DE1784404C3 - Schlagpresse zum Verdichten körniger Substanzen - Google Patents
Schlagpresse zum Verdichten körniger SubstanzenInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B28—WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
- B28B—SHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
- B28B1/00—Producing shaped prefabricated articles from the material
- B28B1/04—Producing shaped prefabricated articles from the material by tamping or ramming
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Description
45
Die Erfindung betrifft eine Schlagpresse zum Verdichten körniger Substanzen, wie z. B. Kalk-Quarzsand-Massen
mit einem von einer druckmittelbeaufschlagten, an einen Maschinenkopf eines Pressenrahmens angebrachten
Kolben-Zylinder-Einrichtung betätigten Bär und mit einem in eine einen höhenverschieblichen
Formboden aufweisende Form absenkbaren, vom Bär getrennt auf- und abbewegbaren Obergesenk, auf das
der Bär schlägt.
Während bei einer bekannten Schlagpresse dieser Art zum Verdichten körniger Substanzen (DTPS
402) die den Bär betätigende Kolben-Zylinder-Einrichtung von Dampf beaufschlagt ist, ist die den Bär
betätigende Kolben-Zylinder-Einrichtung bei einer anderen Schlagpresse zum Verformen von Metall (DT-PS
878) hydraulisch beaufschlagt. Das Besondere der Schlagpresse, von der die Erfindung ausgeht, ist die
hauptsächliche Arbeitsweise durch Schlag, da hierdurch mittels wenig aufwendiger Mittel sehr hoch verdichtete
Rohlinge zu erzeugen sind. Durch die Trennung von Obergesenk und Schlagbär wird vermieden, daß zusätzlich
Luft in die körnige Substanz bzw. den allmählich entstehenden ungehärteten Stein hineingetrieben
wird, wie dies bei einem mit dem Bär gekoppelten Obergesenk der Fall wäre.
Bei dieser bekannten Schlagpresse zum Verdichten körniger Substanzen sind keine Mittel vorgesehen, um
das Obergesenk aus der Form herauszunehmen, wenn ein Formung hergestellt ist. Die Forn. .st entweder
schwenkbar oder verschiebbar angeordnet, um wahrend des Füllens oder Entleerens der einen Form die
Schlagpresse auf eine zweite Form arbeiten zu lassen. Es müssen zum Bewegen der Form diese, der Formling
sowie das Obergesenk nach oben vom Boden abgezogen werden, um anschließend geschwenkt oder
verschoben zu werden. Mit der bekannten Presse ist daher ein wirtschaftlicher, eine hohe Stückzahl an
Formkörpern pro Zeiteinheit erbringender Betr.ebsablauf nicht möglich. . .
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Schlagpresse der eingangs genannten Art den Betriebsablauf insbesondere im Hinblick auf eine schnelle und
leichte Entnahme der Formlinge verbessern.
Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß das Obergesenk durch hydraulisch beaufschlagbare
Kolben-Zylinder-Einrichtungen sowohl hebbar als auch nach unten preßbar ist, die mit ihrem einen Ende jeweils
an einer das Obergesenk tragenden Platte angreifen und daß der Formboden über einen Auswerferschaft
mittels einer hydraulisch beaufschlagten Kolben-Zylinder-Einrichtung anhebbar ist.
Bei der erfindungsgemäß ausgebildeten Schlagpresse bei der das Obergesenk von dem nach oben gezogenen
Bär um das Maß des Bärhubes absenkbar ist, trägt zu einem wirtschaftlichen und raschen Betriebsablauf
neben der hydraulischen Betätigung aller Kolben-Zylinder-Einrichtungen insbesondere bei, daß nach Formung
eines Formlings das Obergesenk mittels der Kolben-Zylinder-Einrichtungen
nach oben entfernt wird und sodann der Formling in bei Pressen an sich bekannter
Weise mittels durch die weitere Kolben-Zylinder-Einrichtung betätigten Auswerfers aus der Form
entfernt wird. Es ist nicht nötig, den Formrahmen samt dem Formkörper irgendwie zu bewegen, um den Formkörper
aus der Form zu entfernen und neue körnige Substanz in diese zu füllen.
