DE482845C - Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von Pflanzenfasern - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von PflanzenfasernInfo
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- DE482845C DE482845C DEK97126D DEK0097126D DE482845C DE 482845 C DE482845 C DE 482845C DE K97126 D DEK97126 D DE K97126D DE K0097126 D DEK0097126 D DE K0097126D DE 482845 C DE482845 C DE 482845C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01B—MECHANICAL TREATMENT OF NATURAL FIBROUS OR FILAMENTARY MATERIAL TO OBTAIN FIBRES OF FILAMENTS, e.g. FOR SPINNING
- D01B1/00—Mechanical separation of fibres from plant material, e.g. seeds, leaves, stalks
- D01B1/10—Separating vegetable fibres from stalks or leaves
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
- Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von Pflanzenfasern Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Reinigen von Pflanzenfasern. Dabei werden die mittels Entfleisch.ungsmaschinen gewonnenen Gespinstfasern. nach erfolgtem Waschen und Trocknen gereinigt, um die Fasern von noch anhaftenden Unreinigkeiten zu befreien. Die Fasern werden auf ein Fördermittel, z. B. Seil, Kette oder Band, gelegt, von diesem zu einer Förderscheibe geführt und beim Weiterlaufen zwischen die Ränder der Förderscheibe und das Fördermittel eingeklemmt, worauf sie dann an Trommeln vorbeigeführt werden, die mit Reinigungswerkzeugen, wie Kämmen, Zähnen, Bürsten o. dgl., besetzt sind. Nach dem bisherigen Verfahren werden die Fasern durch, einen Spalt, der zwischen der Trommel und einem der Rundung dieser Trommel ingepaßten Bruststück gebildet wird, hindurchgeführt, damit die Fasern beim Reinigen nicht ausweichen können. Das Reinigen der vom Fördermittel herabhängenden beiden Enden jedes Faserbündelendieis erfolgt dabei in. der Weise, daß die Reinigungswerkzeuge gegen die außenliegenden Seiten der Bürudeleinden, im folgenden als Oberseiten be- zeichnet, wirken und die Bündelenden mit den einander gegenüber befindlichen innenliegenden Seiten, im folgenden als Unterseiten bezeichnet, gegen das Bruststück gedrückt werden. Durch dieses Zusammendrücken der Fasern wird das Eindringen der Werkzeuge zwischen die; Fasern und daher ihre gründliche Reinigung erschwert. Dieser Nachteil soll gemäß der Erfindung dadurch beseitigt werden, daß die vom Fördermittel herabhängenden Enden der eingespannten Faserbündel auf umlaufende Reinigungswerkzeuge auflaufen,, von @dieisen angehoben und an ihrer Unterseite bearbeitet werden. Den Trommeln wird zu diesem Zweck eine solche Drehrichtung gegeiben, @daß die Werkzeuge im Bereich der Förderbahn des Pflanzenbündels sich nach aufwärts bewegen. Die Fasern liegen hierbei frei auf den, Werkzeugen auf. Bei dieser Art der Fasexbearbeitung wird, wie Versuche dargetan haben, eine bessere Reinigung der Fasern ,als bisher .erzielt, da die Fasern durch die Rein ggungswerkzeuge nicht mehr zusammengedrückt, sondern im Gegenteil aufgelockert werden. Gleichzeitig wird die bisher beim. Reinigen. verwandte Gegenlage entbehrlich und die Maschine vereinfacht. Man kann die Faserbündelenden auch an der Ober- und Unterseite bürsten, wobei die Reihenfolge der beiden Reinigungsvorgänge beliebig ist. Zwischen, den beiden wird die Einspannstelle des Bündels gewechselt. Auf der Zeichnung ist als Beispiel eine Vorrichtung zur Ausübung :des Verfahrens schematisch dargestellt, bei der die Faserbündel beim Durchgang durch die Maschine zweimal bearbeitet werden,, und zwar .z. B. zuerst von der Unter- und dann von der Oberseite.
- Abb. i zeigt die Maschine in Ansicht, Abb.2 im Grundriß, Abb. 3 im Quersichnitt nach der Linie A-.B der Abb. i, und Abb. q. im Querschnitt nach der Linie C-D der Abb. i.
