DE234013C - - Google Patents
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- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04M—TELEPHONIC COMMUNICATION
- H04M3/00—Automatic or semi-automatic exchanges
- H04M3/42—Systems providing special services or facilities to subscribers
- H04M3/50—Centralised arrangements for answering calls; Centralised arrangements for recording messages for absent or busy subscribers ; Centralised arrangements for recording messages
- H04M3/51—Centralised call answering arrangements requiring operator intervention, e.g. call or contact centers for telemarketing
- H04M3/523—Centralised call answering arrangements requiring operator intervention, e.g. call or contact centers for telemarketing with call distribution or queueing
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- Interconnected Communication Systems, Intercoms, And Interphones (AREA)
- Sub-Exchange Stations And Push- Button Telephones (AREA)
- Exchange Systems With Centralized Control (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-■ Ju 234013-KLASSE
21 a. GRUPPE
SIEMENS & HALSKE AKT-GES. in BERLIN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 30. Januar 1910 ab.
. Für Fernsprechämter sind vielfach Einrichtungen zur Abteilung der Anrufe von Teilnehmern
oder anderen Ämtern auf die Arbeitsplätze des Amtes in Vorschlag gebracht worden.
Insbesondere ist zu diesem Zweck die Verwendung von selbsttätigen Wahlschaltern bekannt geworden, die eine anrufende Leitung
mit einem unbeschäftigten Arbeitsplatze des . Amtes verbinden. Es kann bei Verwendung
ίο solcher Schalter der Fall eintreten, daß in gewissen
Augenblicken sämtliche einer anrufenden Leitung über die Wahlschalter zugänglichen
Arbeitsplätze beschäftigt sind, so daß ein auf der betreffenden Leitung eingehender
Anruf zeitweilig überhaupt nicht zum Anschluß an einen Arbeitsplatz führen kann. Die Erfindung
sucht die Aufgabe zu lösen, eine derartige Verzögerung im Anschluß einer Leitung
an einen Arbeitsplatz zu verhindern.
Das Ziel, stets den sofortigen Anschluß einer anrufenden Leitung an einen Arbeitsplatz
zu erreichen, erreicht die Erfindung durch eine besondere Anordnung der Verbindungsleitungen
zwischen den Wahlschaltern und den Arbeitsplätzen des Amtes. Diese Verbindungsleitungen werden nämlich gemäß
der Erfindung so., angeordnet, daß; ein durch
Eingang eines Anrufes in Anspruch genommener oder mit der Erledigung eines Anrufes
noch beschäftigter Arbeitsplatz nur so lange nicht durch weitere Anrufe in Anspruch genommen
werden kann, als noch der anrufenden Stelle zugängliche Arbeitsplätze vorhanden sind, an denen Anrufe zur Zeit nicht
vorliegen; sind jedoch sämtliche Plätze gleichzeitig durch Anrufe in Anspruch genommen,
so gelangen weiter eingehende Anrufe auch an die bereits besetzten Plätze.
Die Anordnung kann z. B. so getroffen werden, daß von den Wählern zu einem Arbeitsplatz
zwei oder mehr Leitungen führen, wobei die zweite und folgenden Leitungen in solcher Reihenfolge an die Wählerkontakte
angeschlossen sind, daß die zweiten Leitungen erst dann von den Wählerarmen erreicht werden
können, wenn der betreffende Wähler die zu den übrigen ihm zugewiesenen Plätzen führenden
ersten Leitungen besetzt gefunden hat. In gleicher Weise können dritte Leitungen
erst dann von den Kontaktarmen erreicht werden, wenn auch sämtliche zweite Leitungen
besetzt gefunden wurden usw. Weiter können z. B. auch die den Anruf bewirkenden oder
zur Beantwortung des Anrufes von der Beamtin des betreffenden Platzes gehandhabten
Schaltorgane, z. B. das Anrufrelais oder der in die Abfragestellung umgelegte Sprechumschalter
oder ein Platzbesetztrelais in den Prüfleitungen aller zu dem Platze führenden Verbindungsleitungen einen Besetztzustand hervorrufen,
gleichzeitig aber einen Stromkreis vorbereiten, der das Platzbesetztsein (nicht dagegen natürlich das Besetztsein der durch
einen Anruf oder eine Verbindung in Anspruch genommenen einzelnen Leitung) dann wieder
aufhebt, wenn an sämtlichen Plätzen zugleich Anrufe vorliegen.
