DE274046C - - Google Patents

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DE274046C
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 274046 KLASSE 12 o. GRUPPE
Dr. SCHUTZ & CO. in BONN a. Rh.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. April 1913 ab.
Verbindungen der Acetylsalicylsäure mit organischen Basen sind in der Literatur bisher wenig bekannt geworden; auch liegen von der Existenz einer Verbindung des Harnstoffs mit der Acetylsalicylsäure keine Berichte vor. In Anbetracht des schwach sauren Charakters der Acetylsalicylsäure einerseits und des schwach basischen Charakters des Harnstoffs anderseits war nicht vorauszusehen, daß die Herstellung einer chemischen Verbindung aus den genannten Komponenten möglich sei.
Es wurde nun gefunden, daß man eine derartige Verbindung erhält, wenn man molekulare Mengen von Acetylsalicylsäure und Harnstoff in hochprozentigem Alkohol oder anderen geeigneten Lösungsmitteln löst, die Lösungen bei möglichst niedriger Temperatur vereinigt und im Vakuum verdunstet, ebenfalls bei niedriger Temperatur.
Man erhält auf diese Weise ein ganz reines Salz der Acetylsalicylsäure mit Harnstoff, völlig frei von jeder Beimischung an Salicylsäure. Bei der Herstellung der anorganischen Salze der Acetylsalicylsäure resultieren meist Produkte, welche mehr oder weniger das entsprechende Salz der Salicylsäure beigemischt enthalten; in allen Fällen aber findet sich schon in den ersten Laugen eine ziemlich erhebliche Menge letzterer Säure, so daß die Ausbeute an reinem Salz der Acetylsalicylsäure keine besondere ist. Bei der Herstellung des acetylsalicylsauren Harnstoffs werden dagegen fast quantitative Ausbeuten erhalten.
Ein weiterer Fortschritt besteht darin, daß durch die Kombination der Acetylsalicylsäure mit Harnstoff ebenfalls vom medizinischen Standpunkte aus ein neuer Effekt erzielt wird, indem dem Endprodukte nicht nur antirheumatische und analgetische, sondern durch den Gehalt an Harnstoff auch harntreibende und harnsäurelösende Eigenschaften zukommen.
Eigenschaften: Der acetylsalicylsäure Harnstoff hat die Zusammensetzung
CaHλ · C 0\
NH2
Er ist von schwach saurer Reaktion, ist leicht löslich in warmem Alkohol, schwer löslich in Wasser, in welchem er bei längerem Erwärmen in seine Komponenten zerfällt unter allmählicher Abspaltung der Acetylgruppe. Er hat einen konstanten Schmelzpunkt von 88 bis 90 °. Mit Eisenchlorid tritt eine gelbliche Färbung ein.
Beispiel.
180 g Acetylsalicylsäure und 60 g Harnstoff werden einzeln in der hierzu erforderlichen Menge hochprozentigen Alkohols gelöst und die Lösungen nicht über 60° vereinigt. Das Lösungsgemisch wird im Vakuum bei möglichst niedriger Temperatur eingeengt. Beim Erkalten erhält man in vorzüglicher Ausbeute den acetylsalicylsauren Harnstoff. Das Produkt wird mit etwas Alkohol ausge-
waschen und bei gelinder Wärme getrocknet. Die Laugen werden bei der nächstfolgenden Operation verwendet.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung einer Verbindung der Acetylsalicylsäure, dadurch gekennzeichnet, daß man einfach molekulare Mengen von Acetylsalicylsäure und Harnstoff bei Temperaturen unter 60 ° in hochprozentigem Alkohol oder anderen geeigneten Lösungsmitteln entweder einzeln oder zusammen auflöst und das Lösungsg'emisch bei möglichst niedriger Temperatur am besten im Vakuum eindampft.
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