DE2509408C3 - Farbphotographisches Aufzeichnungsmaterial - Google Patents
Farbphotographisches AufzeichnungsmaterialInfo
- Publication number
- DE2509408C3 DE2509408C3 DE19752509408 DE2509408A DE2509408C3 DE 2509408 C3 DE2509408 C3 DE 2509408C3 DE 19752509408 DE19752509408 DE 19752509408 DE 2509408 A DE2509408 A DE 2509408A DE 2509408 C3 DE2509408 C3 DE 2509408C3
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- color
- coupler
- recording material
- couplers
- colored
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03C—PHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
- G03C7/00—Multicolour photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents; Photosensitive materials for multicolour processes
- G03C7/30—Colour processes using colour-coupling substances; Materials therefor; Preparing or processing such materials
- G03C7/32—Colour coupling substances
- G03C7/333—Coloured coupling substances, e.g. for the correction of the coloured image
- G03C7/3335—Coloured coupling substances, e.g. for the correction of the coloured image containing an azo chromophore
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- C09B—ORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
- C09B29/00—Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling
- C09B29/24—Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling from coupling components containing both hydroxyl and amino directing groups
- C09B29/28—Amino naphthols
- C09B29/30—Amino naphtholsulfonic acid
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)
Description
OH
CONH(CH2In-O
in der bedeuten:
R und R1 Alkylreste mil I bis 8C-Atomen und
» eine Zahl von I bis 6,
und der farbige Blaugrünkiippler der Formel Il
entspricht
O R2
OH Ii I ^^
Cl I NHC-C —O—<
V-R-'
A/ ι Y^
H D4
H1C
R4
(in
--N = N
MOjS
HO NHCOR5
SO., M
(III)
IO
r>
2«
in der bedeuten:
R2 einen Alkylrest mit 1 bis 6C-Atomcn,
R' und R4 jeweils einen Alkylrest mit 2 bis
6 C-Atomen,
B ein Wassersloffatom oder einen Rest der Formel — COOR", in der R" ein
Alkylrest mil I bis 8C-Atomen ist und Λ einen sulfonierten Naphthylazoresl der
folgenden Formel III
in der bedeuten:
R5 einen Alkylrest mil 1 bis 4C-Atomen und
M ein photographisch inaktives Kation.
2. Farbphotographirches Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der farblose Kuppler 1 -Hydroxy-2-[>-(2,4-di-t.-pentylphenoxy)-n-butyl]-naphthamid
ist.
3. Farbphotographisches Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß es einen farbigen Kuppler der Formel II enthält, in der bedeuten:
R2 einen Äthylrest;
R'1 und R4 jeweils einen Pentylrest;
R5 einen Methylrest;
R6 einen Butylrest und
A einen Rest der Formel IU.
A einen Rest der Formel IU.
4. Farbphotographisches Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß es einen farbigen Kuppler der Formel II enthält, in welcher M1 ein Pyridinrest
ist und A sich in para- oder crtho-Stellung an dem Phenoxyrest befindet.
5. Farbphotographisches Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der farbige Kuppler der folgenden Formel
C2H5
OH I
Cl I NHCOCHO
y/
C5H11-I
C5H11-I
HO NHCOCH
, 2 · Ij
SO.,H
COO(CH2 ).,C H,
entspricht.
6. Farbphotographisches Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der farblose Kuppler der folgenden Formel
C)H
CONH(CH2U- O
C5H11-I
entspricht.
7. Farbphotographisches Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der farbige, farbkorrigiercndc Blaugrünkuppler der folgenden Formel
H.,C
C2H5
NHCOCHO
NHCOCHO
C5H11-I
C5H11-I
N = N
HOjS
entspricht.
HO NHCOCH1
SO.,H
Die Erfindung betrifft ein farbphotographisches Aufzeichnungsmaterial, das mindestens eine rot sensibilisierte
Silberhalogenidemulsionsschicht aufweist, die (a) mindestens einen farblosen nanhiholischen
Blaugrünkuppler und (b) mindestens einen farbigen, "arbkorrigierenden Blaugrünkuppler, der einen beim
Farbentwickeln abspaltbaren Azorest hat, enthält.
Zur Herstellung farbphotographischer Bilder werden bekanntlich Farbkuppler verwendet, die während
des photographischen Entwicklungsprozesses mit den Oxidationsprodukten von Entwicklerverbindungen
vom Typ aromatischer Amine unter Bildung von Farbstoffen zu reagieren vermögen. Im allgemeinen
handelt es sich bei den verwendeten farbstoffbildenden Kupplern um farblose oder praktisch farblose Verbindungen,
wobei die Farblosigkeit der Kuppler in der Regel erwünscht ist, wenn diese in Emulsionsschichten eingearbeitet werden und nicht umgesetzte
Farbkuppler nach der Erzeugung der Farbbilder im Aufzeichnungsmaterial zurückbleiben.
Als nachteilig erweist es sich, daß die Absorptionsspektren üblicher Farbstoffe, die unter Verwendung
der Farbkuppler erzeugt werden, unerwünschte Absorptionen aufweisen, z. B. die blaugrünen Bildfarbstoffe
solche im grünen und blauen Bereich und purpurrote Bildfarbstoffe solche im blauen und in
gewissem Umfang auch im roten Bereich. Die unerwünschte Absorption eines typischen Blaugrünfarbstoffs
wird in der F i g. 1 als der Teil der Kurve über der Basislinie bei Wellenlängen von unter etwa
600 Millimikron veranschaulicht.
Das menschliche Auge hat die Fähigkeit, eine derartige unerwünschte Absorption in positiven Farbphotographien
und Diapositiven bis zu einem gewissen Grade automatisch zum kompensieren, doch fehlt
eine derartige Kompensationsfähigkeit den Vorrichtungen, die für die Reproduktion photographischer
Aufnahmen und zur Herstellung von Farbdiaposotiven Verwendung finden, weshalb photogräphische Bilder,
die auf mechanischem Wege aus z. B. Farbnegativen oder Diapositiven reproduziert werden, farbkorrigiert
werden müssen. Eine Farbkorrektur ist insbesondere dann notwendig, wenn es gilt, die Farbvorlage mittels
einer Reihe von Negativ-Positiv-Negativ-Positiv-Stufen zu reproduzieren, wie dies gewöhnlich bei der
Herstellung von Kinofilmen (aus »Original«-Filmen) der Fall ist.
