DE423361C - Maschine zum Entholzen und Geschmeidigmachen von Faserstengeln - Google Patents

Maschine zum Entholzen und Geschmeidigmachen von Faserstengeln

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DE423361C
DE423361C DEV18756D DEV0018756D DE423361C DE 423361 C DE423361 C DE 423361C DE V18756 D DEV18756 D DE V18756D DE V0018756 D DEV0018756 D DE V0018756D DE 423361 C DE423361 C DE 423361C
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DE
Germany
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bars
stalks
drum
machine
arms
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DEV18756D
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FRITZ KUECHENMEISTER
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FRITZ KUECHENMEISTER
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01BMECHANICAL TREATMENT OF NATURAL FIBROUS OR FILAMENTARY MATERIAL TO OBTAIN FIBRES OF FILAMENTS, e.g. FOR SPINNING
    • D01B1/00Mechanical separation of fibres from plant material, e.g. seeds, leaves, stalks
    • D01B1/10Separating vegetable fibres from stalks or leaves
    • D01B1/14Breaking or scutching, e.g. of flax; Decorticating
    • D01B1/28Breaking or scutching, e.g. of flax; Decorticating with beaters rotating about an axis perpendicular to the fibre bundle

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Preliminary Treatment Of Fibers (AREA)

Description

  • Maschine zum Entholzen und Geschmeidigmachen von Faserstengeln. Die Erfindung bezieht sich auf eine Maschine zum Entholzen und Geschmeidigmachen von Faserstengeln, wie Flachs u. dgl. Bei ihr «-erden in an sich bekannter Weise die Enden der eingeklemmt festgehaltenen Faserstengel in achsialer Richtung zwischen zwei derart zusammenarbeitenden Schlagtrommeln hindurchgeführt, so daß die mit Schlagleisten besetzten Arme der einen Trommel in die Zwischenräume der zwei Schlagleistenarme der anderen Trommel eingreifen.
  • Gegenüber den bekannten Maschinen zeichnet sich die Erfindung dadurch aus, daß bei ihr der Vorgang des Handschwingens in vollkommener Weise Anwendung findet. Zu diesem Zwecke sind die Trommeln bzw. deren Schlagleisten so angeordnet, daß jeweils nur eine Schlagleiste mit den vollkommen frei, das heißt senkrecht niederhängenden Faserstengeln in Berührung gelangt. Der Schwingschlag trifft dabei zuerst auf die Mitte des Flachses, damit der am meisten widerstandsfähige Teil des Gutes den Biß des Messers bekommt. Um zu verhüten, daß der Schlag des Schwingmessers das Gut zu gewaltsam aufpeitscht, also ein zu scharfer Knick gebildet wird und dadurch eine Zerstörung der Fasern durch Abschneiden eintritt, ist hinter den Schlagleisten ein im wesentlichen radial gestellter Rost vorgesehen, gegen den sich die beim Schlag umgebogenen Stengelenden legen. Während beim Handschwingen die Geschicklichkeit des Arbeiters einen zu scharfen Knick der Faserstengel beim Schlag verhütet, wird derselbe vorliegend durch den Rost selbsttätig erreicht. Infolgedessen kann man die Trominel mit einer außerordentlich hohen Geschwindigkeit umlaufen lassen, ohne eineVerletzung der freizulegenden Fasern befürchten zu müssen. Man kann also infolge der hohen Geschwindigkeit die das Schwingmesser vertretenden Schlagleisten scharf angreifen lassen, so daß es gelingt, selbst vorher nicht gebrochene Faserstengel mit der Maschine vollkommen zu entholzen und außerordentlich geschmeidig zu machen.
  • Die in bekannter Weise tangential einer Trommel angeordneten Schlagleisten werden zweckmäßig so befestigt, daß sie in bezug auf die tangentiale Richtung verstellbar sind, wobei die Schlagleisten dort, wo die Faserstengel der Trommel achsial zugeführt werden, eine breite und stumpfe Schneide aufweisen, die sich allmählich nach dem anderen Ende zu verschärft.
