DE255346C - - Google Patents

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DE255346C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41CPROCESSES FOR THE MANUFACTURE OR REPRODUCTION OF PRINTING SURFACES
    • B41C1/00Forme preparation
    • B41C1/18Curved printing formes or printing cylinders

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVi 255346 KLASSE Bc. GRUPPE
AUGUST M1USTERER in MYLAU i.V.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. März 1912 ab.
Bei den bisher bekannten Stoffdruckplatten und -walzen wurde in der Hauptsache das Muster unmittelbar aus. dem Holzkörper gestochen. Es zeigte sich jedoch hierbei das Übel, daß.Holz die Farbe nicht gut annimmt und demzufolge mit aus Holz bestehenden Druckflächen nicht besonders gute Muster erzielt · wurden. Man versuchte deshalb diesem Ubelstand dadurch abzuhelfen, daß man nach
ίο Art alter Reliefarbeiten die Kanten des Musters durch Messingwände bildete und die so entstehenden, das Muster zeigenden Hohlräume mit Filz auskleidete, der eingeklebt wurde. .
Dieses Verfahren ist außerordentlich umständlich und kostspielig, wenn auch die damit erzielten Ergebnisse etwas besser waren als bei den Holzmustern.
Das neue Verfahren zur Herstellung von Stoffdruckplatten und -walzen, das den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet, ist dadurch gekennzeichnet, daß auf die Walzen oder Platten mit wasserunlöslichem Leim eine Filzschicht aufgeklebt und festgepreßt wird, und nachdem der Leim trocken ist, erfolgt die Tränkung mit einer Schellacklösung je nach Bedarf größerer oder geringerer Härtung des Filzes. Nach dem Trocknen erfolgt das Abdrehen mit Hilfe eines scharfen Werkzeuges, sodann das Aufzeichnen des Musters und Ausstechen der Figuren und das Annageln der Figuren auf die Walze bzw. auf die Platte.
In der Zeichnung sind eine Walze und eine Platte dargestellt, die nach dem neuen Verfahren angefertigt worden sind.
Es zeigt
Fig. ι die Ansicht einer Druckwalze,
Fig. 2 einen Querschnitt längs der Linie A-B der Fig. 1,
Fig. 3 die Aufsicht auf eine Druckplatte,
Fig. 4 einen Querschnitt längs der Linie C-D der Fig. 3.
Die in Fig. 1 und 2 dargestellte Druckwalze besteht in bekannter Weise aus einer runden, „45 aus Holz hergestellten Walze a, auf welche durch eine wasserunlösliche Leimschicht b eine Filzschicht c von der Dicke des auszustechenden Musters aufgeklebt ist. Diese Filzschicht wird nach dem Aufkleben umwickelt, so daß sie vollkommen gleichmäßig am ganzen Umfang der Walze α festklebt. Nach dem Trocknen wird die Filzschicht mit einer Schellacklösung getränkt, um sie zu härten, und nach dem Trocknen wird die ganze Walze mit Hilfe eines . scharfen Werkzeuges glatt abgedreht (bzw. die Platte geschliffen). Hierauf wird in bekannter Weise aus der Filzschicht c das vorgezeichnete Muster d,. das in Fig. 1 der Einfachheit halber nur teilweise gezeichnet ist, ausgestochen. Unter Umständen folgt jetzt ein nochmaliges Härten mit gelöstem Schellack und erneutes Trocknen. Sodann werden die stehenbleibenden Teile des Musters mittels zahlreicher kleiner Metallstifte β auf der Walze a nochmals befestigt. Nachdem dies geschehen ist und die vorstehenden Nagelenden abgezwickt worden sind, wird die Filzoberfläche
zusammen mit den Stiften nochmals abgedreht, so daß also dann der aus Fig. 2 ersichtliche Querschnitt entsteht.
Das gleiche Verfahren wird auch bei der aus Fig. 3 ersichtlichen Druckplatte f verwendet, die in bekannter Weise aus einer aus verschiedenen Holzschichten zusammengeklebten Holzunterlage g besteht, auf welcher die Filzschicht h in soeben beschriebener Weise aufgebracht wird.
Das in Fig. 3 nur teilweise gezeichnete
Muster k wird in bereits beschriebener Weise erzeugt. In gleicher Weise erfolgt die Nagelung und das Abschleifen der Filzfiguren mitsamt den abgezwickten Metallstiften.
Es entsteht beim Arbeiten mit derartig hergestellten Walzen bzw. Platten ein Muster, das sich in nichts von den bisherigen Holzmustern unterscheidet, jedoch wesentlich bessere Eigenschaften zum Drucken aller Arten von Stoffen zeigt. Da keine Metalleinfassung für das Muster benötigt wird, ist das neue Herstellungsverfahren erheblich einfacher und billiger als alle bekannten Verfahren.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Stoffdruckplatten oder -walzen, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Platten oder Walzen eine Filzschicht mit wasserunlöslichem Leim aufgeklebt und festgepreßt wird, die, nachdem der Leim trocken ist, mit einer Schellacklösung getränkt und nach dem Trocknen des Schellacks abgedreht wird, worauf das Muster ausgestochen wird und die Musterteile angenagelt werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US11090255B2 (en) 2018-12-04 2021-08-17 Momentive Performance Materials Inc. Use of polycarboxylic acid compounds for the treatment of fibrious amino acid based substrates, especially hair

Cited By (1)

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US11090255B2 (en) 2018-12-04 2021-08-17 Momentive Performance Materials Inc. Use of polycarboxylic acid compounds for the treatment of fibrious amino acid based substrates, especially hair

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