Es ist bekannt, z. B. aus dem Buch von R. W. G. H u η t
»The Reproduction of Colour«, Kapitel 13, Seiten 233, 263, Verlag John Wiley&Sons, 1967, sowie aus der
US-PS 34 76 563, die unerwünschte Absorption eines aus einem bestimmten Farbkuppler erzeugten Farbstoffs
dadurch zu kompensieren, daß dem farbphotographischcn Aufzeichnungsmaterial ein spezieller
farbiger Kuppler zusätzlich zu dem den Bildfarbstoff erzeugenden Kuppler einverleibt wird. Zur
Korrektur der unerwünschten Absorption eines Blaugrünfarbstoffes absorbiert der farbige Kuppler sowohl
grünes als auch blaues Licht. Derartige farbige Kuppler können theoretisch mit der oxidierten Farbentwicklerverbindung
während des Farbentwicklungsprozesses reagieren unter Bildung eines geeigneten blaugrünen Bildfarbstoffes, während sie gleichzeitig
proportional zur Entwicklung ihre Fähigkeit verlieren, im grünen und blauen Bereich des Spektrums
zu absorbieren. Auf diese Weise »korrigieren« sie die unerwünschte Grün- und Blauabsorption des Farbstoffes,
der sich aus dem zur Bildung des Blaugrünfarbstoff befähigten Kuppler im photographischen
Aufzeichnungsmaterial bildet.
Aus den US-PS 24 53 661, 24 55 169, 24 55 170, 7.5 21 908 und 27 06 684 sind z.B. Farbkuppler bekannt,
die von sich aus mehr oder weniger stark farbig sind aufgrund einer chromophoren Gruppe,
welche während der Kupplungsreaktion abgespalten oder zerstört wird, wobei die uruprüngliche Farbe
des Kupplers verschwindet und bei der Kupplungsreaktion ein neuer Farbstoff erzeugt wird.
Bei der Entwicklung einer Emulsionsschicht mit einem derartigen farbigen Kuppler entstehen somit
in den entwickelten Bezirken Verbindungen mit einem
ίο neuen Farbton, wodurch ein »zusammengesetztes«
Farbstoffbild erzeugt wird, bestehend aus dem neuen Farbstoff und dem noch vorhandenen Kuppler.
Die Theorie der Farbkorrektur erfordert, daß die Summe der Absorption des noch vorhandenen farbigen
Kupplers und der unerwünschten Absorption des Bildfarbstoffes so konstant wie möglich sein soll.
Die übliche bekannte Farbkorrektur führt entweder zu einer nicht idealen, d. h. nicht gleichförmigen
Korrektur oder zu unerwünscht hohen Dmin-Werten.
Die höheren Dmln-Werte ergeben sich dabei ganz
offensichtlich aus der Notwendigkeit, vergleichsweise große Mengen an bestimmten farbkorrigierenden
Kupplern, welche eine vergleichsweise geringe Aktivität aufweisen, verwenden zu müssen. Em anderer
Nachteil, der üblichen zur Farbkorrektur verwendeten Farbkupplern mit an sich günstigen Korrektureigenschaften
anhaftet, liegt in ihrer Farbe vor der Reaktion mit oxidierten Farbentwicklerverbindungen begründet.
So ist die Spilzenabsorption derartiger farbiger
jü Kuppler oftmals um mehrere Wellenlängen zu hypsochrom,
was unerwünscht niedrige Korrekturen ergibt.
Als weiterer Nachteil bei der Verwendung farbiger,
in Kupplungsstellung einen abspaltbaren Azorest aufweisender Kuppler zur Korrektur unerwünschter
r> Absorptionen von Blaugrünfarbstoffen wird z. B. in der DE-OS 19 43 134 eine durch das vom Azorest
befreite Produkt bewirkte autokatalytische Entwicklungsbeschleunigung mit damit einhergehendei Schleierbildung
beschrieben, wodurch Bilder mit zu hohem
•to Kontrast und grober Körnigkeit resultieren. Zur
Lösung dieses Problems werden in Kombination mit den farbigen azoresthaltigen Kupplern als Entwicklungsinhibitoren
farblose Kuppler vom Phenoloder Naphtholtyp verwendet, die in Kupplungsstellung ein abspaltbares Jodatom enthalten, so daß die
freigesetzten Jodionen die unerwünschten Effekte kompensieren. Diese bekannte Methode, die auf der
gleichzeitigen Abspaltung von Azoresten und Jodionen basiert, hat offensichtlich komplexe Umsetzungsreaktionen
zur Folge, die zusätzliche Probleme aufwerfen können.
Eine sehr komplexe und aufwendige Lösung des Problems der Farbkorrektur ist ferner z. B. aus der
US-PS 38 59095 bekannt, wonach ein Gemisch aus einem öllöslichen, vergleichsweise reaktiven Kuppler
und einem alkalilöslichen, vergleichweise reaktionsträgen Kuppler der Emulsion einverleibt werden muß.
Bei Verwendung von azoresthaitigen farbkorrigierenden Kupplern des Standes der Technik, wie sie
bo z. B. in den unten angegebenen Vergleichsbeispielen
beschrieben sind, werden zwar ausgezeichnete Farbstoffe, jedoch keine »idealen« oder »gleichförmigen«
Farbkorrekturen erhalten, wie dies durch die F i g. 3 und 4 veranschaulicht wird. Die Kurven G (für Grün)
b5 und B (Für Blau) zeigen nicht die erwünschte gleichförmige
Absorption, sondern beträchtliche Absorptionsunterschiede, was insbesondere für den grünen
Bereich des Spektrums gilt. Eine ideale Farbkorrektur
müßte zu vollständig geraden »G«- und »B«-Kurven führen, wie sie in den F i g. 3 und 4 mit »ideal« gekennzeichnet
sind.
Die Tatsache, daß gemäß Stand der Technik eine
völlig befriedigende Lösung des anstehenden Farbkorrektur-Problems
noch nicht bekannt wurde, ist offensichtlich auf die zahlreichen unterschiedlichen
chemischen und physikalischen Parameter eines Farbkorrekturprozesses zurückzuführen. So müssen z. B.
die Reaktionsgeschwindigkeiten und relativen Reaktivitäten der in einer »Farbkorrektur«-Kombination
vorliegenden Kuppler zu jedem Zeitpunkt des Entwicklungsprozesses aufeinander abgestimmt werden,
wobei die Konzentration und der pH-Wert der Entwicklerlösung, die Konzentration der Reaktions-Nebenprodukte
und viele andere Aspekte des chemischen Farbentwicklungsprozesses nicht nur von einer
Entwicklungsstation zur anderen voneinander abweichen, sondern auch während einer einzigen Farbentwicklur.gsoperation
schwanken können.
