DE249076C - - Google Patents

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DE249076C
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04MTELEPHONIC COMMUNICATION
    • H04M1/00Substation equipment, e.g. for use by subscribers
    • H04M1/26Devices for calling a subscriber
    • H04M1/27Devices whereby a plurality of signals may be stored simultaneously
    • H04M1/272Devices whereby a plurality of signals may be stored simultaneously with provision for storing only one subscriber number at a time, e.g. by keyboard or dial

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
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  • Telephone Set Structure (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-M 249076-KLASSE 21 a. GRUPPE
MICHEL BAUM in MÜNCHEN.
Impulssender für Selbstanschluß-Fernsprechanlagen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. März 1911 ab.
Die Erfindung betrifft einen Impulssender für Selbstanschluß-Fernsprechanlagen mit möglichst einfacher Bedienung und rascher Wirkung. Zu diesem Zweck erfolgt die Einstellung der Rufnummer getrennt von der Impulssendung, und zwar kann die Einstellung beliebige Zeit vor der Impulssendung erfolgen oder zur Kontrolle oder späteren Wiederverwendung beliebige Zeit nachher bestehen bleiben. Die Impulssendung erfolgt erst durch Aushängen des Hörers und kann auf diese Weise beliebig oft wiederholt werden.
Der Apparat ist in der Zeichnung dargestellt in einem Ausführungsbeispiel für eine Höchstzahl von fünf Stellen, und zwar zeigt Fig. ι eine Ansicht des Apparates mit abgenommener Deckplatte von vorn, Fig. 2 eine Ansicht von der Seite und Fig. 3 die Anordnung und Stellung der unter den Zahlentrommein befindlichen Stufenscheiben entsprechend der sichtbar eingestellten Rufnummer 14618.
In dem Gehäuse α sind die Ziffernrollen b in dessen oberem Teil angeordnet und durch
. die aus dem Gehäuse herausragenden Knöpfe c um senkrechte Achsen drehbar. Durch diese Knöpfe können die Ziffernrollen b derart gedreht werden, daß die gewünschte Zahl durch die Schauöffnungen d sichtbar wird. Hiermit ist der Einstellvorgang durch den Anrufenden beendet.
Die durch die Einstellung bewirkten Veränderungen im Mechanismus sind folgende: Unter jeder Ziffernrolle b befindet sich, mit ihr fest verbunden, eine Scheibe β von der in Fig. 3 dargestellten Spiralform mit dreii eckigen Kerben am Umfange, durch deren Verstellen ein Sperrstift f in «einen größeren oder geringeren Abstand gegenüber der Drehachse der Scheiben gebracht wird. Jeder Stift f ist fest verbunden mit einer Schubstange g, die wagerecht unter dem die Zahlenrollen von den übrigen Teilen trennenden Zwischenboden h angeordnet ist. Durch geeignete Kröpfungen werden die Stifte f unabhängig von der mehr oder weniger seitlichen Lage der Schubstange g in die die Achsen der Kurvenscheiben verbindende Mittellinie gebracht. Durch je eine Feder i wird jede Schubstange und damit der zugehörige Stift f in der Richtung gegen die Achse der zügehörigen Stufenscheibe e gezogen und damit letztere zugleich in der jeweils gegebenen Lage festgehalten. Mit jeder Schubstange g ist ein senkrechter Hebel k verbunden, der einen Riegel I in wagerechter Ebene mehr oder weniger vor- oder zurückschiebt. Diese Vorgänge erfolgen gleichzeitig mit dem Drehen der Zahlenrollen b behufs Einstellung der gewünschten Zahl. Mit dem Verschieben der Riegel I ist der Einstellvorgang auch in seinem mechanisehen Teile beendet.
Überblickt man , nun die Anordnung in ihrer Wirkungsweise, so findet man, daß ζ. Β. durch das Drehen der ersten Ziffernrolle von links auf die Zahl »1« der zugehörige Stift f in die dem Scheibenmittel am nächsten befindliche Kerbe, welche der Zahl »1« entspricht, eingeschnappt ist (Fig. 3). Die zugehörige Schubstange g kann daher durch ihre Feder i in die äußerste Lage nach rechts ge-
r. werden und gleichermaßen auch der ^SSeI k und der Riegel I; dieser ragt daher /ganz nach rechts.
Die nächste Ziffernrolle ist auf die Zahl »4« eingestellt; der Stift f ist daher mit der vierten Kerbe im Eingriff, also nach links in einem vier Stufen entsprechenden größeren Abstand von der Achse der Stufenscheibe zurückgeschoben ; daher sind auch die zugehörige Schubstange g, Hebel k und Riegel I in gleichem Verhältnis nach . links verschoben. Bei der dritten Ziffernrolle, die Zahl »6« zeigend, ist dies noch mehr der Fall, während die vierte Rolle, die Zahl »1« zeigend, wieder ihrem zugehörigen Riegel I die äußerste Stellung rechts gestattet; die fünfte Ziffernrolle, »8« zeigend, bewirkt wieder eine starke Zurückschiebung nach links. Die Riegel I geben daher durch ihre jeweilige Lage den Wert der eingestellten Zahl wieder. Die Umwandlung der Riegelstellungen in die entsprechende Anzahl Stromstöße und die Absendung in der richtigen Reihenfolge ist Aufgabe des stromsendenden Teiles des Apparates, der nunmehr erläutert werden soll.
