DE263352C - - Google Patents
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- DE263352C DE263352C DENDAT263352D DE263352DA DE263352C DE 263352 C DE263352 C DE 263352C DE NDAT263352 D DENDAT263352 D DE NDAT263352D DE 263352D A DE263352D A DE 263352DA DE 263352 C DE263352 C DE 263352C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10G—CRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
- C10G21/00—Refining of hydrocarbon oils, in the absence of hydrogen, by extraction with selective solvents
- C10G21/06—Refining of hydrocarbon oils, in the absence of hydrogen, by extraction with selective solvents characterised by the solvent used
- C10G21/12—Organic compounds only
- C10G21/16—Oxygen-containing compounds
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 263352 KLASSE 23 b. GRUPPEf.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 13. September 1912 ab.
In der deutschen Patentschrift 232794 ist ein Verfahren beschrieben, nach welchem man
die in Mineralöldestillaten enthaltenen spezifisch schweren Ölanteile mittels Aceton
herauslöst. Hierdurch erhält man Mineralöle (in Aceton ungelöst), welche sich durch geringes
Verharzungsvermögen auszeichnen und deshalb u. a. besonders geeignet sind zur Schmierung von Turbinen oder zur Füllung
von Transformatoren, kurz überall da, wo eine dauernde Erhitzung des Öles in Frage
kommt.
Es hat sich nun gezeigt, daß die in Aceton übergehenden schweren Anteile mit stark
oxysäurehaltigen pflanzlichen ölen (Rizinusöl und Traubenkemöl) leichter mischbar sind, als
die in Aceton ungelöst bleibenden Stoffe. Diese Beobachtung hat zur Erfindung des
vorliegenden Verfahrens geführt. Nach demselben wird an Stelle des Acetons Rizinusöl
oder Traubenkemöl zum Herauslösen der spezifisch schweren Stoffe verwendet.
100 Gewichtsteile Mineralmaschinenöl vom spezifischen Gewicht 0,909 (15 ° C.) wurden
mit: 10 Gewichtsteilen Rizinusöl bei Zimmerwärme
10 Minuten tüchtig geschüttelt. Das Gemisch wurde sodann zwecks Trennung der
Schichten der Ruhe überlassen. Nach 1 Tag konnte die untere, von spezifisch schweren
ölanteilen dunkel gefärbte Schicht abgelassen werden. Nachdem die obere Schicht nochmals
mit 10 Gewichtsteilen Rizinusöl innig vermengt war und sich die Schichten wiederum
getrennt hatten, konnten nochmals dunkel gefärbte Ölanteile mit dem Rizinusöl abgelassen werden. Durch die zweimalige Behandlung
des Mineralöls vom spezifischen Gewicht 0,909 mit Rizinusöl waren 10 Gewichtsteile
eines dunkelbraun gefärbten Mineralöls vom spezifischen Gewicht 0,940 herausgelöst
; das in Rizinusöl ungelöst gebliebene Öl (90 Prozent) hatte das spezifische Gewicht
0,905 (gegenüber 0,909 vor der Behandlung).
Aus den vereinigten Rizinusölauszügen kann das Rizinusöl durch Ausziehen mit Alkohol
wiedergewonnen und nach Ab destillieren des letzteren zu neuen Extraktionen benutzt werden.
Auch läßt sich das Gemisch von Rizinusöl und Mineralöl (untere Schicht) für besondere
Schmierzwecke, z. B. als Lagerkühlöl verwenden. Außerdem kann man Seife und konsistente Maschinenfette daraus herstellen.
Gegenüber dem in der deutschen Patentschrift 232794 beschriebenen Verfahren, nach
welchem Aceton zum Herauslösen der spezifisch schweren Ölanteile benutzt wird, hat
das vorliegende Verfahren mancherlei technische .Vorteile:
1. Rizinusöl ist nicht feuergefährlich, Aceton dagegen entzündet sich sehr leicht bei
Annäherung einer Flamme.
2. Rizinusöl hat großes Lösungsvermögen für die spezifisch schweren Mineralölanteile,
so daß häufig geringe Mengen (z. B. bei Transformatorenölen schon 5 Prozent) zur Reinigung
genügen, Aceton muß in erheblich größerer Menge (wenigstens zu etwa 100 Prozent)
angewandt werden.
3. Das vorliegende Verfahren ist für Mineralöle jeder Art anwendbar (dickflüssige öle
70
Claims (5)
- sind zwecks rascherer Trennung der Schichten mit io bis 20 Prozent Benzin zu verdünnen), von der Anwendung des Acetonverfahrens sind die meisten dünnflüssigen Mineralöle bzw.
- Mineralöldestillate (z. B.
- Benzin, Leuchtpetroleum) ausgeschlossen, da solche öle mit Aceton in jedem Verhältnis mischbar sind.
- 4. Bei der Anwendung des vorliegenden Verfahrens kommen Verluste durch Verdunstung nicht in Frage, bei Benutzung von Aceton gehen große Mengen dieses Lösungsmittels durch Verdunstung verloren, da der Siedepunkt des Acetons schon bei 56 ° C. liegt.
- 5. Die Wiedergewinnung des Rizinusöls zwecks nochmaliger Benutzung kann, wie oben erwähnt, zwar erfolgen, ist aber durchaus nicht erforderlich, weil die Rizinusölauszüge (untere Schicht) ohne weitere Behändlung für besondere Zwecke, als Schmiermittel, zur Seifenfabrikation usw., geeignet sind. Aus dem bei Anwendung des Acetonverfahrens erhaltenen Auszug muß in jedem Fall das Lösungsmittel abgetrieben werden, eine Operation, die angesichts der sehr großen zur Behandlung erforderlichen Acetonmengen sehr umständlich ist und große Acetonverluste mit sich bringt.30 Pa τ ε ν ϊ - A ν s ρ r υ c η :Verfahren zur Entfernung der spezifisch schweren Ölanteile aus Mineralölen (Rohölen, Destillaten und Rückständen), da- durch gekennzeichnet, daß man die schweren ölanteile mittels Rizinusöl oder Traubenkernöl herauslöst.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE263352C true DE263352C (de) |
Family
ID=520757
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT263352D Active DE263352C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE263352C (de) |
-
0
- DE DENDAT263352D patent/DE263352C/de active Active
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