DE258330C - - Google Patents

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DE258330C
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knife
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cutting
cutting machine
eccentric
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06HMARKING, INSPECTING, SEAMING OR SEVERING TEXTILE MATERIALS
    • D06H7/00Apparatus or processes for cutting, or otherwise severing, specially adapted for the cutting, or otherwise severing, of textile materials
    • D06H7/16Apparatus or processes for cutting, or otherwise severing, specially adapted for the cutting, or otherwise severing, of textile materials specially adapted for cutting lace or embroidery

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Λ*258330 -KLASSE 8/. GRUPPE
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Maschine zum Ausschneiden von auf Stoffstücken angebrachten Längsstickereien, insbesondere jener Stickereien, die unter dem Namen »Hamburger Borte« bekannt ist. Eine solche Stickerei besteht aus einer Reihe von gebogenen Zacken, die Kanten mit verschiedenen Umrißlinien bilden und die durch Knopfloch- oder andere Stiche auf einem Stoffstreifen erzeugt werden. Durch derartige Stiche entsteht eine erhabene Fläche, die sich aus einer Anzahl gebogener Vorsprünge zusammensetzt ; ihre Hauptrichtung ist eine gerade Linie. Die Borte ist sehr hart und fest und dient zur Einfassung von Kleidungsstücken u. ä.
Es gibt bereits Vorrichtungen zum Ausschneiden von Stickereien, bei welchen ein bandförmiges Messer sich in einer zur Bewegungsrichtung des zu trennenden Stoffstreifens diagonalen Richtung gleichmäßig fortbewegt; auch die hin und her gehende Bewegung des Messers in der vorliegenden Erfindung ist nichts Neues.
Das Neuartige besteht vielmehr darin, daß das seitlich geschärfte Stahlband fortwährend von einem Vorrat, der auf eine Trommel in bereits geschärftem Zustand aufgewickelt ist, abgezogen und ständig gleichmäßig und allmählich in der Schienenführung vorwärts geschoben wird, so daß an der Schneidstelle die wirksame Schneidkante des Messers stets erneuert wird. Hierdurch wird ' eine saubere und scharfe Trennung der Stickereikante oder Borte von dem übrigen Stoffstreifen erzielt.
Das hin und her gehende Messer arbeitet mit einer feststehenden Schneid- oder Scherplatte zusammen, deren abgeschrägte Kante der Schneidkante des Messers vollständig parallel gestellt und so weit genähert ist, daß ein Berühren der Kanten und ein Stumpfwerden der Messerschneide vermieden wird.
Auf den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. ι ist die Oberansicht einer Stickereischneidmaschine gemäß der Erfindung.
Fig. 2 ist eine Vorderansicht derselben.
Fig. 3 ist ein Querschnitt nach der Linie a-a der Fig. 1.
Fig. 4 ist ein Querschnitt nach der Linie b-b der Fig. 1.
Fig. 5 zeigt eine Einzelheit der vorliegenden Vorrichtung.
Fig. 6 veranschaulicht ein Stück eines bestickten Stoffes, das mit der Vorrichtung nach der Erfindung geschnitten werden kann.
Fig. 7 zeigt in größerem Maßstab die Wirkung der Schneidwerkzeuge.
Auf einem Gestell 1 ruht eine Tischplatte 2, auf der die arbeitenden Teile der Vorrichtung angebracht sind. Von einer in dem Maschinengestell passend gelagerten Zuführungsrolle 4 (Fig. 3) wird der bestickte Stoff über ■ eine zweite Tischplatte 3 gezogen, auf der das Abschneiden der gestickten Kante von dem übrigen Stoff stattfindet.
Bei der vorliegenden Ausführungsform der Erfindung ist angenommen worden, daß nur eine Maschine eine Mehrzahl von Borten
schneidet, es können aber auch die Schneid-
* Vorrichtungen und ihre Antriebsmittel in jedem Beispiel in gleicher Anzahl vorhanden sein.
Die Beschreibung ist deshalb auf nur einen einzigen Satz von zusammenwirkenden Teilen zur Erzielung des gewünschten Ergebnisses gerichtet.
