DE25927C - Neuerungen an Oelpressen - Google Patents
Neuerungen an OelpressenInfo
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- DE25927C DE25927C DENDAT25927D DE25927DA DE25927C DE 25927 C DE25927 C DE 25927C DE NDAT25927 D DENDAT25927 D DE NDAT25927D DE 25927D A DE25927D A DE 25927DA DE 25927 C DE25927 C DE 25927C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B30—PRESSES
- B30B—PRESSES IN GENERAL
- B30B9/00—Presses specially adapted for particular purposes
- B30B9/02—Presses specially adapted for particular purposes for squeezing-out liquid from liquid-containing material, e.g. juice from fruits, oil from oil-containing material
- B30B9/04—Presses specially adapted for particular purposes for squeezing-out liquid from liquid-containing material, e.g. juice from fruits, oil from oil-containing material using press rams
- B30B9/06—Presses specially adapted for particular purposes for squeezing-out liquid from liquid-containing material, e.g. juice from fruits, oil from oil-containing material using press rams co-operating with permeable casings or strainers
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Pretreatment Of Seeds And Plants (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft Oelpressen mit aus Metallstäben oder Ringen gebildeten
Prefscylindern oder Körpern, welche so beschaffen sind, dafs das ausgepreiste OeI allseitig
bequem abfliefsen kann, ohne dafs Sameritheile mitgerissen werden.
Auf beiliegender Zeichnung veranschaulicht Fig. ι einen Verticalschnitt, Fig. 2 eine Ansicht
der neuen Oelpresse. Fig. 3 ist eine obere Ansicht des Deckels, Fig. 4 ein Schnitt nach W-X,
Fig. 2, Fig. 5 ein Schnitt nach Y-Z.
Die Zusammensetzung des Prefskörpers, der hier cylindrisch angenommen ist, zeigt insbesondere
Fig. 4. Der Mantel des Prefscylinders besteht aus einzelnen losen Stäben α von rechteckigem
oder trapezförmigem Querschnitt, welche mit einander keilförmig profilirte Fugen b bilden,
die sich, wie dies aus Fig. 6 klar hervorgeht, nach aufsen" hin erweitern, während an der
Innenfläche des Prefscylinders feine Spalten entstehen. Die zusammenstofsenden Innenkanten
dieser Stäbe können, wie aus Fig. 7 ersichtlich, mit feinen, keilförmigen Auskerbungen, welche
beim Zusammensetzen der Stäbe Durchgangskanäle bilden, versehen werden, wie dies in
Fig. 6 punktirt angedeutet ist.
Statt des gewählten cylindrischen Querschnitts der. Presse kann man natürlich auch einen
rechteckigen oder anderen Querschnitt wählen, Hauptsache dabei ist nur, dafs die nach aufsen
sich erweiternden Fugen b verbleiben. Zum Zusammenhalten der einzelnen Stäbe α dienen
Ringe c, welche durch die verticalen A^erbindungssänlen
d gehalten werden.
Diese Säulen d werden unten an dem Flantsch des hydraulischen Cylinders gehalten, durch den
obersten Ring c nach aufsen gestützt und tragen oben um Bolzen drehbare Haken g, welche um
den Rand des den Prefscylinder nach Einfüllung des Samens schliefsenden Deckels /
fassen und diesen festhalten. Dieser Deckel ist durch ein Gegengewicht ausbalancirt, welches
an einer über Rollen geführten Kette hängt; die über den Deckel / fassenden Haken g
können, wie in Fig. 2 dargestellt, durch drehbare Bügel oder durch einen aufgeschobenen
Ring/1, in Fig. 3 punktirt, in ihrer Lage gesichert werden.
Der zugleich den Boden des Cylinders bildende Kopf h des hydraulischen Kolbens e
tritt von unten her in die Presse ein, und das ausgepreiste OeI sammelt sich, durch die von
den Stäben α gebildeten feinen Spalten entweichend,
in der unter h angeordneten Rinne i, aus welcher es durch Rohr k abfliefsen kann.