In den Zeichnungen sind einige Ausführungsformen der Erfindung dargestellt, und
zwar zeigen die Fig. 1 und 2 Anordnungen, bei denen jeder anrufenden Leitung ein Wähler
nach Art der Vorwähler in selbsttätigen Fern-
Sprechanlagen zugeordnet ist, an dessen feststehende Kontakte zu Arbeitsplätzen des
Amtes führende Verbindungsleitungen in Vielfachschaltung angeschlossen sind, während in
der Anordnung nach Fig. 3 jeder von einem Arbeitsplatz ausgehenden Verbindungsleitung
ein Wahlschalter zuerteilt ist, an dessen feststehende Kontakte Leitungen, über die Anrufe
erfolgen können, in Vielfachschaltung angeschlossen sind. In allen Fällen ist beispielsweise
angenommen, daß die anrufenden Leitungen von Teilnehmerstellen ausgehen. Die Erfindung bezieht sich jedoch ohne weiteres
auch auf ankommende Verbindungslei-
tungen, über die von einem anderen Fernsprechamt aus Anrufe eingehen.
Bei der Anordnung nach Fig. 1 möge ein anrufender Teilnehmer 1 mittels eines an seine
Leitung angeschlossenen Wählers 2 eine Anzahl von Arbeitsplätzen P1, P11, P1n usw. erreichen
können, an denen die Anrufe einer ganzen Gruppe von Teilnehmern Erledigung
finden. Demgemäß führen dem Platze zuerteilte Verbindungsleitungen I, II, III . . . ., T,
II', III' .... usw. in Vielfachschaltung zu den festen Kontakten der Wähler in dieser Teilnehmergruppe.
In dem Ausführungsbeispiel ist angenommen, daß zu jedem Arbeitsplatz P1, P11 und P111 zwei Verbindungsleitungen I, I',
II, II' und III, ΙΙΓ führen und daß diese an die festen Wählerkontakte in solcher Reihenfolge
angeschlossen sind, daß die Wählerschaltarme, die mit den Teilnehmerleitungen in Verbindung
stehen, zunächst zu den Anschlüssen der ersten Leitungen I usw. geführt werden und diese prüfen und erst, wenn sie keine
von diesen ersten Leitungen frei gefunden haben, zu einer zweiten Leitung Γ usw. gelangen.
Ruft z. B. der Teilnehmer 1 durch Abheben
seines Hörers das Amt an, so setzt er ein ihm zugewiesenes Anrufrelais 3 unter Strom,
so daß durch Schließen eines Kontaktes 4 Stromimpulse von Erde über 4, einen Drehelektromagneten
5, einen Unterbrecher 6 zur Batterie 7 zustande kommen, die die Schaltarme des Wählers über die Kontakte der
Verbindungsleitungen hinwegführen. Die Arme treffen beim ersten Schritt auf die zum Platz P1
führende Leitung I, und falls diese Leitung frei ist, kommt ein Stromfluß von einer Batterie
8 über ein Signalrelais AR1, die Prüfleitung c von I, den Prüf arm 11 des Wählers,
die Wicklung 12 eines Relais 13 und den geschlossenen Kontakt 14 des Relais 3 nach
Erde zustande, der das Relais 13 zum Ansprechen bringt. Dieses stellt durch Kurzschluß
seiner Wicklung 12 am Kontakt 15 an der Prüfleitung c den Besetztzustand her und
6u unterbricht am Ruhekontakt des Ankers 16 den Stromkreis für den Drehelektrpmagneten 5,
während es über dessen Arbeitskontakt 10 einen Haltestromkreis für seine Wicklung 17
herstellt. An den Kontakten 18, 19 bringt das Relais 13 die Sprechleitungszweige der
Teilnehmerleitung in Verbindung mit den Spreclileitungszweigen der Verbindungsleitung I.
Das über die Prüfleitung ansprechende Relais AR1 schließt einen Signalstromkreis für
eine Lampe 20, so daß die Bedienung des Platzes P1 auf das Vorliegen des Anrufes
aufmerksam gemacht wird, dem sie sich durch Umlegen eines Schalters 21 zuwenden kann.
Dabei bewirkt sie über den Kontakt 22 die Erregung eines Relais 23, das die Lampe 20
zum Erlöschen bringt, und über den Kontakt 9 eine Erdung der Leitung c. Durch die Erdung
wird verhindert, daß bei umgelegtem Schalter 21 ein Wähler sich auf die Leitung I
einstellt, selbst wenn der Wähler 2 etwa durch Anhängen des Hörers beim Teilnehmer 1 in
die Ruhelage zurückgelaufen sein sollte, weil der Strom von den an- den Relais AR1 bzw.
23 liegenden Batterien anstatt zur Wicklung 12 des Relais 13 und Erde bei 14 direkt zur
Erde bei 22 fließt.
