DE256154C - - Google Patents

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DE256154C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41GWEAPON SIGHTS; AIMING
    • F41G3/00Aiming or laying means
    • F41G3/14Indirect aiming means
    • F41G3/16Sighting devices adapted for indirect laying of fire
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41GWEAPON SIGHTS; AIMING
    • F41G3/00Aiming or laying means
    • F41G3/06Aiming or laying means with rangefinder
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41GWEAPON SIGHTS; AIMING
    • F41G5/00Elevating or traversing control systems for guns
    • F41G5/08Ground-based tracking-systems for aerial targets

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Beim Beschießen von Luftfahrzeugen und anderen sehr hoch gelegenen Zielen ist bekanntlich der Erhöhungswinkel über die Visier-' linie kleiner als bei gleich weit entfernten Zielen, die annähernd in derselben wagerechten Ebene mit dem Geschütz liegen, und zwar ist der Unterschied in den Erhöhungswinkeln um so größer, je höher gelegen das Ziel ist. Die Erfindung betrifft nun eine vorzugsweise
ίο beim Beschießen von Luftfahrzeugen zu benutzende, mit ,einem Entfernungsmesser geeigneter Art verbundene Einstellvorrichtung, bei der eine unmittelbare Ablesung sowohl von Entfernungszahlen wie von Visier- und Flugzeitangaben mit einer Fadenkreuzlupe ermöglicht ist, mit Hilfe welcher Angaben die Visier- und Aufsatzstellung für ein Geschütz sowie die Geschoßflugzeit und Zünderbrennlänge' derart und mit der erforderlichen Schnelligkeit bestimmt werden kann, daß ein Treffergebnis des Schusses möglichst gesichert ist. Die Benutzung einer graphischen, durch Kurven das Meßresultat angebenden Tafel, wie sie sich bereits bei ähnlichen bekannten
as Vorrichtungen findet, ist bei der neuen Vorrichtung grundsätzlich vermieden, weil eine solche Tafel im Falle des Vorhandenseins mehrerer in Beziehung zueinander gebrachter' Zahlenwerte erfahrungsgemäß eine schnelle, unverwechselbare Ablesung nicht gestattet, außerdem Hilfstafeln erforderlich macht. Die in Anwendung kommende Tabelle enthält statt dessen die Angaben sämtlich in ein gewöhnliches Koordinatennetz eingetragen, und die Erfindung besteht darin, daß (relativ zum feststehenden Fadenkreuz) eine solche Tabellenfläche vermöge mechanischer Verbindung mit einem Entfernungsmesser in Richtung der beiden Koordinaten bewegt wird, und zwar einesteils gemäß der durch den Entfernungsmesser festgelegten Entfernung, andernteils proportional mit der Änderung des Rieht- oder Höhenwinkels, unter welchem das Ziel anvisiert wird.
Auf der Zeichnung ist beispielsweise eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht. Fig. 1 zeigt das Diagramm einer Tabellenfläche in Zylinderform, an welcher die Entfernungseinstellung im Sinne einer achsialen Bewegung und die Richtwinkeleinstellung im Sinne einer z. B. etwa vervierfachten Winkeldrehung erfolgen kann, Fig. 2 stellt das Fadenkreuzschauloch in natürlicher Größe dar, und Fig. 3 gibt das Bild eines in der Lupe vergrößert ersichtlichen Feldes der Tabellenfläche unter dem Fadenkreuz. Fig. 4 ist ein Horizontalschnitt und Fig. 5 ein Aufriß des auf einem Stativ drehbaren Entfernungsmessers, an welchem gemäß Fig. 4 die Ausrüstung mit der neuen Vorrichtung ersichtlich gemacht ist. '
Der Entfernungsmesser von an sich bekannter Art ist beispielsweise nach dem System des Koinzidenztelemeters gebaut und .besteht hiernach aus einem zu beiden Seiten
des Okularansatzes ο nach rechts und links vom Beobachterstandpunkt ausladenden Rohr e, welches Spiegelprismen enthält, wodurch das Ziel von ο aus gleichzeitig mittels der Objekti ve p, q an jedem Rohrende anvisiert werden kann. Die Entfernung zwischen den Objektiven p, q entspricht der Telemeterbasis. Ein im Innern des Telemeterrohres angebrachtes Stellprisma m läßt sich mittels Handstellvorrichtung s derart verstellen, daß für eine bestimmte Stellung die im Objektiv p, q beobachteten Zielbilder zusammenfallen; das Maß der bezüglichen Einstellbewegung entspricht jeweils der gemessenen Entfernung.