In einer Nut 5 (Fig. 1) einer verschiebbaren Stütze 6 auf der Tischplatte 2 ist eine zusammengesetzte Leit- und Schutzvorrichtung 7 eines Schneidblattes 8 - verschiebbar angeordnet. Dieses Schneidblatt hat die Form eines sehr dünnen Metallstreifens, der auf eine Trommel 10 (Fig. 1, 2, 4) gewunden werden kann. Die letztere sitzt auf einem Bolzen 11, der in einer geeigneten, von dem Leitstück 7 getragenen Stütze 12 befestigt ist, derart, daß die das Messer tragenden Mittel eine feste Verbindung mit dem Leitstück haben. Das Leitstück 7 der Schneidklinge 8 erhält durch einen Arm 15 (Fig. 1), der mit einem Exzenter 16 verbunden ist, eine hin und her gehende Bewegung. Das Exzenter wird von einer Welle 17 angetrieben, die auf der Tischplatte 2 passend gelagert und durch einen Riemen 18 und eine Riemenscheibe 19 angetrieben wird. Der Riemen kommt von einer Scheibe 20, die in dem Maschinengestell passend gelagert und angetrieben wird. Der Arm 15 ist mit dem hinteren Ende an die Leit- oder Schutzvorrichtung 7 angeschlossen, und der Exzenterring sowohl als die Exzenterscheibe sind an der Berührungsstelle ausgehöhlt bzw. abgerundet (Fig. 5), so daß hier eine kugelgelenkige Verbindung geschaffen ist. Die Antriebsvorrichtung zur allmählichen Vorwärtsschaltung des Messers besteht aus einer Welle 20a mit Universalkupplungen 21, deren eine die Welle 20" mit einer Welle 22 verbindet. Auf letzterer sitzt ein Stirnrad 23, das durch ein Stirnrad 24 angetrieben wird. Dieses erhält seine Drehung von einer Gegenwelle 25 durch die Zahnräderübersetzung 27, 26. Die Hauptantriebswelle 28 ist senkrecht angeordnet und trägt eine Schnecke 29, die mit einem Schneckenrad 29" in Eingriff steht, wodurch eine Welle oder Spindel 30, die in der Tischplatte 2 drehbar gelagert ist, in Umdrehung versetzt werden kann. Auf dieser Welle 30 sitzt ein Stirnrad 31, das in ein auf der Welle 33 sitzendes Stirnrad 32 eingreift. Die Welle 33 trägt außerdem ein Stirnrad 34, das mit einem Stirnrad 35 auf der bereits erwähnten Welle 25 im Eingriff steht. Die Drehung der Welle 25 ist so bemessen, daß der Vorschub des Messers ganz allmählich erfolgt. Diese Bewegung wird dem Messer mittels der Zahnräder 36, 37, 38 und 39 erteilt, die ein Paar Rollen 40 und 41 antreiben, die das Messerblatt zwischen sich hindurchziehen und weiterschalten. Das Messerblatt ist unter Spannung aufgerollt und wird in geeigneter Weise fest auf der Trommel 10 gehalten. Es wird durch die Reibungsrollen 40 und 41 gegen die durch jene Spannung geäußerte Kraft, die das Bestreben hat, das Blatt aufgerollt zu halten, abgezogen.
Der Stoff wird vorzugsweise unter Spannung über den Tisch 3 gezogen, und das durch die Leit- oder Schutzvorrichtung 7 hin und her bewegte Messer 8 schneidet unmittelbar die gestickte oder genähte Kante der Borte ab, indem das Messer in den Stoff von der Oberseite her eindringt und zusammen mit der abgeschrägten Kante einer Platte 45 (Fig. 1), die auf dem Tisch 3 liegt, wirkt. Die schräge Kante ist zu der Schneidkante des Messers vollkommen parallel. Die Platte 45 ist einstellbar und bildet eine Scherplatte, mit der das Messer zusammen arbeitet.
Da die gestickte Kante χ (Fig. 7) des zu trennenden Stoffes genügend fest und schwer ist, wird das Messer an derselben entlang schneiden, und zwar in einer im wesentlichen wagerechten Ebene. Hierbei hat der Stoff unmittelbar an der Schnittstelle neben der gestickten Kante das Bestreben, eine im wesentlichen senkrechte Lage einzunehmen.
