DE245771C - - Google Patents

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DE245771C
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Germany
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compressed air
piston
pressing
air
molding machine
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DENDAT245771D
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C15/00Moulding machines characterised by the compacting mechanism; Accessories therefor
    • B22C15/28Compacting by different means acting simultaneously or successively, e.g. preliminary blowing and finally pressing
    • B22C15/30Compacting by different means acting simultaneously or successively, e.g. preliminary blowing and finally pressing by both pressing and jarring devices

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Casting Devices For Molds (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 245771'-. KLASSE 31*. GRUPPE
verdichtet werden.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 20. August 1910 ab.
Die Erfindung betrifft eine Rüttelformmaschine, bei der die oberen Schichten durch eine zusätzliche Preßwirkung verdichtet werden. Es ist bekannt, diese besondere Pressung zum Schlüsse stattfinden zu lassen. Im Gegensatz dazu erfolgt gemäß der Erfindung das zusätzliche Pressen vor dem Rütteln. Indem so die spezifische Schwere der obersten Sandschicht von vornherein erhöht wird, verdich-
lö tet sie nachher beim jedesmaligen Aufstoßen des Tisches die darunter liegenden Sandschichten besser, als es bisher möglich war. Auch ist man bei der neuen Arbeitsweise mit größerer Sicherheit in der Lage, den Sand unterhalb hinterschnittener Stellen des Modells hinreichend zu verdichten. Ferner ist es möglich, den Hub des die Aufstoßbewegung ausführenden Tisches bei gleicher Schlagzahl gegenüber dem bisher erforderlichen auf etwa die Hälfte zu verringern, ohne daß die Gründlichkeit der Verdichtung leidet. Es läßt sich so eine bedeutende Erhöhung der Schlagzahl in der Zeiteinheit (also eine Zeitersparnis) erzielen und damit auch der Energieverbrauch, bzw. bei dem üblichen Preßluftbetriebe der Luftverbrauch, wesentlich herabsetzen.
Tritt durch die Verkleinerung, welche der Hub des Tisches erfährt, schon eine Abschwächung der Erschütterungen ein, so läßt sich die Druckluft, die bereits zum Vorpressen gedient hat, oder ein Teil von ihr nachher beim Aufstoßen in an sich bekannter Weise als Dämpfungsmittel für die Stöße benutzen, so daß die Erschütterungen beinahe gänzlich vernichtet wer-
Die Zeichnung veranschaulicht im Längsschnitt ein Ausführungsbeispiel der neuen Rüttelformmaschine.
Der Formkasten α und das Modell c sind in üblicher Weise auf einem in einen Kolben e auslaufenden Tisch d befestigt. Der Kolben e spielt unter der Einwirkung von Druckluft, welche durch die Steuerung p gesteuert wird, innerhalb eines durch einen Körper f gebildeten Hohlzylinders. Der Körper f ist auch in seinem unteren Teile bei g als Hohlzylinder ausgebildet und kann sich, ebenfalls unter der Einwirkung von bei p gesteuerter Druckluft, auf einem mit der Grundplatte fest verbundenen Kolben h verschieben. Oberhalb des Formkastens ist ein Preßholm k so angeordnet, daß er zum Zwecke des Füllens des Kastens α mit Formsand leicht zu entfernen ist. Er kann beispielsweise mittels Räder m auf den an den Säulen η befestigten Schienen 0 fahrbar sein.
Als Betriebsmittel ist Preßluft angenommen. Das An- und Abstellen der Maschine erfolgt durch Öffnen und Schließen des Absperrschiebers q.
Die Wirkungsweise der Maschine ist folgende:
Nachdem der Formkasten α bis zur Höhe eines vorher aufgesetzten Rahmens b mit Sand gefüllt worden ist, wird der Preßholm k über ihn gefahren. Beim Öffnen des Absperr-Schiebers q strömt vermöge der besonderen Einrichtung der Steuerung" p die Preßluft zunächst oberhalb des Kolbens h in den Zylinder g und drückt den auf dem Körper f aufruhenden Tisch d nebst Formkasten α und
Rahmen b gegen den Holm k. Wenn die oberste Sandschicht genügend verdichtet ist, läßt man einen Teil der über dem Kolben h befindlichen Preßluft entweichen, so daß der Körper f und der Tisch d mit den darauf ruhenden Teilen etwas abwärts gehen, worauf der Holm k wieder aus dem Bereiche der eigentlichen Formmaschine gefahren werden kann. Der Zylinder g bleibt von jetzt ab
ίο nach außen geschlossen, so daß Luft weder ein- noch ausströmen kann und der Druck der eingeschlossenen Luft im wesentlichen nur durch das Gewicht des auf ihr lastenden Körpers f sowie des Tisches d und der von diesem getragenen Teile bestimmt wird.
