DE481704C - Verfahren zur Herstellung von N-Dihydro-1íñ2íñ2'íñ1'-anthrachinonazindisulfonsaeure und N-Dihydro-1íñ2íñ2'íñ1'-anthrachinonazin - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von N-Dihydro-1íñ2íñ2'íñ1'-anthrachinonazindisulfonsaeure und N-Dihydro-1íñ2íñ2'íñ1'-anthrachinonazin

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DE481704C
DE481704C DEB130385D DEB0130385D DE481704C DE 481704 C DE481704 C DE 481704C DE B130385 D DEB130385 D DE B130385D DE B0130385 D DEB0130385 D DE B0130385D DE 481704 C DE481704 C DE 481704C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01RELECTRICALLY-CONDUCTIVE CONNECTIONS; STRUCTURAL ASSOCIATIONS OF A PLURALITY OF MUTUALLY-INSULATED ELECTRICAL CONNECTING ELEMENTS; COUPLING DEVICES; CURRENT COLLECTORS
    • H01R4/00Electrically-conductive connections between two or more conductive members in direct contact, i.e. touching one another; Means for effecting or maintaining such contact; Electrically-conductive connections having two or more spaced connecting locations for conductors and using contact members penetrating insulation
    • H01R4/02Soldered or welded connections
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B5/00Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more heterocyclic rings with or without carbocyclic rings
    • C09B5/24Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more heterocyclic rings with or without carbocyclic rings the heterocyclic rings being only condensed with an anthraquinone nucleus in 1-2 or 2-3 position
    • C09B5/44Azines of the anthracene series
    • C09B5/46Para-diazines
    • C09B5/48Bis-anthraquinonediazines (indanthrone)
    • C09B5/56Preparation from starting materials already containing the indanthrene nucleus

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von N-Dihydro-1. 2.2'- i'- anthrachinonazindisulfonsäure und N-Dihydro-1 - 2.2'.1'- anthrachinonazin N-Dihydro-i. 2. i'. 2'-anthrachinonazin wurde früher in verschiedener Weise hergestellt, beispielsweise durch Alkalischmelze von 2-Aminoanthrachinon. Seine Sulfonsäuren wurden durch direkte Sulfonierung von oder durch N-Dihydroi. 2 # i'. 2'-anthrachinonazin Alkalischmelze von 2-Aminoanthrachinonsulfonsäuren hergestellt.
  • Nach dem vorliegenden Verfahren werden zuerst Sulfonsäurederivate von N-Dihydroanthrachinonazin aus x -Nitroanthrachinonsulfonsäuren hergestellt, und aus den Sulfonsäuren wird durch Entfernen der Sulfonsäuregruppen das N-Dihydroanthrachinonazin gewonnen.
  • Es wurde gefunden, daB, wenn man i-Nitroanthrachinon-8-sulfonsäure in neutraler oder alkalischer Lösung reduziert, ein Produkt erhalten wird, welches beim Kochen mit Ätzalkali in die Disulfonsäure des N-Dihydroanthrachinonazins übergeführt wird. Das Zwischenprodukt ist wahrscheinlich i-Hydroxylaminoanthrachinon-8-sulfonsäure, denn es gelang, diese Verbindung - unter bestimmten Bedingungen zu isolieren, wobei gefunden wurde, daß, wenn man sie mit Ätzalkalien kocht, sie in die Disulfonsäure des N-Dihydroanthrachinonazins umgewandelt wird.
  • Unter anderen Bedingungen kann jedoch auch ein anderes Zwischenprodukt gebildet werden. Vorausgesetzt, daß die Reduktion von Nitroanthrachinonsulfonsäure in neutraler oder alkalischer Lösung ausgeführt wird und mit weniger Reduktionsmitteln als für die Reduktion zu Aminoanthrachinonsulfonsäure notwendig ist, so erfolgt durch die darauffolgende Behandlung mit kochendem kaustischen Alkali die Bildung von N-Dihydroanthrachinonazindisulfonsäure.
  • Die Entfernung der Sulfonsäuregruppen kann durch elektrolytische Reduktion in einer geteilten Zelle bewirkt werden. Die Desulfonierung scheint der Reduktion einer oder beider Anthrachinonreste zu folgen, beispielsweise und wird in alkalischer Lösung ausgeführt. Quecksilber wird zweckmäßig als Kathode und Eisen als Anode benutzt. Die Reduktion zur Leukoverbindung kann entweder mittels der reduzierenden Wirkung der Kathode, wenn der Strom durchgeleitet wird, oder durch Natriumhydrosulfit bewirkt werden, beispielsweise die Desulfonierung wird auf der so erhaltenen Lösung von Leukoindanthronsulfonsäure ausgeführt. Der Anolyt ist Natronlauge.