Wie aus Fig. 5 ohne weiteres ersichtlich, bestimmt sich der Höhenwinkel des Ziels am Entfernungsmesser unmittelbar durch die Richtlage der Objektive fi, q (Winkel ß). Behufs Änderung der Richtlage ist das Telemeterrohr e um seine Längsachse drehbar in Lagerringen r, rl des Stativkopfes angeordnet. Der Ring r1, ist als feststehendes Rohrgehäuse g einseitig fortgesetzt, und an diesem Gehäusemantel befindet sich die Schauöffnung nebst Fadenkreuzlupe i in ortsfester Lage. Vom Zahnbogen ζ des Telemeterrohres β wird durch ein Zahngetriebe u, v, w die Drehung auf einen unabhängig vom Rohr e. drehbaren Rohrteil c übertragen, welcher mittelbar durch einen auf ihm längs verschiebbaren Zylinder b den Träger für die in Zylinderform (Fig. 1) angewendete Tabellenfläche α bildet. Das Übersetzungsverhältnis des Getriebes z, u, v, w ist zweckmäßig annähernd wie 1: 4 gewählt, damit der Zylindermantel mit einer Drehung bis zu 360° ausgenutzt ' wird, während die in Frage kommenden Drehungen des Entfernungsmessers innerhalb eines Winkels bis 90° liegen. Jede Drehung des Telemeterrohres um seine Längsachse überträgt sich mithin gleichsinnig und proportional auf die Zylinder c, b mit Tabellenfläche a. Letzterer ist als teleskopartig verschiebbarer Teil auf den Zylinder c so aufgesetzt, daß er zwar bei dessen Drehung mitgenommen wird, selbst aber in Achsialrichtung noch verschoben werden kann.
Die Schubbewegung erhält der Zylinder b mittels einer Zahnstange d, die bei Drehung des Stellgriffes s entsprechend verschoben wird, während gleichzeitig mittels Getriebes j, k und einer Kurvennuttrommel η das Stellprisma m die Einstellbewegung erfährt. Die Form der Einstellkurven an der Trommel η ist so gewählt, daß die kleinen Stellungsänderungen des Prismas m vergrößerten Verschiebungshüben des Zylinders b entsprechen, die proportional den jeweiligen Entfernungen sind. Durch die beschriebene Vorrichtung kann mithin der auf dem Zylinder b befestigten Tabellenfläche α eine zwiefache, von der
fernungsmessereinstellung direkt abhängige Einstellbewegung mitgeteilt werden. In Fig. 1 ist die Tabellenfläche α schematisch dargestellt, wobei die Achsialbewegung durch einen Pfeil in der Achsrichtung und die Winkeldrehung durch einen anderen Pfeil bezeichnet ist. Die Anlage der Tabelle a (mit doppeltem Eingang) ist derart, daß die Stellungswinkel 0, ß1, ß2, ß3 . . . auf die längslaufenden Felderreihen des Koordinatennetzes bezogen sind und daß den Feldern in Umfangsrichtung die bezüglichen Entfernungen*1,*23 . ... ziffernmäßig in Metern entsprechen.
Jedes Feld enthält die dem Feldmittelpunkt zugeordnete Aufsatzstellung, Flugzeit und Brennlänge außer dem beigefügten Entfernungsmaß.
Beim Gebrauch der Vorrichtung wird der Entfernungsmesser, nachdem seine Fußplatte wagerecht gestellt ist, z. B. auf ein Ziel in gleicher Höhe eingerichtet; alsdann erscheint ein Feld der untersten wagerechten Spalte der Tabelle hinter dem Fadenkreuz des Ablesefensters, welches die Entfernung des Zieles enthält. Diese unterste Spalte erfüllt also den Zweck des ehemaligen Maßstabes des Entfernungsmessers, solange Entfernungen von Zielen gemessen werden, welche in gleicher Höhe liegen öder deren Stellungswinkel gleich Null ist. Steigt jetzt das Ziel bis zu einem Punkt mit dem Stellungswinkel β und der direkten Entfernung x, so ist der Beobachter gezwungen, das Rohr um den Winkel β zu drehen, damit das Ziel dauernd in der Mitte des Gesichtsfeldes bleibt und gleichzeitig wegen der Entfernungsänderung eine Verschiebung des Prismas und damit des Zylinders b durch Drehung der Triebschraube s vorzunehmen, um stets die beiden Teilbilder in Deckung zu erhalten. Durch diese Drehung und Verschiebung gelangt ein anderes Feld der Tabelle hinter das Fadenkreuz des Ablesefensters, welches nunmehr Aufsatzstellung, Flugzeit und Brennlänge für den- Standpunkt des Zieles enthält (Fig. 3).
