DE552682C - Maschine zum Entholzen von Spinnfasern enthaltenden Pflanzenstengeln - Google Patents

Maschine zum Entholzen von Spinnfasern enthaltenden Pflanzenstengeln

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DE552682C
DE552682C DES91667D DES0091667D DE552682C DE 552682 C DE552682 C DE 552682C DE S91667 D DES91667 D DE S91667D DE S0091667 D DES0091667 D DE S0091667D DE 552682 C DE552682 C DE 552682C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01BMECHANICAL TREATMENT OF NATURAL FIBROUS OR FILAMENTARY MATERIAL TO OBTAIN FIBRES OF FILAMENTS, e.g. FOR SPINNING
    • D01B1/00Mechanical separation of fibres from plant material, e.g. seeds, leaves, stalks
    • D01B1/10Separating vegetable fibres from stalks or leaves
    • D01B1/14Breaking or scutching, e.g. of flax; Decorticating
    • D01B1/28Breaking or scutching, e.g. of flax; Decorticating with beaters rotating about an axis perpendicular to the fibre bundle

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Preliminary Treatment Of Fibers (AREA)
  • Crushing And Pulverization Processes (AREA)
  • Chemical And Physical Treatments For Wood And The Like (AREA)

Description

  • Maschine zum Entholzen von Spinnfasern enthaltenden Pflanzenstengeln Die Erfindung betrifft eine Maschine zur Behandlung von Spinnfasern enthaltenden Stengeln, wie z. B. Hanf-, Flachsstengeln u. dgl., und bezweckt, daß die Stengel kurz über der Tischkante energisch nach beiden Seiten gebrochen werden, ohne dabei in die Brechtrommel hineingezogen zu werden.
  • Es sind bereits derartige Maschinen bekannt, bei denen die Stengel kurz über der Tischkante energisch nach beiden Seiten gebrochen werden. Bei diesen Maschinen erfolgt jedoch der Vorschub der Stengel senkrecht zur Achsrichtung des zum Entholzen benutzten Brechtrommelpaars, so daß die Stengel gewissermaßen in das Maul zwischen den Leisten der Brechtrommeln hineingeführt «-erden und daher einmal nur eine begrenzte Vorschubgeschwindigkeit der Stengel möglich ist, weil sonst die Stengel nicht an einem Punkt gebrochen werden und andererseits die Maschine jeweils mit einem Bündel nebeneinanderliegender Stengel, die in ihrer Längsrichtung vorgeschoben werden, beschickt werden muß, so daß kein ausgesprochen kontinuierlicher Betrieb möglich ist.
  • Andererseits sind bereits Maschinen bekannt, bei denen die Kante des Aufgabetisches schräg in bezug auf die Vorschubrichtung der Stengel angeordnet ist. Bei dieser bekannten Maschine ist jedoch der Tisch dachförmig ausgebildet, so daß die Stengel in ihrer Mitte geknickt auf dein Tisch hängend mit ihren Enden von den Brechtrommeln erfaßt werden, und außerdem sind hierbei beiderseits des Tisches nicht Brechtrommelpaare, sondern :einzelne Brechtrommeln vorgesehen, wobei das Brechen der Stengel über sechs längs der Tischkante angeordnete feste Brechleisten erfolgt.
  • Schließlich sind weiter Maschinen bekannt, bei denen die Brechtrommeln schräg zur Vorschubrichtung des Faserguts und beiderseitig des Tisches paarweise angeordnet sind, jedoch erfolgt hierbei das Brechen nicht durch die Brechtrommeln selbst, sondern durch von den Trommeln geführte Stangen, die ineinandergreifend, quetschend und nicht brechend das Entfasern besorgen.
  • Der Erfindungszweck wird dadurch erreicht, daß unter Benutzung der Brech- und Schlagtrommeln der erstgenannten vorbekannten Maschine die Brechkante des Aufgabetisches schräg zur Vorschubrichtung der quer liegend an den Brechtrommelpaaren vorbeigeführten Stengel verläuft.
