DE249348C - - Google Patents
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- DE249348C DE249348C DENDAT249348D DE249348DA DE249348C DE 249348 C DE249348 C DE 249348C DE NDAT249348 D DENDAT249348 D DE NDAT249348D DE 249348D A DE249348D A DE 249348DA DE 249348 C DE249348 C DE 249348C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05B—SEWING
- D05B49/00—Take-up devices, e.g. levers, for the needle thread
- D05B49/02—Take-up devices, e.g. levers, for the needle thread operated by cams or linkages
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Sewing Machines And Sewing (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 249348 KLASSE 52 a. GRUPPE
V. St. A.
Fadenspannvorrichtung für Nähmaschinen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. September 1911 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft Fadenspannvorrichtungen für Nähmaschinen. In den
bekannten Spannvorrichtungen hat man in der Regel ein drehbares Glied angewendet, mit dem
der Faden in Reibungseingriff gehalten wurde. Die Drehung dieses Gliedes der Spannvorrichtung
wurde durch Reibung verzögert. Es hat" sich jedoch gezeigt, daß diese Ausbildung der
Spannvorrichtung Nachteile mit sich bringt.
ίο Der mit dem drehbaren Glied in Reibungseingriff
gehaltene Faden konnte in gewissem Maßstabe auf dem Glied der Spannvorrichtung zurückgleiten,
auch wenn der Faden ein- oder mehreremal um dieses drehbare Glied herumgeführt wurde. Man hat versucht, an dem
Umfang des drehbaren Gliedes der Fadenspannvorrichtung keilförmige oder V-förmige
Nuten anzubringen, um den Faden festzuklemmen und Zurückgleiten desselben zu verhindem.
Diese Anordnung zeigte jedoch, daß der Faden einer übermäßigen Abnutzung ausgesetzt
wurde, und daß der mit Wachs getränkte Faden nicht in dem erforderlichen, gewachsten
Zustande den Stichbildungsorganen übergeben wurde, da das Wachs zum größten Teil abgestreift
wurde. In den bekannten Spannvorrichtungen fand auch eine ruckweise Einwirkung auf den Faden statt, und die Spannvorrichtung
wurde auch plötzlich zum Stillstand gebracht. Erklärlicherweise leidet der Faden
durch diese plötzlichen Einwirkungen. Die Erfindung bezweckt, diese Nachteile zu beseitigen
und die Fadenspannvorrichtung so auszubilden, daß der Faden keiner übermäßigen Abnutzung
ausgesetzt ist und daß so wenig als möglich Wachs von dem Faden abgestreift wird.
Nach der Erfindung wird der Faden zweckmäßig zwischen zwei miteinander in Eingriff
stehenden Zahnrädern hindurchgeführt, so daß die lineare Geschwindigkeit des Abliefe.rns des
Fadens größer ist als die Umfangsgeschwindigkeit der die Spannvorrichtung bildenden Zahn-'
räder.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, daß die Eingriffstiefe der Zahnräder
zwecks Regeins der linearen Geschwindigkeit des Ablieferns des Fadens mit Bezug auf die
Umfangsgeschwindigkeit der Zahnräder verändert werden kann.
Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht, doch ist
es klar, daß anderweitige Ausbildungen mög-. lieh sind, ohne aus dem Bereich der Erfindung
zu treten.
Fig. ι ist eine Seitenansicht eines Teiles des Ständers und des Kopfes einer Nähmaschine
und der Fadenspannvorrichtung.
Fig. 2 ist eine Einzelansicht der Spannvorrichtung.
Fig. 3 zeigt die von der Maschine abgenommene Spannvorrichtung, von der entgegengesetzten
Seite der Fig. 1 aus gesehen.
Der die Spannvorrichtung tragende Rahmen 4 ist durch Bolzen 3 an dem rückwärtigen Teil des
von einem Ständer 2 getragenen Maschinenkopfes ι befestigt. Der Rahmen 4 besitzt an
seinem rückwärtigen Ende eine Aussparung 5 und ist auch mit abwärts gerichteten Armen 7
und 6 versehen. An dem Umfang des drehbaren Gliedes 8 der Fadenspannvorrichtung ist eine
Anzahl von Zähnen oder Knaggen 9 angebracht, deren Gestalt ungefähr derjenigen der
Verzahnung eines Zahnrades entspricht. Die Zahnkronen sind jedoch abgerundet, und die
zwischen den Zähnen vorhandenen Abstände oder Zahnlücken 10 sind etwas breiter als die
einzelnen Zähne. Das Glied 8 ist drehbar an einer Welle 11 angebracht, die in dem Schlitz 5
des Rahmens lagert. Die Welle 11 wird durch
einen Unterlagsring 12 und eine Mutter 13 in . ihrer Lage gehalten (Fig. 3).
