DE559949C - Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung der in Pflanzenstengeln enthaltenen Fasern - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung der in Pflanzenstengeln enthaltenen Fasern

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DE559949C
DE559949C DE1930559949D DE559949DD DE559949C DE 559949 C DE559949 C DE 559949C DE 1930559949 D DE1930559949 D DE 1930559949D DE 559949D D DE559949D D DE 559949DD DE 559949 C DE559949 C DE 559949C
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stalks
cleaning
fibers
stalk
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DE1930559949D
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Fried Krupp Grusonwerk AG
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Fried Krupp Grusonwerk AG
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01BMECHANICAL TREATMENT OF NATURAL FIBROUS OR FILAMENTARY MATERIAL TO OBTAIN FIBRES OF FILAMENTS, e.g. FOR SPINNING
    • D01B1/00Mechanical separation of fibres from plant material, e.g. seeds, leaves, stalks
    • D01B1/10Separating vegetable fibres from stalks or leaves

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Apparatuses For Bulk Treatment Of Fruits And Vegetables And Apparatuses For Preparing Feeds (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung der in Pflanzenstengeln enthaltenen Fasern Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung der in Pflanzenstengeln, insbesonAere Bastfaserstengeln, enthaltenen Fasern. Dies geschieht z. B. bisher in der Weise, daß zunächst die Stengel in ihrer Längsrichtung zwischen glatten oder geriffelten Walzen hinfurchgeführt werden, durch die die Stengel gequetscht und das im Innern der Stengel befindliche Holz gebrochen wird, so daß es bei einem nachfolgenden Reinigungsverfahren in Schwingmaschinen oder mittels Schlagwalzen von den Fasern entfernt werden kann. Die Verwendung von Riffelwalzen hat jedoch den Nachteil, daß das empfindliche Faserkleid der Stengel durch die Walzenriffelung leicht beschädigt wird und die Fasern zerreißen. Das Hindurchführen der Stengel in der Längsrichtung durch das Quetschwalzwerk hat außerdem den Nachteil, daß die Leistung der Maschine nur eine geringe sein kann; für einen neuzeitlichen Großbetrieb kann sie nicht verwendet werden.
  • Auch. ist vorgeschlagen «,-orden, die Stengel quer zur Laufrichtung liegend durch eine Reinigungsmaschine hindurchzuführen. Ein Vorquetschen der Stengel, das die nachfolgende Gewinnung der Fasern sehr erleichtert bzw. die gewünschte Reinigung derselben erst ermöglicht, findet nicht statt.
  • Gemäß der Erfindung sollen die vorgenannten Nachteile dadurch vermieden «-erden, daß die Stengel quer zur Faserrichtung zwischen Quetschwalzen hindurchgeführt und breitgequetscht werden. Die Stengel nehmen dabei eine bandförmige Gestalt an, wobei sich der Bast durch das Quetschen schon von dem Holz gelöst hat. Das Holz selbst ist brüchig geworden. Die gequetschten Stengel gelangen dann auf einen Fördersatz, ähnlich wie bei Entfleischungsmaschinen von Agaven u. dgl. Die Stengel können in"den Fördersatz etwa in der Mitte oder in ein Drittel ihrer Länge eingespannt und dann beide Stengelenden gleichzeitig oder nacheinander von mit Reinigungswerkzeugen besetzten, seitlich des Fördersatzes angeordneten Trommelpaaren bearbeitet werden, zwischen denen die Stengelenden hindurchgeführt werden. Findet das Bearbeiten der Stengelenden nacheinander statt, so werden zweckmäßig zwei Fördersätze verwendet und die Trommelpaare versetzt zueinander angeordnet. Beim Übergang der Stengel von einem zum andern Fördersatz findet dann ein Wechsel der Einspannstelle statt. Da die Reinigungswerkzeuge auf die Stengelenden eine große Zugwirkung ausüben, empfiehlt es sich, für die Fördermittel, zwischen denen die Stengel eingeklemmt sind, Andrückvorrichtungen, z. B. Andrückrollen, Führungsschienen, nachgiebige Lamellen o. dgl., vorzusehen, um die Stengel während der Bearbeitung genügend fest einzuspannen. Anstatt der Reinigungstrommelpaare kann auch an jeder Bearbeitungsstelle nur je eine mit einem Brustschild zusammenarbeitende Reinigungstrommel verwendet werden. Die Trommeln können gleichen oder verschiedenen Durchmesser haben. Die Trommeln könneu auch paarweise, je eine auf jeder Seite des Fördermittels, verwendet werden. Die Erfindung bietet den Vorteil, daß bei schonendster Behandlung der Fasern eine vollkommene Reinigung derselben gewährleistet wird und daß die Entbastung der Stengel im Großbetrieb ausgeführt werden kann.
  • Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsformen von Vorrichtungen, die zur Ausübung des Verfahrens geeignet sind, beispielsweise dargestellt.
  • Abb. i zeigt die Vorrichtung in Seitenansicht und Abb.2 im Grundriß.
  • Abb. 3 zeigt eine andere Ausführungsform der Vorrichtung und Abb.4 den Grundriß dazu.
  • Die zu bearbeitenden Pflanzensterigel gelangen bei dem in Abb. i und 2 dargestellten Ausführungsbeispiel von der Schurre i, auf der sie quer zu ihrer Förderrichtung liegen, zwischen die beiden Walzen 2, 3, die eine glatte Oberfläche haben können und deren Spalt so eingestellt ist, daß die Stengel breitgequetscht und dadurch - gebrochen werden. Die Walzen 2, 3 erhalten zweckmäßig einen so großen Durchmesser, daß sie die Stengel leicht einziehen. Die Länge der Walzen 2, 3 richtet sich nach der vorkommenden größten Länge der Stengel. Die gebrochenen Stengel gelangen dann auf das schräge Leitblech 4, das die Stengel zu dem aus einem oberen und einem unteren Fördermittel (Riemen, Seil, Kette o. dgl.) bestehenden Fördersatz leitet. Beim Ausführungsbeispiel besteht der Fördersatz aus den Riemen 5 und 6. Die Stengel «-erden etwa in ein Drittel ihrer Länge zwischen die beiden Riemen 5, 6 eingeklemmt und zunächst von dem mit Reinigungswerkzeugen (Bürsten, Kämme, Spitzen o. dgl.) besetzten Trommelpaar 7, 7' bearbeitet. Die übereinanderliegenden Reinigungstrommeln 7, 7' sind schräg zur Förderrichtung der Stengel angeordnet, so daß die Stengel vom Ende nach der Einspannstelle hin einer allmählich fortschreitenden Bearbeitung unterliegen. Nach Verlassen der Reinigungstrommeln 7, 7' werden die Stengel z. B. mittels einer nicht dargestellten Leitschiene dem zweiten Fördersatz, der versetzt zu dem ersten angeordnet ist, zugeführt. Dieser besteht aus den beiden Riemen 8, g, zwischen denen der Stengel bzw. die Stengelfasern an einer bereits bearbeiteten Stelle eingespannt werden. Neben dem Fördersatz sind die Reinigungstrommeln io, io' angeordnet, die in der gleichen Weise wie die Trommeln 7, 7' schräg zur Förderrichtung des Gutes gelagert sind. Von diesen Trommeln io, io' wird dann das noch nicht bearbeitete Stengelende behandelt, und die Fasern werden von den Holzstückchen und den anhaftenden Epidermisteilen befreit. Da beim Übergang von einem zum andern Fördersatz ein Wechsel in der Klemmstelle der Stengel stattfindet, so sind die die Vorrichtung verlassenden Fasern auf ihrer ganzen Länge gereinigt, sind also beim Verlassen der Maschine marktfähig.