Wenn die Bedienung des Platzes P1 den
angeschlossenen Teilnehmer abgefragt hat, so stellt sie entweder durch nicht dargestellte
Einrichtungen in üblicher Weise eine Verbindung des Teilnehmers 1 mit der verlangten
Stelle her, oder sie nimmt, wie es z. B. bei Meldeleitungen (Anmeldung von Ferngesprächen
usw.) der Fall sein wird, die Angaben des Teilnehmers 1 entgegen, womit die Verbindung
erledigt ist. War die Leitung I nicht frei, so erhält auch das Relais 13 aus obigen
Gründen keinen Strom. Der Stromkreis des Drehelektromagneten 5 wird also nicht abgeschaltet,
so daß die Wählerarme zu den Kontakten der Leitung II und bei Besetztsein dieser zu denen von III usw. gelangen. Waren
auch die Leitungen II, III usw., d. h. sämtliche ersten Leitungen besetzt, so gelangen,
wie aus der Figur zu ersehen ist, die Wählerarme zu den Anschlüssen der zweiten zu den
Arbeitsplätzen führenden Leitungen I' usw. und bleiben auf der ersten von diesen, die
sie unbesetzt finden, stehen. Natürlich können in gleicherweise dritte Leitungen zu den
Plätzen führen, an die die Wählerarme erst gelangen, wenn auch die sämtlichen zweiten
Leitungen besetzt sind.
Ist bei der Anordnung nach Fig. 1 die Leitung I zum Platze P1 zwar frei, liegt dagegen
ein Anruf auf der Leitung I' vor, so soll ein Anruf an den Platz nicht gelangen können,
solange noch ein anderer Arbeitsplatz völlig unbesetzt ist. Deshalb sind die Prüfleitungen c
der ersten Verbindungsleitungen mittels Abzweigungen 24, 25 usw. zu Arbeitskontakten
j der Signalrelais AR/, AR11' ihrer zweiten Platz-
leitungen geführt. Von den auf diese Kontakte
einwirkenden Ankern, z. B. von Anker 28 des Relais AR1 am Platz I führen Leitungen
zu geerdeten Ruhekontakten 29, 31 und 30, 32 an den Signalrelais AR und AR' der
zweiten Leitungen der übrigen Arbeitsplätze Pn, P111. Hierdurch wird folgendes erreicht:
Ist der Platz P1 über die Leitung P in Anspruch genommen, so ist auch das Relais AR/
erregt, somit ist der Anker 28 in der Arbeitslage, und es wird dadurch die Prüfleitung c
der Leitung I für die Dauer der Inanspruchnahme der Leitung P geerdet, sofern nicht
sämtliche parallelen Stromkreise über die Ruhekontakte 29, 31 bzw. 30, 32 der übrigen
Relais AR oder AR' geöffnet sind, also auch je eine Leitung von den Plätzen Pn und P1n
in Anspruch genommen ist. In diesem Falle würde ein prüfender Wähler über die Kontakte
der Leitungen I hinweggehen, würde die Leitungen II und III prüfen und an einer von diesen stehen bleiben, falls sie frei war,
andernfalls zu den Kontakten der zweiten Leitungen gelangen. Befänden sich dagegen
die zweiten Leitungen. sämtlich im Besetztzustande, so wird infolge Abtrennung der Erde
an den parallel geschalteten Kontakten 29, 31 und 30, 32 die Prüfleitung c, trotzdem der
Platz P1 noch mit der Erledigung eines Anrufes über die Leitung P beschäftigt ist, nicht
besetzt erscheinen und der Wähler wird auf der Leitung I stehen bleiben.
Bei der Anordnung gemäß Fig. 2 sind die verschiedenen zu einem Platze P1 führenden
Leitungen I, P, I" vorzugsweise der Reihe nach an die ersten Kontakte der Wähler angeschlossen,
während die zu den folgenden Plätzen führenden Leitungen an die nächsten
Kontakte geführt sind. Natürlich kann von Wähler zu Wähler eine Vertauschüng der Anschlüsse
stattfinden. Liegt auf irgendeiner der Leitungen I ein Anruf am Platze P1 vor,
z. B. auf der Leitung I', so wird in der oben erläuterten Weise das an der c-Ader dieser
Leitung liegende Signalrelais AR1 auf dem Wege von einer Batterie 33 über den Kontakt
34 eines Platzrelais 35, eine Leitung 36, einen Ruhekontakt 37 seines eigenen Ankers,
die Wicklung AR1, die Prüf leitung c der in Anspruch genommenen Verbindungsleitung P
und über den Prüfarm (entsprechend Arm 11 in Fig. 1) nach Erde zum Ansprechen kommen.
