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ImpulssenderfürSelbstanschluss-Fernsprechanlagen.
Diese Erfindung betrifft einen Impulssender für Selbstanschluss-Fernsprechanlagen mit möglichst einfacher Bedienung und rascher Wirkung. Zu diesem Zwecke erfolgt die Einstellung der gewünschten Nummer getrennt von der Impulssendung, und zwar kann die Einstellung beliebige Zeit vor der Impulssendung erfolgen oder zur Kontrolle oder späteren Wiederverwendung beliebige Zeit nachher bestehen bleiben. Die Impulssendung erfolgt erst durch Abhängen des Hörers und kann auf diese Weise beliebig oft wiederholt werden.
Der Apparat ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar in einer Ausführung, welche für höchstens fünfstellige Teilnehmernummern berechnet ist. Fig. 1 zeigt eine Ansicht des Apparates mit abgenommener Deckplatte von vorne, Fig. 2 eine Ansicht von der Seite und Fig. 3 die Anordnung und Stellung der unter den Zahlentrommeln befindlichen Stufenscheiben entsprechend der sichtbar eingestellten Rufnummer 14618. In dem Gehäuse a sind die Ziffernrollen b in dessen oberem Teil angeordnet und durch die aus dem Gehäuse herausragenden Knöpfe c um senkrechte Achsen drehbar. Durch diese Knöpfe können die Ziffernrollen b derart gedreht werden, dass die gewünschte Zahl durch die Schauöffnungen d sichtbar wird. Hiemit ist der Einstellvorgang durch den Anrufenden beendet.
Die durch die Einstellung bewirkten Veränderungen im Mechanismus sind folgende : Unter jeder Ziffernrolle b befindet sich, mit ihr fest verbunden, eine Scheibe e von der in Fig. 3 dargestellten Spira1form mit dreieckigen Kerben am Umfange, dreh deren Verstellen ein Sperrstift f in einen
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werden die Stifte f unabhängig von der mehr oder weniger seitlichen Lage der Schubstange ! e y in die die Achsen der Kurvenscheiben verbindende Mittellinie gebracht. Durch eine Feder i wird jede Schubstange und damit der zugehörige Stiftfin der Richtung gegen die Achse der zugehörigen Stufenscheibe e gezogen und damit letztere zugleich in der jeweils gegebenen Lage festgehalten.
Mit jeder Schubstange 9 ist ein senkrechter Hebel k verbunden, der einen Riegel l in wagerechter Ebene mehr oder weniger vor-oder zurückschiebt. Diese Vorgänge erfolgen gleichzeitig mit dem Drehen der Zahlenrollen b behufs Einstellung der gewünschten Zahl. Mit dem Verschieben der Riegel l ist der Einstellvorgang auch in seinem mechanischen Teile beendet.
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das Drehen der ersten Ziffernrolle von links auf die Zahl 1 der zugehörige Stift f in die dem Scheibenmittel am nächsten befindliche Kerbe, welche der Zahl 1 entspricht, eingeschnappt ist (Fig. 3). Die zugehörige Schubstange g kann daher durch ihre Feder ? in die äusserste Lage nach rechts gezogen werden und gleichermassen auch der Hebel k und der Riegel l, dieser ragt daher ganz nach rechts.
Die nächste Ziffernrolle ist auf die Zahl 4 eingestellt ; der Stift /'ist daher mit der vierten Kerbe im Eingriff, also nach links in einem vier Stufen entsprechenden grösseren Abstand von der Achse der Stufenscheibe zurückgeschoben, daher sind auch die zugehörige Schubstange g, Hebel k und Riegel l in gleichem Verhältnis nach links zurückverschoben. Bei der dritten Ziffernrolle, die Zahl 6 zeigend. ist dies noch mehr der Fall, während die vierte Rolle, die Zahl 1 zeigend, wieder ihrem zugehörigen Riegel l die äusserste Stellung rechts gestattet ; die fünfte Ziffernrolle, 8 zeigend, bewirkt wieder eine starke Zurückschiebung nach links.
Die Riegel l geben daher durch ihre
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in die entsprechende Anzahl Stromstösse und die Absendung in der richtigen Reihenfolge und Zeit ist nun Aufgabe des stromsendenden Teiles des Apparates, der nunmehr erläutert werden soll.
