DE49400C - Klettenzerreifs-Vorrichtung - Google Patents
Klettenzerreifs-VorrichtungInfo
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- DE49400C DE49400C DENDAT49400D DE49400DC DE49400C DE 49400 C DE49400 C DE 49400C DE NDAT49400 D DENDAT49400 D DE NDAT49400D DE 49400D C DE49400D C DE 49400DC DE 49400 C DE49400 C DE 49400C
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Links
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01B—MECHANICAL TREATMENT OF NATURAL FIBROUS OR FILAMENTARY MATERIAL TO OBTAIN FIBRES OF FILAMENTS, e.g. FOR SPINNING
- D01B3/00—Mechanical removal of impurities from animal fibres
- D01B3/02—De-burring machines or apparatus
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Preliminary Treatment Of Fibers (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 76: Spinnerei.
L. OFFERMANN in LEIPZIG. Klettenzerreifs -Vorrichtung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom i. September 1888 ab.
Die durch die Patentschriften No. 10000
und 23293 bekannt gewordenen Vorrichtungen, welche bezwecken, durch Zerdrücken der Kletten
eine Zerstückelung derselben zu bewirken, der-. art, dafs sie von den Abzugsorganen der Kämm-Maschine
nicht mehr erfafst werden, also nicht in den Kammzug, sondern in den Kämmling gelangen, zeigen den Uebelstand, dafs unter
dem Druck der stumpfen Schneiden und scharfkantigen Riffeln der Walzen zwar die härteren
Kletten zersprengt, die zahlreich vorkommenden weicheren Kletten aber nur eingekerbt
werden, so dafs sie sich wie ganze Kletten verhalten und mit in den Kammzug gelangen.
Nach vorliegender Erfindung ist diesen Uebelständen dadurch abzuhelfen, dafs das Zerstückeln
der Kletten nicht durch Zerdrücken derselben, sondern durch Zerreifsen bewirkt wird, so dafs nicht nur die härteren, sondern
auch die weichen Kletten, ebenso wie in der Wolle enthaltene Gras- oder Strohtheilchen
in solch kleine Stücke zerrissen werden, dafs dieselben von den Abreifscylindern der Kämm-Maschine
nicht mehr erfafst werden können, sondern mit dem Kämmling ausgeschieden
werden.
Fafst man eine in einem Stückchen Krempelvliefs enthaltene Klette in der Weise zwischen
zwei Zangen, dafs man mit der einen Zange das eine Ende, mit der anderen Zange das
andere Ende der Klette erfafst, so wird man die Klette festhalten können, ohne mit den
Zangen einen nennenswerthen Druck auf die Wollfasern des Vliefses auszuüben, da die
Klette von gröfserer Dicke ist als das Vliefs. Entfernt man nun die Zangen von einander,
so wird sich die Klette zunächst dehnen und dann zerreifsen, ohne dafs Wollfasern mit
zerrissen würden, da die Zangen gar keinen oder doch nur einen so. unerheblichen Druck
auf die Fasern ausüben, dafs sich diese unbeschädigt aus den Zangen herausziehen können.
Sollten aber dennoch einige Fasern so fest eingeklemmt sein, dafs sie sich nicht aus der
Zange herausziehen können, so , werden sie doch nicht zerreifsen, sondern ihre natürliche
Kräuselung und Elasticität wird ihnen gestatten, der geringen Bewegung der Zange,
welche zum Zerreifsen der Klette erforderlich ist, unbeschadet zu folgen. Hiernach kann
man, wenn man das Vliefs an zwei Stellen mittelst Zangen oder anderer geeigneter Vorrichtungen
sehr nahe bei einander erfafst und die Zangen dann eine kurze Strecke von einander
entfernt, die von diesen Zangen oder sonstigen geeigneten Vorrichtungen erfafsten
Kletten zerreifsen, ohne die Wollfasern zu beschädigen. Dehnt man dies Verfahren fortlaufend
über das ganze Wollvliefs aus, so werden sämmtliche in dem Vliefs enthaltene Kletten in so kurze Stücke zerrissen, dafs sie
von der Zange der Kämm - Maschine nicht erfafst werden können; sie gelangen also in den
Kämmling und man kann auf diese Weise einen vollständig klettenfreien Kammzug erzielen.
Eine nach vorstehendem Verfahren arbeitende Klettenzerreifs-Vorrichtung ist in den beiliegenden
Zeichnungen dargestellt, von denen Fig. 1 den wesentlichsten Mechanismus im Querschnitt,
Fig. 2 in kleinerem Mafsstabe die an einer Kammgarnkrempel angebrachte Vorrichtung im
Querschnitt und Fig. 3 eine Oberansicht der Vorrichtung zeigt.