Die zum Verzögern der Drehbewegung des Gliedes 8 vorgesehene Vorrichtung schließt
zwei an beiden Seiten des Gliedes 8 angeordnete Filzunterlagsringe 14 ein. Ein Unterlagsring
15 hält den Filzring 14 gegen eine Seite
des Gliedes 8, während an der anderen Seite ein federbelasteter Unteiiagsring oder Block 16
vorgesehen ist, der den zweiten Filzring 14 gegen das Glied 8 hält. Der Unterlagsring 15
wird von Drehbewegung abgehalten, und zwar ist er zwischen dem Rahmen 4 und einer
Schulter der Welle 11 festgeklemmt. Der Block 16 kann Bewegungen .in der Längsrichtung
der Welle 11 ausführen, er wird jedoch durch abgerundete Fortsätze 17 des Gabelendes
des zum Beseitigen der auf den Faden ausgeübten Spannung vorgesehenen Hebels 18
verhindert, an den Drehbewegungen des Gliedes 8 teilzunehmen. Das Gabelende des Hebels
18 findet in entsprechend gestalteten Aussparungen 19 des Blockes 16 Aufnahme. Die
zum Beseitigen der auf den Faden ausgeübten Spannung dienende Vorrichtung entspricht im
wesentlichen der im amerikanischen Patent 488505 beschriebenen Anordnung und ist demzufolge
nicht näher behandelt. Eine die Welle 11 umgebende Schraubenfeder 20 stützt sich einerseits
gegen den Block 16 und steht andererseits mit einer auf die Welle 11 aufgeschraubten
Stellmutter 21 in Berührung. Die Mutter 21 kann durch eine Sperrmutter 22 in eingestellter
Lage gesichert werden.
Fig. 2 läßt erkennen, daß die Knaggen oder Zähne des Gliedes 8 parallel mit der Drehachse
derselben sind. An den Zähnen ist jedoch keine zur Führung des Fadens dienende Nut angebracht.
Damit der Faden ohne Rücksicht auf die Verzahnung des Gliedes 8 in der erforderlichen
Weise geführt wird, ist eine mit einer Rille versehene Fadenrolle 23 drehbar an dem
Arm 7 angebracht. Der Faden 24 ist über die Rolle 23 geführt.
Die den Faden gegen das Glied 8 klemmende Vorrichtung besteht aus einem lose drehbaren
Rad 25, an dessen Umfang ebenfalls Knaggen oder Zähne 26 angebracht sind, deren Gestal-.
tung derjenigen der Zähne 9 des Gliedes 8 entspricht. Die Zahnlücken 27 des Rades 25 entsprechen
den Zahnlücken 10 des Gliedes 8 und sind breiter als die Zähne 26.
Das Rad 25 ist drehbar an einem Stift 28 angebracht, der von einem schwingbaren Arm
29 getragen wird. Der Arm 29 schwingt um einen in den Rahmen 4 der Spannvorrichtung
eingesetzten Zapfen 30 und wird durch eine um den durch einen Schlitz 33 des Armes 6 hindurchgeführten
Zapfen 32 drehbare Klinke 31 von Bewegungen abgehalten. An dem vorderen
Ende der Klinke 31 ist eine Nut oder Aussparung 34 angebracht, die einen Fortsatz des
Drehzapfens 28 des Rades 25 aufnimmt. Der Schlitz 33 ermöglicht Bewegungen des Zapfens
der Klinke 31 gegen den Kopf der Nähmaschine oder hinweg von demselben, so daß die Entfernung
der Drehachse des Rades 25 von der Drehachse.des Gliedes 8 verändert werden kann.
Hierdurch können Veränderungen der Tiefe, bis zu der die Zähne oder Knaggen 9 bzw. 26 in
die Zahnlücken 27 bzw. 10 eintreten, bewirkt werden.