Die Schneid- oder Scherplatte liegt bei der praktischen Ausführung vorzugsweise in einer geringen Entfernung (etwa 0,05 bis 0,075 mm) von dem Messer 8, die indessen genügt, eine Berührung und dadurch ein Stumpfwerden des Messers zu verhüten.
Während des Schneidens wird der Hauptteil des Stoffes, der die gestickten, noch abzuschneidenden Borten enthält, auf eine Walze φα (Fig. 3) gewickelt, während die abgeschnittene Borte lose in einen geeigneten Behälter geht. Hierbei erhält die Rolle φα loo durch Gewichtswalzen 47" und diese berührende Reibungsrollen 48" Spannung. Die Reibungsrollen 48" sitzen auf einer angetriebenen Welle 49Λ und versetzen die Walzen 47" in Umdrehung, die ihrerseits die Walzen φα drehen. Die Walzen 48" erhalten ihre Drehung von der Welle 25 aus durch Vermittlung der Stirnräder 5ο3, 5ΐα, 52<\ 53", 54", 55, 56, 57 und 58, wie aus Fig. 3 zu ersehen ist.
Die dargestellte Maschine ist so eingerichtet, daß sie zwei Streifen gestickter Borte gleichzeitig abschneidet; es ist aber auch möglich, daß ein einfacher Satz von zusammen arbeitenden, trennenden oder schneidenden Vorrichtungen oder eine Reihe derselben, die in der beschriebenen oder im wesentlichen in der beschriebenen Weise angetrieben werden, angewendet werden können.
Das Schneidblatt ist in Längsrichtung ununterbrochen, und es entsteht die Aufgabe, eine geeignete Schneidkante zu erzielen, die gleichmäßig auf der ganzen Länge des Blattes
dieselben Eigenschaften besitzt. Es werden deshalb vorzugsweise beide Schmalseiten des das Messer bildenden Streifens zwecks Bildung der Schneidkanten abgeschrägt. Das Messer liegt zwischen den Wänden der Leit- oder Schutzvorrichtung, mit der die Schneidkante vollkommen parallel verläuft. Auch zu der Platte 45 liegt die Schneidkante vollkommen parallel. Das Schutzstück ist an der mit 60 bezeichneten Stelle, an der das Messer wirkt, ausgeschnitten. Wenn das auf diese Weise geführte Messer in den Stoff eindringt, wird das Schneiden oder Trennen desselben sicher vor sich gehen, ohne daß die Borte verletzt wird.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Schneidmaschine zum Auseinanderschneiden gestickter oder genähter Borten, bei welcher ein hin und her gehendes Messer in Verbindung mit einer parallel zu ihm liegenden, dem Messer gegenüber unbewegten Scherplatte den zwischen Messer und Scherplatte hindurchgeführten Stoff an der gestickten oder genähten Kante entlang zerschneidet, dadurch gekennzeichnet, daß sich das hin und her gehende Messer ständig zur Darbietung einer neuen Schneidstelle vorbewegt.
  2. 2. Schneidmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Messer mit stets gleichbleibender Breite und Schärfe von einem Vorrat kommt, der auf eine Trommel gewickelt ist, wobei das Messer vor dem Aufwickeln geschliffen ist.
  3. 3. Schneidmaschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Messer aus einem Blatt (8) besteht, das durch Reibungsrollen (40, 41) von einer Trommel (10) abgewickelt und ununterbrochen durch eine sich auf dem Arbeitstisch (3) hin und her bewegende Leit- und Schutzvorrichtung (7) hindurchbewegt wird.
  4. 4. Schneidmaschine nach Anspruch 1 bis 3, bei welcher die hin und her gehende Bewegung der Leit- oder Schutzvorrichtung durch Exzenter (16) und Exzenterstange (15) erzeugt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Berührungsflächen von Scheibe und Ring des Exzenters Kugeloberfläche sind, wodurch die Schräge der Hin- und Herbewegung des Führungsstückes (7) ermöglicht wird.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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