DE713038C - Vorrichtung zur Gewinnung verspinnbarer Fasern aus faserhaltigen Blaettern - Google Patents
Vorrichtung zur Gewinnung verspinnbarer Fasern aus faserhaltigen BlaetternInfo
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- DE713038C DE713038C DEW104985D DEW0104985D DE713038C DE 713038 C DE713038 C DE 713038C DE W104985 D DEW104985 D DE W104985D DE W0104985 D DEW0104985 D DE W0104985D DE 713038 C DE713038 C DE 713038C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01B—MECHANICAL TREATMENT OF NATURAL FIBROUS OR FILAMENTARY MATERIAL TO OBTAIN FIBRES OF FILAMENTS, e.g. FOR SPINNING
- D01B9/00—Other mechanical treatment of natural fibrous or filamentary material to obtain fibres or filaments
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- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
- Vorrichtung zur Gewinnung verspinnbarer Fasern aus faserhaltigen Blättern Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Gewinnung verspinnbarer Fasern aus faserhaltigen Blättern, insbesondere Bromeliaceenblättern.
- Es sind verschiedene Blattentfaserungsvorrichtungen bekannt. Bei einer ersten Art dieser Vorrichtungen werden die zu entfasernden Blätter einem Raspador in Längsrichtung zugeführt und, nachdem sie über den größeren Teil ihrer Länge bearbeitet sind,_ durch Rücklauf der Maschine zurückgeholt und nun mit dem anderen Blattende voran zum zweitenmal in die Maschine eingeführt. Dieses Verfahren erlaubt nur einen absatzweisen Arbeitsgang, wodurch die Arbeitsdauer erhöht wird.
- Bei einer zweiten bekannten Vorrichtung werden die Blätter quer zur Arbeitsrichtung der Maschine in diese eingeführt. Die Maschine enthält zwei gegeneinander versetzte Trommelanordnungen, so daß die Blätter zuerst mit dem einen Teil und nachher"mit dem zweiten Teil bearb,°itet werden. Diese Vorrichtung erfordert eine doppelte Trommelanordnung. Bei einer weiteren ebenfalls bekannten Bauart handelt @es sich um einen Raspador, dessen Trommeln mit Schlagleisten besetzt sind. Diese Leisten arbeiten mit einem Bruststück zusammen. Solche Vorrichtungen eignen sich insbesondere zur. Bearbeitung von gröberem Fasergut. Feinere Fasern werden leicht zerstört.
- Bei einer bekannten Masdhinengaftung hat man, um auch .eine Bearbeitung des Bla@tendes zu herreichen, die Anordnung so getroffen, daß das Blattende, sobald @es nicht mehr durch Haltewalzen festgehalten ist, von der rasch laufenden Trommel mitgenommen wird und zwischen die Trommel und ein zweites Bruststück gerät. In diesem Augenblick setzt dann schlagartig die Bearbeitung des Blattendes von neuem ein. Dabei besteht der Nachteil., daß feine Fasern durch die schlagartig _ entstehende Beanspruchung leicht zerrissen werden können.
- Die Nachteile der bekannten Anordnungen sollen @urdh die erfindungsgemäße Vorrichtung, bei welcher das Gut in Längsrichtung durch die Maschine hindurchgeführt und mittels üblicher Nadeltrommeln bearbeitet -wird, vermieden werden. Gemäß der Erfindung ist anschließend an ein oder mehrere Riffelwalzenpaa.re, zwischen denen das Blatt zugeführt wird, eine verschiebbare Gleitbahn..:; angeordnet, die bis zu einem Förder- oder Haltewalzenpaar reicht, vor und hinter welchem je eine entgegengesetzt umlaufende Nadeltrommel gelagert ist, und die Gleitbahn läßt sich von dem Haltewalzenpaar so weit entfernen, daß der zwischen den Riffelwalzenpaaren und dem Haltewalzenpaar liegende Teil. des Pflanzengutes von den Nadeln der darunterliegenden irommel erfaßt werden kann.
- Es sind also gemäß der Erfindung zwei Nadeltrommeln vorgesehen; wenn hierin auch eine gewisse Erhöhung des Gewichtes und der Größe der Maschine begründet liegt, so ist doch anderseits dadurch erreicht, daß feineres Fasergut einwandfrei bearbeitet werden kann, ohne daß die Fasern Gefahr laufen, zerrissen zu werden.
- In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch wiedergegeben.
- Fig. i zeigt einen Vertikalschnitt durch die 1Vlascnme. Fig. 2 zeigt eine Ansicht auf die Maschine von oben.