- Die Bürstmaschine besteht aus .dem endlosen Fördermittel (Seil, Kette, Band) i, den beiden Förderscheiben 2 und 3 und den zu beiden Seiten jeder Förderscheibe angeordneten Trommelpaaren ¢, 5 und 6, 7, die mit Reiniigungswerkzeugen, wie Kämmen, Zähnen, Bürsten o.. dgl., besetzt sind. Mittels der endlosen Zuführungsbänder 8 werden die Fasern auf das Fördermittel aufgelegt. Dies. geschieht bei dem Ausführungsbeispiel in der Weise, daß das herunterhängende dickere Ende des Bündels kürzer ist als das Spitzenende. Von dem Fördermittel i wird das. Fasergut dann zur Förderscheibe z geführt, dort zwischen .die Ränder dieser Scheibe und das Fördiennittel i einbeklemmt und an den Trommeln q, 5 vorbeigeführt. Die Fasern kommen zur Auflage auf die sich in Pfeilrichtung x, x1 drehenden Trommeln q., 5, und die Faserbündel werden, wie in Abb. 3 veranschaulicht ist, an der Unterseite bearbeitet. Brei dieser Bearbeitung liegen die Fasern auf den Reinigungswerkzeugen auf. Nach Vorbeiführen .des Faserbündels an den Trommeln 4"5 wird das Bündel bei ca von der Förderscheibe 2 freigegeben. Die Bündelenden fallen in ihre natürliche Lage zurück und hängen wieder zu beiden Seiten des Fördermittels i nach unten. Das Fördermittel läuft nun über die zweirillige Leitscheib.e9 (Abb.2), Scheibeio (Abb. i) zurück zur Scheibe 9, von dieser zur Förderscheibe 3, dann über die Scheiben 11, 12, 13 zurück zu der zwischen: den Bandförderern 8 .angeordneten Scheibe 14.. Die Bahnen des Fördermittels i im Bereich der Trommel q., 5 und 6, 7 sind gegeneinander versetzt, um so in an sich bekannter Weise bei der zweiten Bearbeitung eine Versetzung der Einspannstelle der Faserbündel gegenüber der ersten Einspannstelle zu erreichen. Es kann dann von dem zweiten Trommelpaar 6, 7 auch die bisher einbespannte Faserstelle biearbeitet werden. Beim Weiterlaufen des Fördermittels von der Scheibe 9 wird das von dem Fördermittel herabhängende Fasergut zwischen Fördermittel i und Förderscheibe 3 eingeklemmt. Hier werden dann die Oberseiten der herabhängenden Faserbündelenden in an sich. bekannter Weise durch die sich. in der Pfeilrichtungy,yi drehenden Trommeln 6, 7 bearbeitet. Bei b werden die Faserbündel freigegeben und können dann von dem Förderseil abgenommen werden.
- Die Bauart der Maschine kann auch eine ,andere sein. So können z. B. die Trommeln der zusammenarbeitenden Trommelpaare gleichen oder verschiedenen Durchmesser haben entsprechend der Länge der von den Trommeln zu bearbeitenden Fasern. Die beiden Trommeln können, wie veranschaulicht, einander gegenüberliegen, so daß beide Enden des Faserbündels gleichzeitig bearbeitet werden. Die TYommeln können aber auch versetzt zueinander angeordnet sein, so daß zunächst .das eine Ende des Faserbündels imd dann das andere bearbeitet wird. Bei Anordnung von zwei Trommelpaaren hintereinander kann man auch, so vorgehen, daß die Faserbündelenden durch, das erste Trommelpaar an der Oberseite, durch das zweite an der Unterseite bearbeitet werden. Anstatt der Verwendung eines einzigen endlosen Fördermittels können auch zwei solcher Fördermittel benutzt werden, die dann versetzt zueinander angeordnet sind. Der Antrieb der Trommehl wie -des Fördermittels und der Förderscheiben ist beliebig.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Reinigen von Pflanzenfasern, bei dem das vom Fördermittel .eingespannte Fasergut an umlaufenden Reinig->,wgswerkzeugen vorbeigeführt wird, ,dadurch gekennzeichnet, daß die beiden vom Fördermittel herabhängenden Enden der Faserbündel auf umlaufende Reinig-ungswerkzeuge auflaufen, von diesen angehoben und an ihrer Unterseite gereinigt werden.
- 2. Verfahren. nach Anspruch i, bei dem die Faserbündelenden zweimal bearbeitet werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Bearbeitung beider Bündelenden einmal an -der Unterseite und einmal an der Obersieite in beliebiger Reihenfolge beider Reinigungsvorgänge stattfindet.
- 3. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i mit zwei zusammenwirkenden Trommeln, deren jede ein Ende der eingespannten Faserbündel bearbeitet, .dadurch gekennzeichnet, daß die Trommeln (q., 5) eine solche Drehrichtung erhalten, daß ihre Reinigungswerkzeuge sich im Bereich der Förderbahn der Faserbündel aufwärts bewegen. ¢. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens, nach den Ansprüchen i und 2 bei Anordnung von zwei Trommelpaaren hintereinander, denen das zu bearbeitende Gut unter Wechsel der Einspannstelle nacheinander zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Trommeln (q., 5) des einen Trommelpaares sich, entgegengesetzt zu den Trommeln (6, 7) des anderen Trommelp,a.ares drehen., so daß durch das eine Trommelpaar die Unterseite der Fas-erbündelen:den, durch das andere die Oberseite bearbeitet wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK97126D DE482845C (de) | 1925-12-13 | 1925-12-13 | Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von Pflanzenfasern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK97126D DE482845C (de) | 1925-12-13 | 1925-12-13 | Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von Pflanzenfasern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE482845C true DE482845C (de) | 1929-09-30 |
Family
ID=7238575
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK97126D Expired DE482845C (de) | 1925-12-13 | 1925-12-13 | Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von Pflanzenfasern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE482845C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE916456C (de) * | 1951-02-07 | 1954-08-12 | Nelli Lueck Geb Schneiders | Maschine zum Buersten bzw. Glaetten von Sisalfasern |
-
1925
- 1925-12-13 DE DEK97126D patent/DE482845C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE916456C (de) * | 1951-02-07 | 1954-08-12 | Nelli Lueck Geb Schneiders | Maschine zum Buersten bzw. Glaetten von Sisalfasern |
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