durch ein Exzenter 16 und die Verbindungsstange 17.
Die Bremsvorrichtung 20 bei der in Fig. 1, 2 und 3 dargestellten Ausführungsform besteht aus einem Bremskissen, das am äußeren Ende eines Hebels 21 angelenkt ist und gegen die Umfangsfläche der Glättrolle gedrückt wird. Der Hebel 21 ist bei 22 an einer Konsole 23 gelagert, welche mit dem Führungsschlitten 15 verbunden ist, so daß die Bremse an den Vibrationsbewegungen der Glättrolle teilnimmt.
Das hintere Ende des Hebels 21 umfaßt gabelförmig die zum Trethebel führende Stange 27. Eine Feder 24 ist zwischen dem Hebelende und einem Stück 25 eingeschaltet, das das obere Ende der Stange 14 abschließt. Vermöge der Gabelform kann die Vibrationsbewegung des Hebels 21 stattfinden, ohne daß seine Verbindung mit der Stange 27 gestört wird. Die Spannung der Feder 24 ist mittels einer Stellschraube 26 veränderlich, die gegen das untere Ende der Feder drückt und in das obere Ende des Stückes 25 eingeschraubt ist.
Wenn der Trethebel 13 niedergedrückt wird, um die Rolle mit beträchtlicher Kraft auf die Schuhsohle niederzupressen, so wird die innsrhalb der Stange 14 sitzende Feder zusammengedrückt und das Stück 25 abwärts bewegt, so daß der Druck der Feder 24 vermindert und die Bremswirkung verringert oder unterbrochen wird. Beim Loslassen des Trethebels jedoch wird, während die Verrichtung der Maschine ununterbrochen fortdauert, die Bremse allmählich angezogen, bis die Drehung der Rolle stark gehemmt oder ganz unterbrochen wird, während zugleich der Druck der Rolle auf den Schuh vermindert wird und schließlich bis auf einen sehr geringen Betrag sinkt.
Bei der zweiten Ausführungsform (s. Fig. 4 und 5) wird die Drehung der Glättrolle durch eine Bremse 35 gehemmt, die mit einem Futter aus Reibmaterial 36 versehen ist. Die Bremse wird durch eine Feder 37 gegen die Rolle gedrückt, die eine Stange 38 umgibt. Letztere ragt an der Bremse nach oben vor und durch die Nabe eines Handrades 39 hindurch. Dieses Handrad 39 ist in ein Querstück40 eingeschraubt gmd verändert bei der Drehung den Druck der Feder 37 auf die Bremse 35. Das Querstück 40 ist an seinem Schraubnabenteil gespalten und wird durch eine Schraube 41 zusammengehalten, durch welche das Handrad 39 in eingestellter Lage gesichert werden kann. Das Querstück 40 ist an zwei Ansätzen 42 der Gleitlager 30 befestigt.
Bei der zweiten Ausführungsform wird zuerst das Handrad 39 eingestellt, um die richtige Bremswirkung auf die Rolle hervorzubringen, damit die Rolle in der gewünschten Weise über den Schuhboden gleitet. Die reibende Wirkung der Rolle auf die Schuhsohle hängt von zwei Faktoren ab, erstens von der Reibung zwischen der Bremse und der Rolle und zweitens von der Reibung zwischen der Rolle und der Sohlenfläche. Offenbar hängt die Reibung zwischen der Rolle und der Sohlenfläche sowohl von der Natur und Beschaffenheit der Sohle als dem Druck der Rolle ab, und die Größe der Hemmung der Rolle kann durch Veränderung des Druckes der Rolle auf das Werkstück geändert werden, ohne daß die Einstellung der Bremsvorrichtung verändert wird. Auch bei einer festen Einstellung der Bremse kann daher die Rolle eine reibende Wirkung auf die Sohle ausüben, wenn sie nur wenig angedrückt wird, und eine walzende Wirkung ausüben, wenn der Druck vermehrt wird. Der Druck der Rolle auf das Werkstück wird durch den Trethebel wie bei der ersten Ausführungsform geregelt, und man kann sagen, daß auch bei der zweiten Ausführungsform die Vorrichtung zur Hemmung der Drehung der Rolle in Verbindung mit dem Trethebel wirkt, so daß die Rolle sowohl eine reibende als eine walzende Wirkung ausübt.
Die zweckmäßigste Betriebsweise der Maschine ist folgende:
Der Schuh wird zuerst auf die Schuhstütze in gewöhnlicher Weise aufgebracht, und der Steuerhebel wird dann in Bewegung gesetzt, so daß die Schuhstütze in der Längsrichtung unterhalb der Glättrolle hin und her schwingt. Die Rolle wird zuerst mit verhältnismäßig geringem Druck über die Schuhsohle hinweggeführt und wirkt dann wie ein Reibholz, um die Sohlenfläche zu glätten und leicht zu brennen. Gleichzeitig wird die Schuhstütze in der Seitenrichtung gekippt, damit die Rolle mit allen Teilen der Sohle in Berührung kommt.
Nachdem die Sohle vollständig ausgeglättet ist und alle Rippen und Vorsprünge verschwunden sind, wird der Trethebel niedergedrückt, damit die Rolle einen stärkeren Druck auf die Sohle ausübt, und der Schuh wird dann mit einem Walzdruck bearbeitet, damit die Sohle der
. Unterfläche des Leistens angepaßt wird.
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Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche: |
    ι. Schuhwerkglättmaschine mit Schuh" i träger und Glättrolle, dadurch gekennzeich- j net, daß für die Glättrolle eine Bremsvorrichtung vorgesehen ist, welche so eingestellt (26, 39) werden kann, daß die Rolle eine reibende Wirkung auf das Werkstück ausübt, wenn sie mit geringem Druck gegen das Werkstück gepreßt wird, aber sich unter Überwindung der Bremskraft auf dem Werkstück abrollt, wenn ein stärkerer Druck angewendet wird.
  2. 2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Belastung der Bremse durch einen Trethebel (13) erfolgt, welcher während des Ganges der Maschine verstellt werden kann und dadurch die reibende bzw. wälzende Wirkung der Rolle zu regeln gestattet.
  3. 3. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (21) zum Anpressen der Bremse (20) mit dem die Rolle (1) an das Werkstück andrückenden Trethebel (13) verbunden (14, 24) ist, so daß gleichzeitig die Bremsung der Rolle und der Vertikaldruck der Rolle verändert wird, derart, daß bei Verminderung des Vertikaldruckes der Bremsdruck steigt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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