Es wirkt nunmehr die Steuerung -p durch abwechselndes Einlassen von Preßluft in den Raum unterhalb des Kolbens e und Wiederauslassen aus diesem Räume derart, daß der Tisch d in schnelle Auf- und Abwärtsbewegung versetzt wird und dadurch das Verdichten des Formsandes besorgt.
Die unterhalb des Kolbens e einströmende Luft hat aber noch eine weitere Wirkung.
Während nämlich der Druck der unterhalb des Körpers f eingeschlossenen, ihn schwebend erhaltenden Luft, wie erwähnt, einen bestimmten Wert nicht überschreiten kann, wächst der Druck der Luft im oberen Zylinder beim Einströmen allmählich, so daß er schließlich größer wird als derjenige unterhalb des Körpers, und dieser nunmehr nach unten gedrückt wird. Dadurch steigt aber wieder der Druck im Zylinder' g, und wenn dann nachher die Luft unterhalb e ausströmt, prellt die oberhalb des Kolbens h befindliche Luft den Körper f aufwärts. Dieser fängt daher den fallenden Tisch d auf, während er selbst eine Bewegung in entgegengesetzter Richtung ausführt. Durch dieses sich beim jedesmaligen Abwärtsgange des Tisches wiederholende freie Auffangen ist es möglich, die auftretenden Stöße überhaupt gänzlich zu vernichten.
Die Wirkungsweise der Steuerung p ist, wie bereits erwähnt, nach einmaligem Öffnen des Absperrschiebers q selbsttätig. Die Steuerung ist so gebaut, daß die Hubhöhe des Körpers f und des Kolbens e während des Ganges der Maschine nach Bedarf geregelt werden kann. Für die Größe des beiderseitigen Hubes wird in jedem einzelnen Falle die Höhe des Formkastens und das Formmaterial maßgebend sein. Das Verhältnis der Masse des Körpers f zu derjenigen der am Auf stoß vorgange teilnehmenden Teile wird man zweckentsprechend wählen. Statt daß der Körper f unten zylindrisch ausgebildet ist, könnte er natürlich ebensogut in einen Kolben auslaufen, der sich in einem feststehenden Zylinder verschiebt.
An Stelle des Druckluftbetriebes für den Auf stoß Vorgang bzw. für das Vorpressen kann auch Preßwasser-, elektrischer oder mechanischer Betrieb treten.
Die Maschine selbst kann in üblicher Weise als Abhebe-, Wendeplatten- oder Durchzugformmaschine ausgeführt werden.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Rüttelformmaschine, bei der die oberen Schichten durch eine zusätzliche Preßwirkung verdichtet werden, dadurch gekennzeichnet, daß dieses Pressen vor dem Rütteln erfolgt.
2. Ausführungsart der Rüttelformmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Vorpressen dienende Druckluft in an sich bekannter Weise als Dämpfungs- bzw. Prellmittel beim Rütteln benutzt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE974857C (de) * 1949-04-01 1961-05-18 Chamotte Ind Verfahren zum Herstellen von Formlingen fuer Kunststeine, insbesondere fuer feuerfeste und saeurefeste Steine
DE1150493B (de) * 1958-03-05 1963-06-20 Osborn Mfg Co Ruettelformmaschine mit Belastungsgewicht
DE1176041B (de) * 1961-09-27 1964-08-13 Hermann Ahrens Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Formlingen aus Beton oder keramischen Massen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE974857C (de) * 1949-04-01 1961-05-18 Chamotte Ind Verfahren zum Herstellen von Formlingen fuer Kunststeine, insbesondere fuer feuerfeste und saeurefeste Steine
DE1150493B (de) * 1958-03-05 1963-06-20 Osborn Mfg Co Ruettelformmaschine mit Belastungsgewicht
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