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Additionsapparat für durch Lochkarten betätigte statistische Maschinen.
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Vor den Postendruckrädern 11 ist an zwei Armen 53, die um die Welle 54 schwingen können, die Druekleiste 57 angebracht. Ferner sind zwischen den Armen 53 die Papiertransportwalzen 90 und 91 gelagert, welche den Papierstreifen P über die uekleiste 57 hinwegziehen. Zwischen Druckleiste 57 und Druckrädern 11 ist das Farbband Pi angeordnet. Auf der Welle der oberen Transportwalze sitzt ein Sperrad 55 (Fig. 3), in welches ein Arm 56 der an dem Winkelhebel 52 angelenkt ist, mit seinem hakenförmigen Ende eingreifen kann. Der Winkelhebel 52 erhält durch die Stange 5J und die Rolle 50 seinen Antrieb von der Kurvenscheibe 49, welche mit der Welle 38 verbunden ist.
Mit der Welle 54 (Fig. 4) ist der Hebel 58 fest verbunden, welcher von einer Feder 59 nach unten gezogen wird, sobald die Rolle 60, welche auf der Kurvenscheibe 61 aufliegt, an den Ausschnitt dieser Kurvenscheibe gelangt. Dadurch wird die Druckleiste 57 gegen die Druckräder geschnellt, es erfolgt der Abdruck.
Auf der Welle 38, welche durch einen Motor dauernd gedreht wird, sind zu beiden Seiten der Vorrichtung Kurvenscheiben angebracht, welche die einzelnen Bewegungen der verschiedenen Organe beeinflussen.
Die Kurvenscheibe 7 (Fig. 2, 3 und 7) bewirkt unter Vermittlung der Rolle 8 eine hin-und hergehende Drehung der Welle 2 und damit die Schwingbewegung der Stange 5. Diese Schwingung beginnt, nachdem die Kurvenscheibe von ihrem Ruhepunkt a bis zu dem Punkt b gekommen ist und setzt sieh gleichförmig fort, bis die Rolle 8 auf der Kurvenscheibe den Punkt e erreicht hat. Von e-t verläuft die Kurve wieder konzentrisch von J-9 schwingt die Rolle 8 um zehn Elftel ihres Weges zurück, von
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und während des letzten konzentrischen Teiles der Kurve von i-a bleibt die Stange 5 in der Ruhelage.
Die Kurvenscheibe 49 bewirkt mittels der Rolle 50 und der Stange 51 eine Drehung des Hebels 52 und dadurch sowohl eine Teildrehung der Welle 21 als auch eine Bewegung des Schalthebels 56 und unter Vermittlung des Sperrades 55 eine Fortschaltung der Papierwalze.
Der Daumen 83 wirkt auf die Rolle 81 und verursacht dadurch einen Ausschlag des Hebels 80, Teildrehung der Welle 32 und Ausschwingen der Stange 36, welche auf die Sperrhebel 38 einwirkt.
Auf der anderen Seite des Apparates (in Fig. 2 links) sind auf der Welle verschiebbar die beiden Kurvenscheiben 39 und 40 angebracht, in welche eine von den beiden Rollen 41 a oder 41 b, Fig. 6, - je nach der Stellung der Kurvenscheiben - des Hebels 42 eingreift. Dieser ist auf der Welle 15 (Fig. 2) befestigt, welche mittels der Arme 14 die Welle 13 mit den Trieben 16 trägt. Durch eine Rolle 45 (Fig. 2 und 6) die auf einem von ausserhalb der Maschine zu bewegenden Hebel 44 sitzt, wird das Kurvenscheibenpaar 39, 40 auf der Welle 38 eingestellt, so dass je nach der Stellung dieses Hebels die Kurvenscheibe 39 oder 40 auf den Hebel 42 und damit auf die Welle 15 einwirkt.
Mit den Kurvenscheiben 39, 40 ist noch eine Kurvenscheibe 61 verbunden, welche auf die Rolle 60 (Fig. 4) des Hebels 58 wirkt und dadurch den Abdruck veranlasst. Innerhalb der Wand ist auf der Welle 38 die Kurvenscheibe 63 befestigt, welche auf den Hebel 62 einwirkt, welcher auf der Welle 15 die Arme 84 verdreht und dadurch die an diesem befestigte Stange 31 ausschwingt.
Die Einstellung des Apparates erfolgt durch die Karten unter Vermittlung der Kontaktvorrichtung, Diese ist hier nur der VoIJständigkeithaIber beschrieben, sie bildet keinen Gegenstand dieser Erfindung.
Die Additionsvorrichtung selbst kann durch irgendeine andere Kontaktvorrichtung betätigt werden, wenn nur die zeitlichen Beziehungen zwischen der Kontaktgabe und der Bestätigung des Additionsmechanismus eingehalten werden. Zwischen der Kontaktwalze 70 und zwei Gegenrollen 71 werden die Karten 72 von einer hier nicht gezeichneten Vorrichtung automatisch eingeführt und durch die ständig rotierenden Walzen weiter transportiert. Oberhalb der Walze 70 sind auf einer gemeinsamen Leiste 73 Drahtpinsel 74 isoliert voneinander befestigt. Von jedem derselben führt eine Leitung 75 zu je einem Magnet 76, der durch einen drehbar aufgehängten Anker 77 und eine Zugstange 78 die Sperrfeder 34 des Additionsapparates auslösen kann, Die Pinsel 74 schleifen auf der Walze 70, werden aber für gewöhnlich von derselben durch die Karte isoliert.
