DE247906C - - Google Patents

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DE247906C
DE247906C DENDAT247906D DE247906DA DE247906C DE 247906 C DE247906 C DE 247906C DE NDAT247906 D DENDAT247906 D DE NDAT247906D DE 247906D A DE247906D A DE 247906DA DE 247906 C DE247906 C DE 247906C
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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Acyclic And Carbocyclic Compounds In Medicinal Compositions (AREA)

Description

KAISERLICHES A
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 12#, GRUPPE
Dr. KARL W. ROSENMUND in BERLIN,
Dr. GARL MANNICH in BERLIN-FRIEDENAU
und Dr.WILLY JACOBSOHN in HAMBURG.
Verfahren zur Darstellung von 3-4-DioxyphenylalkyIaminen. Zusatz zum Patent 243546 !vom 21. Oktober 1909.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. November 1909 ab. ' Längste Dauer: 20. Oktober 1924.
Durch das Hauptpatent 243546 ist ein Verfahren zur Darstellung von p-Oxyphenylisopro-CH3-CH(CH3^NH,
OH
geschützt, welches darin besteht, daß man das Oxim des p-Methoxybenzylmethylketons:
CH3O-CeHtCH2. C-.(NOH)'CH3
mit reduzierenden Mitteln und die so entstandene Base mit Minerälsäuren, vorzugsweise Jodwasserstoffsäure, behandelt. Es wurde nun weiter gefunden, daß sich dieses Verfahren in gleicher Weise für die Darstellung von 3 · 4-Dioxyphenylalkylaminen anwenden läßt. Man geht yon dem Oxim der allgemeinen Formel
(R1 und R2 = Alkyl, R = Alkyl oder Wasserstoff) aus, reduziert diese zu den entsprechen- . den Aminen und verseift dann durch Behandeln mit Mineralsäuren die Alkoxygruppe zu den Hydroxylgruppen.
Der glatte Verlauf der angegebenen Reaktionen war von vornherein nicht anzunehmen, da die bisherigen Erfahrungen auf diesem Gebiete recht ungünstig sind.
1 So läßt sich das Oxim des 3 · 4-Methylendioxyphenylacetaldehyds nicht zum Amin reduzieren (Monatshefte f. Chemie 27 [1906], JS. 244), während die Oxime der nahe verwandten obigen Verbindungen, z. B. des 3.4-Dialkoxyphenylacetaldehyds ohne Schwierigkeiten das entsprechende Amin liefern. Ferner ist die Aufspaltung von Dialkoxyverbindungen des obigen Typus durchaus neu, da die An-, gaben in der Apothekerzeitung 24 [1909], S. 60/61 als falsch erkannt worden sind, wie aus den Versuchen von C. Mannich (vgl. Archiv d. Pharmacie 248 [1910], S. 134 bis 147) !hervorgeht. ·
Die Dioxyphenylalkylamine bieten technische ] Vorteile vor dem Adrenalin, da ihre Darstellungsweise einfacher und billiger ist; des weiteren besitzen diese Verbindungen auch therapeutische Vorteile, z.B. Haltbarkeit der Lösung, geringe

Claims (1)