Das Signalrelais AR1 wird sich also selbst in einen Haltestromkreis schließen, ein
Anrufzeichen 38 einschalten und am Kontakt 39 einen Stromkreis für das Platzrelais 35
schließen. Letzteres wird dabei zum Ansprechen kommen, wird am Kontakt 34 die Leitung 36
von der Batterie 33 ■ abtrennen und damit verhindern, daß über ■ eine der Prüfleitungen c
der zu dem Platz P1 gehörigen Verbindungsleitungen I, P I" ein Stromfluß zustande
komrnt, der das Stehenbleiben eines Wählers
auf dieser Leitung veranlassen könnte. Wird der Anruf von der Bedienung des Platzes 6g
durch Umlegen eines Sprechumschalters Sp aufgenommen, so wird die Erregung von 35
über einen Kontakt an diesem aufrechterhalten.
Um zu verhindern, daß der anlaufende Wähler über die nicht besetzten Verbindungsleitungen des Platzes P1 auch dann hinwegläuft,
wenn gleichzeitig an sämtlichen Arbeitsplätzen Pn, P111 usw., die der in Tätigkeit
gesetzte Wähler erreichen kann, durch Anrufe in Anspruch genommen sind, wird die am
Kontakt 34 von der Batterie 33 abgetrennte Leitung 36 über einen Arbeitskontakt 40 des
Relais 35 mit einer Leitung 41 verbunden, die über in Reihe geschaltete Arbeitskontakte
an den (dem Relais 35 entsprechenden) Platzrelais 42, 43 der übrigen Arbeitsplätze mit
einer Batterie 44 in Verbindung steht. Die gleichzeitige Belastung sämtlicher Arbeitsplätze
durch Anrufe bewirkt also, daß der allgemeine Besetztzuständ eines Platzes aufgehoben wird,
während natürlich die tatsächlich- durch einen Anruf in Anspruch genommenen Leitungen
für einen prüfenden Wähler nach wie vor besetzt erscheinen.
In Fig. 3 ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, bei dem die Teilnehmerleitungen in
Vielfachschaltung zu den festen Kontakten einer Anzahl von Wählern geführt sind, deren
Schaltarme mit zu den Arbeitsplätzen führenden Verbindungsleitungen I, P, II, IP usw. fest
verbunden sind. Bei einer derartigen Anordnung ist es von vornherein erforderlich, dafür
Sorge zu tragen, daß bei einem Anruf immer nur ein Wähler anläuft, z. B. in der Weise,
daß von aufeinander folgenden Anrufen je einer zu jedem Arbeitsplatze gelangt, und daß
nach Inanspruchnahme sämtlicher Plätze der nächste Anruf wieder zum ersten Platz gelangt
usw. Ruft z. B. ein Teilnehmer 1 durch Abheben seines Hörers das Amt an, so schließt
sein Anruf relais einen Kontakt 45, so daß ein Stromfluß von einer Batterie über 45,
eine Gruppenleitung 46, einen Kopfschalterkontakt 47 zum Drehelektromagneten 48 des
der Leitung I zugewiesenen Wählers und über einen Unterbrecher 70 nach Erde zustande
kommt. Der Drehelektromagnet bringt die Wählerarme in bekannter Weise zu den Kontakten
der anrufenden Leitung, an denen sie durch Auftrennung des nach dem ersten Schritt über den Kopfkontakt 49 des Wählers
geführten Drehelektromagnetenstromkreises zum Halten gebracht werden, und zwar bewirkt
in bekannter Weise ein über die c-Ader der Verbindungsleitung I eingeschaltetes Relais
50 diese Unterbrechung. Dieses Relais
schaltet an einen Kontakt 51 eine Anruflampe 52 für die Leitung I ein und bringt über
. Kontakt 53 eine Verbindung des Drehelektromagneten 54 der Leitung II mit der Leitung
46 hervor, so daß bei Eingang eines zweiten Anrufes, der z. B.. von einem Teilnehmer 55
ausgeht, der Wähler der Leitung II zum Anlaufen kommt.
Wenn sich nach Aufleuchten der Lampe 52
ίο die Bedienung des Platzes P1 durch Umlegen
des Sprechumschalters 56 an die Leitung I anschaltet, so setzt sie ein Platzbesetztrelais
57 unter Strom, der von der Batterie über den Sprechumschalterkontakt 58, die Wicklung
57, die Leitung 59 und den Ruhekontakt 60 eines Relais 61 nach Erde verläuft. Das erwähnte
Relais 61 ist an eine Leitung 62 angeschlossen, die in Reihenschaltung über Arbeitskontakte
63, 64, 65 an sämtlichen Platzbesetztrelais der den Teilnehmern der betreffenden
Wählergruppe zugänglichen Arbeitsplätze bzw. über diesen Arbeitskontakten parallel
liegende Arbeitskontakte 66, 67, 53 der Signallampeneinschaltrelais 50 der verschiedenen
Arbeitsplätze geführt ist.