Aufgabe der Erfindung ist es, farbphotographischc Aufzeichnungsmaterialien anzugegeben, die zu Farbbildern
mit geringem Farbschleier und Blaugrün-Bildfarbstoffen mit besonders guter spektraler Absorption
führen, deren unerwünschte Nebenabsorption gleichförmig über den gesamten Belichtungsbereich kompensiert wird.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß die angegebene Aufgabe dadurch lösbar ist, daß zur
Farbkorrektur von aus farblosen naphtholischen Kupplern und oxidierten Farbentwicklerverbindungen
gebildeten Blaugrün-Bildfarbstoffen genau definierte phenolische Farbkuppler mit einem Naphthylazophenoxyrest
verwendet werden.
Die Lösung der Aufgabe erfolgt mit einem farbphotographischen Aufzeichnungsmaterial, das mindestens
eine rot sensibilisierte Silberhalogenidemulsionsschicht aufweist, die (a) mindestens einen farblosen
naphtholischen Blaugrünkuppler, und (b) mindestens einen farbigen, farbkorrigierenden Blaugrünkuppler,
der einen beim Farbentwickeln abspaltbaren Azorest hat, enthält, das dadurch gekennzeichnet ist,
daß der farblose Blaugrünkuppler der folgenden Formel I entspricht
OH
VCONHICH2I,- O
R (D
R1
in der bedeuten:
R und R' Alkylrestc mit I bis X C-Atomen und
/i eine Zahl von I bis 6.
und der farbige Blaugrünktippler der Formel II entspricht
O R2
oh Il I χ
Cl I NHC- C — O—<f
v/
in der bedeuten:
R2 einen Alkylrcst mil I bis 6C-Alonien.
R1 und RJ jeweils einen Alkylresl mit 2 bis 6('-Atomen,
R1 und RJ jeweils einen Alkylresl mit 2 bis 6('-Atomen,
B ein Wasscrstoffalom oder einen Rest der
Formel -COOR'', in der R" ein Alkylrcsi
mil I bis 8C-Atomen ist und
Λ einen sulfonierten Naphlhyla/orcst der folgenden Formel III
Λ einen sulfonierten Naphlhyla/orcst der folgenden Formel III
IK) NHCOR5
IiII)
SO., M
H.,C
(II)
in der bedeuten:
R5 einen Alkylresl mil I bis 4C-Atomen und
M ein photographisch inaktives Kation.
Durch die Erfindung wird erreicht, daß während des gesamten Farbentwicklungsprozesses eine fast
perfekte Farbkorrektur des erzeugten Blaugrünfarb-Stoffs bewirkt wird und die Charakteristik-Kurven
für die Rot-, Grün- und Blauabsorption den Idealkurven, wie sie in den Fig. 3 und 4 veranschaulicht
sind, weitgehend entsprechen.
Aus Fig. 5 ergibt sich die überraschende Oleichförmigkeit
der Blaugrün-Farbkorrektur, die sich durch Verwendung der beschriebenen Kupplerkombination
erreichen läßt. Experimcntielle Daten bezüglich der Fig. 2 bis 5 werden in den später folgenden Beispielen
angegeben.
Bei der Farbentwicklung eines photographischen Aufzeichnungsmaterials nach der Erfindung bildet
somit der naphtholische Farbkuppler bei Reaktion mit oxidierter Farbentwicklerverbindung einen ersten
blaugrünen Farbstoff, wohingegen der zur Farbkorrektur verwendete farbige Kuppler mit einem
Naphthylazophenoxyrest bei Reaktion mit oxidiertci Farbentwicklerverbindung dem Naphthylazophenoxyrest
abspaltet und einen zweiten blaugrünen Farbstoff bildet, wodurch eine gleichförmige Korrcktui
der unerwünschten Absorpticnscharakteristika des ersten blaugrünen Farbstoffes erfolgt. Die farbige
Verbindung, die sich aus dem Naphtnylazophenoxyrest bildet, wird anschließend aus dem Aufzeichnungsmaterial
ausgewaschen.
In der Formel I haben R und R* vorzugsweise die
gleiche Bedeutung. Vorzugsweise bestehen R und R' aus Alkylresten mit 4 bis 6 Kohlenstoffatomen.
Vorzugsweise bestehen in der Formel II R1 und R"
aus Alkylresten mit 4 bis 6 Kohlenstoffatomen, wöbe; auch R3 und R* vorzugsweise die gleiche Bedeutung
haben. Vorzugsweise bestehen des weiteren R, R1, R:
und R4 aus tertiären Alkylresten. R2 und R5 sind vorzugsweise
Alkylreste mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen m ist vorzugsweise eine Zahl von 2 bis 4. R6 steht vor·
zugsweise für einen Äthyl-, Propyl- oder Butylrest
In der Formel III kann M ein beliebiges mono·
valentes Kation sein, das weder zu einer unerwünsch ten Verschleierung des Aufzeichnungsmaterials führ!
noch die photographischen Eigenschaften des Auf Zeichnungsmaterials nachteilig beeinflußt. Derartige
Kationen können beispielsweise Alkalimetallkationer sein, z. B. Natrium- oder Kaliumkationen oder Stick
stoff enthaltende Kationen, beispielsweise Ammoni
um-, Methylammonium-, Äthylammonium-, Diathyiammonium-,
Triäthylamuicnium-, Äthanulammonium-.
Diäthanoiammonium- wie auch cyclische Ammoniumkationen, z. B. Pyridin-, Piperidin-, Anilin-,
Toliidin-, p-Nitroanilin- und Anisidinkationen. r>
Aus Löslichkeitsgründen besteht das Kation (M) der sulfonierten farbigen Kuppler vorzugsweise aus
einem tertiären Ammoniumk-ition, insbesondere einem
aus einem cyclischen tertiären Amin gebildeten Kation,
beispielsweise einem Pyridiniumkation. i<>
Besonders vorteilhafte farbige phenolische Farbkuppler mit einem Naphthylazophenoxyrest sind
folgende:
a) 2-Chlor-6-[,*-(2,4-di-t-pentylphenoxy)butyramido]-4-[2-(8-acetamido-3,6-disulfo-i
-hydroxy-2- ι r-,
naphthylazo)-4-(n-carbobutoxy)phenoxy]-3-methylphenol,
Dipyridinsalz;
b) 2-Ch!or-6-[i*-(2,4-di-t-pentylphenoxy)butyrariiido]-4-[4-{8-aceiamido-3,6-disuifo-i-hydroxy-2-naphthy!azo)-phenoxy]-3-methylphenol,
Dipyridinsalz;
c) 2-Chlor-6-[i*-(2,4-di-t-pentylphenoxy)butyramido]-4-[2-(8-acetamido-3,6-disulfo-l-hydroxy-2-naphthylazo)-phenoxy]-3-methylphenol.
