DE260705C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE260705C DE260705C DENDAT260705D DE260705DA DE260705C DE 260705 C DE260705 C DE 260705C DE NDAT260705 D DENDAT260705 D DE NDAT260705D DE 260705D A DE260705D A DE 260705DA DE 260705 C DE260705 C DE 260705C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- circuit
- armature
- current
- relay
- coil
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 230000003137 locomotive effect Effects 0.000 description 6
- 230000005291 magnetic effect Effects 0.000 description 3
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 2
- 230000011664 signaling Effects 0.000 description 2
- 230000003313 weakening effect Effects 0.000 description 2
- 230000009471 action Effects 0.000 description 1
- 230000008901 benefit Effects 0.000 description 1
- 230000008859 change Effects 0.000 description 1
- 230000005484 gravity Effects 0.000 description 1
- 238000003780 insertion Methods 0.000 description 1
- 230000037431 insertion Effects 0.000 description 1
- 238000009413 insulation Methods 0.000 description 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 1
- 238000012544 monitoring process Methods 0.000 description 1
- 230000008569 process Effects 0.000 description 1
- 230000009467 reduction Effects 0.000 description 1
- 230000000717 retained effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L3/00—Devices along the route for controlling devices on the vehicle or train, e.g. to release brake or to operate a warning signal
- B61L3/16—Continuous control along the route
- B61L3/22—Continuous control along the route using magnetic or electrostatic induction; using electromagnetic radiation
- B61L3/221—Continuous control along the route using magnetic or electrostatic induction; using electromagnetic radiation using track circuits
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- Electromagnetism (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Electric Propulsion And Braking For Vehicles (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
— M 260705 KLASSE 20«. GRUPPE
auf einem Zuge.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. November 1911 ab.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Öffnen und Schließen von Signal- und Bremsstromkreisen
auf einem Zuge mittels eines Relais, dessen Anker von zwei Magneten gesteuert
wird.
Die Vorrichtung gehört in jene Klasse der Führerstandsignale und selbsttätigen Bremssysteme,
bei denen die Lokomotive einen Ortsstromkreis besitzt. Dieser wird gewöhnlieh
auf einer ganzen Blockstrecke hindurch mittels Radkontakte geschlossen, an den gefährlichen
Stellen jedoch zur Abgabe von Signalen unterbrochen. In diesen Stromkreis an der Lokomotive wurde bisher ein Elektromagnet
eingeschaltet, der unter gewöhnlichen Umständen seinen die Signalgebung verursachenden
Anker anzog und dazu dienen sollte, beim Vorüberfahren an einer isolierten Schienenverbindung den durch die Magnetspule
fließenden Stromkreis bei vorhandener Gefahr derart abzuschwächen, daß der Magnet
seinen Anker fallen ließ und eine Signalgebung veranlaßte.
Diese vorübergehende Schwächung dauerte etwa den 20. Teil einer Sekunde und reichte
nicht zum vollständigen Fallenlassen des Ankers aus, weil die magnetische Wirkung nach
einem so kurzen Zeitraum sofort wieder eintrat.
Es kam auch manchmal vor, daß eine ungenügende Isolierung der Schienenverbindung
einen teilweisen Kurzschluß zuließ; die natürliche Folge war, daß das Kontrollrelais so
viel Energie behielt, daß es bei vorhandener Gefahr seinen Anker nicht fallen ließ, um ein
Signal zu geben.
Nach der Erfindnng werden diese Nachteile dadurch vermieden, daß der dauernd geschlossene
Stromkreis des einen Elektromagneten des Relais und der über das Fahrzeug geführte, zeitweise unterbrochene Stromkreis
des anderen Elektromagneten je einen Zweig einer Wheatstoneschen Brücke bilden, die
durch einen widerstandsfreien Brückendraht miteinander verbunden sind.
Die Zeichnung zeigt die Schienen 2 und 3 einer Strecke, die von den nächstliegenden
Strecken durch die isolierten Schienenverbindungen 4 und 5 getrennt und an dem einen
Ende mit einer Gleisbatterie 6 und an dem anderen Ende mit einem Gleisrelais R verbunden
sind, um einen Streckenstromkreis zu bilden, wie bei allen bekannten Systemen dieser Art.
