DE262602C - - Google Patents
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- DE262602C DE262602C DENDAT262602D DE262602DA DE262602C DE 262602 C DE262602 C DE 262602C DE NDAT262602 D DENDAT262602 D DE NDAT262602D DE 262602D A DE262602D A DE 262602DA DE 262602 C DE262602 C DE 262602C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61D—BODY DETAILS OR KINDS OF RAILWAY VEHICLES
- B61D41/00—Indicators for reserved seats; Warning or like signs; Devices or arrangements in connection with tickets, e.g. ticket holders; Holders for cargo tickets or the like
- B61D41/04—Indicators for reserved seats
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Transportation (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Control Of Vending Devices And Auxiliary Devices For Vending Devices (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
~ JV! 262602 -KLASSE 20 c. GRUPPE
BENOIT REVIRON in PARIS. Vorrichtung zum Belegen von Plätzen in Eisenbahnwagen u.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. Mai 1912 ab.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, welche anzeigt, ob ein Sitzplatz in einem
Wagenabteil o. dgl. frei oder von einem Fahrgast belegt ist. Die Fahrkarte des Reisenden
wird dabei in die von einem Gehäuse umschlossene Vorrichtung eingeworfen und bleibt
hinter einer Scheibe sichtbar. Die Vorrichtung kann erst nach Einwurf einer bestimmten
Münze benutzt werden.
to Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß die in das Gehäuse geworfene Münze in
eine Aussparung einer auf einer Drehachse sitzenden Scheibe fällt und bei Drehung eines
Griffes einen Riegel verschiebt, wodurch ein mit einer Schauöffnung versehener Raum freigegeben
wird, in den die vorher durch einen Schlitz geworfene Fahrkarte fällt, während gleichzeitig ein Schlüssel frei wird, mit dem
unter Verschiebung eines Riegels in seine Anfangsstellung die Fahrkarte wieder freigegeben
wird.
Ein Ausführungsbeispiel einer solchen Vorrichtung ist in der Zeichnung veranschaulicht.
Es zeigt
Fig. ι das Gehäuse der Vorrichtung in Vorderansicht,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie B-B der
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie B-B der
Fig· 4.
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie A-A der Fig. 2,
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie C-C der Fig. 2 und
Fig. 5 denselben Schnitt wie Fig. 4 mit einer veränderten Stellung der Teile.
Die Fig. 6, 7, 8 und 9 zeigen im wagerechten Schnitt durch das Gehäuse dessen Schloß und 40
Die Fig. 6, 7, 8 und 9 zeigen im wagerechten Schnitt durch das Gehäuse dessen Schloß und 40
die Riegel in den verschiedenen Stellungen, die sie vor und nach der Einführung einer Münze
einnehmen.
Die Vorrichtung besteht aus einem Gehäusekasten i, der im Wagenabteil über jedem
der Sitzplätze mittels Schrauben oder sonstiger Befestigungsmittel angebracht ist. Auf der
Vorderseite des Gehäuses befindet sich ein Griff, Knopf o. dgl., durch dessen Drehung
die innere Einrichtung in Wirkung gesetzt wird. In der Gehäusevorderwand ist ein
durch eine Glasscheibe verschlossener Ausschnitt 3 vorgesehen, durch den hindurch
die auf der Rückwand des Innenraums 26 befindliche Aufschrift »Frei« zu lesen ist. In
diesen Raum 26 fällt die eingeworfene Fahrkarte des Reisenden, der den Platz belegen
will, ohne gezwungen zu sein, ihn beständig einzunehmen. Unterhalb des Raumes 26 befindet
sich im Gehäuse 1 ein leerer Raum 4, in welchen die Fahrkarte herabfällt, wenn der
Reisende die Fahrkarte aus dem Gehäuse herausziehen will.
