DE224347C - - Google Patents

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DE224347C
DE224347C DENDAT224347D DE224347DA DE224347C DE 224347 C DE224347 C DE 224347C DE NDAT224347 D DENDAT224347 D DE NDAT224347D DE 224347D A DE224347D A DE 224347DA DE 224347 C DE224347 C DE 224347C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D489/00Heterocyclic compounds containing 4aH-8, 9 c- Iminoethano-phenanthro [4, 5-b, c, d] furan ring systems, e.g. derivatives of [4, 5-epoxy]-morphinan of the formula:
    • C07D489/02Heterocyclic compounds containing 4aH-8, 9 c- Iminoethano-phenanthro [4, 5-b, c, d] furan ring systems, e.g. derivatives of [4, 5-epoxy]-morphinan of the formula: with oxygen atoms attached in positions 3 and 6, e.g. morphine, morphinone

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das Morphin und seine Isomeren enthalten nach bekannten Untersuchungen zwei Hydroxylgruppen, ein Phenol- und ein Alkoholhydroxyl. Die Phenoläther der Morphine sind aus diesen leicht zu erhalten und in größerer Anzahl bekannt (Codein, Isocodein, Pseudocodein, Allopseudocodein, Morphinäthyläther, Morphinbenzyläther).
Die Verätherung des Alkoholhydroxyls der
ίο Morphine und ihrer Phenoläther, der Codeine, stößt dagegen auf erhebliche Schwierigkeiten, und es ist bis jetzt in keinem Falle gelungen, das Alkoholhydroxyl zu veräthern.
An Versuchen zur Gewinnung solcher Alkoholäther des Morphins oder Codeins hat es nicht gefehlt, und auch der Erfinder war seit Jahren bemüht, den Methyläther des Codeins zu erhalten, in der Absicht, aus diesem durch Oxydation zum Thebain zu gelangen. Zunächst wurden bei den Versuchen, die Äther des Codeins aus dem Chlorocodid zu gewinnen, dieselben sirupösen Reaktionsprodukte mit unerquicklichen Eigenschaften erhalten, wie sie Göhlich, Archiv der Pharmazie 231 [1893], S. 254ff., und Vongerichten und Müller, Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft 36 [1903], S. 1592, bei der Einwirkung von wässerig-alkoholischem Alkali auf • Chlorocodid beobachtet haben, und welche von diesen Forschern auf Grund ihrer Analysenergebnisse als Apocodein erkannt worden sind. Schließlich wurde gefunden, daß es durch Einwirkung von Natriummethyl at auf Chlorocodid in absolut methylalkoholischer Lösung gelingt, eine prächtig kristallisierende Substanz vom Schmelzpunkt 137 ° und der Formel C19 H23 NOS zu isolieren, welche zweifellos das erste Beispiel eines Alkoholäthers des Codeins darstellt.
j Maßgebend für die Bildung von Codein- ! äthern nach dem vorliegenden Verfahren ist j also die völlige Abwesenheit von Wasser und j die Verwendung von über Natrium destillierten absoluten Alkoholen als Lösungsmittel. Hierdurch wird die Bildung von Apoverbindüngen vermieden.
In analoger Weise können andere Alkyläther der Codeine durch Einwirkung von Alkalialkoholaten in absolut alkoholischer Lösung oder auch Aryläther des Codeins durch Einwirkung von Alkaliphenolaten auf Chlorcodid in absolut alkoholischer Lösung dargestellt werden. Die Bildung dieser Aryläther des Codeins erfolgt erheblich leichter als die der Alkyläther, so daß hier die Umsetzung der Alkaliphenolate mit Halogenocodiden bereits durch Kochen der Lösungen am Rückflußkühler in kurzer Zeit bewirkt werden kann, während bei der Darstellung der Alkyläther des Codeins längere Zeit im Autoklaven, am 6p besten bei 100 bis iio°, erhitzt werden muß. Die neuen Körper zeigen wertvolle therapeutische Eigenschaften und sollen daher als Arzneimittel Verwendung finden.
i. Beispiel.
Methyläther des Codeins.
100 Gewichtsteile a-Chlorcodid werden mit der Auflösung von 15 Gewichtsteilen Natrium in 500 Gewichtsteilen absolutem Metylalkohol im Autoklaven 2 Tage lang unter Rühren auf 100 bis iio° erhitzt. Die Umsetzung gibt
sich durch die Abscheidung der berechneten Menge Kochsalz zu erkennen. Der gebildete Methyläther wird aus der Reaktionsmasse zunächst durch Eingießen in Wasser und Ausäthern isoliert und kann aus dem Ätherrückstand leicht durch Zusatz von äthylalkoholischer Salzsäure in Form seines gut kristallisierenden Hydrochlorates abgeschieden werden. Dieses kristallisiert aus absolutem Alkohol in