  • Die die Schlagleisten tragenden Schlagarme werden leicht gekrümmt ausgeführt, derart, daß die Krümmung =in bezug auf die Umdrehungsrichtung konkav gestaltet ist, wobei die Schlagleisten an der inneren Krümmung achsiale Rundstäbe tragen, die ein Lattengitter bilden, gegen das sich die beim Schlag umgebogenen Stengelenden legen.
  • Die auf der Zeichnung dargestellte Maschine schließt sich hinsichtlich der gegenseitigen Anordnung ihrer einzelnen Teile den bekannten Maschinen an, bei welchen die Stengel zwischen zwei federnd zusammengedrückte endlose Bänder geklemmt und den Mitteln zum Entschäben der freien Stengelenden zugeführt und dann einer zweiten Gruppe von in gleicher Richtung laufenden endlosen Bändern übergeben werden, welche die nunmehr am anderen Ende eingeklemmten Stengel den Mitteln zum Entschäben der anderen Stengelenden zuführt. Die Mittel zum Bearbeiten der Faserstengel bestehen in zwei derart zueinander angeordneten Schlagtrommeln, daß die an den Enden der Schlagarme der Trommel sitzenden und tangential gestellten Schlagleisten' abwechselnd in die Zwischenräume der Schlagarme der Nachbartrommel eingreifen.
  • Die neue Maschine ist auf der Zeichnung in Abb. 1 in einer Vorderansicht und in Abb. 2 in einer Ansicht von oben dargestellt. Die Abb.3 ist ein senkrechter Querschnitt nach der Linie 3-3 der Abb. i. Die Abb. q. und 5 zeigen die Seitenansicht und Oberansicht der Vorrichtung zum Strecken und Glätten. Die Abb. 6 schließlich ist eine schaubildliche Ansicht zur Verdeutlichung der Arbeitsweise der Schlagleisten. Diese Maschine ist insbesondere für die Bearbeitung von Flachs bestimmt.
  • Der in bekannter Weise geröstete Flachs, der gegebenenfalls auch ungebrochen sein kann, wird auf dem Anlegetisch i ausgebreitet und der ersten Gruppe von zwei endlosen Bändern 2 und 3 zugeführt. Das untere Band 3 wird oben über die Rolleng. und 5 und unten über die Antriebsscheibe 6 sowie die federnd gelagerte Spannrolle 7 geleitet. Das obere Band 3 läuft über die federnd gelagerte Spannrolle 8 und die Rolle g.
  • Das obere Trum des Bandes 3 wird über (len größten Teil seines Weges durch am Maschinengestell gelagerte Rollen 1o gestützt. Dort, wo -die Unterstützung stattfindet, wird das untere Trum des oberen Bandes 2 durch Rollen i i an das Gegentrum gedrückt. Die Enden der Rollenachsen stecken in Bolzen 12, die in wagerechten [J-Schienen des Maschinengestelles senkrecht verschiebbar gelagert sind und durch um sie gewundene Federn ständig nach unten gedrückt werden, welche Federn sich mit ihren oberen Enden gegen eine feste Schiene 13 legen.
  • Das untere Band 3 ist mit einer längslaufenden mittleren Klemmwulst versehen, während das obere Band 2 eine entsprechende Längsnut aufweist, um so die Enden der Faserstengel beim Einklemmen gehörig festzuhalten.
  • Die eingeklemmten Risten hängen mit ihren freien Enden frei senkrecht nieder.
  • Die Einklemmung führt die frei niederhängenden Ristenenden den Schlagtrommeln zu. Die zusammenarbeitenden Trommeln sitzen auf den Wellen 15 und 16. Die Trommeln werden vom Antrieb der Maschine aus in Umdrehung versetzt; sie laufen in Pfeilrichtung (siehe Abb. i u--1 3) um. Die Trommelkörper sind an den Enden und in der Mitte je mit drei leicht gekrümmten und um 12o ° gegeneinander versetzten Armen 17 versehen. Die Trommeln arbeiten so zusammen, daß die Arme der einen Trommel in die Zwischenräume von den Armen der anderen Trommel eingreifen.
