DE235271C - - Google Patents

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DE235271C
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jaw
press jaws
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B21/00Severing glass sheets, tubes or rods while still plastic

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Food-Manufacturing Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 235271 — KLASSE 32a. GRUPPE
in BEUEL β. BONN a. Rh.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. September 1910 ab.
Den Gegenstand \?orliegender Erfindung bildet eine Vorrichtung zum Abtrennen der überschüssigen Schmelzmassen, welche bei der Herstellung von Gegenständen aus geschmolzenem Quarz von den hierzu verwendeten, durch Zusammenschmelzen von Sand erhaltenen feurigplastischen Quarzkörpern verwendet wird und gleichzeitig die in dem Schmelzkörper etwa vorhandenen Hohlräume schließt und zur BiI-dung von Boden-, Deckel- oder Seitenwandungen an den herzustellenden Quarzgegenständen dient. Die Vorrichtung kennzeichnet sich im wesentlichen durch eine Anzahl, mindestens aber drei radial verschiebbare flache Preßbacken von solcher Form, daß ihr äußerster, beim Abquetschvorgang die Schmelzmasse zuerst berührender Teil eine mehr oder minder scharfkantig zulaufende Spitze bildet, die sich nach hinten winkelförmig ausbreitet, wobei die Zahl der Preßbacken und die Größe des Spitzenwinkels so bemessen ist, daß sich bei äußerst vorgeschobener Stellung der Preßbacken die Spitzen der letzteren und die Begrenzungslinien der Spitzenwinkel in einem einzigen Punkte berühren, alle Einschlußwinkel der Preßbacken also 360 ° umfassen.
Durch diese eigenartige Ausbildung der Preßbacken und durch die gleichzeitige und gleichmäßig fortschreitende Bewegung derselben soll der Abquetsch- oder Abtrennvorgang möglichst schnell und gleichmäßig, ohne Zurücklassung der mit den sonst üblichen Abquetschgeräten stets erzeugten Putzen (Ansätzen, Naben) und ohne ein unerwünschtes Verziehen der der Abquetschstelle benachbarten Wandungen der Quarzgefäße durchgeführt werden.
In den Fig. 1 bis 4 der beiliegenden Zeichnungen sind zwei auf dem gleichen Grundgedanken beruhende Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung dargestellt.
Das erste Beispiel zeigt in Fig. 1 in der Grundansicht, in Fig. 2 im Querschnitt eine Abtrennvorrichtung, welche aus zwei im vorliegenden Falle quadratischen, aber ebensogut auch aus anderen eckigen oder runden, mittels Stehbolzen d in einiger Entfernung voneinander festgehaltenen und gleichzeitig starr verbundenen Metallplatten a, b besteht, in deren Zwischenraum f ein scheren- oder zangenartiges Werkzeug untergebracht ist. Das letztere besteht aus zwei bei e drehbar gelagerten, an den aus dem Plattenzwischenraum f herausstehenden Teilen in geeignete Handhaben ausmündenden Z-förmig gebogenen Hebeln g, g1, an die bei h, h1 je eine in einen gemeinsamen Dreh- und Befestigungspunkt i auslaufende Stange k, k1 angelenkt ist.
Jeder der beiden Hebel g, g1 sowie der Dreh- und Befestigungspunkt i der Stange k, k1 ist inmitten des Plattenzwischenraumes f an einer Sektorplatte /, I1,12 befestigt, deren Sektorwinkel je 120° umfaßt, so daß die drei Sektorwinkel zusammen 360 Winkelgrade einnehmen und sich bei geschlossener Stellung in einen gemeinsamen Scheitel- bzw. Mittelpunkt ni treffen bzw. kreuzen. Diese als Preßbacken wirken-
Lafferexemolar
den Sektorplatten sind gelocht und legen sich dicht an die Innenfläche der oberen oder auch beider Deckplatten a, b an, je nach der Ausbildung und Befestigung der Preßbacken /, P, P und der Hebelarme g, g1. In der geschlossenen Stellung, so wie Fig. ι die Vorrichtung zeigt, verschließen die Preßbacken I, P, P gleichzeitig die in den Deckplatten a, b vorhandenen zentralen öffnungen n, n1, durch welche die zu ent-
xo fernenden überschüssigen Massen des Schmelzkörpers hindurchtreten.
Der Abquetschvorgang selbst erfolgt in der Weise, daß die Vorrichtung als Deckel- oder Bodenplatte bzw. auf oder unter die den zu formenden Schmelzkörper enthaltende, oben oder unten offene Form gelegt wird, so daß der an der Form heraustretende überschüssige Teil des Schmelzkörpers durch die infolge der auseinander geschwenkten Hebel g, g1 freigelegten Öffnungen n, n1 hindurchtreten kann, worauf die Hebel g, g1 schnell einander genähert werden. Durch die gelenkige Verbindung der Hebel g, g1 mit den Stangen k, k1 und die Befestigung dieser Teile mit den Preßbacken I, P, P werden diese gleichzeitig und mit gleicher Geschwindigkeit einander genähert, so daß sie in ihrer Endstellung die in Fig. ι dargestellte Lage einnehmen. Natürlich können, falls die Form unten und oben offen ist, gleichzeitig zwei Vorrichtungen an diese Enden der Form angelegt werden.