ίο farblosen, χ/2 Mol. Kristallalkohol enthaltenden Nadeln, die löslich in Wasser und heißem Alkohol, unlöslich in Äther und Benzol sind. Zersetzungspunkt 285 °. [a]D = — 66° (in Wasser).
Analyse:
Berechnet für
C19H23NO3-HCl-1I2C2H6OH:
C 64,43 Prozent, H 7,25 Prozent,
N 3,76 Prozent, Cl 9,53 Prozent.
Gefunden:
C 64,13 Prozent, H 7,50 Prozent,
N 4,01 Prozent, Cl 9,35 Prozent.
Andere gut kristallisierende Salze des Codeinmethyläthers sind das Sulfat vom Schmelzpunkt 241 ° und das Nitrat mit dem Zersetzungsprodukt 2190.
Der aus den Salzen abgeschiedene Methyläther ist eine wohlcharakterisierte, gut kristallisierende Substanz vom Schmelzpunkt 137 ° und dem Drehungsvermögen [α] η = — 8o ° (in Alkohol).
Analyse:
Berechnet für C19H23NO3: C 72,84 Prozent, H 7,67 Prozent.
Gefunden:
C 72,66 Prozent, H 7,53 Prozent.
An Stelle des a-Chlorocodids in diesem Beispiel können auch die andern Halogenocodide oder die entsprechenden Abkömmlinge der isomeren und homologen Codeine und an Stelle des Natriummethylats können andere Alkoholate oder auch Phenolate Verwendung finden.
2. Beispiel.
Phenyläther des Codeins.
Gleiche Gewichtsteile aXhlorocodid und Natriumphenolat werden mit der vier- bis achtfachen Menge absolutem Äthylalkohol 1 Stunde lang bei Rückfluß gekocht. Das Aufarbeiten geschieht in folgender Weise: Die abgeschiedene Kristallmasse, die aus einem Gemisch von Kochsalz und Phenyläther besteht, wird abgesaugt, durch Waschen mit Wasser das Kochsalz entfernt und der Rückstand aus absolutem Alkohol umkristallisiert.
Der Phenyläther wird so in Nadeln vom Schmelzpunkt 1870 erhalten.
Analyse: 6s
Berechnet für C24 H25NOS: C 76,80 Prozent, H 6,66 Prozent.
Gefunden:
C 76,30 Prozent, H 6,82 Prozent.
3. Beispiel.
Guajacyläther des Codeins.
100 Teile a-Chlorocodid, 36 Teile Natrium und 200 Teile Guajacol werden in 750 Teilen absolutem Äthylalkohol 3 Stunden am Rückflußkühler gekocht. Die abgeschiedene Kristallmasse, ein Gemisch von Kochsalz mit dem neuen Äther, wird erst mit Alkohol und dann mit Wasser ausgewaschen, wobei der Codeinguajacyläther zurückbleibt. Dieser ist löslich in Chloroform und warmem Benzol, schwer löslich in Äther und kaltem Alkohol, unlöslieh in Wasser. Aus viel heißem Alkohol oder Essigester läßt er sich Umkristallisieren und bildet dann rechteckige Tafeln vom Schmelzpunkt 216 °.
Drehungsvermögen in Chloroform:
[α] D = — 22,9°.
Weiter wurde die Verbindung durch einige aus Wasser gut kristallisierende Salze näher charakterisiert.
Es wurden enthalten: Hydrochlorat F. 244 °, Sulfat F. i88°, Nitrat Zersetzungspunkt bei etwa 200°, Oxalat F. 1970, Tartrat F. 205 °.
In gleicher Weise wurden ferner dargestellt zwei Kresyläther des Codeins:
o-Kresyläther F. 190 °; p-Kresyläther, Kristalle vom F. 166 °, schwer löslich in Wasser und kaltem Alkohol, leicht löslich in Äther und siedendem Alkohol; Drehungsvermögen dieses Äthers in Chloroform [a]0 = —13,7°.
Das Chlorhydrat des p-Kresyläthers schmilzt bei 231 °, das Nitrat zersetzt sich bei 181 °.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Darstellung von ätherartigen, in der Alkoholhydroxylgruppe durch Alkyl oder Aryl substituierten Abkömmlingen der Codeine, darin bestehend, daß man unter völligem Ausschluß von Wasser Halogencodide mit Alkalialkoholaten oder Alkaliphenolaten in Gegenwart von absoluten Alkoholen, gegebenenfalls unter Druck, erhitzt.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1017618B (de) * 1953-10-15 1957-10-17 Dausse Sa Lab Verfahren zur Herstellung des Morpholylaethylaethers des Morphins und von dessen Salzen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1017618B (de) * 1953-10-15 1957-10-17 Dausse Sa Lab Verfahren zur Herstellung des Morpholylaethylaethers des Morphins und von dessen Salzen

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