Die Erzeugung einer bestimmten Anzahl von Stromstößen erfolgt dadurch, daß die Hebel m sich um ihre gemeinschaftliche Achse η drehen und durch ihren unteren Arm ein Zahnsegment 0 um ein bestimmtes Maß bewegen, wodurch die Klinkenzähne desselben den Kontakthebel p in eine wippende Bewegung versetzen, was bei qu eine Kontaktgebung bewirkt. Um diese Stromstöße in richtiger Reihenfolge und Anzahl zu erhalten, ist folgende Anordnung getroffen:
Auf einer Achse r sind so viel Scheiben s angeordnet, als der höchsten Stellenzahl des Systemes entspricht, d. h. also in dem . gewählten Ausführungsbeispiel fünf. Jede der Scheiben besitzt an ihrem Umfange eine treppenförmig gestaltete Ausnehmung. Die Ausnehmungen der verschiedenen Scheiben sind jeweils um ihre Länge gegeneinander versetzt, so daß auf die Ausnehmung der Scheibe Eins diejenige der Scheibe Zwei folgt usf. Diesem Scheibensystem wird nun nach Aufheben des Hörers eine einmalige Umdrehung innerhalb einer bestimmten Zeit erteilt durch irgendeine der bekannten Methoden und Mittel, als da sind Elektromagnete, Uhrfedern, Gewichte usw. Die Anbringung und Erläuterung eines solchen Antriebes ist im Interesse der Klarheit weggelassen. Es tritt nun folgendes ein: Wenn eine der Scheiben s mit ihrer Ausnehmung unter den zugehörigen Hebel m kommt, senkt sich dieser unter dem Zug der zugehörigen Spiralfeder t sofort auf die Stufen der Ausnehmung herab. Dadurch wird dann auch ruckweise das Zahnsegment 0 gehoben und erzeugt in der schon erläuterten Weise bei qu Stromstöße. Das kurvenförmig ansteigende Ende der Ausnehmung drückt unter Anspannung der Feder t den Hebel m wieder in die Anfangslage zurück, so daß er bei der Weiterdrehung auf dem Umfange der Scheibe s schleift. Sobald der erste Hebel m in seine Anfangsstellung zurückgebracht ist, tritt die Ausnehmung der zweiten Scheibe unter den zweiten Hebel m, und der oben geschilderte Vorgang wiederholt sich in gleicher Weise auch beim dritten, vierten und fünften Hebel, worauf sich die erste Scheibe wieder in Arbeitsstellung (s. Fig. 1) befindet; in diesem Augenblick muß dann der Antrieb der Scheibe s ausgeschaltet werden. Damit nun die Hebel m nicht stets über alle Stufen der Ausnehmung streifen und stets die gleiche Zahl Stromstöße bewirken, sind sie mit einem treppenförmig gestuften Kamm u versehen, der über den zugehörigen Riegel I des Einstellwerkes ragt. Die Anzahl der Stufen, um die sich nun der Hebel m senken kann, ist begrenzt durch den Vorschub der Riegel I. Ist ein Riegel ganz nach rechts vorgeschoben, so reicht er bis zu der Stufe 1 des Hebelkammes (s. Fig. 1). Der Hebel m wird daher bereits abgefangen, wenn er sich um eine Stufe gesenkt und erst einen Stromstoß bewirkt hat; die übrigen Stufen der Ausnehmung bleiben ohne Einwirkung, da der Hebel durch den Riegel I gegen weiteres Senken gestützt ist. Ist ein Riegel nicht so weit vorgeschoben, z. B. der eingestellten Zahl 4 entsprechend bis zur Stufe 4 des Hebelkammes, so senkt sich der zugehörige Hebel m um vier Stufen der Ausnehmung auf der Scheibe s und erzeugt somit durch den Hebel 0 vier Stromstöße. Der dritte Riegel, auf 6 gestellt, läßt den dritten Hebel sich um sechs Stufen senken usf.
Es ist nach dem Gesagten erklärlich, daß auf diese Weise die nötigen Stromstöße in richtiger Reihenfolge und Anzahl erzeugt werden können, und zwar in einer von der Einstellung unabhängigen Zeit. Die Absendung der Stromstöße beginnt, sobald die Scheiben s in Drehung gesetzt werden, und endet mit dem Aufhören der Drehung.
Um zu vermeiden, daß das Zahnsegment 0, wenn es z. B. um vier Zähne gehoben wurde und vier Stromstöße bewirkte, beim Zurückgehen in seine Ruhelage durch die Feder ν ebenfalls wieder Stromstöße hervorruft, ist folgende Anordnung getroffen: Am oberen Ende des Kontakthebels p ist ein Schnepper w angebracht, der durch einen Lappen des Hebels p derart gestützt ist, daß er beim Aufwärtsgang des Zahnsegmentes 0 unbeweglich ist, beim Abwärtsgang desselben aber nach unten umkippt (s. Fig. 1 gestrichelte Stellung), so daß das Zahnsegment 0 daran vorüberglei-
ten kann, ohne eine wippende Bewegung des Hebels p zu bewirken. Der Kontakthebel p trägt zwei Kontaktspitzen χ und X1, welche in Verbindung mit den Federn qu bzw. y die für die Einstellung der Wähler erforderlichen Stromschließungen und Unterbrechungen bewirken.
Durch Abnehmen des Hörers kann der Stromkreis eingeschaltet und zugleich der Antrieb der Scheibehgruppe s zur Wirkung gebracht werden.

