DE25846C - Absatz-Prefs- und Aufnagelmaschine - Google Patents

Absatz-Prefs- und Aufnagelmaschine

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Publication number
DE25846C
DE25846C DENDAT25846D DE25846DA DE25846C DE 25846 C DE25846 C DE 25846C DE NDAT25846 D DENDAT25846 D DE NDAT25846D DE 25846D A DE25846D A DE 25846DA DE 25846 C DE25846 C DE 25846C
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DE
Germany
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nailing
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Application number
DENDAT25846D
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English (en)
Original Assignee
H. C. GROS in Cannstatt, Württbg
Publication of DE25846C publication Critical patent/DE25846C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D79/00Combined heel-pressing and nailing machines

Landscapes

  • Dovetailed Work, And Nailing Machines And Stapling Machines For Wood (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 71: Schuhwerk.
H. C. GROS in CANNSTATT (Württemberg). Absatz-Prefs- und Aufnagelmaschine.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. Mai 1883 ab.
Bei den in Schuhfabriken im Betrieb stehenden Absatz-Pressen und Aufnagelmaschmen wird in bekannter Weise zuerst der Absatz auf der Presse in einer Form (Matrize) geprefst, hierauf wird er auf der sogenannten Aufnagelmaschine zusammengenagelt und alsdann mufs auf letzterer mittelst zweier weiteren Manipulationen der Deckfleck auf den Absatz aufgenagelt und dieser alsdann selbst auf das Schuhwerk aufgenagelt werden. Vereinfachungen in dieser Beziehung wurden in jüngster Zeit insofern getroffen, als Pressen construirt worden sind, auf welchen der Absatz mit einem Schlag, d. h. durch einen Druck der Spindel von oben sowohl geprefst als auch durchgenagelt wird; doch auch bei diesen Maschinen existirt immer noch der sehr in den Vordergrund tretende Uebelstand, dafs mit jeder einzelnen Absatzform je ein Durchnagelapparat verbunden werden mufs; somit müssen beim Gebrauch dieser Construction ebenso viele Durchnagelapparate wie Absatzformen verwendet werden, was nicht nur sehr zeitraubend ist, sondern auch die Maschinen bedeutend vertheuert.
Aufserdem bedingt die Verbindung des Durchnagelapparates mit der Matrize eine derartige Construction, dafs man genöthigt ist, die Nägel mittelst eines Trichters einzuführen, eine Manipulation, welche sehr umständlich und unpraktisch ist.
Zweck hier vorliegender Neuerungen meiner Absatz-Presse ist nun, ebengesagte Uebelstände zu umgehen, was von mir insofern bewirkt wird, als hier für die verschiedenen Absatzformen nur ein Durchnagelapparat in Anwendung kommt, welcher in dem Bett der Presse selbst unterhalb der Prefsspindel befestigt ist und somit stabil bleibt. Da also hier immer nur die sehr einfache Absatzform gewechselt werden darf, wird bedeutend Zeit erspart; aufserdem sind die Herstellungskosten der Apparate viel geringer, weil der hier auf der Presse befestigte Durchnagelapparat alle anderen bei den früheren Constructionen für jeden einzelnen Absatz erforderlichen Durchnagelapparate wegfallen läfst.
Zur Erreichung dieses Zweckes ist die Prefsform D, Fig. 2, Blatt I, und Fig. 1, Blatt II, auf dem Durchnagelapparat B, Fig. 2, Blatt I, und Fig. i, Blatt II, nach vor- und rückwärts verschiebbar. Zum Einlegen des Absatzes wird die Form so weit herausgezogen, dafs sie bei X, Fig. 2, Blatt I, an dem Auflage- bezw. Führungsblech Y ansteht; nun ist sie aber auch so weit vorgezogen, dafs nicht nur der Absatz sehr bequem eingelegt werden kann, sondern es können auch die Nägel auf gleich bequeme AVeise jetzt hinter die Prefsform in die für sie bestimmten Löcher i4 . ■ ·, Fig. 2, Blatt II, eingelegt werden, worauf die Prefsform wieder über letztere zurückgeschoben wird, bis sie hinten an den Anschlag s, Fig. 2, Blatt I, ansteht, alsdann erfolgt durch Drehen der Spindel das Abwärtsgehen des Prefscylinders und der Druck auf den Absatz. Der Durchnagelapparat B, Fig. 1, Blatt II, mit Prefsform D wird dadurch so weit nach unten gedrückt, dafs d dx auf e ex aufsitzt, und sind mittlerweile die Nägel in den Absatz bereits ebenfalls eingedrückt worden, d. h. er ist durchgenagelt. Die wirkliche Pressung aber erfolgt erst in dem Moment, in welchem d d^ auf e ey aufzusitzen beginnt, wird aber noch eine vollständig genügende, da durch Abwärtsdrehen der Spindel, vermittelst des schweren Schwung-