Jede Lokomotive, die mit einem Führerstandsignal und selbsttätiger Bremsvorrichtung
versehen ist, erhält ein Relais R' zum Schließen und Unterbrechen des Stromes, der
zur Einstellung eines Signales und der nötigen Kontrollvorrichtung verwendet wird. Desgleichen
ist eine Stromquelle 10 für die Zugeinrichtungen vorhanden.
Der Zweig A des Kontrollstromkreises, der nötig ist, um eine Verbindung mit dem Gleis
herzustellen, geht von dem einen + -Pol der Batterie 10 durch die Leitungen 11 und 12
nach der Magnetspule 7 des Relais R' und wird von dort aus mittels der Leitung 13
nach den Rädern 14 des vorderen Drehgestells weitergeführt. Diese Räder sind von
der Lokomotive isoliert. Die Leitung geht von der Schiene 3 weiter über 16 nach den
Rädern und der Achse 15, und auf dem Rückwege nach dem Pol der Batterie.
Wenn die so ausgestattete Lokomotive von der einen Gleisstrecke auf die nächste übergeht,
so entsteht ein Zeitzwischenraum, während dessen die Räder am vorderen Drehgestell
14 und dem nächstliegenden Räderpaar 15 die auf der Zeichnung gezeigte St ellung
annehmen. Befinden sich die Räder 14 und 15 auf den entgegengesetzten Seiten der
isolierten Schienenverbindungen, so ist der nach den Schienen gehende Kontrollstromkreis
durch die isolierten Schienen verbindungen 4 und 5 unterbrochen. Die Stromverminderung
in der Magnetspule 7 des Relais R', die durch die Einschaltung des Schienenstoßwiderstandes
verursacht wird, schwächt die genannte Spule, so daß der Anker 9 für eine langsame Wirkung
freigegeben wird, um dadurch den noch zu beschreibenden Arbeitsstromkreis zu eröffnen.
Der soeben beschriebene Vorgang würde dort einsetzen, wo immer isolierte Schienenverbindungen
zwischen den Schienenstrecken (bei niedriger Geschwindigkeit) vorkämen, wenn keine Einrichtungen getroffen wären, um dem
Strom einen Weg um eine der Schienenverbindungen herum zu bieten. Hierzu dient ein Draht 17, in dem der Anker 18 und der
Kontakt 19 das Gleisrelais R liegen, wobei die Leitungen von nebeneinander liegenden
Gleisstrecken auf der einen Seite des Gleises von Schienenende zu Schienenende reichen (gleiche
Gleisbatteriepolverbindungen und gleiche Schienen vorausgesetzt). Unter gewöhnlichen Umständen
wird der Anker 18 an dem Kontakt 19 festgehalten, damit der Strom geschlossen
bleibt.
Bei der Erfindung hängt die Bewegung des Ankers 9 des Relais R' von der Wirkungsweise
zweier Magnete 7 und 8 ab. Sobald die Schienenverbindung dem von der Lokomotive getragenen Kontrollstromkreis ausgesetzt
wird, schwächt der dadurch eintretende Widerstand den durch den Kontrollmagneten 7
fließenden Strom. Diese Abschwächung reicht für eine zuverlässige Wirkung bei einer großen
Geschwindigkeit des Zuges nicht aus. Der zweiarmige Anker wird infolgedessen wieder
angezogen, da der Einfluß der Schwerkraft von zu kurzer Dauer ist, um ihn zum Abfallen
zu bringen.
Das den Strom steuernde Relais umfaßt deshalb außer dem Elektromagneten 7 noch
den Elektromagneten 8, dessen Spule 8 einen Teil eines dauernd geschlossenen Stromkreises
(Zweig B des Kontrollstromkreises) bildet, bestehend aus den Leitungen 12' und 13'.