Der Griff 2 sitzt auf einer drehbaren Achse 5, auf der eine Scheibe 6 befestigt ist. Diese hat
an ihrem Umfange einen Ausschnitt 7, in den die vorher durch einen Spalt 9 im oberen Teil
des Gehäuses 1 eingeworfene Münze 8 sich mit ihrem Rande versenkt. Die im Ausschnitt
7 der Scheibe 6 liegende Münze bildet nun ein Exzenter oder einen Hubdaumen, der bei
Drehung der Scheibe 6 durch den Griff 2 gegen die Kante eines Riegels oder Schiebers 10
wirkt; die Drehrichtung ist durch einen Pfeil (Fig. ι und 2) angegeben. Der Schieber 10
wird in der Richtung des Pfeiles b verschoben,
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er wird durch einen Führungsschlitz n gehalten, während zugleich seine umgebogenen
.Längskanten 12 und 13 ein Kernstück 14 umgreifen
und durch dieses geführt werden (Fig. 4). Bei seiner. Verschiebung nimmt der Schieber
10 mittels eines Stiftes 15 einen Riegel 16 mit,
der, wie in Fig. 2 durch Strichlinien 18 angegeben, mit einem Schlüssel 17 in Eingriff
steht. Dieser wird daher mit dem Schieber 10 in gleicher Richtung fortbewegt. Nachdem die
Münze 8 den Schieber 10 mit dem Riegel 16 verdrängt hat, tritt letzterer bei dieser Verschiebung
in eine Aussparung 19 ein, die ihm den erforderlichen Spielraum gibt, um auf
seinem Drehzapfen 15 eine Schwingung auszuführen, die gestattet, den Schlüssel 17 mit
der Hand von der Schrägfläche 18 freizumachen.
Die umgebogenen Kanten 12, 13 des Schiebers
10 sind mit einer Verzahnung versehen, die durch Eingriff mit den Riegeln 20 und 21
diese letzteren verschieben. Die Verzahnung der Kante 12 wird durch eine Anzahl Einschnitte
22 gebildet, in welche die Verzahnung 23 des Riegels 20 eingreift. Die Verschiebung
des Schiebers 10 zwingt demnach den Riegel 20, vermöge des Eingriffs der Verzahnungen 22
und 23, zeitweise zurückzuweichen und den Einschnitt 24 genau unter den Einwurfspalt 25
für die Fahrkarte einzustellen, so daß diese frei durchfallen und sich in dem Raum 26
vor die Scheibe 3 stellen kann. Bei fortgesetzter Bewegung des Schiebers 10 greifen
dann die Zähne 23 wieder in die Vertiefungen 22 ein, der Riegel 20 nimmt seine ursprüngliche
Lage wieder ein, und die Durchgangsöffnung 24 schließt sich unter dem Spalt 25.
Die Rückzugsbewegung des. Riegels 20 wird durch die an der Führung 14 befestigte Feder
27 herbeigeführt.
Der untere Riegel 21 ist zu derselben Zeit wie der Riegel 20 durch die Verdrängung der
Zähne 29 durch die Zähne 28 des Schiebers 10 aus seiner ursprünglichen Lage verdrängt worden,
verbleibt aber, im Gegensatze zum Riegel 20, in dieser Stellung, indem die beiden ineinandergreifenden
Zahnreihen sich auseinanderdrängen, bis der Schieber 10 wieder an seinen Platz zurückkehrt. Die Verschiebung
dieses Riegels 21 hat zur Folge, daß die Durchgangsöffnung zwischen den Räumen 26 und 4
geschlossen gehalten und dadurch das Herabfallen der Fahrkarte in den Raum 4 verhindert
wird. Wenn dann der Schieber 10 in seine Ausgangsstellung zurückkehrt, bewirkt die Feder
27 die Zurückführung des Riegels 21 und das Wiedereingreifen der beiderseitigen Verzahnungen
28 und 29.
Nach den vorstehenden Erläuterungen wird die Arbeitsweise der Vorrichtung leicht verständlich
sein.
Der Reisende, welcher einen Platz im Abteil des Wagens belegen will, wirft eine Münze 8
in den Spalt 9 des Gehäuses 1; diese Münze gleitet in einer Führung herab und greift in
den Randausschnitt 7 der Scheibe 6 ein, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist. Gleichzeitig wirft :
der Reisende seine Fahrkarte in den Einwurfspalt 25, wie in Fig. 5 punktiert angegeben
ist.
Dreht man danach den Griff 2 in der Richtung des Pfeiles α (Fig. 1), so wird die Scheibe 6
nebst der Münze 8 in Drehung versetzt, und die Münze wirkt gegen die senkrechte Kante
des Schiebers 10, wie aus Fig. 3 ersichtlich ist. Setzt man die Drehung des Griffes 2 fort, so
wird der Schieber 10 in der Richtung des Pfeiles b verschoben (Fig. 2) und nimmt den
Riegel 16 auf dem Stift 15 mit. Der Schlüssel
17 ist bei dieser Verschiebung ein wenig zurückgeschoben worden, so daß der Reisende
ihn fassen kann. Im Augenblick der Verschiebung des Schiebers 10 wirken die an seinem
umgebogenen Rande 12 geformten Zähne gegen die Seiten der Zähne 23 des Riegels 20, drängen
diesen letzteren zurück und öffnen dadurch den Spalt 24 unterhalb des Einwurfspalts
25 für die Fahrkarte. Diese fällt nun aus dem Spalt 25 in den Raum 26, während
die Verzahnung des Riegels 20 wieder mit derjenigen des Schiebers 10 unter dem Zuge
der Feder 27 in Eingriff kommt und dadurch der Spalt 24 unter dem Spalt 25 durch den
Riegel 20 wieder geschlossen wird (Fig. 8).