Wenn die Platte in senkrechter Richtung an Ständern des Pressenrahmens oder an nach oben gerichteten
Verlängerungen der Form geführt ist, so läßt sich das Obergesenk gut in die Form einführen. Zweckmäßig
ist es jedoch auch, die Kolben-Zylinder-Einrichtungen die an der Platte angreifen, am Maschinenkopf
aufzuhängen und als elastische Zugglieder auszubilden, die das Obergesenk bzw. die Platte von unten gegen
den Bären drücken und deren Zugkraft aufhebbar ist. Hierbei ist es vorteilhaft, wenn die Zylinder der Kolben-Zylinder-Einrichtungen
vom Bär frei verlaufen und die an den Kolben der Kolben-Zylinder-Einrichtungen angebrachten Kolbenstangen die Platte mit Spiel
durchdringen und unterhalb der Platte diese tragende Köpfe haben, da die Platte dann gegenüber dem Bär
seitlich bewegbar ist.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Schlagpresse nach der Erfindung, und zwar zeigt
F i g. 1 in ihrem rechten Teil eine Draufsicht auf eine elektrohydraulische Schlagpresse und in ihrem linken
Teil einen senkrechten Schnitt etwa gemäß Linie 1-1 in
F i g. 2,
F i g. 2 eine Ansicht der Schlagpresse gemäß F 1 g. von links, teilweise in Schnitten gemäß den Linien
Ila-Ilaund Ub-Ubder F i g. 1,
"f
F i g. 3 einen Schnitt gemäß Linie Ill-III der F i g. 1
und
F i g. 4 einen Schnitt gemäß Linie IV-IV der F i g. 1.
An zwei Ständern 1 und la eines, einen Maschinenkopf 10 aufweisenden Pressenrahmens gleitet ein Bär 2
an Führungen 3 und 3a. Der Bär sitzi an einer Kolbenstange
5 eines Kolbens 4.
Ein mit Druckflüssigkeit füllbarer Hubraum 6 eines Preßzyiinders 27 hebt den Kolben 4 und damit den Bär
2 an. Die Form des Bären 2 ist insbesondere aus F i g. 3 "°
tu ersehen. Er hat beiderseits zwei Ausnehmungen 7, in denen Zylinder 8 frei vom Bären angeordnet sind. Die
Zylinder 8 sind mit Muttern 9 am Maschinenkopf 10 befestigt. In den Zylindern 8 gleitet ein flüssigkeitsbetriebener
Kolben 11 auf und ab, an dem eine Kolben-Hange 12 sitzt, deren unteres Ende aus dem Zylinder
austritt und einen Kopf 13 trägt. Es laufen also in den am Pressenrahmen hängenden Zylindern 8 die von unten
und oben beaufschlagbaren Kolben 11, die über die Kolbenstangen 12 das Obergesenk 17 anheben oder
herunterdrücken. Unterhalb des Bären 2 befindet sich eine Platte 14, deren Gestalt insbesondere aus F i g. 4
erkennbar ist. Die Platte hängt an den Köpfen 13 mit Ansätzen 15, welche Bohrungen 16 haben, durch die die
Kolbenstangen 12 mit Spiel hindurchgreifen. An der Platte 14 ist in beliebiger Weise das Obergesenk 17
starr befestigt, welches Klötze 18 trägt, die passend in eine Form 19 abgesenkt werden. Die Form 19 besteht
aus einem Rahmen 20, durch den ein Formboden 21 auf- und abgefahren werden kann. Dieser Boden sitzt
an einem Auswerferschaft 22, der durch eine Kolbenstange 23 angehoben werden kann, wenn un'er einen
mit dieser verbundenen Kolben 24 in einem Raum 25 des Ausstoßzylinders 26 Druckflüssigkeit gegeben wird.
Die Platte 14 hat seitliche Ansätze 14a, mit denen sie sich an den Führungen 3, 3a des Pressenrahmens stets
in genauer Relation 19 auf- und abbewegt. Oberhalb des Kolbens 4 ist in dem Preßzylinder 27 ein Hohlraum
28, in den ebenfalls Druckflüssigkeit eingelassen werden kann, die zum Pressen dient.
Die Schlagpresse ist in an sich bekannter Weise mit einem Nachfüllventil versehen, welches beim Fallen des
Bären 2 rasch große Mengen Flüssigkeit in den Raum 28 eintreten läßt. Im übrigen wird die Pressensteuerung
vorteilhaft so ausgebildet, wie sie z. B. in der deutschen Patentschrift 970 878 beschrieben ist. Es kann also mit
der Presse wechselweise geschlagen und gepreßt werden.
