DE257237C - - Google Patents

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DE257237C
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DENDAT257237D
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01DMECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
    • D01D7/00Collecting the newly-spun products

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 29«. GRUPPE
Firma GEBR. FRANKE in CHEMNITZ und OSCAR MÜLLER in CÖLN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. September 1910 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Spinnmaschine für Kunstfäden, bei der die aus den einzelnen Düsen einer jeden Spinnvorrichtung austretenden Einzelfäden unmittelbar oder nach Durchgang durch eine Zwirnvorrichtung mittels eines hin und her bewegten Fadenführers als Fadenbündel in Kreuzwindungen auf eine Spule gewickelt werden.
Gegenüber bekannten Vorrichtungen dieser ίο Art ist die neue Spinnmaschine dadurch gekennzeichnet, daß eine einzige Hubscheibe von besonderer Form den Fadenführer an den Enden der einzelnen Spulen schneller als in der Mitte bewegt,' so daß jede Spule eine bauchige Gestalt erhält und so die Behandlungsflüssigkeit jeden einzelnen Punkt der Fäden angreifen kann.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Fig. ι ist eine Oberansicht einer . Spinnmaschine nach der Erfindung.
Fig. 2 zeigt dieselbe in Seitenansicht und teilweise im Schnitt.
Fig. 3 stellt die neue Hubscheibe für die Hin- und Herbewegung der Führungsösen nebst den Hubrollen und der Führungsstange in Vorderansicht dar.
Über dem Gestell α befindet sich in geeigneter Weise befestigt ein Behälter b zur Aufnähme der Spinnflüssigkeit. Derselbe besitzt unten ein Ausflußrohr c und kann durch einen Hahn d abgeschlossen werden. Das Rohr c zieht sich über die ganze Länge der Maschine hin und ist mit Spinnvorrichtungen c1 bis c" in beliebiger Anzahl versehen. Die Verbindung zwischen den Spinnvorrichtungen und dem Rohr c wird durch Gelenkhähne e1 bis en vermittelt, an die sich Querrohre f1 bis f" der Spinnvorrichtungen anschließen. Diese Querrohre enthalten so viel Düsen g, wie Einzelfäden durch eine Spinnvorrichtung geliefert werden sollen, im vorliegenden Fall vier. Jede Düse g kann durch einen Hahn g1 abgesperrt werden, so daß jede Spinnvorrichtung Fäden in beliebiger Anzahl (von einem bis vier) spinnen kann. An dem dem Behälter b entgegengesetzten Ende kann das Rohr c durch zwei Hähne h1 und h2 (Fig. 2) abgesperrt werden, von denen der erstere nach oben und der letztere nach unten gerichtet ist. Der Hahn h1 verbindet das Rohr c mit einem Gefäß i, das durch einen Deckel k verschlossen werden kann. Dieses Gefäß hat den Zweck, Spinnflüssigkeit aufzunehmen, wenn beim Beginn des Spinnens der Hahn h1 geöffnet ist, damit die in dem Rohr c befindliche Luft entweichen kann. Es enthält eine auf der Zeichnung nicht dargestellte Glasscheibe, die ermöglicht, die in dem Gefäß aufsteigende Flüssigkeit zu beobachten. Der
Hahn h2 dient zum Ablassen der etwa noch in dem Rohr c stehenden Flüssigkeit, im Falle das Rohr gereinigt werden soll, oder auch zum Ablassen der Reinigungsflüssigkeit selbst.
Jeder Spinnvorrichtung gegenüber sitzt an einer hin und her gehenden Latte Z eine Führungsöse m, die den gesponnenen Faden in Kreuzwindung auf eine sich beständig drehende
ίο Spule η legt. Der Antrieb der Latte I und der Spulen η geschieht in folgender Weise.
Eine Hauptwelle ο kann in bekannter Weise durch Fest- und Losscheibe ft, q in Umdrehung versetzt werden. Sie ist in dem Maschinengestell α vor den Spinnvorrichtungen gelagert und trägt auf ihrem dem Antrieb entgegengesetzten Ende ein Stirnrad r. Dieses steht mit einem Stirnrad r1 im Eingriff, das auf einer ebenfalls im Maschinengestell gelagerten Welle ol sitzt. Die letztere trägt außerdem noch eine Hubscheibe s, auf deren Kranz zwei Rollen s1, s2 laufen. Die Rollen sitzen an der Latte I, die auf Laufrollen I1 (Fig. 2) in geeigneten Lagern des Maschinengestelles verschiebbar ist. Durch die Drehung der Hubscheibe s wird die Latte hin und her bewegt, so daß die an der Latte sitzenden Führungsösen m die Fäden in Kreuzwindung auf die Spulen η legen. Das Exzenter ist hierbei derartig geformt, daß die Geschwindigkeit der Führungsösen m an den Enden der Spulen « größer ist als in der Mitte, so daß der Fadenkörper eine bauchige Form erhält und die einzelnen Fäden so übereinandergelegt werden, daß sie sich in den Schnittflächen der Kreuzwindung berühren, so daß die Flüssigkeiten zur Behandlung der Fäden auf der Spule jeden Punkt der Fäden angreifen können.