Dipyridinsalz; 2r>
d) 2-Chlor-6-[,ii-(2,4-di-t-pentylphenoxy)butyramido]-4-[2-(8-acetamido-3,6-disulfo-l-hydroxy-2-naphthylazo)-4-carbomethoxy)phenoxy]-2-methylphenol,
Dipyridinsalz
und andere tertiäre Aminsalze. j»
Besonders vorteilhafte naphtholische farblose Kuppler, die sich zur Herstellung farbphotographischer
Aufzeichnungsmaterialien nach der Erfindung eignen und welche blaugrüne Bildfarbstoffe bei Reaktion
mit oxidierten Farbentwicklerverbindungen liefern, r> sind beispielsweise:
a) I -Hydroxy-2-[/f-(2,4-di-t.-pentylphenoxy)-äthyl]-naphthamid;
b) 1 -Hydroxy-2-[ 1-(2,4-di-t.-pentylphenoxy)-n-butyl]-naphthamid.
Die im Einzelfalle günstigsten Konzentrationen der Kuppler der farbkorrigierenden Kupplerkombination
hängen von der im Einzelfalle erwünschten Dichte des blaugrünen Bildfarbstoffes und dem besonderen
erwünschten Farbstich des entwickelten farbphotographischen Aufzeichnungsmaterials ab. In
vorteilhafter Weise kann das Verhältnis von farblosen einen blaugrünen Bildfarbstoff erzeugenden
naphtholischen Farbkuppler zu den farbigen phenolischen Farbkupplern mit einem Naphthylazophenoxyrest
im Aufzeichnungsmaterial bei etwa 2,5: 1 bis etwa 3,5:1, insbesondere bei etwa 3:1 liegen. In
vorteilhafter Weise werden die farblosen, blaugrüne Bildfarbstoffe erzeugenden naphthclischen Farbkuppler
in Konzentrationen von etwa 175 bis etwa 810 mg/ m2 Aufzeichnungsmaterial angewandt, obgleich sie
auch in größeren oder geringeren Konzentrationen als angegeben angewandt werden können.
Die Farbkuppler können nach üblichen bekannten Methoden in photographische Silberhalogenidemul- 60 H3C
sionsschichten eingearbeitet werden. Im allgemeinen hat es sich als vorteilhaft erwiesen, die Kuppler unter
Verwendung von einem oder mehreren hochsiedenden Kupplerlösungsmitteln, vorzugsweise hierin gelöst,
zu verwenden.
In vorteilhafter Weise wird jeder Kuppler, der farbkorrigierenden Kupplerkombination getrennt in
einem Kupplerlösungsmittel gelöst, worauf jede der erhaltenen Lösungen vorzugsweise in eine fließfähige
oder flüssige photographische Emulsion eingearbeitet wird. Die Verwendung hochsiedender Kupplcrlüsungsmittel
zur Einarbeitung von Kupplern in photographische Silberhalogenidemulsionen ist bekannt,
beispielsweise aus der Literaturstelle »Product Licensing Index«, Dezember 1971, Seite 110.
Gegebenenfalls können zusätzlich zu der farbkorrigierenden Kupplerkombination noch andere
Kuppler in die Emulsion eingearbeitet werden, z. B. Entwicklungsinhibitoren freisetzende Kuppler, z. B.
des aus der US-PS 32 27 554 bekannten Typs.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung besteht das Aufzeichnungsmaterial aus einem
mehrschichtigen Mehrfach-Aufzeichnungsmateria! mit
mindestens 3 Silberhalogenidemulsionsschichten, wovon eine einen Farbkuppler zur Erzeugung eines purpurroten
Bildes und eine einen Farbkuppler zur Erzeugung eines geiben Biidfarbstoffes enthält.
Die photographischen Aufzeichnungsmaterialien nach der Erfindung können unter Verwendung
üblicher bekannter Emulsionen und Emulsionszusätze hergestellt werden, wie sie beispielsweise beschrieben
werden auf den Seiten 107 bis 110 der Literaturstelle
»Product Licensing Index«, Dezember 1971. Die erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmaterialien können
nach üblichen bekannten chemischen Entwicklungsverfahren entwickelt werden, wie sie beispielsweise
in Abschnitt XXIII, Seite 110 der Literaturstelle »Product Licensing Index«, Dezember 1971, näher
beschrieben werden. Bei der chemischen Entwicklung erfolgt dabei eine Reaktion der Kuppler mit Oxidationsprodukten
von aus organischen Aminen bestehenden Farbentwicklerverbindungen, wie es beispielsweise
aus Abschnitt XXIII der zitierten Literaturstelle bekannt ist. In besonders vorteilhafter Weise
werden zur Entwicklung farbphotographischer Aufzeichnungsmaterialien nach der Erfindungp-Phenylcndiamin
- Entwicklerverbingen verwendet, beispielsweise N,N-Diäthylamino-p-phenylendiamin; 4-Amino-3-methyl-N-äthyl-N-/i-(methansuifonamido)äthylanilin
und dergleichen.
Die erfindungsgemäß verwendeten Kuppler können nach üblichen bekannten Methoden hergestellt werden.
Im folgenden soll die Herstellung von erfindungsgemäß verwendbaren phenolischen Kupplern mit
einem Naphthylazophenoxyrest der Formel I beispielsweise näher beschrieben werden.
I. Herstellung erfindungsgemäß verwendbarer
farbkorrigierender Kuppler
farbkorrigierender Kuppler
Herstellung eines Kupplers der folgenden Formel
HO NHCOCHj · 2 I I
SO3H
st u rc ι
Herstellung von 4-Chlor-3-nitro-n-butylben/oal
10
H-C4H9OH
NO,
In einen 3 Liter fassenden 3-Halskolben wurden
600 g (2,98 Mole) 4-Chlor-3-nitrobenzoesäure, 840 mi
Thionylchlorid und 12 ml Dimethylformamid eingeführt.
Der Kolben wurde mit einem Rührer und einem Rückflußkühler mit einem Trockenröhrchen
ausgerüstet, worauf die Mischung über Nacht auf einem Dampfbad auf Rückflußtemperatur erhitzt
wurde.
Das Thionylchlorid wurde bei vermindertem Druck entfernt, wobei eine gelbe kristalline Masse hinter-
COOC4H9-Ii
blieb. Unter Rühren wurde langsam 1 Liter n-Butanol zugesetzt, wobei die Temperatur mittels eines Eisbades
bei 25° C gehalten wurde. Die Mischung wurde dann bei Raumtemperatur über Nacht gerührt. Der
ausgefallene kristalline Niederschlag wurde abfiltriert, an der Luft getrocknet und aus 2500 ml Methanol
umkristallisiert. Es wurden insgesami 314 g kristallines Reaktionsprodukt entsprechend einer Ausbeute von
24,5% erhalten. Ein Dünnschichtchromatogramm ergab einen Flecken auf Kieselsäure (Benzol).