  • Dies ist eine besondere Art der Desülfonierung von Anthrachinonsulfonsäuren, die in dem englischen Patent 273 oq.3 beschrieben ist.
  • Die folgenden Beispiele- sind dazu bestimmt, die Natur der Erfindung zu erläutern, ohne daß sich die beanspruchte Arbeitsweise hierauf beschränkt, oder darauf, daß der oben skizzierte Chemismus der Reaktion eine vollständige Darstellung desjenigen, was hierbei -vorgeht, bildet. Beispiel i Herstellung von N-Dihydro-i-2-2'-i'-anthrachinonazindisulfonsäure mit Natriumsulfid 2o Gewichtsteile von i-Nitroanthrachinon-8-natriumsulfonat werden bei gewöhnlicherTemperatur mit 25o Gewichtsteilen Wasser umgerührt und eine Lösung von 27 Gewichtsteilen kristallisiertem Natriumsulfid, gelöst in Zoo Gewichtsteilen Wasser, hinzugesetzt. Die Mischung wird tüchtig umgerührt, bis bei Untersuchung einer Probe keine Sulfidreaktion mehr erhalten wird. Die Lösung wird, dann zweckmäßig auf goo Gewichtsteile mit Wasser verdünnt und filtriert. Zum Filtrat werden iio Gewichtsteile Natronlauge von qo° B6 hinzugesetzt und das Reaktionsgemisch bis zum Kochen erhitzt. Das schwer lösliche Natriumsalz der N-Dihydroanthrachinondisulfonsäure scheidet sich aus und wird abfiltriert. Es wird aus heißem Wasser umkristallisiert und mit Kochsalz wieder ausgefällt.
  • Das so erhaltene Produkt ist nach dem Trocknen ein dunkelviolettes Pulver, welches sich in Wasser zu einer blaugrünen Lösung löst, aus welchem die freie Säure durch eine schwache Mineralsäure als ein blaugrüner Niederschlag ausgefällt wird. Zusatz von Natronlauge verursacht das Ausscheiden des Natriumsalzes als einen grüneren Niederschlag im Vergleich zur freien Säure. Zusatz von Natriumhydrosulfit zur alkalischen Suspension des Natriumsalzes verursacht die Bildung einer Lösung von blauer Farbe. Eine weitere Reduktion ergibt eine braunrote Lösung. Diese Reduktionsprodukte oxydieren sich mit Luft leicht zu der ursprünglichen Substanz. Die Küpen zeigen auch eine gewisse Verwandtschaft zu Baumwolle, aber die Ausfärbungen sind nicht seifebeständig. Die wässerige Lösung des Produktes färbt Wolle nach Art eines sauren Farbstoffs grünblau. Beispiel 2 Isolierung von i-Hydroxylaminoanthrachinon - 8 - sulfonsäure und Umwandlung in N-Dihydroanthrachinonazindisulfonsäure Die Reduktion von i-Nitroanthrachinon-8-sulfonsäure mit Natriumsulfid wird, wie im Beispiel i beschrieben, ausgeführt, aber wenn das Natriumsulfid verbraucht ist, wird die grüne Lösung filtriert. Das mit Essigsäure sauer gemachte Filtrat nimmt eine rote Farbe an, und nach einer gewissen Zeit setzt sich ein graupurpurfarbener Niederschlag von i-Hydroxylarninoanthrachinon-8-sulfonsäure ab, welcher bei mäßiger Temperatur ohne Zersetzung getrocknet werden kann. Diese Verbindung ist in kaltem Wasser mit orangeroter Farbe löslich. In kalter Natronlauge löst sie sich leicht mit tiefgrüner Farbe auf. Mit konzentrierter Schwefelsäure gibt sie eine gelbe Lösung und wird in eine Aminooxyanthrachinonsulfonsäure (i # 2.-8- oder i . 4-8- oder ein Gemisch von beiden) umgewandelt, welche in Alkali eine violette Lösung gibt. 5 Gewichtsteile von, i-Hydroxylaminoanthrachinon-8-sulfonsäure oder ihr Natriumsalz werden in Zoo Gewichtsteilen von i - 5 n-Natriumlauge gelöst und die Lösung zum Kochen erhitzt. Es scheidet sich nach wenigen Minuten das Natriumsalz der N-Dihydroi - 2 - i' - 2'-anthrachinonazindisulfonsäure aus, welches abfiltriert und, wie oben im Beispiel i beschrieben, gereinigt wird.