  • Hierdurch wird erreicht, daß die Stengel nicht nur mit einer bestimmten Geschwindigkeit in das von dem Brechtrommelpaar und der Tischkante gebildete Maul geschoben «erden, sondern auch mit größerer Geschwindigkeit in der Vorschubrichtung auf dem Tisch entlang. Ferner werden die Stengel beim Vorschub festgehalten, so daß beim Schlagen und Brechen der Stengel eine Streckwirkung erreicht wird und die Stengel an ganz bestimmten Punkten gebrochen werden.
  • Zum Fördern der Stengel werden diese von einer sie in der Mitte angreifenden Hauptförderkette und symmetrisch zu dieser liegenden Seitenketten erfaßt, wobei die Seitenketten schneller angetrieben werden als die mittlere Hauptkette, um die Stengelenden in der Vorschubrichtung anzuwinkeln und sie zu der gegen die Vorschubrichtung schrägen Kante senkrecht zu stellen.
  • Das Entfasern der Stengel erfolgt in der Hauptsache zunächst durch zwei zu beiden Seiten des Tisches gelagerte Brechtrommelpaare, deren Achsen zur Bewegungsrichtung des Faserguts konvergieren. Für besondere schwer zu entfasernde Stengelsorten werden anschließend vorzugsweise zwei ebenfalls zu beiden Seiten des Tisches gelagerte Brechtrommelpaare benutzt, deren Achsen jedoch zur Bewegungsrichtung des Faserguts divergieren.
  • Um das sichere Festhalten der Stengel während des Vorschubs und der Einwirkung der Brechtrommeln auf ihre Enden zu erreichen, tragen die Vorschubketten Längsrippen, welche gegen versetzt angeordnete Rippen des Zuführungstisches arbeiten, um die Stengel bzw. Fasern in ihrer Förderbahn zu halten. Nach Beendigung der Einwirkung der beiden ersten Brechtrommelpaare werden die Stengel von einer zweiten Kette erfaßt, bei der die Leisten und entsprechend die zugeordneten Tischleisten in größerer Zahl vorbanden sind als die Leisten der ersten zum Vorschub der noch nicht entholzten Stengel dienenden Kette.
  • In den Zeichnungen ist eine Ausführungsform der Maschine gemäß der Erfindung dargestellt, und zwar zeigen Abb. i einen Grundriß der Maschine, Abb. 2 eine Seitenansicht des oberhalb des Fußbodens liegenden Teils der Maschine, Abb. 3 einen senkrechten Schnitt nach Linie 3-3 von Abb. i in größerem Maßstab, Abb. 4 einen senkrechten Schnitt nach Linie 4-4 von Abb. i i in größerem Maßstab, Abb. 5 eine Teilansicht der Förderketten in ihrer Lage auf dem Tisch, Abb. 6 einen Schnitt nach Linie 6-6 von Abb. i i, Abb. 7 einen Schnitt nach Linie 7-7 von Abb. 4., Abb. 8 einen Schnitt durch ein Brechtrommelpaar nach Linie 8-8 von Abb. i, Abb.9 eine Endansicht eines Brechtrommelpaars, nach der Schnittlinie 9-9 von Abb. i gesehen, Abb. io einen Schnitt nach Linie io-io von Abb. 9, Abb. ri eine Draufsicht auf das Aufgabeende der Maschine, teilweise im Schnitt, in vergrößertem Maßstab, Abb. 12 einen Schnitt nach Linie 1:2-1:2 von Abb. 13 in vergrößertem Maßstab, Abb. 13 eine Draufsicht auf den Mittelteil der Maschine, teilweise im Schnitt und in vergrößertem Maßstab, Abb. 14 einen Schnitt durch die Kante des Aufgabetisches mit einstellbarer Tischleiste und Abb. 15 einen Aufriß eines Teils des Antriebs für eine Brechtrommel eines Brechtrommelpaars.
  • Der von einem Gestell 21 getragene Aufgabetisch 2o hat ein Gehäuse 22, das den Antrieb der Brechtrommelpaare einschließt und einen Teil des Maschinengestells bildet. Bei der -dargestellten Ausführungsform der Maschine sind vier Brechtrommelpaare angeordnet, die paarweise beiderseits des Tisches gelagert sind (Abb. i). Jedes Brechtrommelpaar hat zwei Wellen 23, $4 für Brechtrommeln mit Armen 25 an jedem Ende, die gegeneinander versetzt und miteinander durch schräge Längsleisten 26 verbunden sind. Die dem Aufgabeende der Maschine zunächst liegenden Trommelpaare dienen nicht nur zum Schlagen, sondern auch zum Brechen der Stengel.