Die einzelnen Stäbe α sind unten in einen
Bodenring cl und oben in einen Ring c3 eingelassen
, Fig. ι ; ersterer wird durch vom hydraulischen Cylinder ausgehende Füfse i1 getragen,
und auf ihn stützen sich die zum Festhalten des nächstoberen Ringes c dienenden
Zwischenstücke c2, Fig. 1, die an den Säulen d
durch Bolzen gehalten werden. In derselben Weise werden die oberen Ringe c von den
unteren durch ähnliche Zwischenstücke c2 getragen. Anstatt dieser Zwischenstücke können
jedoch auch an den Säulen d Tragansätze oder Knaggen c2, Fig. 2, angebracht werden.
Die Füllung des Prefscylinders erfolgt mittelst Mefsgefäfse s sl, Fig. i, welche jedesmal das zu
einem Kuchen gehörige Quantum Samen aufnehmen und in einer horizontalen Scheibe /, Fig. i,
8 bis ι o, angeordnet sind. Diese Scheibe t ist um
einen verticalen Zapfen drehbar, der von dem Ausleger r getragen wird und verschiebbar an.
demselben befestigt ist, so dafs nach Beschickung der Presse die Scheibe / zurückgeschoben werden
kann. Wie aus Fig. ι ersichtlich, befindet sich das eine Mefsgefäfs sl genau über dem
Prefscylinder, während das andere j unter dem Füllkasten q pafst. Letzterer entspricht genau
dem Querschnitt der Mefsgefäfse und des Prefscylinders. Der Boden der Mefsgefäfse wird
durch eine lose Scheibe gebildet, welche auf drei beweglichen Zapfen u1 ruht. Bevor das
Mefsgefäfs gefüllt wird, legt man die Scheibe ein und darüber ein Tuch; ist das Gefäfs gefüllt,
so wird die Scheibe / gedreht, wobei der überflüssige Samen von dem unteren Rande des
Füllkastens q abgestrichen wird. Man bringt alsdann durch Weiterdrehung der Scheibe das
gefüllte Gefäfs oberhalb des Prefscylinders, bedeckt die Füllung mit einem Tuch und läfst
durch Zurückziehen der Bolzen u1 die Füllung
mit Bodenplatte und Tüchern in den Prefscylinder gleiten, wobei natürlich der Prefskopf Ji
seine höchste Stellung einnimmt, so dafs die Füllung sich direct auf ihn legt.
Nun läfst man den Kopf h des Kolbens sich so mitsenken, dafs die Füllung ganz in
den Cylinder tritt und ein Drehen der Scheibe t gestattet. Während dieser Entleerung des Mefsgefäfses
wird das andere Mefsgefäfs .gefüllt und dann mit diesem so verfahren, wie vorhin beschrieben
ist.
Der auszupressende Samen befindet sich in dem mit Rührarm η und einem Dampfmantel
zum Erhitzen des Samens versehenen Behälter /, Fig. i. Dieser ist mit einer mittelst Thür ο verschliefsbaren
unteren Oeffnung versehen, durch welche der Füllkasten q gefüllt werden kann.
Der Tisch / ist mittelst Nabe um Hülse t1 auf
dem Gewindebolzen u drehbar, der durch Anziehen der mit Griffen versehenen Mutter t"1 an
dem geschlitzten Ausleger r des Kranes rl festgestellt
werden kann, ohne dafs die Drehbarkeit des Tisches aufhört, indem Hülse t1 etwas
über die vertieft liegende Fläche von t vortritt, Fig. ι und 9.
Die Verschiebung der in die Mefsgefäfse s s1
von aufsen eintretenden Stifte ul geschieht
durch das in Fig. 8 dargestellte Hebel- und Stangenwerk, das auf der Unterseite des
Tisches t angeordnet ist. Wenn man durch Andrücken gegen die zur Drehung des Tisches
dienenden Handhaben 10 die Winkelhebel 9 dreht, so findet durch Stangen 8, 7, 5, 4, 2 und
Hebel 6, 3, 1, i2, i3 eine gleichzeitige Auswärtsverschiebung
sämmtlicher drei Stifte u\ eines Mefsgefäfses statt, und die von jenem getragene
Bodenplatte gleitet mit dem darauf liegenden Samen in den Prefscylinder. Läfst man dann
den Druck auf Hebel 9 aufhören, so werden durch Feder ν sämmtliche Stangen und Hebel
sowie die Stifte ux in ihre Normallage zurückgeführt,
und letztere können dann eine neue Platte wieder aufnehmen.
