DE23870C - HEILMANN'sche Kämmmaschine - Google Patents

HEILMANN'sche Kämmmaschine

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DE23870C
DE23870C DENDAT23870D DE23870DA DE23870C DE 23870 C DE23870 C DE 23870C DE NDAT23870 D DENDAT23870 D DE NDAT23870D DE 23870D A DE23870D A DE 23870DA DE 23870 C DE23870 C DE 23870C
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DE
Germany
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comb
drum
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heilmann
eccentric
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Application number
DENDAT23870D
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English (en)
Original Assignee
L. OFFERMANN in Leipzig. Vom 28. Febru3r 1883 ab
Publication of DE23870C publication Critical patent/DE23870C/de
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01GPRELIMINARY TREATMENT OF FIBRES, e.g. FOR SPINNING
    • D01G19/00Combing machines
    • D01G19/06Details
    • D01G19/14Drawing-off and delivery apparatus

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Preliminary Treatment Of Fibers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 76: Spinnerei.
Die Arbeitsweise der Kammsegmente ist insofern eine mangelhafte, als der obere Zangenbacken sehr dicht an die Nadelspitzen gestellt werden mufs, so dafs bei weniger kräftigem Fasermaterial ein Zerreifsen vieler Fasern unvermeidlich ist. Bei klettigen Wollen tritt noch der Uebelstand hinzu, dafs sich die ansaugende Wirkung der schrägen Nadelstäbe wohl auf die Fasern, nicht aber auf die Kletten erstreckt. Nur die in den unteren Partien des Faserbartes befindlichen Kletten werden von der darüberliegenden Wolle so weit zwischen die Nadeln hinabgedrilckt, dafs sie festklemmt, dadurch abgerissen und in den Kämmling übergeführt werden.
Das Neue besteht im wesentlichen in der Anwendung von Druckschienen oder feinen Kämmen, welche sich im richtigen Augenblick zwischen die Nadelstäbe senken, den Bart vor der Zange herabdrücken, in dieser Lage das Kammsegment eine kurze Strecke begleiten, dann heraustreten, um dem folgenden Kammsegment entgegenzugehen und das Spiel zu wiederholen, und ferner in der Anwendung eines den Schlufs des Kammsegmentes bildenden Nadelstabes, welcher beweglich eingerichtet ist, derart, dafs er unter der Zange in so tiefer Lage vorübergeht, dafs die Fasern nicht getroffen werden und vor der Zange dicht an der letzten der bereits zwischen den festen Kammstäben befindlichen Druckschienen emporschnellt.
Indern der Faserbart in der Linie des Vorstechkammes gewaltsam hinabgedrückt wird, kann die Zange höher gestellt werden, ohne dafs die Reinheit des Productes beeinflufst würde; andererseits werden vorhandene Kletten, Gräser- und Strohtheile derart zwischen die Nadeln gedrückt, dafs sie abgerissen werden und in den Kämmling gelangen.
Dadurch, dafs der bewegliche Nadelstab erst vor der Zange emporschnellt, also nur den bereits gereinigten dünneren Theil des Bartes auskämmt, hält sich ■ dieser Kamm auch bei schlechtestem Material stets rein und unversehrt, erhöht dadurch die Reinheit des Productes. Aufserdem befinden sich zwischen der Zange und der hinter dem letzten festen Nadelstab auf den Bart drückenden Schiene die Kletten im gespannten Zustande, so dafs sie vom emporschnellenden Kamm mit Sicherheit festgeklemmt werden.
Wendet man anstatt der Druckschiene Kämme an, so tritt dieselbe Wirkung ein, jedoch sind glatte Druckschienen aus technischen Gründen vorzuziehen.
In beiliegender Zeichnung ist in Fig. 1 und 2 A die Achse der Kammtrommel, B die Zange, C ein Kammsegment der Heilmann'sehen Kämm-Maschine.
Auf der durchgehenden Welle a, Fig. 1 -, ist an jeder Seite der Kammtrommel ein Arm h aufgekeilt. Der jenseitige Arm trägt die Rolle c, welche von der Feder d gegen das auf der Kammtrommelachse befestigte Excenter e angedrückt wird, so dafs durch letzteres die schwingende Bewegung des Ganzen bedingt ist. In den Zapfen/ der Arme b sind die Arme g aufgehängt, welche durch das Verbindungsstück h und die Platte i zu einem Ganzen vereinigt sind. Der diesseitige Arm trägt die Rolle k, welche von der Feder / gegen das auf der Kammtrommel befindliche Excenter m gedrückt