radesZ der hervorgebrachte Schlagbezw. Druck ein sehr bedeutender ist, welcher durch das leichte Eindringen der Nägel in den Absatz ganz unbedeutend geschwächt wird. Nun ist die Arbeit vollendet, die Spindel wird rückwärts gedreht, der Prefscylinder geht wieder nach oben und es wird der Apparat B mit Prefsform D durch die Federn α ax in' seine ursprüngliche Lage, wie Fig. i, Blatt II, zeigt, so weit nach oben gedrückt, dafs d^f1 gerade um Absatzhöhe von e S1 absteht; gleichzeitig heben beim Rückgang der Spindel die Verbindungsstangen r1 und r2 die Traverse R und mit derselben den Bolzen J, welcher zwischen den Aufnagelstiften H1 4 23 angebracht ist, und wird hierdurch der Absatz aus der Matrize herausgeworfen. Jetzt wird die Form wieder vorgezogen und man hat nun, wenn Absatzformwechsel erforderlich ist, nur die neue Prefsform einzuschieben, worauf wieder die gleichen Manipulationen, wie beschrieben, erfolgen können.
Fig. i, Blatt III, zeigt eine Presse, auf welcher der Absatz sowohl durchnagelt und geprefst, wie auch der Deckfleck auf demselben aufgenagelt werden kann und auf welcher endlich der fertig gestellte Absatz auf das Schuhwerk aufgenagelt wird; somit sind hier Absatzpresse und Absatz - Aufnagelmaschine in einer Presse vereinigt, was wieder sehr grofse Anschaffungskosten wegfallen läfst und , insofern bedeutende Zeitersparnifs bietet, als nicht nur durch einen Druck der Spindel Durchnageln und Pressen des Absatzes möglich ist, sondern es ist hier ebenso zum Deckfleckaufhageln und Aufnageln des Absatzes auf das Schuhwerk wieder nur ein Druck erforderlich. Das Verfahren hierbei ist folgendes:
Zum Durchnageln und Pressen des Absatzes wird der Apparat H, Fig. 2, Blatt III, vermittelst der beiden Bratzen η η auf dem Prefstisch festgeschraubt, und jetzt erfolgt das Arbeiten ganz genau in der Weise, wie schon beschrieben und in Fig. ι und 2, Blatt II, gezeigt.
Soll nun zum Deckfleckaufnageln und Aufnageln des Absatzes auf das Schuhwerk übergegangen werden, so wird Apparat Habgeschraubt, und es kommt an seine Stelle der in Fig. 1, Blatt III, auf den Prefstisch gezeichnete Apparat K mit beiden seitlichen Trägern bezw. Führungsschienen m und ;»j. In diesem Apparat .ÄT bezw. dessen Führungsschiene hängt oben der Deckfleckapparat M, und zwar, wie die Fig. 1, Blatt III, zeigt, so, dafs der Deckfleck nach unten hängt; um nun das Herausfallen des Deckfleckes sowie der über ihm befindlichen Nägel, welche in die dafür bestimmten Löcher eingeschoben sind, zu verhindern, wird über den Deckfleck der Blechschieber op geschoben. Das Einlegen der Stifte und des Deckfleckes geschieht in folgender Weise:
Der Apparat M wird nach oben gehoben und dann in die in den Führungsschienen m m angebrachten seitlichen Vertiefungen bezw. Lager, Fig. ia, Blatt III, eingehängt, nun wird er um seine Achse so weit gedreht, dafs er in die punktirt angegebene Lage zu stehen kommt; hierauf werden die Stifte eingelegt, ebenso der Deckfleck darauf gelegt. Nachdem dies geschehen ist, wird der Schieber op darüber geschoben und das Ganze wird hierauf wieder so weit herumgedreht, dafs der Deckfleck nach unten hängt; jetzt werden die Nägel in die hierfür bestimmten Löcher des Apparates K eingelegt, alsdann wird das Schuhwerk über den Apparat gezogen, der fertige Absatz P wird darauf gelegt, Apparat M wird aus r ausgehängt und im Schlitz / so weit herabgelassen, bis der Deckfleck auf dem Absatz P aufsitzt; nun wird der Schieber op herausgezogen und der Druck von oben kann erfolgen. Durch letzteren werden nun die im Apparat K befindlichen Nägel u Ii1 ... durch die Sohle und den Absatz gedrückt, ebenso werden die im Apparat M liegenden Nägel ν υ durch den Deckfleck in den Absatz getrieben, d. h. vermittelst eines Druckes sind Deckfleck auf Absatz und der Absatz auf das Schuhwerk aufgenagelt.

Claims (2)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Absatz-Prefs- und Aufnagelmaschine, gekennzeichnet durch:
    ι. den im Bett der Presse unterhalb der Prefsspindel fest angebrachten Durchnagelapparat B in Verbindung mit den in demselben verschiebbaren und herausnehmbaren Prefsformen D, dem verstellbaren Formenanschlag X und in der Mitte der Aufnagelstifte angebrachtem Bolzen J, mittelst welchem der in die Form geprefste Absatz ausgehoben wird, Fig. 2, Blatt I, und Fig. 1, Blatt II;
  2. 2. den nach Herausnahme des unter 1. charakterisirten Apparates an dessen Stelle befestigten Aufnagelapparat K in Verbindung mit dem Deckfleck - Aufnagelapparat mit seinem Schieber 0 p und den Führungsschienen m, Fig. ι und 2, Blatt II.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen,
DENDAT25846D Absatz-Prefs- und Aufnagelmaschine Active DE25846C (de)

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