  • Beispiel 3 ' Herstellung von N-Dihydroanthrachinonazindisulfonsäure mit Zinkstaub 25 Gewichtsteile von Natrium-i-nitroanthrachinon-8-sulfonat werden in 5oo Gewichtsteilen Wasser von etwa 2o° C umgerührt und 25 Gewichtsteile Ammoniumchlorid hinzugefügt. Zu diesem Gemisch setzt man g Gewichtsteile Zinkstaub allmählich während einer halben Stunde zu, und das Ganze wird alsdann 2 bis 3 Stunden tüchtig gerührt. Nach der Filtration wird der Rückstand mit goo Gewichtsteilen n-Natronlauge umgerührt und filtriert. Das Filtrat wird alsdann erwärmt, wodurch N-Dihydroanthrachinonazindisulfonsäure gebildet wird; das ausgefällte Natriumsalz wird, wie im Beispiel i beschrieben, aufgearbeitet.
  • - - Beispiel q.
  • Herstellung von N-Dihydroanthrachinonazindisulfonsäure mit Glykose i Gewichtsteil von Natrium-i-nitroanthrachinon-8-sulfonat wird in 2o Gewichtsteilen Wasser von q.o bis 5o° C zusammen mit 015 Gewichtsteilen Glykose aufgelöst. 2 Gewichtsteile von 25prozentigerwässeriger Natronlauge werden hinzugefügt, und nach kurzer Zeit werden noch 2,5 Gewichtsteile der gleichen Natronlauge zugesetzt. Beim Erhitzen der grünen Lösung scheidet sich- das Natriumsalz der N-Dihydroanthrachinonazindisulfonsäure aus und wird, wie im Beispiel i beschrieben, aufgearbeitet.
  • Beispiel 5 Desulfonierung von N-Dihydroanthrachinonazindisulfonsäure i Gewichtsteil des Natriumsalzes der N-Dihydroanthrachinonazindisulfonsäure, welches nach dem Verfahren des Beispiels i erhalten wurde, wird in ioo Gewichtsteilen Wasser von 6o' C, welches i Gewichtsteil Natriumhydrosulfit und 2 Gewichtsteile Natriumhydroxyd enthält, aufgelöst. Die Lösung wird alsdann in die Kathodenabteilung einer geteilten porösen Zelle eingeführt, die Quecksilber -als Kathode enthält. Von dieser Kammer wird zweckmäßig Luft oder Sauerstoff ferngehalten. Das Anolyt ist ioprozentige wässerige Natronlauge, die Anode besteht aus Eisen. Die Elektrolyse wird mit einer Stromdichte von 1,5 Amp. per qdm ausgeführt, bis nahezu il/, mal der theoretischen Menge Elektrizität durch die Zelle geleitet ist. Die Kathodenlösung wird dann entfernt und durch Luft oxydiert und das gebildete N-Dihydroanthrachinonazin abfiltriert.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von N-Dihydro-i -:2 - 2' - i'-anthrachinonazindisulfonsäure und N-Dihydro=i - 2 - 2' - i'-anthrachinonazin, dadurch gekennzeichnet, daß man i-Nitroanthrachinon-8-sulfonsäure mit weniger Reduktionsmittel reduziert, als für die Reduktion zu Aminoanthrachinonsulfonsäure notwendig ist, darauf das Reduktionsprodukt mit einem Alkali erhitzt und gegebenenfalls aus der Disulfonsäure die Sulfonsäuregruppen abspaltet.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die Sulfonsäuregruppen durch elektrolytische Reduktion abspaltet.
  3. 3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die durch die Reduktion einer Lösung von i-Nitroanthrachinon-8-sulfonsäure mit weniger Reduktionsmittel als für die Herstellung von Aminoanthrachinonsulfonsäure notwendig ist, gebildete i-Hydroxylaminoanthrachinon-8-gulfonsäure nach dem Filtrieren aus dem Filtrat mit einer schwachen Säure abscheidet und sie oder ihre Salze mit einem Alkali erhitzt.
DEB130385D 1926-04-26 1927-03-19 Verfahren zur Herstellung von N-Dihydro-1íñ2íñ2'íñ1'-anthrachinonazindisulfonsaeure und N-Dihydro-1íñ2íñ2'íñ1'-anthrachinonazin Expired DE481704C (de)

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