Neben der Drehung der Hubscheibe s bewirkt die Welle 0 auch die Drehung der Spulen n. Zu diesem Zweck sind auf der Welle 0 so viel Stirnräder t vorgesehen, als Spinnvorrichtungen vorhanden sind, die in Stirnräder t1. eingreifen. Diese Stirnräder t1 sitzen an Spulenträgern u auf Spindeln v, die zur Aufnahme der Spulen η dienen. Jedes Stirnrad t treibt also so viel Stirnräder i1 als Spulen η (im vorliegenden Falle zwei) für jede Spinnvorrichtung vorhanden sind. Die Spulenträger u sind scheibenförmig und frei drehbar auf der Welle 0 angeordnet. In dem Umfange der Scheibe sind Aussparungen vorgesehen, in die Klinken w eingreifen können. Die letzteren sitzen an Lagern x, die neben jedem Spulenträger die Welle 0 stützen, so daß sie leicht in die betreffenden Aussparungen des Spulenträgers umgelegt werden können. Wenn eine Spule η gefüllt ist, wird die Klinke aus der Aussparung hochgeklappt und der Spulenträger so lange gedreht, bis die leere Spule an die Stelle der gefüllten kommt.
In diesem Augenblick wird die Klinke w in die dann gerade unter ihr befindliche Aussparung umgeklappt, so daß der Spulenträger dann festeht. Um das Abnehmen der vollen Spulen η von ihren Spindeln υ zu erleichtern,
j sind die letzteren durch Bolzen vl mit dem Spulenträger u verbunden, so daß sie sich in dessen Schlitzen y drehen können. Die Bolzen v1 gehen hierbei durch Verstärkungen v% der Spindeln v, die in den Schlitzen y liegen. Die Verstärkungen haben zwei schräge Flächen z1 und z2, gegen die eine Feder 2 drückt, die an dem Spulenträger befestigt ist. Die Spule kann also durch die Feder 2 sowohl in ihrer Lage parallel zur Welle 0 als auch in einer schrägen Lage zu dieser Welle festgehalten werden, indem die Feder entweder auf der Fläche z1 oder z2 aufliegt. Die parallele Lage nimmt die Spule ein, wenn sie sich in Arbeitsstellung befindet, während sie in die schräge Lage gebracht wird, wenn eine volle Spule ausgewechselt wird. Durch diese schräge Stellung der Spule wird gleichzeitig das Rad t1 außer Eingriff mit dem Rad t gebracht, so daß dadurch die Drehung der Spule unterbrochen wird.
Zwischen den Spinnvorrichtungen und der Aufwindevorrichtung ist im Maschinengestell ein Trog 3 angebracht, der zur Aufnahme eines Fällbades dient, falls dies für die Behandlung der Fäden erforderlich sein sollte.
Die Maschine arbeitet in folgender Weise. Durch öffnen des Hahnes d tritt Flüssigkeit aus dem Gefäß b in das Rohr c und treibt die in diesem Rohr befindliche Luft vor sich her durch den gleichfalls geöffneten Auslaß-
j hahn h1. Hierbei sind die Spinnvorrichtungen c1 bis c" hochgeschlagen (Fig. 2), so daß sie durch die Gelenkhähne e1. bis e" gegen die Spinnflüssigkeit abgesperrt sind. Sobald aber die letztere in dem Gefäß i emporsteigt und die Luft aus dem Rohr c entfernt ist, werden die Spinnvorrichtungen nach Belieben alle oder teilweise durch Niederschlagen geöffnet, so daß die Spinnflüssigkeit aus allen den Düsen g austreten kann, deren Hähne g1 geöffnet sind. Die auf diese Weise gebildeten Einzelfäden werden entweder sofort oder, falls dies notwendig erscheinen sollte, erst nach Durchgang durch das Fällbad von der Führungsöse m aufgenommen und auf die Spule η geführt, die sich gerade vor der Führungsöse befindet. Gleichzeitig mit dem Öffnen der Spinnvorrichtungen wird der Antriebsriemen der Maschine von der Losscheibe auf die Festscheibe befördert, so daß durch die oben geschilderte Übersetzung sämtliche Spulen η in Umdrehung versetzt werden. Durch die sich dann gleichfalls drehende Hubscheibe s wird dann die öse m hin und her bewegt, so daß sich die Fäden in Kreuzwindung auf die