  • Bei dem in Abb.3 und 4 dargestellten Ausführungsbeispiel gelangen die das Walzwerk 2, 3 verlassenden, breitgequetschten Sten.gel über das schräge Leitblech 4 auf eine Zuführungsrichtung 4', die sie in Richtung x auf Fördermittel (z. B. Bänder, Seile oder Ketten) überführt, zwischen denen die Stengel eingeklemmt werden. Die Zuführungsvorrichtung 4' ist so zu den Fördermitteln 11, 12 angeordnet, daß die Stengel etwa in der Mitte zwischen den beiden oberen Fördermitteln i i und dem unteren Fördermittel 12 eingeklemmt werden. Die Fördermittel 11, 12 führen die Stengel, deren Enden zu beiden Seiten der Fördermittel herabhängen, an der Schlägertrommel 13 vorbei, hierbeit gelangt das zu bearbeitende Stengelende in einen Spalt, der durch den Umfang der Schlagtrommel 13 einerseits und eine Führung (Bruststück) 14 gebildet wird. Während des Vorbeiganges an der Schlägertrommel 13 werden die Stengel von den oberen Fördermitteln i i in die Rillen der Förderscheibe 15 eingeklemmt. Nach Verlassen der ersten Bearbeitungsstelle werden die Stengel von den Fördermitteln 11, 12 noch bis an die Stelle y (Abb. 3) weitergeführt. Darauf laufen diese Fördermittel zurück, und zwar das obere, i i, über die Scheibe 16 und das untere, 12, über die Scheibe 17 und geben die Stengel frei. Diese werden im Augenblick der Freigabe bzvv kurz vorher von einem zweiten Förüermittelsatz erfaßt, der aus den beiden oberen Fördermitteln 18 und dem unteren Fördermittel i9 besteht. Diese Fördermittel iä, ig sind gegen den Fördermittelsatz 11, 12 so weit seitlich versetzt, daß die bisherige Einspannstelle der Stengel frei wird und nun die Stengel an einer bereits gereinigten Stelle eingeklemmt werden. Das an der ersten Bearbeitungsstelle nicht bearbeitete Stengelende wird dann mittels der Fördermittel 18, i9 durch den Spalt zwischen der Schlägertrommel2o und ihrem Bruststück 21 hindurchgeführt, wobei es von dem oberen Fördermittel 18 in die Rillen der Scheibe 22 eingeklemmt wird. An der zweiten Bearbeitungsstelle wird dann die an der, ersten Bearbeitungsstelle eingespannte Stelle der Stengel ebenfalls gereinigt. Bei W verlassen die gereinigten Fasern die Maschine.
  • Der Antrieb der Trommeln wie der Fördermittel und der Förderscheiben ist beliebig. Sofern die Stengel nicht in grünem Zustande verarbeitet werden, kann es zweckmäßig sein, zwischen das Quetschwalzwerk und den Fördersatz noch eine Brechvorrichtung einzuschalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Gewinnung der in Pflanzenstengeln enthaltenen Fasern, dadurch gekennzeichnet, daß die Stengel quer zur Faserrichtung durch ein Quetschwalzwerk hindurchgeführt werden, worauf sie dann zwecks Reinigung der Fasern in bei Maschinen zur Entfleischung faserhaltiger Blätter bekannter Weise, etwa in der Mitte oder einem Drittel ihrer Länge zwischen Fördermittel eingespannt, an mit Reinigungswerkzeugen besetzten Trommeln vorbeigeführt werden. z. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch ein Quetschwalzwerk, zwei sich an das Quetschwalzwerk anschließende, versetzt zueinander angeordnete Fördersätze und je ein seitlich jeden Fördersatzes angeordnetes Reinigungstrommelpaar bzw. einer Reinigungstrommel nebst zugehörigem Bruststück.
DE1930559949D 1930-04-20 1930-04-20 Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung der in Pflanzenstengeln enthaltenen Fasern Expired DE559949C (de)

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DE (1) DE559949C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1150489B (de) * 1959-09-16 1963-06-20 Novivlas Nv Vorrichtung zum Ablegen von Bastfaserbuendeln auf eine Foerderunterlage
FR2562916A1 (fr) * 1984-04-16 1985-10-18 Lin Dev Sa Machine en vue de la preparation de tiges de vegetaux produisant des fibres

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1150489B (de) * 1959-09-16 1963-06-20 Novivlas Nv Vorrichtung zum Ablegen von Bastfaserbuendeln auf eine Foerderunterlage
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