Das Platzrelais 57 des Platzes P1 kann,
wie ersichtlich, nur zum Ansprechen kommen, wenn das Relais 61 stromlos ist. Ist das der
Fall, so schaltet es an seinen Kontakten 68, 6g die Unterbrechervorrichtung 70 von sämtlichen
Drehelektromagneten der Wähler des Platzes Pr ab, so daß ein dem Platz zugewiesener
Wähler nicht zum Anlaufen kommen kann. Sollten aber auch sämtliche übrigen Plätze mit der Erledigung von Anrufen beschäftigt
sein, so daß also an jeden derselben entweder das Platzbesetztrelais 57 oder doch
ein Signaleinschaltrelais 50 angesprochen hat, so spricht das Relais 61 an und in diesem
Moment wird das Platzbesetztmachen vermittels des Platzbesetztrelais unmöglich,. so daß
ein Anruf an den ersten freien Wähler in der Reihe der Wähleranordnung gelangt.
Claims (4)
- Pate nt-An Sprüche:I. Schaltungsanordnung für Fernsprechämter, bei denen Anrufe mittels selbsttätiger Wahlschalter an Amtsplätze weitergegeben werden, dadurch gekennzeichnet, daß die zwischen Wählern (2) und Plätzen (P1, P1/, Pin) liegenden Verbindungsleitungen (I, II, III) derart angeordnet sind, daß ein durch Eingang eines Anrufes oder für die Erledigung eines Anrufes in Anspruch genommener Platz (z. B. P7) durch weitere Anrufe nur so lange nicht in Anspruch genommen werden kann, als noch der an-rufenden Stelle zugängliche Plätze vorhanden sind, die zur Zeit durch einen Anruf nicht in Anspruch genommen sind.
- 2. Anordnung nach Anspruch 1 mit den anrufenden Leitungen zugewiesenen, eine Platzverbindungsleitung aussuchenden Wahlschaltern, dadurch gekennzeichnet, daß von den festen Wählerkontakten zu einem Arbeitsplatz (P1, Pn, Ρ!Π) ■' zwei oder mehr Leitungen (I, Γ, II, II', III, ΙΙΓ) führen,, wobei die zweiten und folgende Leitungen (I', ΙΓ, III') jedes Platzes an solche Wählerkontakte angeschlossen sind, daß sie erst dann von den Wählerarmen erreicht werden können, wenn diese die sämtlichen ihnen zugänglichen Plätze auf Besetztsein geprüft und besetzt gefunden haben.
- 3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß, sobald eine der von den Wählern (2) zu einem Arbeitsplatz (z. B. Pj) führenden Leitungen (I, P) durch einen Anruf (bei (20) in Benutzung genommen wird, alle übrigen zu dem Platz führenden Leitungen durch die den Anruf bewirkenden oder zur Beantwortung des Anrufes von der Beamtin gehandhabten Schaltorgane (Anrufrelais AR, Sprechumschalter 21) in Besetztzustand gebracht werden, und daß gleichzeitig ein Stromkreis vorbereitet wird, der bei Inanspruchnahme sämtlicher übrigen den Wählern zugänglichen Plätze (P11, Pm) durch Anrufe vermittels der entsprechenden Schaltorgane (Anrufrelais, Sprechumschalter) vervollständigt wird und den Besetztzustand der nicht benutzten Leitungen des Platzes wieder aufhebt.
- 4. Anordnung nach Anspruch 1, bei der den Plätzen zugeordnete Wähler eine anrufende Leitung aussuchen (Zweischnurbetrieb), dadurch gekennzeichnet, daß von den normal in einer bestimmten Reihenfolge zum Anlaufen kommenden Wählern bei Inanspruchnahme eines Platzes (z. B. P1) durch einen Anruf, solange noch freie Plätze (Pn, P1Ii) vorhanden sind, die dem betreffenden Platze zugeordneten Wähler (z. B. durch Abschalten der Schaltelektromagnetstromkreise o. dgl.) gesperrt werden und daß ein weiterer Anruf zu dem nächsten freien Wähler des nächsten freien Platzes weitergegeben wird, während bei Besetztsein sämtlicher Plätze die Sperrung der nicht belegten Wähler aufgehoben wird und der Anruf an den ersten freien Wähler der Reihe gelangt.Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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