Zwischen zwei rund geschliffene geriffelte Walzen A und B ist eine gehärtete Stahlschiene
c eingeschoben, deren Seitenflächen χ und y auf eine Breite von 3 bis 4 mm concentrisch
mit den Walzen eingeschliffen sind. Die Walzen A und B laufen in gleicher Richtung,
und zwar A mit der Geschwindigkeit des vom Peigneur α abgenommenen Vliefses, während
B zwei- bis dreimal schneller läuft. Während A fest an dem ausgeschliffenen Theil χ
der Schiene c anliegt, wird die Walze B so gegen y eingestellt, dafs eine hindurchpassirende
Klette festgeklemmt wird, während die Wollfasern ungehindert hindurchpassiren können.
Das vom Peigneur kommende Vliefs tritt unter der Walze A ein, geht über den Kopf
der Schiene c unter der Walze B und der Schiene η hindurch und wird in bekannter
Weise von dem Trichter b zusammengenommen · und dann aufgewickelt. Auf diesem Wege wird
das Vliefs von der Walze A gegen die ausgeschliffene Fläche χ der Schiene c geprefst.
Sowie das Vliefs nun über den Kopf der Schiene c gelangt und von der mit gröfserer
Geschwindigkeit rotirenden Walze B erfafst wird, wird diese Walze die in dem Vliefs enthaltenen
Kletten erfassen und gegen die geschliffene Fläche y der Schiene c pressen. Da
nun die Klette mit dem hinteren Ende noch von der Walze A festgehalten wird, so wird
die schneller rotirende Walze B von der Klette Stückchen abreifsen, je nachdem die
Klette von der Walze A mit dem Vliefs fortgeschoben wird. Je schmäler also der Kopf
der Schiene c ist, d. h. je dichter die Walzen A und B bei einander liegen, desto kürzer wird
das letzte Stückchen Klette sein, das von der Walze A freigegeben wird.
Die Walzen A und B lagern in Lagerböcken, welche durch das die Schiene c tragende
Querstück t fest mit einander verbunden sind. Das Ganze ruht auf dem Gestell d.
Die Zuführungswalze A wird durch den am Zapfen f aufgehängten Gewichtshebel g mittelst
der Spiralfeder h gegen die Mulde χ der Schiene c gedrückt. Das Einstellen der Abreifswalze
B erfolgt durch den Stellkeil i, gegen den die Lagerschale k mittelst der Feder m
durch den Gewichtshebel I geprefst wird. Die Abreifswalze wird gegen die Mulde y so eingestellt,
dafs sich die Walze beim Durchgange des Vliefses um einen der Dicke der Kletten entsprechenden Betrag von der Mulde entfernen
kann, ehe der Druck des Gewichtshebels zur Wirkung kommen kann.
Damit das Vliefs nicht länger als nöthig mit der Abreifswalze in Berührung bleibt, wodurch
Wickel entstehen können, ist unter der Walze die Schiene η angebracht,, unter welcher hindurch
das Vliefs nach dem Trichter geführt wird. Der Antrieb erfolgt durch die mittelst
Riemen von der Krempel aus angetriebene Welle 0, welche mittelst der Räder ρ q die
Zuführungswalze A und mittelst der Räder r s die Abreifswalze B antreibt.
Die beschriebene Vorrichtung kann auch in den der Krempel folgenden Strecken verwendet
werden, in welchem Falle dieselbe zwischen dem Verzugscylinder und der Aufwickelung
angebracht wird. \
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Vorrichtung zum Zerreifsen der im WoUvliefs enthaltenen Kletten, bestehend aus einer feststehenden Schiene (c), welche zwischen zwei mit verschiedener Geschwindigkeit, aber in gleichem Sinne sich'drehenden Wälzen (A und B) derart angeordnet ist, dafs das Vliefs zwischen der. ersten Walze (A) und der Schiene (c) erfafst und über diese Schiene (c) hinweg befördert, wird, während die zweite, sich schneller drehende Walze (B) ein' Zerreifsen der Kletten im Vliefs dadurch herbeiführt, dafs die Kletten zeitweise zwischen der einen Walze (A) und der Schiene (c) einerseits und der anderen, sich schneller drehenden Walze (B) und der Schiene (c) andererseits festgeklemmt werden. .Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE49400C true DE49400C (de) |
Family
ID=324325
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT49400D Expired - Lifetime DE49400C (de) | Klettenzerreifs-Vorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE49400C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE928874C (de) * | 1951-01-18 | 1955-06-13 | Wuerttembergische Textilmaschb | Mechanische Belastungseinrichtung fuer Florquetschen |
-
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- DE DENDAT49400D patent/DE49400C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE928874C (de) * | 1951-01-18 | 1955-06-13 | Wuerttembergische Textilmaschb | Mechanische Belastungseinrichtung fuer Florquetschen |
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