  • Die Arme 17 tragen an ihren freien Enden die Schlagleisten 18. Diese bestehen aus dünnen Stahlleisten, welche an den Schlagkanten abgerundet sind. Anfänglich, das heißt an dem Trommelende, wo das frische Gut anlangt, ist die Schneide der Schlagleisten breit und stumpf; sie wird aber nach dem Ende zu allmählich immer schärfer. Die Leistenachsen sind annähernd tangential in bezug auf die Trommeln eingestellt, wobei die Schlagkante etwas schräg nach auswärts gerichtet ist. Die Leisten können an den Schlagarmen in bezug auf die tangentiale Richtung eingestellt werden, weshalb sie mit Lappen 18' ausgerüstet sind, welche durch Schrauben 18" an den Armen 17 befestigt werden.
  • An der inneren Krümmung der Schlagarme, welche in der Umdrehungsrichtung vorangeht, tragen diese Arme abgerundete Leisten 1g, die parallel zueinander und achsial in bezug auf die Trommel verlegt sind. Diese Leisten bilden entsprechend den Armen gekrümmte Gitterroste 2o.
  • Der zwischen die zusammenwirkenden Schlagtrommeln geratende Flachs wird stets nur von einem Schlagarm bearbeitet, wie das aus den Abb.3 und 6 ersichtlich ist. Erst wenn die mit dem Flachs zum Eingriff gelangende Schlagleiste der einen Trommel ihre Arbeit im wesentlichen vollendet hat, kommt die entsprechende Schlagleiste der anderen Trommel mit dem frei niederhängenden Flachs zum Biß. Die Schlagleiste greift ungefähr in der Mitte der Faserstengel an, dort, wo diese die größte Widerstandsfähigkeit besitzen, und die mit größerer Geschwindigkeit sich bewegende Schlagleiste erzeugt beim Eingriff sofort ein scharfes Umbiegen der Stengel, also einen scharfen Knick. Die Schlagleiste gleitet unter Aufrechterhaltung des Knickes an den Faserstengeln nach unten. Damit nun der Knick nicht so scharf ausfällt, daß die Fasern des Stengels durchschnitten werden, ist das Gitter 2o vorgesehen. Gegen dieses Gitter legen sich die Faserstengeln,-wie aus Abb. 3 und 6 ersichtlich ist, so daß dadurch die Größe des Knickes beziehungsweise des Knickwinkels bestimmt wird. Dieser Winkel kann selbst bei schnellstem Lauf der Trommel nicht überschritten werden.
  • Nachdem die Faserstengel das erste Trommelpaar verlassen haben, übernimmt eine zweite Gruppe von endlosen Einklemmbändern die an dem einen freien Ende entholzten Stengel und führt sie mit dem bisher unbearbeiteten Ende frei niederhängend einer zweiten Schlagvorrichtung zu, die wiederum aus zwei Trommeln besteht. Es handelt sich um eine vollkommene Wiederholung aller Teile, die auf der Zeichnung mit den Ziffern 21 bis 2o1 bezeichnet sind. Die endlosen Bänder 21 und 31 sowie die Trommeln 171 bilden eine Fortsetzung der ersten Gruppe mit der Maßgabe, daß eine Versetzung um die Ristenlänge stattfindet.
  • Bei der C'berführung der Stengel von der einen Gruppe zur anderen kommt es darauf an, daß die bisher frei niederhängenden Ristenenden angehoben und der zweiten Gruppe der Einklemmbänder übergeben werden. Das besorgt eine Vorrichtung, die zugleich das Glätten und Strecken der entschäbten Stengelenden ausführt. Zu diesem Zwecke sind zwei endlose Bänder 2i und 22 angeordnet. Das obere Band 2I läuft über Rollen 23 und 24., während das untere Band 22 über die Rollen 25 und 26 läuft. Dieses untere ist weiter nach hinten geführt bis über die erste Einklemmvorrichtung hinaus und liegt dadurch unter derselben. Es hebt die frei niederhängenden Stengelenden an und führt sie zwischen die beiden zusammenwirkenden Trume der Bänder 2 1 und 22. Diese Bänder sind an der Außenseite mit abgerundeten Querleisten 27 besetzt, so daß die noch immer von der ersten Einklemmvorrichtung eingeklemmten Risten zwischen den Bandtrumen durch die Querleisten geglättet und gestreckt werden.
  • Das obere Trum des unteren Bandes 22 läuft über das obere Trum des unteren Bandes 31 der zweiten Einklemmvorrichtung hinweg, so daß die nun wagerecht gerichteten Leistenenden -von dieser Vorrichtung erfaßt werden können. Die beiden Einklemmvorrichtungen überdecken sich um das erforderliche Maß, damit die Stengel von der ersten Bandgruppe so lange festgehalten werden können, bis die zweite Bandgruppe die vordem freien Ristenenden erfaßt hat.