Spulen legen. Nach Vollendung einer Spule wird die Klinke w aus ihrer Aussparung am Spulenträger gehoben und der Spulenträger u so weit um die Achse ο gedreht, bis die leere Spule vor der Führungsöse m liegt. Die Klinke w wird dann in die unter sie tretende Aussparung des Spulenträgers geklappt, so daß der letztere dann wieder verriegelt ist. Auf der anderen Seite kann dann die volle
ίο Spule leicht mit einer leeren vertauscht werden, indem die Spindel υ so weit um den Bolzen v1 gedreht wird, daß die Feder 2 auf die schräge Fläche z2 drückt.
Ein großer Vorteil, besonders für das später erfolgende Abspulen des fertigen Fadens, besteht noch darin, die einzelnen Fäden, ehe sie durch die Führungsöse gehen, in üblicher Weise zusammenzudrehen oder zu zwirnen. Zur Erzielung dieses Zweckes ist folgende an sich bekannte Vorrichtung vorgesehen:
An Stützen 4 (Fig. 2) auf dem Maschinengestell α sind Arme 5 befestigt, die durch eine Leiste 6 miteinander verbunden sind, in der Weise, daß sich die Leiste 6 von der ersten bis zur letzten Führungsöse durch die ganze Maschine hindurchzieht. Auf der Leiste 6 stehen so viel Lager 7, wie Führungsösen m oder Spinnvorrichtungen vorhanden sind. Durch jedes Lager 7 geht ein Röhrchen 8, das an einem Ende einen Schnurwirtel 9 und an dem anderen einen Arm 10 mit Auge 11 trägt, das in der Achse des Röhrchens 8 liegt. Die Stützen 4, die die Schienen 6 an beiden Enden unterstützen, besitzen außer den Armen 5 noch Arme 12, die oben Lager 13 tragen, durch die eine Welle 14 geht. Auf dieser sitzt eine Scheibe 15, die durch einen Riemen 16 mit einer auf der Antriebswelle 0 sitzenden Scheibe 17 in Verbindung steht. Die Welle 14 wird also durch diese Verbindung in Umdrehung versetzt. Auf ihr ,sitzen jedem Schnurwirtel 9 gegenüber je ein Schnurwirtel 18, der durch eine Schnur mit dem Schnurwirtel 9 verbunden ist. Hierdurch wird die Drehung der Welle 14 auf das Röhrchen 8 und dadurch auf den Arm 10 übertragen, der dann dem Auge 11 eine Drehbewegung erteilt. Wenn nun die aus den Spinndüsen g austretenden Einzelfäden, ehe sie durch die Führungsöse m auf die Spule η gewickelt werden, vorher durch das Röhrchen 8 und das Auge 11 geleitet werden, dann werden sie zwirnartig zusammengedreht. Bei dem später erfolgenden Abspulen der fertigen Fäden werden dann auch solche Fäden mitgenommen, die etwa gebrochen sind, während bei einem einfachen Nebeneinanderlegen der Einzelfäden ohne Drahterteilung ein reißender Einzelfaden die Spule derart in Verwirrung bringen kann, daß ein weiteres Abspulen nicht möglich ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Spinnmaschine für Kunstfäden, bei der die aus den einzelnen Düsen der Spinn-Vorrichtung austretenden Einzelfäden entweder unmittelbar oder nach Durchgang durch eine Zwirnvorrichtung mittels eines hin und her bewegten Fadenführers als Fadenbündel in Kreuzwindungen auf Spulen geführt werden, dadurch gekennzeichnet, daß eine einzige entsprechend geformte Hubscheibe (s) die Fadenführer (m) an den Enden der Spule schneller bewegt als in der Mitte, so daß die Spule eine bauchige Form erhält.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT257237D 1911-02-17 Active DE257237C (de)

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GB191104078T 1911-02-17

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE747875C (de) * 1940-07-12 1944-10-18 Verfahren zum Aufwickeln eines frisch gesponnenen Kunstseidefadens auf eine Spinnspule
DE912992C (de) * 1950-03-02 1954-06-08 Bayer Ag Vorrichtung zum verlustlosen Aufwinden der Faeden an Spinn- und Spulmaschinen
DE967897C (de) * 1948-12-31 1957-12-27 I P Bemberg Ag Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung wollartiger Kunstfaeden
DE1038958B (de) * 1955-02-08 1958-09-11 Barmag Barmer Maschf Verfahren und Vorrichtung zum Fachen mehrerer Faeden

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