  • Das Gehäuse unterhalb jedes Brechtrommelpaars läuft in einem Trichter 27 aus, dessen Rohr 28 durch den Fußboden und nach einer Saugpumpe 29 führt, die die gebrochenen Stengelstücke sowie den Schmutz und Staub absaugt.
  • Die obere Welle 23 jedes Brechtrommelpaars trägt am einen Ende eine Riemenscheibe 3o. Die Wellen 23 und 24 sind durch Zahnräder 31 und 32 verbunden, so daß sie in entgegengesetzter Richtung angetrieben werden (Abb.8 und 9), wobei sich ihre Brechleisten überschneiden. Zum Erfassen der auf das Vorderende des Tisches 2o aufgegebenen Stengel hat dieser einen Schlitz 33 (Abb. i und 6) für Daumen 34 einer endlosen Kette 35, die über unter dem Tisch auf Querwelle 38 gelagerte Kettenräder 36, 37 läuft. Zu beiden Seiten der Kette 35 laufen vorzugsweise über dem Tisch seitliche Ketten 39, 40. Diese laufen am Aufgabeende des Tisches über Kettenräder 4i auf einer Welle 42 und an ihrem anderen Ende über Kettenräder 43, 44. Außerdem laufen die Ketten 39, 4o über Kettenräder 45 (Abb. 3) der Antriebswelle 46, von der sie so angetrieben werden, daß der untere Kettenzug vorwärts oder nach rechts (Abb. 3) läuft. Auf schwingenden Armen 48 gelagerte lose Räder 47 dienen zum Spannen der Ketten 39 und 40.
  • Die Kette 35 wird von der Welle 46 durch das Rad 49 angetrieben, das in Eingriff mit dem Rad 5o steht (Abb. 2). Dieses ist durch ein Kettenrad 51 und andere Kettenräder mit der Welle 38 verbunden, auf welcher das Rad 37 für die Kette 35 sitzt (Abb. 3). Die Seitenketten werden mit etwas größerer Geschwindigkeit angetrieben als die Tlittelkette 35, wobei die Welle -.6 ihren Antrieb von der Riemenscheibe 52 erhält. Gemäß Abb. 5 trägt die Kette 39 und ebenso die Kette .4o eine Reihe nach auswärts vorspringender Daumen 53, die beim unteren Zug der Kette in Berührung mit dem Tisch 2o kommen. Am Abgabeende der Maschine ist die Antriebswelle 54. mit Riemenscheibe 55 zum Einleiten der Antriebskraft angeordnet. Durch eine Kette 56 ist die Welle 54 über Kettenräder mit der Antriebswelle 57, die etwa in der Mitte der Maschine liegt, verbunden. Auf der `Felle 57 sitzt ein Kettenrad 58, das durch eine Haupti orschubkette 59 mit dem Kettenrad 6o verbunden ist, das in der Nähe des Aufgabeendes der -Maschine über dein Ende der unteren Kette 35 liegt.
  • Gemäß Abb. 7 ist das Kettenrad 6o zweiteilig ausgebildet und paßt sich der besonderen Form der Kette 59, die später beschrieben wird, an. Die beiden Teile des Kettenrads 6o sind auf einer Nabe 61 befestigt, die am Maschinenrahmen drehbar gelagert ist. Gemäß Abb. 4., 7 und i i setzt sich die Kette 59 aus drei Reihen von Längsrippenabschnitten im Abstand voneinander zusammen. Die Rippenabschnitte der Zwischenreihe sind etwas breiter als die Rippen der Außenreihen, so daß die Kette 59 die verbindenden Plattenteile als längs der Kette fortlaufende Rippen trägt. In der Zeichnung ist der breite Zwischenrippenteil mit 62 bezeichnet, die Außenrippenteile mit 63. Die Außenkanten der Rippen 62, (i3 sind mit Zähnen versehen (Abb. 4). Auf den Enden der Nabe 61 sitzen ferner zwei gezahnte Förderräder 6d. und 65 soweit voneinander entfernt, daß die Kette zwischen ihnen hindurchlaufen kann, wobei die Zähne der Förderräder einen geringen Abstand von der Oberfläche des Tisches 20 haben.