Stufe
Herstellung von 4-F«uor-3-nitro-n-butylben7oal
NO2
KF
DMF
150" C
150" C
COOC4H9
In einen 5 Liter fassenden 3-Halskolben wurden 314 g (1,22 Mole) 4-Chlor-3-nitro-n-butylbenzoat,
2400 ml Dimethylformamid und 168 g wasserfreies Kaliumfluorid eingefüllt.
Die Mischung wurde 4 Stunden lang mittels eines Heizmantels auf Rückflußtemperatur erhitzt und
danach bei vermindertem Druck auf ein Volumen von 500 ml konzentriert. Nach Zusatz von 1500 ml
Benzol schied sich eine feste weiße Masse aus. NO,
COOC4H9-n
welche abfiltriert wurde. Der Filterkuchen wurde mit Benzol gewaschen, worauf das Filtrat bei vermindertem
Druck konzentriert wurde. Es hinterblieb ein öl, das zum Zwecke der Reinigung destilliert wurde.
Es wurden insgesamt 202 g Reaktionsprodukt in Form einer gelben Flüssigkeit entsprechend einer Ausbeute
von 68,7% erhalten. Die Reinheit des Reaktionsproduktes wurde durch Dünnschichtchromatographie
festgestellt.
Stufe 3
Herstellung von 2-[ix-2,4-Di-t.-pentylphenoxy)- butyramido]-6-chlor-5-methylbenzochinon
Herstellung von 2-[ix-2,4-Di-t.-pentylphenoxy)- butyramido]-6-chlor-5-methylbenzochinon
C2H5 C2H5
OH I /=\ HOAc O I /\
NHCOCH — O^C ^-C5H11(I) >
Cl Il NHCOCH—O-\ >—C5H11(I)
^ NaNO2 \A/ V^
C5Hn(I)
H3C
C5Hn(I)
In einen 12 Liter fassenden 3-Halskolben wurde eine Lösung von 704 g (1,42MoIe) 2-[a-2,4-Di-t.-pentylphenoxy)butyramido]-4,6-dichlor-5-methylphenol
in 6000 ml Essigsäure durch Verrühren der beiden Komponenten bei 1000C hergestellt. Das Aufheizen
des Kolbens erfolgte mittels eines elektrischen Heizmantels. Die erhaltene amberfarbige Lösung wurde
dann mittels eines Wasserbades auf 15° C abgekühlt,
worauf 111 g (1,61 Mole) Natriumnitrit, gelöst in 600 ml Wasser innerhalb eines Zeitraumes von
V2 Stunde zugesetzt wurden, wobei die Temperatur
unterhalb 150C gehalten wurde. Ziemlich am Ende
der Zugabe trat Lösung ein.
Die Reaktionsmischung wurde innerhalb eiqes Zeitraumes
von 2 Stunden auf Raumtemperatur abgekühlt und daraufhin in ein großes Volumen von
Eis-Wasscr unter kräftigem Rühren gegossen, wobei
ein orangebraunes Reaktionsprodukt ausfiel. Nach Umkristallisalion aus Methanol unter Verwendung
eines Kristallisationskeimes wurde eine feste gelbe Masse erhalten, die an der Luft getrocknet wurde. Die
Ausheule an Reaktionsprociukt lag bei 398 g entsprechend
59% der Theorie. Der Schmelzpunkt des Reaklionsproduktes lag bei 70 bis 72"C.
Eine durchgeführte Dünnschichtchromatographie auf Kieselsäuregel (Benzol) ergab einen einzigen
Hecken.
Stufe 4
Herstellung von 2-[\-(2,4-Di-t.-pentylphenoxy)butyramido]-6-chlor-5-methylhydrochinon
Herstellung von 2-[\-(2,4-Di-t.-pentylphenoxy)butyramido]-6-chlor-5-methylhydrochinon
C5H11(I)
C2H5
H2 OH I /=\
-C5H11(I) >
Cl 1 NHCOCH —O-<
J^C5HnH)
Pd/c YY ^
H3C T
OH
OH
Eine Losung von 65 g (0,137MoIe) 2-|>-(2,4-Dit.
- pentylphenoxyjbutyramido] - 6 - chlor - 5 - methylbenzochinon,
gelöst in 250 ml Tetrahydrofuran wurde unter Verwendung eines Palladium-Holzkohle-Katalysators
in einem Schüttelbecher bei einem Wasserstoffdruck von 2,80 kg/cm2 reduziert. Die Reduktion
war nach Absorption der theoretischen Menge Wasser (0,137 Mole) bei Raumtemperatur beendet. Das Reaktionsprodukt
wurde vom Katalysator abfiltriert. Es wurde in Form der Tetrahydrofuranlösung in der
Blockierungsreaktion mit Λ-Bromtoluol verwendet.
Stufe
Herstellung von 3-[,\-(2,4-Di-t.- pentylphenoxy)-butyramido]-S-chloro-o-methyl^-benzyloxyphenol
C2H5
OH I
Cl I NHCOCH —O
I3C T
OH
OCH
Aceton K2CO3
H,C
C5H11(I)
CaHs
C5H11(I)
Zwei der 65 g Tetrahydrofuran-Filträte, hergestellt
wie in Stufe 4 beschrieben, wurden vereinigt (0,274 Mole) worauf die vereinigten Filtrate zu 3500 ml
eines über einem Molekularsieb getrockneten Acetons mit 90 g Kaliumcarbonat in einen 5 Liter fassenden
Kolben, ausgerüstet mit Rührer, Rückflußkühler und Stickstoff-Einleitungsröhrchen zugegeben wurden.
Daraufhin wurden 47 g (0,272 Mole) ot-Bromtoluol
zugegeben, worauf die Reaktionsmischung 24 Stunden lang auf einem Dampfbad unter einer Stickstoffatmosphäre
auf Rückflußtemperatur erhitzt wurde. Das erhaltene Reaktionsprodukt wurde in 10 Liter
kaltes Wasser gegossen, das 50 ml konzentrierte Chlorwasserstoffsäure enthielt.
Das hellbraune gummiartige Reaktionsprodukt ver-
bo festigte sich rasch. Es wurde in heißem Hexan aufgeschlämmt.
Es wurden 130 g eines hellbraunen festen Reaktionsproduktes
mit einem Schmelzpunkt von 183 bis 187° C in einer Ausbeute von 83% erhalten. Eine
durchgeführte Dünnschichtchromatographie unter Verwendung von Silicagel und Benzol mit einem
Gehalt an 5 Volumen-% Äthylacetat ergab einen einzigen Flecken.
