DE23228C - Glättmaschine - Google Patents

Glättmaschine

Info

Publication number
DE23228C
DE23228C DENDAT23228D DE23228DA DE23228C DE 23228 C DE23228 C DE 23228C DE NDAT23228 D DENDAT23228 D DE NDAT23228D DE 23228D A DE23228D A DE 23228DA DE 23228 C DE23228 C DE 23228C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cylinder
paper
smoothing
nut
cylinders
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT23228D
Other languages
English (en)
Original Assignee
GEBR. WESTPHAL in Berlin
Publication of DE23228C publication Critical patent/DE23228C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21GCALENDERS; ACCESSORIES FOR PAPER-MAKING MACHINES
    • D21G1/00Calenders; Smoothing apparatus
    • D21G1/02Rolls; Their bearings
    • D21G1/0246Hard rolls
    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21GCALENDERS; ACCESSORIES FOR PAPER-MAKING MACHINES
    • D21G1/00Calenders; Smoothing apparatus

Landscapes

  • Folding Of Thin Sheet-Like Materials, Special Discharging Devices, And Others (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE S5: Papierfabrikation.
GEBR. WESTPHAL in BERLIN. Glättmaschine.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 15. December 1882 ab.
Die Maschine besteht im wesentlichen aus einer Anzahl drehbarer Walzen aus Glas oder anderem festen Material, über welche das Papier etc. in gespanntem Zustand hinweggeführt wird, während quer zur Bewegungsrichtung des Papieres etc. über dasselbe Cylinder aus Glas oder anderem harten Material in geschränkter Lage zu den Walzen mit Druck hinwegbewegt werden und die Glättung und Glasirimg des Papieres bewirken. Diese Glascylinder, welche behufs Kühlung zweckmäfsig hohl gemacht werden, können nun während ihrer Bewegung ihre Lage verändern oder nicht, sie können während des Glättens gedreht und axial verschoben werden, so dafs sie dem Papier nach und nach eine andere Oberfläche darbieten, und können endlich so eingerichtet sein, dafs sie beliebig auszuschalten sind, wenn eine schlechte Stelle im Papier etc. Veranlassung zur Beschädigung des Papieres durch die glättende Thätigkeit der Cylinder geben könnte. Die Maschine wird zweckmäfsig so gebaut, dafs gleichzeitig mehrere Papierrollen oder Stoffe geglättet werden, weil man dadurch erzielt, dafs das Gewicht sämmtlicher bewegter Theile für den zur Erzeugung der Glättung nöthigen Druck nutzbar gemacht, sowie auch eine gröfsere Leistungsfähigkeit bewirkt wird. Mit der Maschine kann eine Schab- und Bürsteinrichtung combinirt werden, welche die auf dem Papier etc. befindlichen Erhöhungen und Unreinigkeiten vorher beseitigt.
Beiliegende Zeichnung veranschaulicht eine nach den angedeuteten Principien construirte Maschine, welche zum gleichzeitigen Glätten von vier Papierrollen eingerichtet ist. Fig. 1 und 2 stellen zwei Querschnitte der Maschine dar, Fig. 3 ist eine halbe obere Ansicht der- - selben, die übrigen Figuren sind Details der Maschine. Der zu glättende Stoff α wird in der Richtung der Pfeile über die Walzen b geführt, welche zweckmäfsig aus Glas bestehen oder mit einem Glasmantel versehen sind. Die Glättwerkzeuge bestehen aus Cylindern d, die in besonderen Haltern / angebracht sind, welche an der Traverse A des Rahmens B sitzen.
Der Rahmen B erhält durch eine Pleuelstange oder einen schwingenden Hebel, Fig. 2, eine hin- und hergehende Bewegung in der Richtung der Walzen b, normal zur Bewegungsrichtung des Papieres und gleitet hierbei mit seinen Glättwalzen d über das Papier oder den zu glättenden Stoff, und zwar an den Stellen, wo der letztere über die Walzen b geführt ist, wobei das ganze Gewicht des Rahmens B nebst den mit demselben verbundenen Theilen dazu benutzt wird, den zum Glätten erforderlichen Druck zu erzeugen.
Die Glättcylinder d sind hohl, so dafs die Luft in ihnen circuliren und eine Kühlung bewirken kann; sie sind aber auch so in dem Halter gelagert, dafs sie bei event. Unebenheiten im Papier nachgeben können; sie stehen normal oder geneigt geschränkt zu den Walzen b und können das über die Walzen b geführte Papier in einer geraden Linie oder in einer schrägen Richtung bestreichen.
In letzterem Falle mufs die Fassung der Cylinder mit dem Halter / gelenkartig verbunden sein, wie dies speciell in den Fig. 4 und 5 dargestellt ist, da eine schräge Führung D, Fig. ι und 3, den Halter f mit seinem Cylinder d veranlafst, bei der Hin- und Herbewegung des Rahmens B um seinen Zapfen i zu schwingen, Fig. 4 und 5.