Die Platte 14 kann mit dem Obergesenk 17 in die Form 19 abgesenkt werden, worauf mit dem Bär 2 auf
die Platte 14 geschlagen wird. Bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel ist die Platte 14 vom Bär 2 um das
Maß des Bärhubes absenkbar, und zwar erfolgt das Absenken dadurch, daß das Obergesenk 17 am Pressenrahmen
mittels elastischer Zugglieder aufgehängt ist, die die Platte 14 von unten gegen den Bär 2 drücken,
und dadurch, daß die Zugkraft der Zugglieder aufhebbar ist. Konstruktiv ist dies dadurch gelöst, daß in den
am Pressenrahmen hängenden Zylindern 8 die von unten beaufschlagbaren Kolben 11 laufen, welche über die
Kolbenstangen 12 und die Platte 14 das Obergesenk 17 tragen. Die eben erwähnten Zugglieder bestehen also
aus dem Zylinder 8 sowie dem Kolben 11 mit Kolbenstange
12 und Mutter 13.
Auf diese Weise ist es möglich, das Obergesenk 17 unten stehen zu lassen, während der abgesenkte Bär 2
seinen normalen Hubweg und anschließend daran seinen normalen Fallweg zurücklegt.
Um Beschädigungen der Zugglieder 8, 11, 12, 13 zu vermeiden, sind die Zylinder 8 vom Bären frei und haben
die Kolbenstangen 12 Spiel in der Platte 14. Das Obergesenk 17 ist dabei starr an der Platte 14 befestigt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Schlagpresse zum Verdichten körniger Substanzen, wie z. B. Kalk-Quarzsand-Massen, mit
einem von einer druckmittelbeaufschlagten, an einem Maschinenkopf eines Pressenrahmens angebrachten
Kolben-Zylinder-Einrichtung betätigten Bär und mit einem in eine einen höhenverschieblichen
Formboden aufweisende Form absenkbaren, vom Bär getrennt auf- und abbewegbaren Obergesenk,
auf das der Bär schlägt, dadurch gekennzeichnet, daß das Obergesenk (17) durch hydraulisch beaufschlagte Kolben-Zylinder-Einrichtungen
(8, 11) sowohl hebbar als auch nach unten preßbar ist, die mit ihrem einen Ende jeweils an
einer das Obergesenk (18) tragenden Platte (11) angreifen,
und daß der Formboden (21) über einen Auswerferschaft (22) mitteis einer hydraulisch beaufschlagten
Kolben-Zylinder-Einrichtung (24, 26) anhebbar ist
2. Schlagpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (14) in senkrechter
Richtung an Ständern (1, la) des Pressenrahmens oder an nach oben gerichteten Verlängerungen der
Form (19) geführt ist.
3. Schlagpresse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolben-Zylinder-Einrichtungen
(8, 11) am Maschinenkopf (10) aufgehängt sind und als elastische Zugglieder ausgebildet sind,
die das Obergesenk (17) bzw. die Platte (14) von unten gegen den Bär (2) drücken und deren Zugkraft
aufhebbar ist.
4. Schalgpresse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zylinder (8) der Kolben-Zylinder-Einrichtungen
(8,11) vom Bär (2) frei verlaufen und die an den Kolben (U) der Kolben-Zylinder-Einrichtungen
(8,11) angebrachten Kolbenstangen (12) die Platte (14) mit Spiel durchdringen und
unterhalb der Platte (14) diese tragende Köpfe (13) haben.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681784404 DE1784404C3 (de) | 1968-08-03 | 1968-08-03 | Schlagpresse zum Verdichten körniger Substanzen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681784404 DE1784404C3 (de) | 1968-08-03 | 1968-08-03 | Schlagpresse zum Verdichten körniger Substanzen |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1784404A1 DE1784404A1 (de) | 1971-11-25 |
| DE1784404B2 DE1784404B2 (de) | 1974-10-24 |
| DE1784404C3 true DE1784404C3 (de) | 1975-06-12 |
Family
ID=5705603
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1784404C3 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| RU2133192C1 (ru) * | 1997-07-30 | 1999-07-20 | Товарищество с ограниченной ответственностью Социально-производственное предприятие МЖК "ЭЛЕКТРОН" | Пресс для изготовления керамических изделий |
-
1968
- 1968-08-03 DE DE19681784404 patent/DE1784404C3/de not_active Expired
Also Published As
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|---|---|
| DE1784404A1 (de) | 1971-11-25 |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
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