Unter gewöhnlichen Bedingungen erhalten die Spulen 7 und 8 gleich starken Strom aus
derselben Batterie. Anzeigelämpchen 20 und 20' sind in den Zweigen A und B vorgesehen,
und sind beide mit Nebenschlußwiderständen 21 und 21' ausgestattet. Diese Einrichtung
gewährleistet bei vorhandener Gefahr eine bessere Wirkung, da sie den Anker 9 durch
die Spule 7 freigibt, wobei Strom nach der Spule 8 geleitet wird, um eine Gefahr durch
wirksames Anziehen des Ankers anzuzeigen.
Ist der Anker 9 von der Spule 8 angezogen, so •bleibt er angezogen, bis bei Unterbrechung des
Stromkreises der Unterbrecher 22 von Hand bewegt wird, worauf der Anker durch die Spule 7
wieder in die Sicherheitslage gezogen wird. Haufig ist die Verbindung nicht ausreichend isoliert,
so daß der Strom kurzgeschlossen und der Kontrollmagnet 7 genügend erregt wird, um
seinen Anker festhalten zu können, anstatt ihn für die Signalgebung und die Überwachung
fallen zu lassen. Die Erfindung beseitigt auch diesen Nachteil, und zwar dadurch, daß sie
bei geringerem, äußerem Widerstand in den Spulen 7 und 8 ein größeres Änderungsverhältnis
hervorruft. ' go
Dies wird erreicht durch die Einschaltung eines Wheatstoneschen Brückendrahtes b zwischen
den Zweigkontrollstromkreisen der Spulen 7 und 8. Unter gewöhnlichen Umständen bleibt der Brückendraht b stromlos, doch
wenn die Spule 7 stromlos wird, sei es auch nur teilweise, und zwar beim Überfahren einer
Schienenverbindung, so wird dem Strom in den genannten Kreisen ein getrennter Weg
nach der Spule 8 dargeboten, dessen einer Zweigweg den Brückendraht b vom Anschluß
11 + durch Leitung 12 umfaßt, wodurch eine
Zunahme des Stromes bei vorhandener Gefahr ermöglicht wird, die auch bei dem geringsten
Widerstand der Schienenverbindung 5 genügend ist, um den Anker an die Spule 8 heranzuziehen. Mit anderen Worten, die
Spule 7 verliert nicht allein ihren Strom durch das Einfügen des Gleiswiderstandes, sondern
es wird gleichzeitig durch Verwendung des Brückendrahtes b der Strom der Spule 8 verstärkt,
was genügend ist, um das zuverlässige Anziehen des Ankers 9 an die Spule 8 zum Hervorrufen eines Signales zu gewährleisten.
Der Hauptzweig des die Signal- und die Bremsvorrichtungen enthaltenden Stromkreises
umfaßt die Leitung 24, die vom Anschluß 35 + über die ein Ventil 30 steuernden Leitungen
26 und 27, Anker 9, Kontakt 28 des Relais R' und die Leitung 24 nach dem An-Schluß
16— des genannten Stromkreises führt.
Unter gewöhnlichen Umständen wird der
das Ventil 30 steuernde Magnet 25 durch den Strom aus der Zugbatterie 10 erregt, wodurch
das Ventil 30 im Luftbremsrohr 32 gegen die öffnung 31 mittels des Ankers 33
geschlossen gehalten wird. Sowie das Rohr 32 geöffnet wird, wird nach bekannter Weise
gebremst.
In der Nebenschlußleitung 24' sind eine Anzahl Lampen 34 eingeschaltet, und zwar in
solchem Verhältnis der gegenseitigen Abhängigkeit vom ventilhaltenden Magneten, daß
sie durch die einfache stromkreisunterbrechende Bewegung des Ankers 9 des Relais R'
gleichzeitig eingeschaltet werden.