  • Zum Zusammenwirken mit der Kette 59 sind unterhalb von ihr auf dem Tisch 2o Längsrippen 66, 67 angeordnet, deren glatte obere Kanten zwischen den Rippen 62, 63 liegen, wobei die Rippe 62 nach unten zwischen die Leisten 66 und 67 eintritt. Das Aufgabeende der Leisten 66 und 67 ist abgeschrägt, so daß die Stengel des Faserguts leicht von der Tischplatte auf die Oberkanten der Rippen hinaufgleiten können.
  • Als Fortsetzung der Kette 59 und sich in der Längsrichtung etwas mit ihr überschneidend ist eine zweite Hauptvorschubkette 68 angeordnet, die ähnlich wie die Kette 59 ausgebildet ist, jedoch mit dem Unterschied, daß sie vier Längsrippen 69 (Abb. 12) anstatt der drei Rippen 62, 63 der Kette 59 aufweist. Die Rippen 69 der Kette 68 sind alle von gleicher Höhe, so daß ihre gezahnten Außenkanten in der gleichen Ebene liegen. An Stelle der Längsleisten 66, 67 für die Kette 59 sind für die Kette 68 fünf Längsleisten 70 auf dem Tisch 2o unter der Kette 68 angebracht, deren glatte Oberkanten zwischen die Rippen 69 der Kette eintreten.
  • Das hintere Ende der Kette 68 wird von einem auf dem Gestell2i gelagerten Kettenrad ;1 (Abb. 3) getragen, das entsprechend der Anzahl der Längsleisten 69 gestaltet ist. In ihrem Förderende wird die Kette 68 von einem Kettenrad 72 getragen, das sie antreibt und selbst von der Welle 5.4 über die Kette 73 angetrieben ist (Abb. i).
  • Nachdem die Riemenscheiben 3o der Brechtrommelpaare sowie die Riemenscheiben 52 und 55 der Förderketten in Bewegung gesetzt sind und die Pumpe 29 angelassen ist, wird das Fasergut mit den Stengeln quer zur Längsrichtung des Aufgabetisches auf diesem an seinem Aufgabeende (links Abb. i) aufgelegt und längs des Tisches bis zu den Seitenketten 39, .Io und der unteren Kette 35 vorgeschoben, von ihnen ergriffen und vorwärts gezogen. Da die Außenketten schneller laufen als die Mittelkette, werden die Stengel nach vorn angewinkelt und kommen kurz darauf in Eingriff mit den Förderrädern 6.4, 65 und außer Eingriff mit der unteren Förderkette 35, wobei die Förderräder 64., 65 sie mit der Hauptkette 59 in Eingriff bringen, indem sie sie über die abgeschrägten Enden der Leisten 66, 67 auf deren Oberkanten schieben. Die Lage von zwei Stengeln vor und nach dem Eingriff mit der Förderkette 59 ist in Abb. 7 dargestellt. Der untere Stengel 74 ist gerade im Begriff, auf den Schrägkanten der Leisten 66, 67 heraufzugleiten, während der obere Stengel 75 bereits von der Kette erfaßt und so gekröpft ist, daß er einem ziemlich starken Zug in seiner Längsrichtung unterworfen werden kann, ohne sich seitlich zu bewegen.
  • Während die Stengel durch die Hauptkette 59 und die Seitenketten 39, .4o vorw=ärts geführt werden, kommen ihre Enden nacheinander unter die Einwirkung des ersten Brechtrommelpaars (Abb. i, links). Die Hauptkette 59 wird mit derselben Geschwindigkeit angetrieben wie die Seitenketten 39, :Mo, so daß die Stengel beim Angriff des Brechtrommelpaars in ihrer vorher angewinkelten Stellung bleiben. Da die Achsen des ersten Brechtrommelpaars zur Vorschubrichtung der Stengel längs des Tisches 2o konvergierend angeordnet sind, so treten die Stengel allmählich tiefer und tiefer zwischen die Trommeln ein, in denen ihr Holzbestandteil in kurze Stücke gebrochen und aus den Fasern herausgeschlagen wird. Die Wirkung des Brechtrommelpaars ist die gleiche wie die der in der Einleitung erwähnten erstgenannten vorbekannten Maschine.