Zu gleicher Zeit mit der Verschiebung des Riegels 20 erhielt auch der Riegel 21 durch
die Verzahnung 28 der Schieberkante 13 eine Zurückdrängung, die jedoch nicht wie beim
Riegel 20 wieder geschlossen wird, sondern durch das Gegeneinanderwirken der Verzahnungen
28 und 29 bestehen bleibt und den Spalt 30 verschließt, wodurch das Herabfallen
der Fahrkarte in den unteren Raum 4 verhindert wird (Fig. 5 und 9).
Nachdem die Drehung des Griffes 2 beendigt und die Münze 8 in einen Sammelbehälter gefallen
ist, braucht man nur den Schlüssel 17 mit der Hand zu ziehen. Hierbei dreht sich
der Riegel 16 ein wenig auf dem Drehzapfen 15, wodurch das Ende des Schlüssels aus dem
Eingriff 18 mit dem Riegel 16 ausgelöst wird.
Der Reisende wird dann den Schlüssel in der Hand halten, während seine Fahrkarte im
Raum 26 die Schrift »Frei« verdeckt und somit zu erkennen gibt, daß der Platz belegt
ist. .
Will dann der Reisende den Zug verlassen und seine Fahrkarte wieder haben, so braucht
er nur den Schlüssel 17 in das Gehäuse einzu- · stecken und etwas kräftig hineinzudrücken.
Dieser Druck wird den Schlüssel 17 wieder mit dem Riegel 16 in Eingriff bringen und zu-
gleich den Schieber io zurückschieben, wodurch auch der Riegel 21 zurückbewegt wird und die
Verzahnungen 28 und 29 vermöge der Feder 27 wieder richtig ineinandergreifen. Der Spalt
30 ist dann wieder geöffnet, die Fahrkarte kann in den Raum 4 herabfallen und bequem aus
diesem herausgenommen werden (Fig. 5).
Wie schon bemerkt, dient die beschriebene Ausführung nur als Beispiel und kann in
mancherlei Weise abgeändert werden, ohne daß das Wesen der Erfindung verlassen wird. Beispielsweise könnte die Drehbewegung des Griffes
2 und der Scheibe 6 oder der letzteren allein durch eine geradlinige Bewegung ersetzt
werden, was sich leicht ausführen ließe. Oder es könnte die Vorderseite des Gehäuses abnehmbar
oder zum Öffnen eingerichtet sein und durch eine geeignete Schließvorrichtung für gewöhnlich geschlossen gehalten werden;
es könnte dann die Fahrkarte, z. B. bei einer notwendigen Kontrolle, herausgenommen wer
den, ohne den inneren Mechanismus in Tätigkeit zu setzen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Vorrichtung zum Belegen von Plätzen in Eisenbahnwagen u. dgl., bei der das Belegen eines Platzes durch Einwerfen eines Geldstückes in ein über dem Sitz befindliches Gehäuse erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß die in das Gehäuse (1) geworfene Münze (8) in eine Aussparung (7) einer auf einer Drehachse sitzenden Scheibe (6) fällt und bei Drehung eines Griffes (2) einen Riegel (10) verschiebt, wodurch ein mit einer Schauöffnung versehener Raum (26) freigegeben wird, in den die vorher durch den Schlitz,(25) geworfene Fahrkarte fällt, während gleichzeitig ein Schlüssel (17) frei wird, mit dem unter Verschiebung des Riegels (10) in seine Anfangsstellung die Fahrkarte. wieder freigegeben wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE262602C true DE262602C (de) |
Family
ID=520053
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT262602D Active DE262602C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE262602C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1135944B (de) * | 1958-07-02 | 1962-09-06 | Maurice Fau | Vorrichtung zur Anzeige der belegten Plaetze, insbesondere in einem Eisenbahnpersonen-wagen |
-
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- DE DENDAT262602D patent/DE262602C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1135944B (de) * | 1958-07-02 | 1962-09-06 | Maurice Fau | Vorrichtung zur Anzeige der belegten Plaetze, insbesondere in einem Eisenbahnpersonen-wagen |
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