  1. ! ■■•J
    Giftigkeit, lang andauernde blutdrucksteigernde Wirkung.
    Beispiel L
    3 · 4-DimethoxyphenyHsopropylamin:
    CH2- CH (CH3)NH2.
    17 g ■ 3 · 4-Dimethoxybenzylmethylketon
    (CH3O)2-C6H3-CH2-CO-CH3
    (aus Isoeugenolmethyläther über das Dibroao mid und Oxyd dargestellt, farbloses öl vom Kp. io,8°bei 20 mm) werden in wenig Alkohol mit einer wäßrigen Lösung von 12 g Hydroxylaminchlorhydrat und 17 g Kaliumacetat versetzt und einige Zeit stehen gelassen. Auf Wasserzusatz scheidet sich das Oxim aus. Es wird unmittelbar in der 10 fachen Menge Eisessig gelöst und mit der 50 bis 60 fachen Menge 3prozentigem Natriumamalgam reduziert.
    Die Base scheidet sich auf Zusatz von Alkali und Wasser aus. Sie siedet bei 166 bis i68° bei 20 mm. Das salzsaure Salz schmilzt bei 148°
    Beispiel II.
    3 · 4-Dioxyphenylisopropylamin:
    OH
    OH
    CH2-CH(CHJ-NH2.
    Die Darstellung der Base erfolgt zweckmäßig durch Entalkylieren des 3 · 4-Dimethoxyphenylisopropylamins in der Weise, daß 10 g der Base mit 45 g farbloser Jodwasserstoff-
    50. säure (spez. Gewicht 1,69) 15 bis 20 Minuten in schwachem Sieden erhalten werden. Beim Abdunsten der überschüssigen Säure hinterbleibt ein Sirup, der nach langem Stehen kristallisiert. Verwendet man an Stelle der Jod- wasserstoffsäure andere Säuren, so tritt zwar teilweise Zersetzung ein, die entstehenden Salze kristallisieren jedoch leichter. Der Schmelzpunkt des Chlorhydrats liegt bei 190 bis 1920; es ist leicht löslich in Wasser und
    Alkohol, unlöslich in Aceton und Äther.
    Seine Lösungen geben noch in großer Verdünnung mit Eisenchlorid eine grüne Färbung.
    Beispiel III.
    3 · 4-Dimethoxyphenyläthylamin:
    OCH3
    -OCH,
    CH9-CHfNH,
    ίο g 3 · 4-Dimethoxy-w-nitrostyrol werden in 50 g Alkohol und 25 g Eisessig suspendiert und unter mäßiger Kühlung mit kleinen Portionen Zinkstaub bis zur Entfärbung versetzt. In dem Filt'rat vom Zinkschlamme befindet sich das Oxim des Homoveratrumaldehyds, das ohne weitere Reinigung reduziert werden kann. Zu diesem Zwecke setzt man 60 bis 70 g 3 prozentiges Natriumamalgam in kleinen Portionen zu, übersättigt dann mit Alkali, äthert aus und scheidet die ein schwach gelbliches öl vom Kp. 188 ° bei 15 mm Druck bildende Base mit Salzsäure aus der Ätherlösung ab. Das Chlorhydrat kristallisiert schwer und bleibt häufig sirupös.
    Beispiel IV.
    3'4-Dioxyphenyläthylamin: :
    ■■■■■ ' OH ' : . " ■■■.·■■■.■'■■' K
    OH
    C H,. CH*
    NH2.
    5 g des rohen 3 ^-Dimethoxyphenyläthylaminchlorhydrats werden 2 Stunden mit 20 ecm konzentrierter Salzsäure auf 150 ° erhitzt.
    Die Reaktionsflüssigkeit wird mit Tierkohle geklärt, eingedunstet und der Rückstand mit Alkohol aufgenommen. Beim Verdunsten der alkoholischen Lösung scheiden sich Kristalle des Chlor hydra ts aus, die aus verdünntem »0 Aceton kristallisiert den Sm. 174 bis 1750 zeigen. Auch dieses Salz kristallisiert nur schwer. Die sehr verdünnte wäßrige Lösung des Chlorhydrats färbt sich mit Eisenchlorid schön grün. , "5
    ':■:■;■'. Patent-Anspruch:
    Weitere Ausbildung des durch Patent 243546 geschützten Verfahrens, darin be- tao
    stehend, daß man hier zwecks Darstellung j von 3 · 4-Dioxyphenylalkylaminen der allge- j meinen Formel:
    OH-
    -CH2-CH(R)-NH2
    {R = Alkyl oder Wasserstoff) die Oxime der allgemeinen Formel;
    R1-O-
    -CH2-C-R NOH
    (R1 und R2 = Alkyl; R — Alkyl oder Wasserstoff) mit reduzierenden Mitteln behandelt und die so erhaltenen 3 · 4-D1-alkoxyphenylalkylamine mit Mineralsäuren, ao vorzugsweise Jodwasserstoffsäure, zu den entsprechenden Dioxybasen verseift.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2749275A (en) * 1952-01-26 1956-06-05 Clinical Res Foundation Therapeutic composition of 3, 4 dihydroxy phenyl ethylamine and methylating agent and method of applying
US2768113A (en) * 1952-03-22 1956-10-23 Clinical Res Foundation Therapeutic composition of procaine and adrenaline precursor

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US2749275A (en) * 1952-01-26 1956-06-05 Clinical Res Foundation Therapeutic composition of 3, 4 dihydroxy phenyl ethylamine and methylating agent and method of applying
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