Stufe 6
Herstellung von 5-Benzoyloxy-2-(4-carbobutoxy-2-nitrophenoxy)-6-chloro-4-[\-(2,4-di-t.-pentylphenoxy)butyramido]-toluol
OCH,
C5H11-I
C2H5
OH
NO1
NaOH
DHF
CO2C4H9-P
In einen 12 Liter fassenden 3-Halskolben wurden
384 g (0,678 Mole) 3-|>-(2,4-Di-t.-pentylphenoxy)-butyramido]-5-chlor-6-methyl-4-benzy1oxyphenol,
hergestellt wie unter Stufe 5 beschrieben, ferner 3,5 Liter Dimethylformamid und 164 g (0,678 Mole) 4-Fluor-3-nitro-n-butylbenzoat,
hergestellt wie unter Stufe 2 beschrieben, eingefüllt.
Unter einer Stickstoffatmosphäre wurde die Mischung gerührt und auf 10° C abgekühlt. Daraufhin
wurde eine Lösung von 29,8 g Natriumhydroxyd (0,746 Mole) in etwa 150 Liter Wasser tropfenweise
zugegeben, wobei die Mischung kalt gehalten wurde. Nach beendeter Zugabe wurde die Mischung nocr
jo bei Raumtemperatur 30 Minuten lang gerührt.
Die Mischung wurde dann in 25 Liter Eiswassei gegossen, dem zuvor 350 ml Chlorwasserstoffsäun
zugesetzt worden waren. Die ausgefallene feste Masse wurde abfiltriert, gründlich mit kaltem Wasser ger
> waschen und an der Luft getrocknet. Es wurden insgesamt 533 g einer festen gelben Masse in einei
Ausbeute von 99,8% der Theorie erhalten. Eine durchgerührte Dünnschichtchromatographie ergab
einen Flecken.
Stufe
Herstellung von 4-(2-Amino-4-carbobutoxyphenoxy)-6-chlor-2-[\-(2,4-di-t.-pentylphenoxy]butyramido]-5-methylphenol
OCH
C5H11-I
NHCOCH —O—
C2H5
C5H11-I
C5H11-I
Pd/C THF
CO2C4IVn
In eine 1500 ml fassende Druckflasche aus rostfreiem
Stahl wurden 533 g (0,678 Mole) 5-Benzoyloxy-2 - [4 - carbobutoxy - 2 - nitrophenoxy) - 6 - chlor - 4-[λ
- (2,4 - di -1. - pentylphenoxy) - butyramido] - toluol, hergestellt wie unter Stufe 6 beschrieben, sowie soviel
Tetrahydrofuran, daß die Druckflasche voll war, eingefüllt. Unter einer Stickstoffschicht wurden dann
2 Teelöffel eines Palladium-Holzkohlekatalysators mit
CO2C4H,-n
10% Palladium zugegeben. Die Mischung wurde dann in einer Hydriervorrichtung nach P a r r unter
einem Wasserstoffdruck von 2,80 kg/cm2 hydriert.
Nach beendeter Reduktion wurde der Katalysator abfiltriert, worauf die Lösung bei vermindertem Druck
konzentriert wurde. Es wurde ein Ol erhalten, das direkt in der nächsten Verfahrensstufe verwendet
wurde.
Stufe
Herstellung von 2-Chlor-6-[\-(2,4-di-t.-pentyIphenoxy)butyramido]-
4-[2-(8-acetamido-3,6-disulfo-l-hydroxy-2-naphthylazo)-4-(n-carbobutoxy)phenoxy]-
3-methyIphenol, Dipyridinsalz
OH
C2H
C5H11-I
NHCOCH-O-^QH11, +
HO NHCOCH,
In einen 5 Liter fassenden 3-Halskolben wurden
453 g (0,678 Mole) 4-(2-Amino-4-carbobutoxyphenoxy)-6-chlor-2-[a-(2,4-di-t.-pentylphenoxy)-butyramido]-5-methylphenol,
hergestellt wie unter Stufe 7 beschrieben sowie 2,2 Liter Eisessig eingefüllt. Zu der
Mischung wurden tropfenweise 635 ml konzentrierte Chlorwasserstoffsäurc gegeben. Die Lösung wurde
dann auf 10"C abgekühlt. Daraufhin wurde tropfenweise
eine Lösung von 51,5 g (0,746 Mole) Natriumnitrit in 200 ml Wasser zugegeben.
Die in der beschriebenen Weise hergestellte Mischung wurde dann langsam in einen 12 Liter fassenden
3-Halskolben mit einer kalten Lösung von 260 g (0,768 Mole) S-Acetamido^o-disulfonaphthol (Dinatriumsalz)
in 4,2 Liter Methanol gegeben. In die kalte Mischung wurde dann noch eine Lösung von 2 Litern
Pyridin in 2 Liter Methanol tröpfeln gelassen. Nach beendeter Zugabe wurde die Reaktionsmischung noch
30 Minuten lang bei Raumtemperatur gerührt und danach auf ein Volumen von 6 Liter unter vermindertem
Druck eingeengt.
Die erhaltene ölige Masse wurde dann in 30 Liter einer Eis—Wassermischung unter kräftigem Rühren
gegeben. Die Mischung wurde dann 24 Stunden lang stehen gelassen, worauf die überstehende Flüssigkeit
abdekantiert wurde. Der purpurrote Niederschlag wurde abfiltriert und 2 Tage lang in einem warmen
Ofen getrocknet.
Es wurden insgesamt 529 g einer festen dunkelpurpurroten Masse erhalten, die aus 5 Litern trockenem
Aceton umkristallisiert wurde. Die Ausbeute an umkristallisicrten Reaktionsprodukt lag bei 350 g.
Ein in besonders vorteilhafter Weise verwendbarer
farbiger phenoüscher Kuppler mit einem Naphthylazoresl,
nämlich der Kuppler b, beispielsweise läßt sich in entsprechender Weise synthetisieren, jedoch
unter Fortlassen der Verfahrensstufen 1 und 2 und unter Ersatz des in Stufe 6 verwendeten 4-Fluor-3-nitro-n-butylbenzoates
durch 1 - Fluor-4-nitrobenzol der folgenden Formel:
NO,
II. Herstellung der farblosen naphtholischen Kuppler
Die erfindungsgemäß verwendeten farblosen naphtholischen Kuppler lassen sich nach bekannten Methodcn
herstellen, wie sie beispielsweise aus der US-PS 34 76 563 bekannt sind.
Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung näher veranschaulichen.