Für gewöhnlich sind die Lampen 34 mit dem Magneten 25 so zusammengeschaltet, daß das
Vorhandensein des Stromschlusses durch das schwache Brennen der Lampen angezeigt wird;
dabei hält der Magnetanker die Bremsleitung geschlossen. Es ist dann notwendig, das
Widerstandverhältnis dieser beiden Teile derart abzustimmen, daß für gewöhnlich der
durch den Arbeitstromkreis fließende Strom hauptsächlich durch die Spulen des ventilhaltenden
Magneten und noch gerade so viel Strom durch die Lampen geht, um diese schwach brennen zu lassen. Wenn dann der
Strom durch den ventilhaltenden Magneten infolge des öffnens des Leitungszweiges zu
fließen aufhört, leuchten die Lampen hell auf. Um dies zu bewerkstelligen, muß ein geeigneter
Widerstand 35 in die Leitung 23 eingesetzt werden, um so ein größeres Potential
für die Signallampen zu erhalten, bei Abnahme des unter gewöhnlichen Bedingungen
durch den Widerstand fließenden Stromes durch öffnen des ventilsteuernden Magnetstromkreises.
Es werden also die Lampen durch eine Unterbrechung im Arbeitsstromkreise entzündet
und nicht durch ein Schließen dieses Kreises, was einen nicht zu überschätzenden
Vorteil bedeutet.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Vorrichtung zum Öffnen und Schließen von Signal- und Bremsstromkreisen auf einem Zuge mittels eines Relais, dessen Anker von zwei Magneten gesteuert wird, dadurch gekennzeichnet, daß der dauernd geschlossene Stromkreis (10, B, 10) des einen Elektromagneten (8) und der über das Fahrzeug geführte, zeitweise unterbrochene Stromkreis (10, A, 10) des anderen Elektromagneten (7) je einen Zweig einer Wheatstoneschen Brücke bilden, die durch einen widerstandsfreien Brückendraht (b) miteinander verbunden sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE260705C true DE260705C (de) |
Family
ID=518329
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT260705D Active DE260705C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE260705C (de) |
-
0
- DE DENDAT260705D patent/DE260705C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE260705C (de) | ||
| AT61937B (de) | Vorrichtung zum Öffnen und Schließen von Signal- und Bremsstromkreisen auf einem Zuge mittels eines Relais, dessen Anker von zwei Magneten gesteuert wird. | |
| DE137211C (de) | ||
| DE394931C (de) | Kontrollapparat fuer Eisenbahnzuege | |
| DE507432C (de) | Elektrische Fernueberwachungsanlage | |
| DE554245C (de) | Elektrische Signaleinrichtung fuer eingleisige Strecken | |
| DE935437C (de) | Schaltung fuer relaisgesteuerte Weichen und Signale in Gleisbildstellwerken | |
| DE581511C (de) | Signaleinrichtung zur selbsttaetigen Regelung des Verkehrs an Gefahrenpunkten | |
| AT149552B (de) | Elektrische Sicherungsanlage für Eisenbahnübergänge. | |
| DE604352C (de) | ||
| DE180567C (de) | ||
| DE87751C (de) | ||
| DE463645C (de) | Selbsttaetig wirkende Zugsicherungseinrichtung auf induktivem Wege | |
| DE517184C (de) | ||
| DE544502C (de) | Selbsttaetige Signaleinrichtung fuer eingleisige Strecken elektrischer Bahnen | |
| DE517183C (de) | Vom Zuge gesteuertes UEberwegsignal | |
| DE464115C (de) | Signalanlage, die durch das aufeinanderfolgende Befahren von drei Schienenkontakten durch einen Zug betaetigt wird | |
| CH139627A (de) | Warnanlage an Eisenbahnübergängen. | |
| DE410551C (de) | Sicherung fuer Zuege und andere auf Schienen laufende Fahrzeuge | |
| DE512148C (de) | Sicherheitsvorrichtung fuer Eisenbahn-Weguebergaenge | |
| DE696814C (de) | Warnanlage fuer die Sicherung von UEberwegen | |
| DE547086C (de) | Selbsttaetiges Streckenblocksystem mit punktfoermiger Beeinflussung | |
| DE648099C (de) | Selbsttaetiges Streckenblocksystem | |
| DE239737C (de) | ||
| DE490577C (de) | Schrankensicherung fuer Eisenbahnuebergaenge |