DE240002C - - Google Patents

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DE240002C
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dianthraquinonyl
dimethyl
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 240002 KLASSE 22 ö. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 31. Mai 1910 ab.
Es wurde gefunden, daß die aus sauer substituierten Dianthrachinonylen und Aminoarylcarbonsäuren erhältlichen Einwirkungsprodukte durch Kondensation in wertvolle Farbstoffe übergeführt werden können. Bei denjenigen dieser Einwirkungsprodukte, welche sich von den Aminoaryl-o-carbonsäuren ableiten, findet bei der Kondensation die Bildung eines oder mehrerer Akridonringe statt. Falls die zur
ίο Verwendung kommenden Dianthrachinonylderivate außerdem die Möglichkeit weiterer Ringbildung bieten, wie dies z. B. bei dem 2 · 2' - Dimethyl - ι · i' - dianthrachinonyl und dessen Derivaten der Fall ist, so kann ferner entweder der Akridonbildung vorgängig oder gleichzeitig mit dieser oder derselben nachgängig diese weitere Ringbildung bewirkt werden und es kann die letztere auch allein stattfinden. Sofern sich die Ausgangsprodukte von • 20 anderen als den ο - Carbonsäuren ableiten, kommt nur diese weitere Ringbildung in Betracht. Wenn die verwendeten Verbindungen mehreren Ringschlüssen nacheinander unterworfen werden, können hierzu die gleichen oder verschiedene Kondensationsmittel verwendet werden.
In einigen Fällen lassen sich die Ringschlüsse oder einer derselben schon mit der Einwirkung der Aminoarylcarbonsäuren auf die negativ substituierten Dianthrachinonyle zu einer einzigen Operation vereinigen.
Beispiel 1.
2 · 2'-Dimethyl-i · i'-dianthrachinonyl-4 · 4'-dianthranylsäure (erhältlich aus 4 · 4'-Dichlor-2 · 2'-dimethyl-i · 1'-dianthrachinonyl und anthranilsaurem Kali) wird in der acht- bis zehnfachen Menge Schwefelsäure von 66° Be. gelöst und so lange auf dem Wasserbad erwärmt, bis die olivegrüne Farbe der Lösung in ein schönes tiefes Rot übergegangen ist, was schon nach wenigen Minuten der Fall ist. Nach einer Viertelstunde wird in Eiswasser gegossen, filtriert und neutral gewaschen.
Das Kondensationsprodukt bildet ein violettes Pulver, das in den üblichen organischen Lösungsmitteln schwer löslich ist. Es kann mit alkalischem Hydrosulfit in eine rote Küpe übergeführt werden, aus der Baumwolle in violetten Tönen angefärbt wird.
Beispiel 2.
In eine Lösung von 100 Teilen Kalihydrat in 80 Teilen absolutem Alkohol werden bei 130 bis 140 ° 30 Teile 2 · 2'-Dimethyl-i · i'-dianthrachinonyl-4'3, 4'«3'-diphenylakridon (dargestellt aus 4 · 4'-Dichlor-2 · 2'-dimethyl-i · 1'-dianthrachinonyl und anthranilsaurem Kalium und nachherigem Ringschluß ζ. Β. gemäß Beispiel 1) eingetragen und während 1 Stunde auf 145 bis 15ο° erhitzt. Nach dem Erkalten wird die Schmelze mit Wasser aufge-
notnmen und der Farbstoff durch Einblasen von Luft ausgefällt.
Der Farbstoff bildet ein dunkelbraunviolettes Pulver; er liefert mit alkalischem Hydrosulfit eine rote Küpe, aus der Baumwolle in eben solchen Tönen ausgefärbt wird, die beim Waschen in Braunviolett übergehen.
Gegenüber der durch das französische Patent 408787 bekannt gewordenen Kondensation von Arylaminoanthrachinoncarbonsäuren zu Anthrachinonakridonen zeichnet sich das vorliegende Verfahren dadurch aus, daß die dabei verwendeten viel komplizierteren und kohlenstoffreicheren Einwirkungsprodukte viel mannigfaltigereKondensationsmöglichkeiten bieten, indem je nach ihrer Konstitution Akridon- oder andere Ringschlüsse oder mehrere solcher ausgeführt werden können.

Claims (2)

Patent-Ansprüche: ao
1. Verfahren zur Darstellung von Farbstoffen der Anthracenreihe, dadurch gekennzeichnet, daß man die aus sauer substituierten Dianthrachinonylen und Aminoarylcarbonsäuren erhältlichen Produkte mit Kondensationsmitteln behandelt.
2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man dasselbe mit der Darstellung der Ausgangsverbindungen zu einer Operation vereinigt.
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