Die Durchlochungen der Preßbacken haben den Zweck, bei der Berührung der Preßbackenoberfläche mit dem glühenden Schmelzkörper den von dem letzteren ausgestrahlten Gasen freien Abzug zu gestatten, so daß eine glatte Anlage der Preßbackenoberfläche gegen die Schmelzmasse während des Preß Vorganges gewährleistet bleibt.
Die radiale Bewegung bzw. die Sicherheit der Führung der mit den Stangen k, k1 verbundenen Preßbacke P kann durch zwei Führungsschienen oder durch ein geschlitztes Führungsstück 0 und den den Schlitz passierenden Bolzen i oder einen besonderen Führungsstift bewirkt werden.
Bei dem zweiten, in den Fig. 3 und 4 der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel, welches zum Abtrennen der Enden von großvolumigen Schmelzkörpern bestimmt ist, erfolgt die Bewegung der zwischen den Abdeckplatten a, b und zwischen Führungsleisten q, q1, q2, q3 radial verschiebbaren, im vorliegenden Falle in vierfacher Anzahl vorgesehenen Preßbacken I, P, P, P mit Hilfe von in radialen Schlitzen p, p1, φ2, fiz der Deckplatte a gleitenden Führungsleisten r, r1, r2, r3, die an ihrem inneren Ende mit den Preßbacken verbunden sind, an ihrem äußeren Ende aber je einen Zapfen s, s1, s2, s3 besitzen, der in die exzentrisch verlaufenden, sich etwa über go Winkelgrade erstreckenden Nuten t, P, P, t3 eines zwischen den Platten a, b leicht drehbaren Metallringes u greift. Der Metallring u, der im vorliegenden Falle der vereinfachten Herstellung halber aus zwei durch Schrauben vereinigten ringförmigen Scheiben u, u1 besteht, von denen nur die obere mit den exzentrisch verlaufenden Schlitzen t, P, P, tz versehen ist, ist auf Kugeln υ gelagert, die in einer ringförmigen Laufrinne der Bodenplatte liegen; er ist mit mehreren Handgriffen w, w1 ... versehen und kann durch diese innerhalb der durch die Länge der Schlitze t, P, P ... begrenzten Ausschläge leicht gedreht werden, wobei die in den Schlitzen t, P, P ... eingreifenden Zapfen s, s1, s2 ... der Führungsleisten r, r1 ..., dem Laufe der Schlitze folgend, eine radiale Verschiebung der Preßbacken I, P..., die sich wiederum über bzw. unter Öffnungen · n, n1 der Platten a, b vorbeibewegen, vornehmen. In ihrer zentralen Drehlage werden die Scheibenringe u, u1 noch durch ein auf der Platte b vorgesehenes Andrucklager χ gesichert, wobei die entstehende Reibung zwischen χ und u, u1 durch Kugeln y vermindert wird.
Es empfiehlt sich, bei Benutzung der Vorrichtung zum Abschluß der Bodenseite der Formen die untere Platte b mit Füßen z, z1 ... go oder einem Stativ auszustatten.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung zum Abtrennen der überschüssigen Massen der zur Herstellung von Quarzgegenständen verwendeten feurig-plastischen Quarzkörper, gekennzeichnet durch mindestens drei in radialer Richtung gleichzeitig und mit gleicher Geschwindigkeit verschiebbare sektorförmige flache Preß- und Schneidbacken (I, P, P ...) von solchem Sektorwinkel, daß die Begrenzungsflächen der Preßbacken oder mindestens ihr vorderer Teil sich in der am weitesten nach innen vorgeschobenen Stellung einander berühren und sich in einem gemeinsamen Scheitel- bzw. Mittelpunkt treffen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die mit Durchlochungen versehenen Preßbacken (I, P, P ...) in einem durch zwei in einem gewissen Abstand voneinander gehaltenen Metallplatten (a, b) gebildeten Zwischenraum gelagert sind und in ihrer vorgeschobenen Stellung die in den Platten (a, b) vorgesehenen Öffnungen (n, n1) für den Hindurchtritt der überflüssigen Quarzmasse ausfüllen, während sie dieselben bei zurückgeschobener Stellung freilegen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die je einen
Sektorwinkel von 120 ° einschließenden Preßbacken durch ein zangenartiges Gerät verschoben werden, welches aus zwei um einen gemeinsamen Drehpunkt (e) schwingenden Handhebeln (g, g1) besteht, von denen jeder eine Preßbacke (I, I1) trägt, während die dritte Preßbacke von zwei Lenkern (k, k1) bewegt wird, welche mit dem einen Ende an je einem der Handhebel und mit dem anderen an einem gemeinsamen Dreh- und Befestigungspunkt (i) der Backe befestigt sind.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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