Erst wenn ein Loch in der Karte unter dem Pinsel
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schiedenen Zeitpunkten.
Die Walze 70 ist also mit der Welle 38 verbunden, dass die Welle 38 eine Umdrehung während des Durchganges einer Karte macht. Auch der zeitliche Verlauf zwischen durchgehender Karte, Kontaktgabe an den dem Werte der einzelnen Ziffern entsprechenden Stellen und dem Einstellungsmechanismus des Additionsapparates, ist aufeinander abgestimmt.
Jeder Pinsel 74 entspricht einer senkrechten Reihe der Karte, damit einer Stelle und ist dementsprechend mit einer Stelle des Additionsapparates verbunden.
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Wirkungsweise des Apparates. Die Wirkungsweise des Apparates sei an folgendem Beispiel erläutert : Es soll die in der Fig. 10 dargestellten Karte enthaltene Zahl 965031, deren Lochungen in der Figur durch Einrahmungen gekennzeichnet sind, addiert werden. Die Karte hat 32 Stellen, von diesen sind die eingerahmten acht auf die Maschine geschaltet. Dies geschieht in der Weise, dass die
Kontaktpinsel der Kontaktvorrichtung mit den entsprechenden Magneten des Additionsapparets verbunden werden.
Die Lochmaschine, auf welcher die Karten gelocht werden, ist so eingerichtet, dass sie in jeder leeren Stelle, die also keine 0 oder Ziffer aufweist, die Stelle 00 (Leerstelle) automatisch locht.
Die Transportvorrichtung für Karten und die Welle 38 sind zwangläufig derart miteinander verbunden, dass bei Beginn des Kartentransportes die Stelle 8 auf dem Punkte a der Kurvenscheibe 7 steht und der Punkt b erreicht ist, wenn die Reihe 00 der Karte sich unter den Kontaktpinseln 75 befindet.
An den Stellen, an welchen sich nun in dieser Reihe Löcher befinden, erfolgen Kontakte, es werden also die entsprechenden Federn 34 und mit ihnen die Hebel 33 in den betreffenden Stellen ausgelöst und dadurch die zugehörigen Z1hlenräder 11 gesperrt, bevor die Schwingung der Stange 5 und damit die Drehung der Segmente begonnen hat.
In dem hier gewählten Beispiel zeigt die Karte die Lochungen 965031 da die Karte weiter transportiert worden ist, so steht jetzt, wenn die Kurvenscheibe auf c steht, die Kartenreihe 0 unter dem Kontaktpinsel und es erfolgt in der dritten Stelle von rechts ein Kontakt, der Sperrhebel 33 wird ausgelöst und dadurch das Zahlenrad 11 auf 0 festgestellt.
Die Kurvenscheibe verläuft nun weiter von c bis e, so dass jedem Elftel dieser Strecke ein Fortschreiten der Karte um eine Lochreihe entspricht. In der ersten Stelle von rechts ist die 1 gelocht, dementsprechend erfolgt hier ein Kontakt, wenn im zugehörigen Druckrad 11 die 1 vor der Druckstelle steht, das Zahlenrad wird in dieser Stelle festgehalten. Ebenso wird nacheinander in der zweiten Stelle die 3, in der vierten die 5, in der fünften die 6, in der sechsten die 9 eingestellt.
Mit der Einstellung der 9 hat nun die Stange 5 ihren äussersten Ausschlag erreicht. Die Rolle 8 steht auf der Kurvenscheibe 7 an der Stelle e, die Karte hat die Kontaktvorrichtung verlassen und da von e-f die Kurvenscheibe konzentrisch verläuft, so bleibt die Stange 5 stehen. Der DrucHeiste 57 stehen also jetzt auf den Zahlenrädern 11 in der siebenten und achten Stelle leere Stellen und in den folgenden Stellen die Typen 965031 gegenüber.
Auf der Kurvenscheibe 61 (Fig. 4) ist inzwischen die Rolle 60 des Druckhebels 58 an die ausgeschnitten Stelle gelangt, die Feder 59 zieht den Hebel 58 an, drückt dadurch die Druckleiste 57 mit dem Papierstreifen F und dem Farbband F, Fig. 1, an die Typen und bewirkt dadurch den Abdruck der eingestellten Zahl 965031. In den beiden ersten Stellen erfolgt, da hier eine leere Stelle des Typenrades steht, kein Abdruck. Unmittelbar darauf wird die Leiste 57 wieder abgehoben. Nun wird durch den Hebel 42 von der Kurvenscheibe 50 die Welle 15 gedreht. Dadurch wird die Welle 13 gesenkt und die auf ihr gelagerten Triebe 15 mit den Additionsscheiben 17 kommen in Eingriff mit den Segmenten 3, während dieser Einschaltung hat die Welle 2 still gestanden.