wird. Die Platte i ist mit Schienen oder Rippen η versehen, Fig. 4. Die Art ihrer Aufhängung macht ihre schwingende Bewegung von beiden Excentern abhängig.
In Fig. 2 ist die Zange B geschlossen, das Kammsegment hat seine Arbeit begonnen und die Rollen nehmen auf den beiden Excentern diejenige Lage ein, welche der Druckschienenplatte i die höchste Stellung über dem Kammsegment giebt. Eine kleine Drehung der Kammtrommel bewirkt, dafs Rolle k auf Excenter m herabgleitet, bis sich Platte i mit der Nase ν auf u legt, Fig. 3, und dabei etwaige nach aufwärts gekrümmte Kletten herabdrückt.
In dieser Stellung verharrt die Druckschienenplatte i, bis sich die Kammtrommel so weit gedreht hat, dafs, wie in Fig. 1 ersichtlich, das Excenter e gegen die Rolle c drückt. Der Anfangspunkt und die Form dieses Excenters sind nun derart, dafs die Bewegung der Platte i mit derselben Geschwindigkeit erfolgt, wie die der Kammtrommel, und dafs diese Bewegung in dem Moment beginnt, wo die Druckschienen η mit den Zwischenräumen der Nadelstäbe correspondiren, so dafs beim alsbald erfolgenden Herabgleiten der Nase υ vom Stelleisen u die Schienen zwischen die Nadelstäbe fallen und die Fasern und vegetabilischen Unreinigkeiten auf den Grund der Nadeln drücken. In dieser Stellung, welche in Fig. 4 ersichtlich ist, begleitet i die Kammtrommel eine kurze Strecke, tritt aber infolge der eigenthümlichen Doppelbewegung der Excenter alsbald wieder zwischen den Nadelstäben hervor, bleibt nun unter dem Einftufs der concentrischen Partien der beiden Excenter so lange ruhen, bis der Abzug des Faserhartes erfolgt ist, um darauf unter dem Einflufs der Feder d wieder nach oben zu schwingen. Das Excenter m hebt dabei die Druckschienenplatte so hoch über das Kammsegment, dafs die an der Zange herausragenden, oftmals stark nach oben gekrümmten Kletten nicht gestaucht, sondern beim Niedergang der Platte mit Sicherheit herabgedrückt werden.
In Fig. ι und 3 ist der oben erwähnte bewegliche Nadelstab ο in seiner tiefen Lage, in Fig. 2 und 4 in seiner sehr hohen Lage dargestellt.
Die Anordnung desselben ist folgende:
In den Stirnplatten der Kammtrommel ist die durchgehende Welle p gelagert, welche im Innern der Trommel Arme q trägt, auf denen der Nadelstab 0 befestigt ist. Durch in der Trommel angebrachte Federn wird dieser Kamm in seiner höchsten Lage gehalten, welche durch die Stellschraube ί regulirbar ist. Sobald der Nadelstab mit der Warze t das Stelleisen u trifft, senkt er sich und verharrt in tiefer Lage, bis er vor der Zange, dicht an der Druckschienenplatte, in den Bart emporschnellt.
Selbstverständlich kann die Anordnung der Druckschienen in verschiedener Weise ausgeführt werden.
Während z. B. die beschriebene Vorrichtung dem Abzugwagen nachgebildet ist, kann eine Druckschiene auch nach Art des Vorstechkammes angeordnet sein und von oben in den Bart herabfallen, dem emporschnellenden Kamm entgegen.
Die vorliegende Ausführung bezieht sich auf die Schlumberger'sche Maschine des Heilmann'schen Systems. Bei den Maschinen von Meunier, Truxler, Hetherington und Anderen sind entsprechende Abänderungen in der mechanischen Anordnung nöthig, welche mit Leichtigkeit herzustellen sind, nachdem die oben erläuterten Bedingungen,, unter denen die Ueberführung der Kletten in den Kämmling stattfindet, bekannt sind.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:,
    Eine Heilmann'sche Kämm-Maschine, bei welcher ein System von Schienen oder Kämmen i während des Auskämmens des vorderen Faserbartes in die Nadelreihen des Tambours eintritt und ein selbstständig beweglicher Nadelkamm ο das Auskämmen dieses Faserbartes, beendigt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT23870D HEILMANN'sche Kämmmaschine Active DE23870C (de)

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