DE655653C - Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung verspinnbarer Fasern aus Bastfaserstengeln - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung verspinnbarer Fasern aus Bastfaserstengeln

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DE655653C
DE655653C DEP70853D DEP0070853D DE655653C DE 655653 C DE655653 C DE 655653C DE P70853 D DEP70853 D DE P70853D DE P0070853 D DEP0070853 D DE P0070853D DE 655653 C DE655653 C DE 655653C
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01BMECHANICAL TREATMENT OF NATURAL FIBROUS OR FILAMENTARY MATERIAL TO OBTAIN FIBRES OF FILAMENTS, e.g. FOR SPINNING
    • D01B9/00Other mechanical treatment of natural fibrous or filamentary material to obtain fibres or filaments

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Preliminary Treatment Of Fibers (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung verspinnbarer Fasern aus Bastfaserstengeln Die Erfindung richtet sich auf ein Verfahren -und eine Vorrichtung zur Gewinnung verspinnbarer Fasern aus Bastfaserstengeln. Bei einem bekannten Verfahren werden diese Stengel gegen die Bearbeitungsmittel vorgeschoben und die freigelegten Fasern auf Stapellänge abgeschnitten, wobei das Auffangen der Fasern und der Hülzteile getrennt erfolgt. .
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die insbesondere durch Nitscheln vorgebrochenen Stengel anschließend im fortlaufenden Arbeitsgang absatzweise in ihrer Längsrichtung auf Stapellänge vorgeschoben und quer zur Vorschubrichtung an den Bvarbeitungsmitteln vorbeigeführt werden, und daß die freigelegten abgeschnittenen Stapelfasern und die abgeschlagen#en Holzteile getrennt abgeführt werden.
  • Das neue Verfahren bringt mehrere bemerknenswerte Vorteile mit sich. Es können kegelig ausgebildete Bearbeitungsmittel verschiedener Art, beispielsweise eine Schlagwalze und eine Käminwalze, so nebeneinander angeordnet werden, daß erst das eine Bearbeitangsmittel die vorgeschobenen Enden der Stengel von der Spitze anfangend bearbeitet :und dann das nveite Bearbeitungsmittel noch einmal, ebenfalls von der Stengelspitze anfangend. Es wird dadurch vermieden, daß die vorstehenden Stengelenden, naclidem sie das erste Bearbeitungsmittel ganz durchlaufen haben, von dem zweiten Bearbeitungsmittel auf einmal im ganzen, also über die ganze vorstehende Unge, bearbeitet werden. Die Fasern werden also durch das neue Verfahren geschont, -und es kann doch die gleiche Leistung wie bisher erzielt werden. Das neue Verfahren bringt als-o auch wirtschaftliche Vorteile mit sich. Ferner ermöglicht das neue Verfahren eine sichere Trennung der ausgeschiedenen Bestandteile von den freigelegten und abgeschnittenen Fasern. Es ist also mit einem kleineren Ab- fall zu rechnen. Die zu bearbeitenden Stengel können in rohem oder geröstetem Zusta-nd#e dem -neuen Verfahren unterworfen werden.
  • Eine Vorrichtung zur Durchführung des neuen Verfahrens kennzeichnet sich durchteine Bandfördervorrichtung, bei der die mit Gegenhaltemitteln zusammenarbeitenden endlosen Förderbänder von der einen Umkehrstelle S-förmig abgebogen und dabei um Stapellänge aus der normalen Förderlage nachrückwärts versetzt angeordnet sind.
  • Die neue Vorrichtung bringt außer den mit dem Verfahren an sich erreichten Vorteilen noch den mit sich, daß der Platzbedarf stark herabgesetzt wird, auch, wenn mehrere verschiedenartige Bearbeitiungsmitt#el nacheinander zur Wirkung kommen sollen.
  • Die Erfindung ist in der Zeichnung schematisch an einem Ausf ührungsbeispiel veranschaulicht. Es sind Fig. i Seitenansicht der Vorrichtung zur Durchf ührung des Verfahrens, Fig. 2 Aufsicht, Fig. 3 Ansicht einer Einzelheit.
  • Die Vorrichtung besteht in der Hauptsache aus einem Fördenverk, das sich aus mehreren endlosen umlaufenden Riemen oder Bändern a, b, c zusammensetzt. Das Förderwerk ist so beschaflen, daß die Stengel s an eine#-Stelle oben auf die Bänder aufgelegt und bei jedem Umlauf um eine gewisse Län#ge, - die der jeweiligen Stapellänge entspricht# selbsttätig in ihrer Längsrichtung auf die Bearheitungswerkzeuge zu vorgeschoben werden. Unter den Werkzeugen selbst bewegen sich die Stengel senkreclit zu. ihrer Längsrichtung entlang.
  • Der Riemen oder das Band a ist in mehrere, beispielsweise fünf schmalere Teilriemen zerlegt. Die obere Laufstrecke dieser I-',iem,en geht über die Rollen i und 2. Von hier laufen die Riemen über die lose Rolle3, die zugleich als Sparmrolle dient, und von dort über die, Rolle4. Diese liegt unterhalb der Rolle 2, so daß bei der Rolle 3 eine Schlaufe gebildet ist. Wie man aus dem Grundriß (Fig.2) ersieht, ist die ROlle4 um ein gewisses Stück axial in der Zeichnung nach unten verschoben, während die Rolle3 ungefähr -um die Hälfte im gleichen Sinne verschoben ist. Komm#en die Riemena also auf der Rolle 4 all, so sind sie ebenfalls um ein gewisses Maß gegenüber derol>--renLaufstrecke der Riemen a versetzt. Auf ihrem weiteren Lauf sind dann die Riemena über die Rollen 5 und 6 zum Ausgangspunkt zurückgeführt. Auf diesem Wege gehen die Riemen jedoch wieder in die ursprüngliche Lage zurück.