Die Größe der Schauöffnung oder der Lupe i ist so bemessen, daß außer dem Feld hinter dem Fadenkreuz noch eine gewisse Anzahl der benachbarten Felder zu übersehen ist (Fig. 3). Durch diese Einrichtung sind diejenigen Verbesserungen zu ermitteln, die wegen der Bewegung des Luftfahrzeuges wähhrend der Flugzeit der Geschosse erforderlich sind.
Dazu kann die Tabelle noch durch Beifügung besonderer Hilfswerte dahin vervollkommnet werden, daß auch die Geschwindigkeitskomponenten, mit welchem das Ziel seinen Weg nimmt und die nicht ohne weiteres vom Standpunkte des Beobachters zu beurteilen sind, mitberücksichtigt werden.
In Fig. 3 ist der sichtbare Teil der Tabelle schematisch — auch bezüglich der eingetragenen Zahlen — dargestellt. Das Fadenkreuz steht über der Mitte eines Feldes.
Es bedeuten die Zahlen dieses Feldes:
4000 die Aufsatzstellung in Metern,
20 die Geschoßflugzeit in Sekunden,
4 200 die Brennlänge in Metern.
Die Zahlen an den Schnittpunkten der Koordinaten geben die tatsächlichen Entfernungen an. 42 bedeutet 4200 m. Die wirkliche Entfernung des Zieles wäre also bei der gezeichneten Stellung des Fadenkreuzes 4 250 m. Die Zahlen, welche den lotrechten Linien gleichlaufend eingetragen sind, geben die Korrekturen, welche erforderlich sind, um die vorgenannte Geschwindigkeitskomponente des Weges zu berücksichtigen. Steht das Fadenkreuz z. B. über der Stelle 4 und steigt es in der Geschoßflugzeit t Sek. bis B, so ist nicht die unmittelbar vor dem Schuß vom Apparat angezeigte Aufsatzstellung als bestimmend anzunehmen, sondern eine um 275 größere.
Die Bewegung des Zieles in der Flugrichtung ist daran zu erkennen, daß während der fortlaufenden Einstellung das Fadenkreuz scheinbar von einem Feld zu einem Seitenfeld wandert. Dementsprechend sind die Korrektüren gemäß den Ziffern, die nach rechts oder links stehen, anzubringen. Die in Fig. 3 ersichtlichen Ziffern (z. B. 225) .bedeuten Zuschlagzahlen, um welche die sonst geltenden Zahlen für Aufsatzstellung sinngemäß verändert werden.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Mit Entfernungsmesser verbundene Einstellvorrichtung, insbesondere für Visieroder Aufsatz- und Geschoßflugzeit-Angaben zum Beschießen von Luftfahrzeugen, dadurch gekennzeichnet, daß ■— relativ zu einem feststehenden Fadenkreuz (i) — eine Tabellenfläche (a), welche die einander zugeordneten Angaben nebst Entfernungszahlen in einem Koordinatennetz eingetragen enthält, vermöge mechanischer Verbindung mit einem Entfernungsmesser in Richtung der beiden Koordinatenachsen selbsttätig bewegt wird, nämlich in der einen Richtung nach Maßgabe der Entfernung und in der anderen Richtung nach Maßgabe des Richtungs- oder Höhenwinkels des Zieles.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, gdaß die Tabellenfläche '(a) in Zylinderform angewendet wird, und daß der als Tabellenträger dienende Zylinder einerseits die achsiale Bewegung nach Maßgabe der Entfernungseinstellung und andererseits eine Winkeldrehung proportional der Richtwinkeländerung erfährt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2 mit einem Prismentelemeter, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellung des Stellprismas unter Vermittlung einer Kurvennuttrommel (nj von einem drehbaren Stellgriff (s) aus erfolgt, welcher zugleich mittels Zahnstangengetriebes (A) die achsiale Schubeinstellung der Tabellenfläche bewirkt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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