DE501835C - Verfahren zum Reinigen der von Phenolen und Basen befreiten Rohleichtoele des Steinkohlen-Urteers - Google Patents

Verfahren zum Reinigen der von Phenolen und Basen befreiten Rohleichtoele des Steinkohlen-Urteers

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DE501835C
DE501835C DEW70173D DEW0070173D DE501835C DE 501835 C DE501835 C DE 501835C DE W70173 D DEW70173 D DE W70173D DE W0070173 D DEW0070173 D DE W0070173D DE 501835 C DE501835 C DE 501835C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10CWORKING-UP PITCH, ASPHALT, BITUMEN, TAR; PYROLIGNEOUS ACID
    • C10C1/00Working-up tar
    • C10C1/20Refining by chemical means inorganic or organic compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zum Reinigen der von Phenolen und Basen befreiten Rohleichtöle des Steinkohlen-Urteers Die niedrig siedenden rohen Steinkohlen-Urteerneutralöle vom Siedepunkt 3o bis 2oo° eignen sich wegen ihres widerlichen Geruches und ihrer Neigung zum Verharzen nicht ohne weiteres als Motorenbetriebsstoff. Aus diesem Grunde werden sie einer vorherigen Reinigung unterworfen. Wendet man die in der Erdölraffinerie allgemein übliche Raffination mit konzentrierter Schwefelsäure auf die Gesamtrohfraktion ohne weiteres an, dann verbraucht man zu ihrer Reinigung eine erhebliche Menge konzentrierter Schwefelsäure unter gleichzeitigem beträchtlichem Verluste an Ausgangsmaterial.
  • Es ist auch bereits vorgeschlagen worden, die Leichtölfraktion des Steinkohlen-Urteers in Teilfraktionen zu zerlegen und diese mit konzentrierter Schwefelsäure und dann mit i 5°/oiger rauchender Schwefelsäure zu behandeln. Nach diesem Verfahren kann man natürlich ein farbloses, Luft- und lichtbeständiges gesättigtes Produkt gewinnen, vernichtet aber fast sämtliche ungesättigten, wertvollen Kohlenwasserstoff e und hat demnach große Verluste am Ausgangs- und einen großen Verbrauch an Reinigungsmaterial. Auch wenn man nach diesem Verfahren die Reinigung nicht soweit treibt, entstehen wegen der großen Menge ungesättigter Kohlenwasserstoffe erhebliche Verluste am Ausgangsmaterial und man erhält kein farbloses, luft- und lichtbeständiges Produkt.
  • Der vorliegenden Erfindung gemäß «>erden zunächst die einzelnen Fraktionen, die durch fraktionierte Destillation des von Phenolen und Basen befreiten Rohleichtöles erhalten worden sind, mit einer so geringen Menge konzentrierter Schwefelsäure behandelt, daß deren auf die Gesamtmenge der behandelten Fraktion des Leichtöles berechneter Verbrauch etwa 2 °/o beträgt. Sodann werden die Fraktionen entweder vor oder nach ihrer Vereinigung einer Destillation unterworfen.
  • Man erhält auf diese Weise unter Verlust von nur d. °)p des Rohöles ein klares, farbloses Teerbenzin von schwachem, angenehm aromatischem Geruch, wie durch mehrere Versuche festgestellt worden ist, die mit Steinkohlen-Urteerleichtöl verschiedener Zusammensetzung durchgeführt wurden.
  • Beispiel Die rohe Leichtölfraktion eines Steinkohlen-Urteers, der aus westoberschlesischer Gasflainmkohle im Drehofen gewonnen worden war, wurde zunächst peinlichst von Phenolen und Basen befreit. Das so erhaltene neutrale Leichtöl wurde sodann nach sorgfältiger Trocknung einer fraktionierten Destillation unterworfen, wobei die auf die einzelnen Fraktionen entfallenden Gewichtsmengen aus der Tabelle zu ersehen sind.
    Tabelle
    Angewandte Schwefelsäure,
    l.fde. Fraktion ' ' . , dor bezogen auf die Fraktionsmenge-
    Nr. C Gesamtfraktion in kg,
    30-200' ° in °/,, bezogen aur@ ioo kg
    Gesamtfraktion
    i
    1? 3 4 5
    1 30- go 10 o,8 0,080
    2 g0--iio 10 1,2 - 0,120
    3 110-125 io 1,0 o,ioo
    4 125-140 15 1,5 0,225
    5 140-155 20 2,0 0,400
    6 155- 170 16 2,5 0,400
    170 - 180 9 3>5 0315
    8 180 -1g0 6 5,0 0,300
    9 190-200 4 6,o 0,240
    Gesamtfraktion: 30-200 I00 2,i80
    Die einzelnen Fraktionen werden sodann jede für sich mit den in der Rubrik 4 bis 5 angegebenen Mengen konzentrierter Schwefelsäure behandelt, wobei die Zugabe der Schwefelsäure unter möglichst guter Verteilung, kräftigem Durchrühren und nötigenfalls unter Kühlung erfolgen muß. Nach der Zugabe wird kurze Zeit kräftig gerührt, die Säureschicht absitzen gelassen, die Leichtölschicht gut gewaschen, sodann jede Fraktion für sich einer fraktionierten Destillation unterworfen, wobei die Fraktionen gleichen Siedebereichs miteinander vereinigt werden. Schließlich «-erden sämtliche Fraktionen vereinigt. Die :Menge der gereinigten Gesamtfraktion 3o bis 20o° beträgt 96 °/o der eingesetzten Rohöhnenge dieser Fraktion.

Claims (1)

  1. PATCNTANSPRUCI-I: Verfahren zum Reinigen der von Phenolen und Basen befreiten Rohleichtöle des Steinkohlen-Urteers, dadurch gekennzeichnet, daß man zunächst die einzelnen durch fraktionierte Destillation des Rohleichtöles erhaltenen Leichtölfraktionen mit einer so geringen, für eine jede von ihnen gerade ausreichenden Menge konzentrierter Schwefelsäure behandelt, daß deren auf die Gesamtheit der behandelten Fraktionen des Leichtöles berechneter Verbrauch etwa 2 °f" beträgt, und sodann die Fraktionen entweder vor oder nach ihrer ''ereinigung einer Destillation unterwirft:
DEW70173D 1925-08-13 1925-08-13 Verfahren zum Reinigen der von Phenolen und Basen befreiten Rohleichtoele des Steinkohlen-Urteers Expired DE501835C (de)

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