DE26299C - Verfahren und Vorrichtung zum Schmieren von Luftcylindern - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Schmieren von Luftcylindern

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DE26299C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16NLUBRICATING
    • F16N7/00Arrangements for supplying oil or unspecified lubricant from a stationary reservoir or the equivalent in or on the machine or member to be lubricated
    • F16N7/30Arrangements for supplying oil or unspecified lubricant from a stationary reservoir or the equivalent in or on the machine or member to be lubricated the oil being fed or carried along by another fluid

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Patentschrift
KLASSE 47: Maschinenelemente.
' Patentirt im Deutschen Reiche vom 7. September 1883 ab.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren, um Luftcylinder, d. h. Cylinder, in denen Luft oder allgemein ein nicht condensirbares Gas einen Kolben treibt, oder in denen solche Gase von einem Kolben getrieben werden, dadurch stetig, regulirbar und controlirbar zu schmieren, dafs ein sonst geschlossenes Gefäfs mit flüssiger Schmiere auf oder an dem zu schmierenden Cylinder angeordnet und mit demselben in Verbindung gesetzt wird, wobei in dem Verbindungsrohr oder -Kanal zwischen Cylinder und Schmiergefäfs der Querschnitt an einer Stelle auf eine beliebig kleine Gröfse verengt werden kann, durch welchen verengten Querschnitt bisweilen Luft nach oben tritt, die dann unmittelbar nachher eine gewisse Menge Schmiere nach abwärts in den Cylinder drückt. Dieses Spiel wiederholt sich bei jedem Spannungswechsel, bei jedem einfachen Kolbenhub, und die Luftblasen, welche innerhalb eines durchsichtigen Glases aufzusteigen gezwungen sind, lassen die Thätigkeit der Vorrichtung von aufsen her erkennen.
Das Innere des zu schmierenden Luftcylinders wird mittelst eines schräg oder senkrecht nach oben steigenden Kanals £>, Fig. 1, mit einem sonst gänzlich geschlossenen Oelgefäfs G verbunden, wobei in dem Kanal oder der Röhre D an einer Stelle m zwischen Oelgefäfs und Luftcylinder die Gröfse des freien Durchflufs-Querschnitts mittelst einer Stellvorrichtung, z. B. eines Kükenhahnes A, verändert werden kann. Wird nun OeI oder ein anderes flüssiges Schmiermittel in das Gefäfs G gefüllt, die Einfüllöffhung E wieder geschlossen und der Kükenhahn A ein wenig geöffnet, dafs bei m eine ganz kleine Durchgangsöffnung entsteht, so fliefst beim Stillstand der Maschine kein OeI aus. Sobald aber der Kolben des Luftcylinders in Gang kommt und im Kanal D wechselweise Luft von höherer und niedrigerer Spannung vorhanden ist, wird während des Ueberdrucks eine kleine Luftblase durch die enge Oeffnung bei m in die Vorrichtung gedrückt, und bei dem nachfolgenden Unterdruck, sobald der Kolben die Mündung in der Cylinderwand überschritten hat, herrscht unter der Querschnittsstelle m ein kleinerer Druck als über derselben, die Luft über dem OeI dehnt sich aus, drückt eine entsprechende Menge OeI in den Cylinder hinab, und diese fliefst an der Wandung nach unten zu. Auf diese Weise wird die Vorrichtung immer für das nächste Spiel richtig vorbereitet, so dafs· über der verengten Querschnittsstelle bei m OeI, unter derselben Luft steht.
Mit dem Oelgefäfs G, Fig. i, ist ein OeI-standsglas W verbunden. Die durch die verengte Querschnittsstelle aufsteigenden Luftblasen sind gezwungen, innerhalb der durchsichtigen Glasrohre W aufzusteigen, indem die Bohrung C im unteren Oelstandskopf zur Verbindung mit dem Oelbehälter nach abwärts gerichtet ist. Der Wärter sieht also am Glase sowohl die noch vorhandene Gröfse des Oelvorraths als auch an der Gröfse und Zahl der aufsteigenden Luftbläschen, ob und wie stark die Vorrichtung wirkt, und kann somit den Oelzuflufs jederzeit, •insbesondere sofort nach dem Frischfüllen, durch Verstellung des Hahnes A nach Bedarf regeln. Ob die Einstellbarkeit des Querschnitts im Kanäle D mittelst eines Kükenhahnes A, Fig. r, oder durch, einen Niederschraubhahn B, Fig. 2,

Claims (3)

  1. oder durch ein sonstiges Mittel bewirkt wird, ist gleichgültig.
  2. Läfst man in Fig. ι oder 2 die Oelstandsröhre W sich so viel erweitern, dafs sie selbst eine gröfsere Menge OeI aufnehmen kann, so wird ein besonderer Oelbehälter G unnöthig, Fig.
  3. 3. Die Anordnung der übrigen Theile ist unwesentlich, nur dürfen die Austrittsöffnungen a für das eingefüllte OeI nicht gerade über der Bohrung b, sondern müssen seitlich oder an der entgegengesetzten Seite angeordnet sein, damit die Luftbläschen nie in den inneren, undurchsichtigen Cylinder eintreten können.
    Patenτ-Anspruch:
    Das Verfahren, Luftcylinder, d. h. Cylinder, in denen Luft oder ein nicht condensirbares Gas einen Kolben treibt, oder in denen solche Gase von einem Kolben getrieben werden, dadurch stetig regulirbar und controlirbar zu schmieren, dafs ein sonst geschlossenes Gefäfs mit flüssiger Schmiere auf oder an dem zu schmierenden Cylinder angeordnet und mit demselben in Verbindung gesetzt wird, wobei in dem Verbindungsrohre oder Kanäle zwischen Cylinder und Schmiergefäfs der Querschnitt an einer Stelle auf eine beliebig kleine Gröfse verengt ist, durch welchen verengten Querschnitt bisweilen Luft nach oben tritt, die dann unmittelbar nachher eine gewisse Menge Schmiere nach abwärts in den Cylinder drückt, wobei dieses Spiel sich bei jedem Spannungswechsel wiederholt und die Luftblasen, die innerhalb eines durchsichtigen Glases aufzusteigen gezwungen sind, die Wirksamkeit der Vorrichtung von aufsen her ersichtlich machen.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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