Nachdem durch wiederholtes Anfüllen der Mefsgefäfse und Entleerung des Inhalts derselben
in die Presse letztere mit von durch Platten und Tücher getrennten, abgemessenen Samenschichten
gefüllt ist, wird der Tisch /, dessen genaue Einstellung zum Füllkasten q und zur
Presse durch den an letzteren oben angebrachten Stift /3, Fig. i, bestimmt wird, nach Lösung
der Mutter P von t3 nach Säule rl hin abgerückt.
Hierauf wird der Deckel f auf den Prefscylinder aufgesetzt und mittelst der vorgenannten
Haken g daran befestigt. Sodann wird der Prefskolben e hochgetrieben, und das
OeI tritt aus den Spalten b zwischen den Stäben α in die Sammelrinne / und durch Abflufs
k in den zur Aufnahme des OeIs bestimmten Behälter. Nach beendeter Pressung
werden die Haken g zurückgeschlagen und der Deckel f wird durch Ziehen an der Kette gehoben.
Nunmehr wird der Prefskopf h langsam weiter hoch getrieben, so dafs die fertigen
Prefskuchen aus dem Prefscylinder treten und nach einander vom Arbeiter abgehoben werden
können. Der nun oben im Cylinder befindliche Prefskopf Ji ist zur Aufnahme neuer
Samenladungen fertig, so dafs die Operation in der beschriebenen Weise unmittelbar wieder
beginnen kann.
Anstatt, wie beschrieben, den Prefsbehälter
a«s Schienen zu bilden, welche Längsspalten zwischen sich lassen, kann derselbe auch aus
Ringen hergestellt werden, die, auf einander gelegt, zwischen ihren Stofsflächen Spalten von
Dreieck- oder anderem Querschnitt belassen. Doch wird erstere Anordnung rücksichtlich des
Abflusses des OeIs für vortheilhafter als letztere erachtet.
Fig. 11 veranschaulicht im Grundrifs drei um
einen Behälter / herum angeordnete Pressen. Letztere werden sämmtlich mit Samen aus /
versehen, haben jede indessen einen besonderen Füllkasten q. Nachdem die Füllung der Presse 1
stattgefunden, wird der Tisch t durch den um Säule r1 drehbaren Ausleger r auf Presse 2 eingestellt,
dann auf Presse 3 u, s. w.
Zwei, drei oder mehr solcher Pressen können also um einen einzelnen Behälter gruppirt und
nach einander beschickt, geprefst und entleert werden. Die mit einer Presse des beschriebenen
Systems verbundenen Vortheile 'dürften darin bestehen^
dafs die Presse das Auspressen des OeIs durch Gewährung von schmalen Abflufsöffnungen
benutzt und erleichtert, ohne dafs zugleich Samen
durch diese Oeffnungen hinausgedrückt wird.
Ferner bedürfen die. darin gewonnenen Kuchen einer weiteren Behandlung nicht mehr, indem
alles darin enthaltene OeI beim Pressen ausgedrückt wird.
Claims (1)
- Paten t-An sp rüche:Die Combination der den Prefskörper bildenden Schienen a bezw. Ringe, welche nach aufsen hin sich erweiternde Spalten b bilden, mit Ringen c bezw. Stangen und Ringen zum Zusammenhalten jener Schienen bezw. Ringe, sowie ferner die eine Verbindung mit dem hydraulischen Cylinder herstellenden Säulen d mit Haken g zum Festhalten des auf den Prefscylinder gesetzten Deckels / während der Pressung.
Das beschriebene Verfahren, den für eine Presse oder eine Anzahl von Pressen bestimmten Samen abzumessen und die zur mechanischen und automatischen oder theilweise automatischen Abmessung dienenden, mit Bezug auf Fig. 8 und 9 beschriebenen Einrichtungen, insbesondere die an dem drehbaren Tisch t sitzenden, abwechselnd Samen aus dem Füllkasten q aufnehmenden und an den Prefscylinder abgebenden Mefsgefäfse π1 mit den durch Hebelwerk verschiebbaren Stiften u1 zum Tragen und Loslassen der die einzelnen Samenschichten trennenden Bodenplatten und Tücher.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.'
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE25927C true DE25927C (de) |
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|---|---|---|---|
| DENDAT25927D Active DE25927C (de) | Neuerungen an Oelpressen |
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