Jetzt kehrt sie infolge der Form/- der Kurvenscheibe 7 ihre Bewegungsrichtung um, dreht die Welle 2 rückwärts und die Stange 5 schiebt hiebei alle Segmente 3 zurück und dreht dadurch alle Zahlenscheiben 11 in die O-Lage zurück. Dabei werden aber auch, da ja die Triebe 16 mit den Segmenten 3 in Eingriff stehen, alle Additionsscheiben 17 um den entsprechenden Betrag gedreht. Man sieht also durch das Schauloch 43 auf den Summenscheiben 17 denselben Betrag, der vorhin gedruckt worden ist. Nachdem dies geschehen ist, wird durch Kurve 40 und Hebel 42 diewelle 15 zurückgedreht, dadurch kommen die Triebe 16 wieder ausser Eingriff mit den Segmenten 3 und in Eingriff mit den Segmenten 18. Durch diese werden sie festgehalten.
Damit ist die Zahl 965031 in die Maschine aufgenommen.
Wird jetzt beispielsweise von einer zweiten Karte die Ziffer 135179 aufgenommen, so werden wiederum, wie vorherbeschrieben, die Typenräder 11 auf 135179 eingestellt, die Zhl abgedruckt und dann die Zahlenräder 17 um die durch die Typenräder eingestellten Beträge weitergedreht. Es wird sich also drehen :
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<tb>
<tb> das <SEP> 6, <SEP> 5. <SEP> 4, <SEP> 3. <SEP> 2. <SEP> 1. <SEP> Summenrad
<tb> von <SEP> 9 <SEP> 6 <SEP> 5 <SEP> 0 <SEP> 3 <SEP> 1
<tb> auf <SEP> 090100.
<tb>
Der Betrag ist addiert, es fehlen aber noch die Zehnerübertragungen. In der 1., 2"4. und 6. Stelle von rechts, hat beim Übergang von 9 zu 0 der mit dem Summenrad verbundene Stift 26 (Fig. 1) den Hebel 29 so weit beiseite gedrückt, bis dessen Sperrnase 27 von der Feder 30 abgefangen worden ist.
Nunmehr wird die Nase 18 d die bis jetzt von dem Hebel 29 gesperrt gewesen ist, frei und die Feder 22 sucht das Segment 18a mittels des Armes 18c zu drehen, wird aber daran dadurch gehindert, dass der andere Arm des Segmentes 18b auf der Stange 18, die einstweilen in ihrer Ruhelage bleibt, aufliegt.
Erst nach Beendigung des Additionsvorganges, wenn die Triebe 16 wieder in Eingriff mit den Segmenten 18 sind, wird durch die Kurvenscheibe 49 (Fig. 2 und 7) die Stange 51 und den Hebel 52 die Welle 21 gedreht und dadurch die Stange 19 abwärts geschwungen. Dann folgen ihr die Segmente jasa, soweit sie von ihrem Sperrhebel freigegeben sind und drehen sich um den durch die Bewegung der Stange 19 begrenzten
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Winkel, nämlich um so viel, dass eine Drehung der freigegebenen Summenräder um ein Zehntel erfolgt. Nun steht aber in Stelle 5 das Summenrad bereits auf 9, es wird also jetzt von 9 auf 0 übergehen und dabei seinerseits den Sperrhebel 29, der nächsthöheren Stelle auslösen.
Dessen Sperrzahn 18d wird dann frei und die Feder 22 wirkt, da der Segmentarm durch die Stange 19 nicht mehr gehalten wird, sofort und dreht also dieses Zahlenrad um ein Zehntel weiter. Dann haben sich, wenn wir obige Aufstellung
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<tb>
<tb> Stelle <SEP> 87654321
<tb> 1. <SEP> Einstellung <SEP> *. <SEP> 9 <SEP> 6 <SEP> 5 <SEP> 0 <SEP> 3 <SEP> 1
<tb> (.. <SEP> 1 <SEP> 3 <SEP> 5 <SEP> 1 <SEP> 7 <SEP> 9)
<tb> Summierung.. <SEP> 090100
<tb> Zehnerschaltung. <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 2 <SEP> 1 <SEP> 0
<tb>
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Dementsprechend stellen sich alle Summenrollen 17 auf die Zahl wieder ein, auf welcher sie vorher gestanden haben. Die Druckrollen 11 stellen sich auf Null.
Darauf kann dann die Addition fortgesetzt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Additionsapparat für durch Lochkarten betätigte statistische Maschinen, dadurch gekennzeichnet, dass die auf einer schwingbaren Welle (13) gelagerten Summenräder (17) entweder mit Einstellsegmente (3) oder mit Segmenten (18a) in Eingriff stehen, die als Sperrorgan zum Festhalten der Summenräder in der ihnen durch die Einstellsegmente erteilten Stellung dienen, aber auch dazu benutzt werden, den Summenrädern eine zusätzliche Drehung zum Zwecke der Zehnerschaltung zu erteilen.