  • Nachdem die eine Seite der Stengel durch das erste Brechtrommelpaar entholzt ist, kommt das zweite Brechtrommelpaar auf der anderen Tischseite zur Wirkung und wiederholt den auf die ersten Stengelsorten ausgeübten Vorgang. Während noch das zweite Brechtrommelpaar die andere Hälfte der Stengel bearbeitet, gelangt ihr bereits entholztes Ende mit einem zweiten auf der linken Seite des Aufgabetisches angeordneten Brechtrommelpaar in Eingriff, und kurz darauf werden die nun nahezu völlig entholzten Stengel von der zweiten Hauptkette 68 erfaßt und von dieser für die weiteren Bearbeitungsvorgänge festgehalten. In Abb. 12- ist ein derartiger entholzter Stengel mit 76 bezeichnet, der durch die größere Anzahl der Rippen und Leisten auch hier sicher gegen seitliche Verschiebung bei Einwirkung der weiteren Brechtrommelpaare festgehalten wird.
  • Während die Achsen der beiden ersten Brechtrommelpaare beiderseits des Tisches zur Bewegungsrichtung des Faserguts konvergieren, divergieren die Achsen der weiter noch beiderseits des Tisches angebrachten Brechtrommelpaare. Da die Hauptförderketten 59, 6o in der Längsrichtung gegeneinander versetzt sind, so wird auch der Mittelteil des Stengels vollkommen der Einwirkung der Brechtrommel unterworfen, so daß kein Teil des Stengels unbearbeitet bleibt.
  • Um die Fasern vom ersten an einer Tischseite angeordneten Brechtrommelpaar leicht dem zweiten, an derselben Seite des Tisches angeordneten Brechtrommelpaar zuleiten zu können, sind an den Tischseiten Führungen 77, 78 (Abb. i) angeordnet. Gemäß Abb. 9 und io sind diese Führungen konisch und führen die Fasern bei ihrer Vorschubbewegung längs des Tisches allmählich in die Lage, in der sie mit dem zweiten Brechtrommelpaar an derselben Tischseite in Eingriff gelangen.
  • Gemäß Abb. io sind die vorderen Enden der Brechleisten 26 des unteren Schlagrads (Abb.9 links) angenutet, um am hinteren Ende der Führungen 77 vorbeistreifen zu können, damit die Fasern glatt und ohne Unterbrechung aus dem Brechtrommelpaar auf die Führung übertreten. Das für die Führung 77 Gesagte gilt ebenfalls für die Führung 78.
  • Mit der in Abb. i dargestellten Ausführungsform der Maschine mit vier Brechtrommelpaaren, zwei auf jeder Tischseite, erfolgt das Brechen und Schlagen der Fasern schon durch die ersten beiden Brechtrommelpaare rechts und links des Tisches so gründlich, daß die Stengel zum größten Teil, wenn auch nicht völlig, von ihren Holzbestandteilen befreit werden. Bei Behandlung gewisser Faserstoffe können die Fasern schon nach Durchlaufen der ersten beiden Brechtrommelpaare genügend gereinigt sein. Für Flachs und manche andere Fasersorten jedoch ist es nötig, noch weitere Brechtrommelpaare anzuschließen, die das Schlagen in entgegengesetzter Richtung an jedem Ende des Schlagvorgangs ausführen. Dadurch werden die Fasern gründlich gereinigt und in bestem Zustand durch die Maschine geführt, ohne sich zu verwirren oder zu zerreißen.