  • Die Bastfaserstengel s -werden oben auf den durch die Riemena gebildeten Tisch ununterbrochen neu aufgelegt. Sie wandern dann mit den Riemena herum. Zum Festhalten der Stengel auf dem Riemena dient der Gegenriemenb, der ununterbrochen über die Rollen 8, 7, 10, 9 läuft. Die Stengel sind also zwischen den Riemena und b eingeklemmt. Der Riemen b ist in Fig. 2 der Deutlichkeit -wegen weggelassen.
  • Auf- dem vordersten Riemen a im Sinne der Vorschubrichtung der Stengel ist ein weiteres Band oder ein Riemen c angebracht, der über b die Rollen i i und 12 gleitet und in seinem unteren Lauf von Gewichten oder Federn 13 belastet ist. Unmittelbar vor den Bearbeitungswerkzeugen sind also die Stengel zwischen den Riemena und c eingeklemmt, wobei sie von einer unter den Riem#ena liegenden festen Platte 14 gestÜtzt sind.
  • Zwischen den Rollen 2 und 4 ist eine Leiste 15 eingesetzt, die sich über die ganze Länge der Vorrichtung erstrecken mag. Statt dessen könnten auch einzelne Leitbleche vorgesehen sein, die zwischen die einzelnen Riemen a fassen und an der Achse der oberen Rolle 12 eingehängt sind. Auf der in Fig. i links ge- zeichneten aufsteigenden Strecke des Riemenwerkes ist noch eine gebogene Platte 16 fest angebracht, über welche die Riemen a gleiten. Sie hat den Zweck, die zwischen den Rie-'tnün a und b eingeklemmten Stengel sicher z.t#'greif,en.
  • Vor dem Förderwerk gegenüber dem Riemenc befinden sich die Bearbeitungswerkzeuge. Das Ausführungsbeispiel zeigt,eine mit G-Limmilappen o. dgl. versetzte Schlagwalze 17 und eine mit Kämmstiften versehene Kämmwalze 18. Diese beiden Walzen sind kegelförmig ausgebildet, so daß die Stengel sich in der Richtung von der Kegelspitze nach der Kegelrundfläche vorbeibewegen und so allmählich von den Holzteil-en befreit werden. In Fig. 2 ist rechts oben eine Schneidvorrichtung 19 gezeichnet, die aus umlaufenden oder hin und. her gehenden Messern ig besteht. An Stelle der in Fig, 3 gezeichneten Zweim,-esserscheiben könnte auch in üblicher Weise eine Messerscheibe stillstehen. In Verbindung mit der Schneidvorrichtung ist eine Sau-düse 2o angebracht, die einen Saugluftstrom in der Richtung der Fasem erzeugt, so daß diese gestreckt bleiben und gut abgeschnitten werden können.
  • Die Vorrichtung wirkt in folgender Weise. Die zu bearbeitenden Stengels werden auf der in Fig. 2 unteren rechten Stelle des durch die Riemen a gebildeten Tisches aufgelegt. Es werden immer mehrere Stengel gleichzeeitig zugeführt, so daß eine flache Schicht gebildet wird. Der Deutlichkeit -wegen ist nur ein einziger Stengels angedeutet. Durch die Bewegung der Riemena irn Sinne der !eingezeichneten Pfeile wandern die Stengels nach rechts über die Rolle2. Dort werden die von dem äußeren Führungsriemenb, der sich über die ganze Breite der Vorrichtung ausdelmt, erfaßt und eingeklemmt. Die Stengel überspringen dann mittels der Füllstücke 15 den Spalt zwischen den Rollen2 und 4. Da nun die Rolle 4 mit den aufliegenden Riemen axial gegen die Rollez versetzt ist, gelang-en die Stengels auf der ROlle4 in einer anderen Lage wieder auf die Riernena als diejenige, die sie vorher eingenommen hatten. DieStengels sind also gegenüber den Riemena etwas in der Längsrichtung der Stengel verschoben, sobald die Stengel über die Rolle4 übergehen. Dieses Maß ist in Fig. 2 mit x bezeichnet und entspricht der jeweiligenStapellänge. Im Ausführungsbeispiel ist dieRölle4 axial verstellbar gemacht, damit man auf jede gewünschte Stapellünge einstellen kann. Die Rolle 3 sitzt lose verschiebbar auf ihrer Achse und paßt sich dies-er Einstellung an. Beim weiteren Lauf des Riemens a von der Rolle 4 über 5 und 6 gehen die Riemen a wieder in ihre ursprüngliche Flucht zurück. Wie es mit gestrich#elten Linien bei s' angedeutet ist, erfahren jetzt die Stengel eine Verschiebung in ihrer Längsrichtung. Dieses Spiel wiederholt sich bei jedem vollständigen Umlauf; es werden also alle zugeführten Stengel bei je einem Umlauf um das Maß x vorgeschoben. Schließlich gelangen die Stengel bei s2 unter den Riemenc, wobei die Stengel#enden frei vorstehen. Das vorstehende Ende trifft beim Vorbeilauf auf die Bearbeitungswerkzeuge 17 und 18. Hier werden die freien Stengelenden von den Holzteilen durch Schlagen oder Kämmen befreit. Schließlich wird der durch die Saugvorrichtung 20 stramm gehaltQne, ausgekämmte Faserbart durch die Schneidmesser ig abgetrennt. Die Saugvorrichtung 2o dient gleichzeitig zur Abbeförderung der auf Stapellänge zerschnittenen holzfreien Fasern. Die Scheben fallen nach unten und werden gesondert abgeführt. Beide Walzen können auf einer oder verschiedenen Achsen laufen.
  • Eine andere Ausfährungsform kann nur eine einzige Bearbeitungswalze besitzen, die auf ihrer einen Hälfte mit Schlagleisten, auf ihrer anderen Hälfte mit Kämmen versehen ist.