Die Erzeugung einer bestimmten Anzahl Stromstösse erfolgt dadurch, dass die Hebel 111 sich um ihre gemeinschaftliche Achse 1/drehen und durch ihren unteren Arm ein Zahnsegment o um ein bestimmtes Mass bewegen,., z) durch die Klinkenzähne desselben den Kontakthebel p in eine wippende Bewegung versetzen, was bei q eine Kontaktgebung bewirkt. Um diese Stromstösse in richtiger Reihenfolge und Anzahl zu erhalten, ist folgende Anordnung getroffen :
Auf einer Achse r sind so viele Scheiben s angeordnet, als der höchsten Stellenzahl des Systems entspricht, d. h. also in dem gewählten Ausführungsbeispiel fünf. Jede der Scheiben besitzt an ihrem Umfange eine treppenförmig gestaltete Ausnehmung.
Die Ausnehmungen der verschiedenen Scheiben sind jeweils um ihre Länge gegeneinander versetzt, so dass beim Drehen der Scheiben nach der Ausnehmung der Scheibe 1 diejenige der Scheibe 2 zur Wirkung kommt usw. Diesem Scheibensystem wird nun nach Aufheben des Hörers eine einmalige Umdrehung innerhalb einer bestimmten Zeit erteilt. Es tritt nun folgendes ein : Wenn eine der Scheiben s mit ihrer Ausnehmung unter den zugehörigen Hebel M kommt, senkt sich dieser unter dem Zug der zu-
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Vorgang wiederholt sich in gleicher Weise auch beim dritten, vierten und fünften Hebel, worauf eich die erste Scheibe wieder in Arbeitsstellung (siehe Fig. 1) befindet ; in diesem Augenblick muss dann der Antrieb der Scheibe s ausgeschaltet werden.
Damit nun die Hebel m nicht stets über alle Stufen der Ausnehmung streifen und stets die gleiche Zahl Stromstösse bewirken, sind sie mit einem treppenförmig gestuften Kamm u versehen, der über den zugehörigen Riegel l des Einstellwerkes ragt. Die Anzahl der Stufen, um die sich nun der Hebel m senken kann, ist begrenzt durch den Vorschub der Riegel l. Ist ein Riegel ganz nach rechts vorgeschoben, so reicht er bis zu der Stufe l des Hebelkammes (siehe Fig. 1). Der Hebel m wird daher bereits abgefangen, wenn er sich um eine Stufe gesenkt und erst einen Stromstoss bewirkt hat, die übrigen Stufen du Ausnehmung bleiben ohne Einwirkung, da der Hebel durch den Riegel l gegen weiteres Senken gestützt ist. Ist ein Riegel nicht so weit vorgeschoben, z.
B. dem eingestellten Zahn 4
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Der dritte Riegel, auf 6 gestellt, lässt den dritten Hebel sich um sechs Stufen senken usw.
Es ist nach dem Gesagten erklärlich, dass auf diese Weise die nötigen Stromstösse in richtiger Reihenfolge und Anzahl erzeugt werden können, und in einer von der Einstellung un- abhängigen Zeit. Die Absendung der Stromstösse beginnt, sobald die Scheiben s in Drehung gesetzt werden und endet mit dem Aufhören du Drehung.
Um zu vermeiden, dass das Zahnsegment o, wenn es z. B. um vier Zähne gehoben wurde und vier Stromstoss bewirkte, beim Zurückgehen in seine Ruhelage durch die Feder v ebenfalls wieder die Stromstösse hervorruft, ist folgende Anordnung getroffen : Am oberen Ende des Kontakthebels p ist ein Schnapper w angebracht, der durch einen Lappen des Hebels p derart gestützt ist, dass er beim Aufwärtsgang des Zahnsegmentes o unbeweglich ist, beim Abwärtsgang desselben aber nach unten umkippt (siehe Fig. 1, gestrichelte Stellung), so dass das Zahnsegment o daran voruberssleiten kann, ohne eine wippende Bewegung des Hebels p zu bewirken.
Der Kontakthebel p tragt zwei Kontaktspitzen x und , welche in Verbindung mit den Federn qu bzw. y die für die Einstellung der Wähler erforderlichen Schliessungen und Unterbrechungen eines Stromkreises bewirken. Durch Abnehmen des Hörers kann dieser Stromkreis eingeschaltet und zugleich der Antrieb der Scheibengruppe s zur Wirkung gebracht werden.
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