  • Die Vorschubgeschwindigkeit, mit der die Stengel durch die Maschine geführt werden können, ist außerordentlich hoch und hängt im wesentlichen von einem bestimmten Verhältnis zur Umfangsgeschwindigkeit der Brechtrommelpaare ab. Sie wird dabei so bemessen, daß die aufeinanderfolgende Abwärtsbiegung des Stengels über die Tischkante in bestimmten Stengelabschnitten je nach Natur und Zustand des Faserguts erfolgt. Das Mitlaufen der anderen Teile wird zeitlich so bemessen, daß das Aufwärtsbiegen eines Stengels durch eine Schlagleiste der unteren Trommel um eine Schlagleiste .der oberen Trommel am selben Punkt stattfindet, an dem der Stengel vorher in entgegengesetzter Richtung über die Tischkante gebrochen wurde. Wegen der Möglichkeit, die Umlaufgeschwindigkeit der Brechtrommelpaare zu verändern, ist auch die Arbeitskante des Tisches 2o einstellbar durch eine die eigentliche Tischkante bildende Leiste 20a (Abb. 9), die durch Bolzen tob mit dem Tisch 2o verbunden ist. Ferner ist gemäß Abb. 15 auch das Antriebszahnrad 32 in der Umfangsrichtung zu seiner Welle 24 durch Bolzen 32b in Schlitzen 32a des Zahnrads 32 einstellbar, wodurch die Lage der Schlagleisten der unteren Trommel relativ zu derjenigen der oberen Trommel geändert werden kann.
  • Vorzugsweise ist, wie auch in Abb. 8 und 9 dargestellt, der Durchmesser der unteren Trommel größer als derjenige der oberen, so daß die Umfangsgeschwindigkeit der unteren Brechleisten 26 diejenige der oberen Trommel übersteigt und auch beim Überschneiden der Trommel jede Brechleiste der unteren Trommel sich der entsprechenden der oberen Trommel verhältnismäßig schnell nähert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Maschine zum Entholzen von Spinnfasern enthaltenden Pflanzenstengeln, bei welcher kontinuierlich umlaufende Brech-und Schlagtrommelpaare die Stengel durch jede obere Trommel um die Tischkante zuerst abwärts und dann um eine der Schlag- und Brechleisten der oberen Trommel aufwärts brechen, dadurch gekennzeichnet, daß die Brechkante (2ou) des Aufgabetisches (2o) schräg zur Vorschubrichtung der quer liegend an den Brechtrommelpaaren vorbeigeführten Stengel verläuft. 2. #XZaschine nach Anspruch i, bei der der Vorschub der Stengel durch eine die Stengel in der Mitte angreifende Hauptförderkette und symmetrisch zu dieser liegende Seitenketten erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenketten (39, 4.o) schneller angetrieben werden als die mittlere Förderkette (35), um die Stengelenden in der Vorschubrichtung anzuwinkeln und sie zu der gegen die Vorschubrichtung schrägen Tischkante senkrecht zu stellen. 3. Maschine nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Fasergut zunächst von zwei zu beiden Seiten des Tisches gelagerten Brechtrommelpaaren, deren Achsen zur Bewegungsrichtung des Faserguts konvergieren, bearbeitet wird und dann von vorzugsweise zwei ebenfalls zu beiden Seiten des Tisches gelagerten Brechtrommelpaaren, derenAchsen zur Bewegungsrichtung des Faserguts divergieren. q.. Maschine nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptvorschubketten (59, 68) Längsrippen (62, 63 bzw. 69) tragen, welche gegen versetzt angeordnete Rippen (66, 67 bzw. 70) des Zuführungstisches (20) arbeiten, um die Stengel bzw. Fasern in ihrer Förderbahn zu halten, während sie von den Schlagleisten der Trommeln bearbeitet werden. 5. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Leisten (69) der zum Vorschub der freigelegten Fasern dienenden zweiten Hauptvorschubkette (68) und die zugeordneten Tischleisten (70) in größerer Zahl vorhanden sind als die Leisten (62 bzw. 66, 67) der ersten, zum Vorschub der noch nicht entholzten Stengel dienenden Kette (59).
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1995035398A1 (en) * 1994-06-21 1995-12-28 The Minister Of Agriculture, Fisheries And Food In Her Britannic Majesty's Government Of The United Kingdom Of Great Britain And Northern Ireland Crushing mechanisms

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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WO1995035398A1 (en) * 1994-06-21 1995-12-28 The Minister Of Agriculture, Fisheries And Food In Her Britannic Majesty's Government Of The United Kingdom Of Great Britain And Northern Ireland Crushing mechanisms

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