Claims (3)

  1. Patent-An Sprüche:
    i. Impulssender für Selbstanschluß-Fernsprechanlagen, bei dem durch Drehen von Zahlenrollen die Rufnummer sichtbar eingestellt wird, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Einstellvorrichtung jeder Ziffer ein der Ziffernstelle zugeordneter Begrenzungsanschlag (L) je nach der Höhe der eingestellten Ziffer mehr oder weniger verstellt wird, wodurch die Bewegung einer die Impulssendung für die betreffende Ziffer bewirkenden, unabhängig von der Zifferneinstellung angetriebenen mechanischen Triebvorrichtung (m) nach Abgabe der der betreffenden Ziffer entsprechenden Anzahl von Impulsen gehemmt wird.
  2. 2. Impulssender nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine der Anzahl der Ziffernstellen entsprechende Anzahl von mit einem treppenförmig abgestuften Kamm (u) versehenen. Hebeln (m) mit ebensovielen Scheiben (s) zusammenwirkt, wobei die Hebel mit ihrem einen Ende auf dem Umfang der Scheiben aufruhen und bei der Drehung der Scheiben in deren treppenförmig abgestufte und gegeneinander versetzte Ausnehmungen nur in dem Maße einfallen können, als sie nicht durch den Begrenzungsanschlag (I) mittels der treppenförmig abgestuften Kämme (u) aufgehalten werden, wodurch die Anzahl der durch die Hebel bewirkten Impulssendungen begrenzt wird.
  3. 3. Impulssender nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Einstellung der Begrenzungsanschläge (I) unter jeder Ziffernrolle eine auf der gleichen Achse befestigte spiralförmige, in gleichen Winkelabständen mit Kerben versehene Scheibe (e) angeordnet ist, welche je nach der Drehung der Ziffernrolle einen mit dem zugehörigen Begrenzungsanschlag (I) verbundenen Hebel (k) mittels eines in die Kerben eingreifenden Ansatzes (f) mehr oder weniger verstellt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT249076D 1911-03-13 Active DE249076C (de)

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