W) B e i s ρ i e I I
(Vergleichsbeispiel) — Keine Farbkorrektur
Auf einen üblichen transparenten Polyäthylentercphthalatfilmschichtträger
mit einer üblichen Haftb<-,
schicht wurde eine übliche pholographische Silbcrhalogenidemulsionsschicht
aufgetragen, und zwar derart, daß nach dem Trocknen auf eine Schichttrügerflächc
von I m2 entfielen:
17 18
Silberchloridbromid (als Ag) 972 mg. Nach der Farbentwicklung wurden die Charak-
Gelatine 2376 mg teristik-Kurven fiir die Rot-, Grün- und Blaulicht-
Naphtholischer Kuppler (1-Hydroxy- absorption ermittelt. Die Kurven, die in Fig. 2 mit
2-[,1-{2,4-di-t.-pentylphenoxy)-n-butyl]- G und B bezeichnet sind, stellen die unerwünschte
naphthamid 551 mg 5 Absorption dar.
Tricresylphosphat als Kupplerlösungsmittel in dem der Kuppler vor der Dispersion
in der Emulsion gelöst wurde ... 275 mg B e i s ρ i e 1 2
(Vergleichsbeispiel)
Das Silberhalogenid der Emulsion wurde in üblicher
bekannter Weise gegenüber rotem Licht spektral Farbkorrektur unter Verwendung eines Farbsensibilisiert.
Das erhaltene Aufzeichnungsmaterial korrekturkupplers des Standes der Technik
wurde durch ein Testobjekt mit graduierten Dichtestufen belichtet und danach in üblicher bekannter Zur Durchführung der Vergleichsversuche wurden Weise durch folgende Verfahrensschritte farbent- 15 Kuppler des aus der US-PS 34 76 563 bekannten wickelt: Typs veiwendet, wobei der eingesetzte farbige Kuppler ·" H *\ nacl1 ^en ^ort beschriebenen Verfahren bei Ver-1. harbentwicklung ) wendur.g entsprechender Ausgangsmaterialien her- i ^.nfe^recherbad stellbar ist.
wurde durch ein Testobjekt mit graduierten Dichtestufen belichtet und danach in üblicher bekannter Zur Durchführung der Vergleichsversuche wurden Weise durch folgende Verfahrensschritte farbent- 15 Kuppler des aus der US-PS 34 76 563 bekannten wickelt: Typs veiwendet, wobei der eingesetzte farbige Kuppler ·" H *\ nacl1 ^en ^ort beschriebenen Verfahren bei Ver-1. harbentwicklung ) wendur.g entsprechender Ausgangsmaterialien her- i ^.nfe^recherbad stellbar ist.
3. Bleichbad 20 Das farbphotographische Aufzeichnungsmaterial
ο !?!■ u j wurde wie das Aufzeichnungsmaterial des Beispieles I
5. Stabilisatorbad hergestellt, mit der Ausnahme jedoch, daß 2268 mg
6. Trocknen Gelatine pro m2 Schichtträgerfläche sowie 216 mg
*) Als Farbentwicklerverbindung wurde ^AminoO-methyl-N- des farbkorrigierenden Kupplers der folgenden Struk-
äthyl-N-/Mmelhansulfonamido)älhylanilin verwendet. 25 turformel:
OH
CONH(CH2J4-O
QHn-I
N=N
HO3S
C = O
O C4H„-n
pro nr Schichtträgerfläche verwendet wurden.
Als Kupplerlösungsmittel wurde Dibutylphthalat,
wie in der US-PS 33 22 027 beschrieben, verwendet. Die Belichtung und die Farbentwicklung des Aufzeichnungsmaterials
erfolgten in der gleichen Weise wie in Beispiel 1 beschrieben. Die erhaltenen Charakteristik-Kurven
für die Rot-, Grün- und Blaulichtabsorption sind in der Fig. 3 dargestellt.
C5Hn-I
HO NHCOCH3
SO3H
50
fahren herstellbaren Kupplers l-Hydroxy-4-[4-(8-acetamido-3,6-disuIfo-1
-hydroxy-2-naphihylazo]-phenoxy-2-[8 - (2,4 - di -1. - pentylphenoxy) - η - butyl]-naphthamid,
Dipyridinsalz, verwendet wurden.
Die erhaltenen Charakteristik-Kurven Tür die Rot-, Grün- und Blaulichtabsorption sind in Fig. 4 dargestellt.
55
Beispiel 3
(Vergleichsbeispiel)
Farbkorrektur mit einem weiteren Kuppler des Standes der Technik
bO
Es wurde ein weiteres Aufzeichnungsmaterial wie in Beispiel 2 beschrieben hergestellt, mit der Ausnahme
jedoch, daß als farbiger Kuppler diesmal 97 mg/m2 des aus der US-PS 34 76 563 grundsätzlich
bekannten, bei Verwendung entsprechender Ausiianesmaterialien
nach den dort beschriebenen Ver-
Farbkorrektur durch eine erfindungsgemäße
Kupplerkombination
Kupplerkombination
Es wurde ein weiteres photographisches Aufzeichnungsmaterial
wie in Beispiel I beschrieben hergestellt, mit der Ausnahme jedoch, daß 1. als Kupplerlösungsmittel
367 mg/m2 Tricresylphosphat verwendet wurden, daß 2. die Dispersion des Kupplerlösungsmittcls
unter Verwendung einer geringen Menge eines Hilfslösungsmittels, bestehend aus 2-Gew.-Teilen Propylacetat
und 1 Gew.-Teil Methylalkohol hergestellt
19 20
wurde und daß ferner 3. 178mg/m2des folgenden farbigen Kupplers verwendet wurden:
C. ° £H=
YVnh-c-c-o-( 7-QHn-t
A^ H
H3C T H C5H11-I
HO NHCOCH3
SO3H
Das Aufzeichnungsmaterial wurde dann in der in raschend starke Annäherung an die ideale Farb-Beispiel
1 beschriebenen Weise belichtet und färb- 20 korrektur, die erfindungsgemäß erreicht wird.
entwickelt. Die erhaltenen Charakteristik-Kurven für die Rot-, Grün- und Blaulichtabsorption sind in
F i g. 5 dargestellt.
Durch einen Vergleich der F i g. 3 und 4 einerseits mit der Fig. 5 andererseits ergibt sich die über-Entsprechende
Ergebnisse, wie sie sich aus der Fig. 5 ergeben, wurden beispielsweise dann erhalten,
wenn 187 mg/m2 des farbigen Kupplers der folgenden
Struktur:
OH
9 C2Hs
HO3S
SO3H
anstelle des farbigen, einen Naphthylazorest aufweisenden
Kupplers des Beispieles 1 verwendet wurden.