  • Die Bearbeitung der nunmehr freigegebenen Enden geschieht auf dieselbe Weise, wie das bei der ersten Schwingvorrichtung geschildert ist.
  • Am Ende der zweiten Vorrichtung ist nochmals eine Streckvorrichtung vorgesehen, ,velche aus den querlaufenden endlosen Bändern 2i1 und 221 besteht. Diese Streckvorrichtung hebt die frei niederhängenden Faserenden an, so daß sie auf den Ablegetisch il gelangen.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Maschine zum Entholzen und Geschmeidigmachen von Faserstengeln, wie Flachs u. dgl., bei welcher die am einen Ende eingeklemmten Stengel zwischen zwei zusammenarbeitenden Schlagtrommeln in achsialer Richtung hindurchgeführt werden, deren an den Enden von Schlagarmen sitzenden Schlagleisten abwechselnd zur Wirkung kommen, gekennzeichnet durch die Anordnung der Trommeln und Schlagleisten derart, daß jeweils nur eine Schlagleiste in der Mitte der frei niederhängenden Faserstengel mit diesen zum Eingriff gelangt und hinter den Schlagleisten je ein annähernd radial gestellter Rost o. dgl. vorgesehen ist, gegen den die sich beim Schlag umgebogenen Stengelenden legen.
  2. 2. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die an den Trommelarmen verstellbar in bezug auf die tangentiale Richtung befestigten . Schlagleisten am Einführungsende der Faserstengel eine breite und stumpfe Schneide aufweisen, die sich allmählich nach dem anderen Trommelende zu verschärft.
  3. 3. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlagarme bezogen auf die Umdrehungsrichtung der Trommel leicht konkav gekrümmt sind und an der inneren Krümmung achsiale Rundstäbe tragen, die ein Lattengitter bilden, gegen das sich die beim Schlag umgebogenen Stengelenden legen. .
  4. 4. Maschine nach Anspruch i, bei welcher die Mittel zum Einklemmen der Stengelenden aus übereinanderliegenden endlosen Bändern bestehen, die durch mittels Federn angedrückte Rollen zusammengepreßt werden, dadurch gekennzeichnet, daß das obere. Trum des unteren, mit einer längslaufendenKlemmwulst (14) ausgerüsteten Bandes (3) über feste und drehbare Rollen (io) läuft, während das untere Trum des oberen, mit einer der Klemmwulst angepaßten Nut ausgerüsteten Bandes (g) durch Federn angedrückte, ortsfeste Rollen (ii) gegen das andere Trum gedrückt wird, wobei zwischen den beiden entsprechend gegeneinander versetzten Gruppen der endlosen Bänder und am Ende der zweiten Gruppe eine querlaufende Streckvorrichtung eingeschaltet ist, die aus zwei zusammenwirkenden, mit runden Querleisten (27) besetzten endlosen Bändern (2i und 22) besteht, welche die niederhängenden Enden des Gutes erfaßt und wagerecht richtet, wobei zwischen den Trumen der Bänder ein Glätten und Strecken der Fasern erfolgt.
DEV18756D Maschine zum Entholzen und Geschmeidigmachen von Faserstengeln Expired DE423361C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2623527A1 (fr) * 1987-11-19 1989-05-26 Lin Dev Sa Procede de preparation en continu de tiges de vegetaux et installation de preparation permettant la mise en oeuvre dudit procede

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2623527A1 (fr) * 1987-11-19 1989-05-26 Lin Dev Sa Procede de preparation en continu de tiges de vegetaux et installation de preparation permettant la mise en oeuvre dudit procede
EP0317681A1 (de) * 1987-11-19 1989-05-31 Lin Developpement S.A. Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Aufbereitung von Pflanzenstengeln

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