Der Faden 24 geht von dem Wachsbehälter oder von dem Fadenvorrat über das Glied 8 und
teilweise um das Rad 25 herum und schließlich zu dem Kopf der. Nähmaschine. . Die Zahnlücken
10 und 27 sind breiter als die Zähne 26 und 9, so daß der Faden ohne Schwierigkeit
von den Zähnen in die Lücken hineingebogen go werden kann. Die Zahnlücken sind so breit,
daß auf den in dieselben eintretenden Faden kein übermäßiger Druck ausgeübt wird. Die
Zahnkronen sind abgerundet, damit der zwischen den Zähnen hindurchgehende Faden nicht
zerschnitten werden kann.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Spannvorrichtung ist ungefähr folgende. Der Faden
wird bei zurückgezogener Lage der Klinke 31 (gestrichelte Linien Fig. 3) durch die Spannvorrichtung
hindurchgeführt. Der Drehzapfen der Klinke 31 wird eingestellt, um die Tiefe,
bis zu der die Zähne der Glieder 8 und 25 in die Zahnlücken eintreten, zu bestimmen. Sodann
wird die Mutter 21 zwecks Regeins der auszuübenden Spannung eingestellt. Wenn die
Maschine ihren Arbeitsgang beginnt, so ziehen die Stichbildungsorgane zunächst Faden von
dem Fadenvorrat ab. Die anfängliche Bewegung des Fadens bewirkt, daß dem lose drehbaren
Rad 25 eine begrenzte Drehbewegung erteilt wird. Hierdurch wird der Faden von den
sich vorwärts bewegenden Flächen der Knaggen oder Zähne des Rades 25 fest gegen die gegenüberliegenden
Flächen der Verzahnungen des Gliedes 8 gepreßt. Weitere Bewegungen des
Fadens können nur dann stattfinden, wenn das Glied 8 an den Bewegungen des Fadens teilnimmt.
Je größer die auf den Faden ausgeübte Spannung ist, desto fester wird der Faden zwischen den Verzahnungen des Rades 25 und des
Gliedes 8 erfaßt oder festgeklemmt, so daß Zu-
rückgleiten des Fadens und Abweichungen der Größe der auf den Faden auszuübenden Spannung
ausgeschlossen sind. Es wird nur ein ganz kleiner Teil des Fadens tatsächlich festgeklemmt,
und dies bringt den Vorteil mit sich, daß nur eine ganz geringe Menge des den Faden durchtränkenden
Wachses herausgequetscht oder von dem Faden abgestreift'wird. Der Faden wird
auf diese Weise in dem erforderlichen, gewachsten Zustande den Stichbildungsorganen
übergeben. Die beschriebene Anordnung hat auch den Vorteil, daß die Menge des sich an
der Fadenspannvorrichtung ansammelnden Wachses auf ein Mindestmaß herabgesetzt wird.
In den bekannten Maschinen wird die Spannvorrichtung über und über mit Wachs beschmiert
und erschwert hierdurch die Handhabung des Fadens.
Die Länge des von dem Glied 8 abgelieferten Fadens ist größer als die zwecks Ablieferns des Fadens durchlaufene Winkelstrecke des Gliedes 8. Je größer die Eingriffstiefe der Zähne, desto mehr Faden wird während der Umdrehung des Gliedes 8 abgeliefert und um so langsamer wird die Drehung des Gliedes 8 mit Bezug auf den Geschwindigkeitsgrad des Ablieferns des Fadens stattfinden.
Die Länge des von dem Glied 8 abgelieferten Fadens ist größer als die zwecks Ablieferns des Fadens durchlaufene Winkelstrecke des Gliedes 8. Je größer die Eingriffstiefe der Zähne, desto mehr Faden wird während der Umdrehung des Gliedes 8 abgeliefert und um so langsamer wird die Drehung des Gliedes 8 mit Bezug auf den Geschwindigkeitsgrad des Ablieferns des Fadens stattfinden.
Der Erfindungsgegenstand ist zwar in der Zeichnung an einer mit Wachsfaden arbeitenden
Kettenstich-Schuhwerk-Nähmaschine veranschaulicht, es ist jedoch klar, daß die Anwendung
der Erfindung keineswegs auf Maschinen dieser Gattung beschränkt ist, und daß es in dem
Bereich der Erfindung ist, die neuartige Spannvorrichtung an Nähmaschinen beliebiger Bauart
anzubringen.
Claims (3)
1. Fadenspannvorrichtung für Nähmaschinen,
dadurch gekennzeichnet, daß der Faden (24) zwischen zwei miteinander in Eingriff stehenden, durch Reibungswiderstand
in ihrer Drehung verzögerten Zahnrädern (8, 25) hindurchgeführt wird, so daß die lineare Geschwindigkeit des Ablieferns
des Fadens größer ist. als die Umfangsgeschwindigkeit der die Spannvorrichtung bildenden
Zahnräder.
2. Fadenspannvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die
Eingriffstiefe der Zahnräder (8, 25) zwecks Regeins der linearen Geschwindigkeit des
Ablieferns des Fadens mit bezug auf die Winkelgeschwindigkeit der Zahnräder verändert
werden kann.
3. Fadenspannvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das
eine Zahnrad (25) außer Eingriff mit dem anderen Zahnrade (8) gebracht werden kann,
um das Einführen des Fadens in die Spannvorrichtung zu erleichtern.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE249348C true DE249348C (de) |
Family
ID=507977
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT249348D Active DE249348C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE249348C (de) |
-
0
- DE DENDAT249348D patent/DE249348C/de active Active
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