Claims (2)

  1. PATrNTANSPRÜCI-Ir: i. Verfahren zur Gewinnung verspinnbarer Fasern aus Bastfas#erstengeln, 'bei dem die Stengel gegen die Bearbeitungsmittel vorgeschoben und die freigelegten Fasern. auf Stapellänge abgeschnittenwerden, wobei das Auffangen der Fasern und -der Holzteile getrennt erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß die insbesondere durch Nitscheln vorgebrochenen Stengel anschließend im fortlaufenden Arbeitsgang absatzweise in ihrer Längsrichtung auf Stapellänge vorggeschoben und quer zur Vorschubrichtui-ig an den Bearbeitungs-.un mitteln vorbeigeführt werden, i d daß die freigelegten abgeschnittenen Stapelfasern und die abgeschlagenen Holzteile getrennt abgef ührt werden.
  2. 2. Bandfördervorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, bei der die mit Gegenhaltemitteln zusammünarbeitenden endlosen Förderbänder vor der einen Umkehrstelle S-förmig abgebogen und dabei um Stapellänge aus der normalen Förderlage nach rückwärts versetzt angeordnet sind.
DEP70853D 1935-03-02 1935-03-02 Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung verspinnbarer Fasern aus Bastfaserstengeln Expired DE655653C (de)

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