- In Fig. i und 2 wird von einem Auflagetisch e aus das Pflanzengut dem üblichen RiffelwalzenpaarD L° zugeführt, das das Vorquetschen des Pflanzengutes bewirkt. Eine Walze dieses Walzenpaares D E ist selbstverständlich federnd gelagert.
- Hinter diesem ersten Riffelwalzenpaar ist ein zweites Riffelwalzenpaar F G angeordnet, das durch engere Riffelung das Feinquetschen des Pflanzengutes herbeiführt. Nach Durchlaufen einer freien Förderstrecke wird das Pflanzengut einem Hahewalzenpaar S T zugeführt. Zum Führen des Gutes auf dieser Förderstrecke dient das Gleitblech U, das das Fördergut auf eine Gleit- oder Rollbahn M überleitet. Von der Rollbahn M gelangt das Pflanzengut zum unmittelbaren Eingriff in die Haltewalzen S T. Von diesen Haltewalzen S T wird das Gut der Hauptnadeltr.ommel H zugeführt, die unter Zuhilfenahme eines Leitbleches N als Gegenhalter in das Pflanzengut kämmend. eingreift. Die Trommel. H läuft selbstverständlich in Förderrichtung mit einer gegenüber der Fördergeschwindigkeit höheren Geschwindigkeit um.
- Im normalen Arbeitsgang wird das teilweise entfaserte Gut durch die Abstreifwalze O von
der Nadeltromme1H abgenommen und unter Zuhilfenahme der Förderwalzen P R aus der Maschine herausbefördert. Verläßt das Ende #es. Pflanzengutes die Riffelivalzen F G, so durch einen Schwenkhebel h die Roll- von dem Anschlag an die Halte- "`Giälze S T in Pfeilrichtung abgezogen. GlAch- zeitig wird die an den Schwenkhebel. h an- gekuppelte Anpreßlieiste L auf das Pflanzen- gut gedrückt und damit das unbearbeitete Ende des Gutes gegen die nun frei liegende zweite Nadeltrommell gepreßt. Diese Nadel- trommel läuft mit hoher Geschwindigkeit ent- gegen dem Vorschub des Fördergutes um und kämmt das Pflanzengut von der Anpreß- stelle bis zum Ende aus. Die ausgekämmten Fasern werden beim Weiterlaufen der Vor- richtung von den Haltewalzen S T der Haupt- nadeltrommel H zum Auskämmen zugeführt, so daß ein völliges Durchkämmen des Faser- gutes bis zum Ende gewährleistet ist. Zum Abstreifen der Nadeltrommel J ist eine wei- tere Abstreif-,valze V vorgesehen.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. " Vorrichtung zur Gewinnung verspinnbarer Fasern ,aus faserhaltigen Blättern, insbesondere aus Bromeliaceenblättern, durch welche das Gut in Längsrichtung hindurchgeführt und mittels Nadeltrommeln bearbeitet wird, dadurch gekennzeichnet, daß anschließend an mehrere Ri$elwalzenpaare (,DE, -F0,# verschiebbare Gleitbahn (M ; angeordnet ist, die bis zu einem Förder-,oder Haltewalzenpaar (T S; reicht, vor und hinter welchem je eine,entg°gengesetzt umlauf°nde Nadeltrommel (H, J) gelagert ist, und daß die Gleitbahn (M ) von dem Haltew.alzenpaar (T S @ so weit entfernbar ist. daß der zwischen den Riffelwalzenpaaren und dem Haltewalzenpaar liegende Teil des Pflanzengutes von den Nadeln der darunterliegenden Trommel erfaßbar ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch i. dadurch gekennzeichnet, daß di° Gleitbahn (114) als Rollbahn .ausgebildet und mittels eines Handhebels (,K) verschiebbar ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2. dadurch gekennzeichnet, daß eine Anpreßl.eiste (L) mit dem Handhebel (I( i so gekuppelt ist, daß sie gleichzeitig mit dem Zurückziehen der Rollbahn (M# das freie Ende des Pflanzengutes gegen di,2 Hilfsnadeltrommel (.1; anpreßt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| BR713038X | 1938-08-13 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE713038C true DE713038C (de) | 1941-10-30 |
Family
ID=3985044
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW104985D Expired DE713038C (de) | 1938-08-13 | 1939-01-26 | Vorrichtung zur Gewinnung verspinnbarer Fasern aus faserhaltigen Blaettern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE713038C (de) |
-
1939
- 1939-01-26 DE DEW104985D patent/DE713038C/de not_active Expired
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