Claims (3)

Ein derartig geführter Cylinder wird somit eine schräge Glättung bewirken, während die feststehenden Cylinder eine gerade Glättung ausführen. Durch die sich kreuzenden Glättungen werden die sich etwa bildenden Striche ausgeglichen. Es ist klar, dafs man nach Befund derartig sich kreuzende Glättungen combiniren kann, um ein gleichmäfsiges Aussehen des geglätteten Papieres oder Stoffes zu erzielen. Die Befestigung der Cylinder d in ihren Haltern ist aus den Fig. 4 und 5 ersichtlich. Der hohle Cylinder d ist auf einer Achse 0 so befestigt, dafs die Luft durch ihn circuliren kann. Diese Achse ist drehbar in der Gabel h gelagert, welche gelenkartig mit dem Stift / verbunden ist, der sich in dem Halter / führt. Der letztere besteht aus einem festen Winkel, der um den an der Traverse befestigten Zapfen i drehbar ist, und dem beweglichen Schenkel f1, der mit dem unteren Ende des Winkels/ scharnierartig um /2 drehbar verbunden ist. Derselbe Scharnierstift /2 dient auch dem Hebel m als Drehpunkt, welcher mit der Schraube η ver-" bunden ist, die in der drehbar an der Traverse A angebrachten Hülse nx ihre Mutter findet. Auf diese Weise wird der Hebel m gestützt und dient somit auch dem Schenkel /' als Stütze. Auf die Gabel h und somit auf den Cylinder d wirkt durch Vermittelung des beweglichen Schenkels f1 die Feder ρ, deren Druck auf den Cylinder d durch die Schraube η regulirt oder auch ganz aufgehoben werden kann, wenn sich z. B. eine gröfsere Unebenheit oder schlechte Stelle im Papier vorfindet. Um den Druck auf den Cylinder d aufzuheben, ist es somit nur nöthig, auf das Ende des Hebels m einen Druck in der Richtung des Pfeiles, Fig. 5, auszuüben; dies kann durch Drehung der Mutter nx erfolgen, welche zu diesem Zweck mit zwei Fingern n2 und ηΆ, Fig. 5 und 6, versehen ist, von denen der eine oder der andere bei der Verschiebung des Rahmens B am Ende der Bewegung desselben gegen den festen Theil des Schiebers r, Fig. 6, stöfst, so dafs eine Drehung der Hülse in dem einen oder anderen Sinne stattfindet, wie dies aus Fig. 6 deutlich ersichtlich ist; befindet sich hingegen der Schieber in der mittleren Lage, so wird die Stellung der Mutter nl dieselbe bleiben. Somit kann man durch Verschiebung des Schiebers r auf seiner Unterlage r1 die Verdrehung der Mutter nl bewirken. Die Unterlage oder Bahn r1 ist an dem Maschinengestell befestigt und die Verschiebung des Schiebers r erfolgt von Hand. Um nach und nach verschiedene Theile der Oberfläche des Cylinders d zur Wirkung zu bringen, erhält derselbe zweckmäfsig eine kleine Drehung am Ende jedes Hubes. Zu diesem Belaufe ist auf der Achse ο das Sperrrad s angebracht, Fig. 4 und 7, in dessen Umfang die federnde Klinke s1 fafst vmd eine Drehung des Cylinders d verhindert. Das seitwärts abgebogene Ende der Klinke stöfst gegen Ende der Bewegung des Rahmens B gegen einen am Maschinengestell angebrachten Anschlag i2, der die Klinke für einen Moment aushebt, so dafs infolge der Reibung des Cylinders d auf dem Papier der Cylinder d sich etwas dreht, bis der Zahn der Feder in die folgende Kerbe des Sperrrades ί fafst. Bei der Rückwärtsbewegung gleitet dann das Ende der federnden Klinke über den Anschlag s3 hinweg, so dafs die Klinke nur durchgebogen wird. Aufserdem kann man mittelst der Mutter t von Hand noch eine Längsverstellung des Cylinders herbeiführen. Es mag bemerkt werden, dafs der eine oder andere Cylinder d auch über den zu glättenden Stoff gleich oder entgegengesetzt der Bewegungsrichtung rollend über denselben hinweggeführt werden kann, so dafs die reibende oder glättende Thätigkeit der Cylinder verkleinert oder vergröfsert wird. Fig. 8 zeigt eine etwas abweichende Einrichtung zur Verstellung des Halters /; derselbe ist hier mit zwei Armen /3 versehen, welche auf zwei entgegengesetzt geneigten Schienen tx gleiten. Der Rahmen B findet seine Führung an den Glascylindern η ν, so dafs möglichst wenig Reibung entsteht. Nach jeder Glättung wird das Papier oder der Stoff um ein Weniges durch die Zugwalze w vorgezogen, während an der abrollenden Walze das Papier oder der Stoff durch eine Bremse gespannt wird. Es ist klar, dafs die Anzahl der Walzen b beliebig sein kann. Pate ν τ-An Sprüche:
1. In einer Glättmaschine für Papier, Textilstoffe u. dergl. die Anordnung der Walzen b aus Glas oder anderem widerstandsfähigen Material (Metall, comprimirtes Papier u. dergl.), über welche der zu glättende Stoff hinweggeführt . wird, in Verbindung mit den geschränkt zu dieser Walze hin- und herbewegten gleitenden oder rollenden Cylindern d.
2. Die Lagerung der Cylinder d in den Haltern / unter Anwendung des beweglichen Schenkels /' und der Feder / behufs Erzielung eines elastischen Druckes.
3. Die gelenkartige Verbindung der Gabel h mit dem Stift /, der sich in den um Zapfen i drehbaren Haltern//1 führt, wodurch die geeignetste Glättung mittelst entsprechender Führungen erzielt wird.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT23228D Glättmaschine Active DE23228C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE23228C true DE23228C (de)