Werden erlindungsgemäße Aufzeichnungsmalerialien,
wie beispielsweise in Beispiel 4 beschrieben, als Farbzwischenfilme für die Herstellung von Cinefilmen
von Originalfarbfilmen verwendet, und zwar nach dem üblichen Verfahren, bei dem Aufzeichnungsmaterialien
mit einem farbkorrigierenden Kuppler mindestens während zwei unmittelbaren Stufen
des Kopierprozesses verwendet werden, so werden ausgezeichnete Kopien erhalten, ohne daß eine komplizierte Einstellung der Vorrichtung bei jeder Stufe
erforderlich ist, die normalerweise erforderlich ist, wenn übliche farbkorrigierende Kuppler verwendet
werden. Bei Verwendung eines Filmaufzeichnungsmaterials nach der Erfindung ist es des weiteren
möglich, Kopien mit überraschend niedrigen D1111n-Werten
herzustellen.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
1. Farbphotographisches Aufzeichnungsmaterial, das mindestens eine rot sensibilisierte Silberhalogenidemulsionsschicht
aufweist, die (a) mindestens einen farblosen naphthoUschen Blaugrünkuppler und (b) mindestens einen farbigen, farbkorrigierenden
Blaugrünkuppler, der einen beim Farbentwickeln abspaltbaren Azorest hat, enthält,
dadurch gekennzeichnet, daß der farblose Blaugrünkuppler der folgenden Formel I entsprich·
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US44780974A | 1974-03-04 | 1974-03-04 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2509408A1 DE2509408A1 (de) | 1975-09-11 |
| DE2509408B2 DE2509408B2 (de) | 1978-12-07 |
| DE2509408C3 true DE2509408C3 (de) | 1979-08-09 |
Family
ID=23777848
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19752509408 Expired DE2509408C3 (de) | 1974-03-04 | 1975-03-04 | Farbphotographisches Aufzeichnungsmaterial |
Country Status (8)
| Country | Link |
|---|---|
| JP (1) | JPS5751098B2 (de) |
| BE (1) | BE826278A (de) |
| CA (1) | CA1058941A (de) |
| CH (1) | CH616515A5 (de) |
| DE (1) | DE2509408C3 (de) |
| FR (1) | FR2263538B1 (de) |
| GB (1) | GB1487518A (de) |
| IT (1) | IT1033345B (de) |
Families Citing this family (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2639930A1 (de) * | 1976-09-04 | 1978-03-09 | Agfa Gevaert Ag | Antifarbschleiermittel fuer farbphotographische materialien |
| JPS61251852A (ja) | 1985-04-30 | 1986-11-08 | Konishiroku Photo Ind Co Ltd | ハロゲン化銀カラ−写真感光材料の処理方法 |
| DE3681347D1 (de) | 1985-05-31 | 1991-10-17 | Konishiroku Photo Ind | Verfahren zur herstellung eines direkt positiven farbbildes. |
| JP2607881B2 (ja) * | 1987-05-13 | 1997-05-07 | 富士写真フイルム株式会社 | ハロゲン化銀写真感光材料 |
-
1975
- 1975-02-19 CA CA220,415A patent/CA1058941A/en not_active Expired
- 1975-02-28 IT IT2082975A patent/IT1033345B/it active
- 1975-03-04 DE DE19752509408 patent/DE2509408C3/de not_active Expired
- 1975-03-04 CH CH271675A patent/CH616515A5/fr not_active IP Right Cessation
- 1975-03-04 FR FR7506632A patent/FR2263538B1/fr not_active Expired
- 1975-03-04 JP JP2643975A patent/JPS5751098B2/ja not_active Expired
- 1975-03-04 GB GB890175A patent/GB1487518A/en not_active Expired
- 1975-03-04 BE BE153993A patent/BE826278A/xx not_active IP Right Cessation
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR2263538A1 (de) | 1975-10-03 |
| IT1033345B (it) | 1979-07-10 |
| CH616515A5 (en) | 1980-03-31 |
| DE2509408B2 (de) | 1978-12-07 |
| BE826278A (fr) | 1975-09-04 |
| JPS50123341A (de) | 1975-09-27 |
| CA1058941A (en) | 1979-07-24 |
| JPS5751098B2 (de) | 1982-10-30 |
| FR2263538B1 (de) | 1979-06-08 |
| DE2509408A1 (de) | 1975-09-11 |
| GB1487518A (en) | 1977-10-05 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1070030B (de) | ||
| DE2207468A1 (de) | Farbphotographisches Aufzeichnungsmaterial | |
| DE2808625A1 (de) | Farbphotographisches aufzeichnungsmaterial | |
| DE2042581B2 (de) | Farbphotographisches Aufzeichnungsmaterial | |
| DE2429637A1 (de) | Farbphotographisches lichtempfindliches material | |
| DE2706117A1 (de) | 2-pyrazolin-5-on-farbkuppler | |
| DE1096196B (de) | Verfahren zur Erzeugung des Blaugruen-Bildes bei der Herstellung von Farbentwicklungsbildern und hierzu dienender Entwickler | |
| DE2016587C3 (de) | Farbentwickler | |
| DE2050998A1 (de) | Farbphotographisches lichtempfindliches Material, das einen neuen gelbbildenden Kuppler enthalt | |
| DE2152336A1 (de) | Lichtempfindliches farbphotographisches Material | |
| DE968641C (de) | Verfahren zur Herstellung von farbwertkorrigierten Farbenteilbildern in farbenphotographischen Halogensilberemulsionen | |
| DE2515771A1 (de) | Verfahren zur erzeugung eines farbphotographischen bildes | |
| DE2634694C2 (de) | Farbphotographisches Aufzeichnungsmaterial und Farbentwickler zum Entwickeln eines belichteten farbphotographischen Aufzeichnungsmaterial | |
| DE2509408C3 (de) | Farbphotographisches Aufzeichnungsmaterial | |
| DE1547867A1 (de) | Lichtempfindliches farbenphotographisches,Gelbkuppler enthaltendes Material | |
| DE1282457B (de) | Farbphotographisches Aufzeichnungsmaterial | |
| DE2263171A1 (de) | Photographische, einen phenolischen farbkuppler fuer die erzeugung eines blaugruenen bildfarbstoffes enthaltende silberhalogenidemulsion | |
| DE1002625B (de) | Gegen Einwirkung der Ultraviolettstrahlung geschuetztes photographisches Material | |
| DE879204C (de) | Filterschicht fuer Farbfotografie | |
| DE2149789B2 (de) | Farbfotografisches Aufzeichnungsmaterial | |
| DE2415125A1 (de) | Farbstoffe fuer photographische zwecke, die einen diffusionsfaehigen farbstoff abspalten, und damit durchfuehrbares photographisches verfahren | |
| DE1940548A1 (de) | Farbphotographische lichtempfindliche Materialien und Verfahren zu deren Herstellung | |
| DE1962574A1 (de) | Lichtempfindliches,farbfotografisches,silberhalogenidhaltiges Aufzeichnungsmaterial | |
| DE2114578A1 (de) | Fotografischer Gelbkuppler | |
| DE69417831T2 (de) | Ein photographisches lichtempfindliches Silberhalogenidelement für die medizinische Radiographie |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) |