Family

ID=299798

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT23228D Active DE23228C (de) Glättmaschine

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE23228C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1510711B1 (de) Vorrichtung zum Falschdrall-Kraeuseln,insbesondere von vollsynthetischen Faeden
DE23228C (de) Glättmaschine
CH679918A5 (de)
DE446953C (de) Mechanisches Kraftuebertragungsgetriebe
DE579288C (de) Abstreifvorrichtung fuer Walzenapparate, z. B. Filtertrommeln usw.
DE19684C (de) Vorrichtung zum Offenhalten der Siebtrommeln
DE498980C (de) Bogeneinlegemaschine
DE106211C (de)
DE192031C (de)
DE510555C (de) Vorrichtung zum Entfernen der noch plastischen, durch Aufwickeln von Asbest-Zement-Platten gebildeten Roehren vom Wickeldorn
DE192710C (de)
DE213826C (de)
DE10036C (de) Cigarrenbündelmaschine
DE278526C (de)
DE194649C (de)
DE261970C (de)
DE690555C (de) Vorrichtung zum Auftragen eines gleichfoermigen UEberzuges auf eine in Bewegung befindliche Bahn, insbesondere Papierbahn
DE234059C (de)
DE288894C (de)
DE107180C (de)
DE168165C (de)
AT87921B (de) Maschine zum selbsttätigen Schleifen und Polieren von aus einem einzigen Stück Metall hergestellten Tafelbesteckteilen wie: Löffel, Gabeln u. dgl.
DE204798C (de)
DE110588C (de)
DE18073C (de) Einrichtung zur Versetzung der Schützenzellen an Wechselstühlen