DE23210C - Neuerungen an Schmiervorrichtungen für Dampf- und Gasmaschinen - Google Patents

Neuerungen an Schmiervorrichtungen für Dampf- und Gasmaschinen

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DE23210C
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Germany
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lubricating
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standpipe
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DENDAT23210D
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J. J. ROYLE in Manchester, England
Publication of DE23210C publication Critical patent/DE23210C/de
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    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16N—LUBRICATING
    • F16N15/00—Lubrication with substances other than oil or grease; Lubrication characterised by the use of particular lubricants in particular apparatus or conditions

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Testing Of Devices, Machine Parts, Or Other Structures Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 47: Maschinenelemente.
In dem Patent No. 12032 sind Schmiervorrichtungen dargestellt, in denen Graphit oder ein anderes schmierendes, pulverförmiges Mittel zur Verwendung kommt. Fig. 1 zeigt eine verbesserte Schmiervorrichtung für ein solches Mittel, in welcher der Dampfstrahl in dem Gehäuse A zur Wirkung kommt, um das vorzugsweise aus Glas gefertigte Gefäfs C, das in dem durchbrochenen Träger B eingeschlossen ist, ganz oder theilweise luftleer zu machen. Dieses Gefäfs C enthält das pulverförmige Schmiermittel und steht durch das Rohr F mit der Dampfstrahlvorrichtung in Verbindung; oben ist das Rohr F mit dem Kugelventil G ausgestattet. Der Deckel D hat zwei Einlafsröhrchen E, die nach aufsen offen sind.
Beim Hin- und Hergang des Dampfkolbens des zu schmierenden Cylinders veranlafst der Dampfstrahl in F den Eintritt von Luftströmen durch das Röhrchen E in das Gefäfs C, die den Graphit aufrühren und dabei einen Theil mit sich in den Cylinder reifsen. Das Ventil G verhindert den Rücktritt des schmierenden Pulvers, der durch Ueberdruck im Cylinder veranlafst werden könnte.
Diese Neuerungen lassen sich auch namentlich an Cylindern von Luftverdichtungs- und Gasmaschinen anbringen; bei letzteren kann die in Fig. 2 angegebene Abänderung zur Verwendung kommen. Hier ist die Dampfstrahleinrichtung weggelassen, und das Schmiergefäfs wird mit seiner untersten Schraube an demjenigen Theil der Gasmaschine angebracht, wo das Gas- und Luftgemisch oder die Luft allein eingesogen wird, so dafs ein Theil der Luft durch das Gefäfs C streichen mufs und auf diese Weise der Graphit aufgerührt und ein Theil desselben in den Cylinder geführt wird.
In der in Fig. 3 dargestellten Abänderung ist als besondere Eigenthümlichkeit die Anbringung und Verwendung der Standröhre / hervorzuheben, welche zeitweilig vom Hauptbehälter abgesperrt werden und dann zur Beobachtung des Verbrauches dienen soll, um danach die Regulirung der ganzen Vorrichtung vorzunehmen. Der Durchschnitt Fig. 4 erklärt diese Verwendungsweise der Standröhre. Das Schmiergefäfs A wird mittelst B auf den Ventilkasten aufgeschraubt, von welchem Dampf durch C in den oberen Theil von A tritt, so dafs das Schmiermittel vermöge seines Eigengewichtes durch die später zu beschreibenden Kanäle ausfiiefst. Das Standglas D ist durch E und F mit dem Behälter verbunden; die Verbindung F ist mit dem Hahn G versehen. Die mit dem Hahn / versehene Röhre H geht Von der unteren Mündung von D in den Dampfkanal von B. Ist / geschlossen und G geöffnet, so ist der Stand in A und D der gleiche, und der Zufiufs des Schmiermittels findet durch die (in dieser Figur nicht angegebene) Verbindung von A in den Dampfschieberkasten statt. Wird dagegen G geschlossen und / geöffnet, so findet, da der Dampfdruck, welcher auf dem Schmiermittel in A ruht, auch auf die Säule in D drückt, eine Schmierung lediglich aus D statt, und durch den in D zu beobachtenden gröfseren Höhenunterschied läfst sich ermitteln, ob eine zu schnelle oder zu langsame Abnahme des Schmiermittels stattfindet. Nach dieser Beobachtung wird die Regulirung vorgenommen. Nach erfolgter Prüfung und Regu-
lining wird / geschlossen und G geöffnet, worauf dann die regulirte Beförderung des Schmiermittels aus A in den Schieberkasten erfolgt. Auf diese Weise hat D die doppelte Aufgabe, den Stand in A anzuzeigen und zur Prüfung des Schmiermittelzuflüsses zeitweilig zu dienen. Fig. 3 mit den Theilen in Fig. 3 a, 3 b, 3 c und 3 d zeigen die zu dieser Verwendungsweise des Standrohres erforderliche Anordnung.
Das Schmiergefäfs H wird durch die Schale S nach Oeffnung des Ventils R gefüllt. Das Standglas / ist in der dargestellten Weise oben und unten mit H verbunden. J ist ein Hahnküken, das durch das Handrad K verstellt werden kann, auf dessen Vorderfläche der Zeiger K' stets senkrecht hängt. Das Küken J hat mehrere Durchbohrungen. Der Kanal L gestattet den Dampfzutritt aus dem Schieberkasten durch das mittlere Rohr nach H und /. Ein zweiter Kanal N steht mit dem Kanal M in Verbindung, der unten aus H ausmündet, und dadurch ist eine Verbindung zwischen H und / hergestellt, so dafs in beiden der Schmiermittelstand der gleiche ist. Die Regulirung der Zuführung wird durch Verstellen von P bewirkt, welches die Oeffnung Q mehr oder weniger verschliefst. In Fig. 3 und 3 b steht das Küken J auf »Speisung«, wie Fig. 3a angiebt. Will man nun eine Prüfung der Speisung vornehmen, d. h. will man sich durch den Augenschein davon überzeugen, dafs die Abnahme des Schmiermittels eine normale ist, so wird das Handrad halb links herumgedreht und auf »Prüfung« eingestellt, wodurch die in 3 d angegebene Stellung der Kanäle eintritt. Der Kanal M wird dann geschlossen, und es läuft lediglich das in der Standröhre / enthaltene Schmiermittel ab, wobei man die verbrauchte Menge genau beurtheilen kann. Die Regulirung findet dann durch P statt. Stellt man das Handrad auf »Füllung«, so wird der Dampf kanal L abgeschlossen; es tritt die in Fig. 3 c angegebene Stellung der Kanäle ein, und man kann das Ventil R behufs Füllung von H öffnen. Bei dieser Stellung vermittelt die Oeffnung 0 die Verbindung von Hnach /durch M, so dafs man die Füllung von H an / erkennen kann. Der Verschlufs /' über der Standröhre dient zum Ausblasen der letzteren behufs Reinigung derselben.
Fig. 5 stellt eine Abänderung der Regulirvorrichtung, sowie der Verbindung zwischen Schmiergefäfs und Standröhre, zwischen diesen beiden und dem zu schmierenden Maschinentheil dar. Das Hahnküken e ist hier durch eine Schraubenspindel e mit Kolbenende ersetzt. Die Drehbewegung dieser Spindel bewirkt die Umstellung der Verbindungen, während die Längenbewegung die Regulirung verankfst. Die Verstellung geschieht durch das Handrad h, Fig. 6, auf dem die verschiedenen Einstellungen vorgezeichnet sind.
In der gezeichneten Stellung ist die Vorrichtung zum Füllen eingestellt und zu diesem Zweck der Dampfweg g durch das Ende b der Spindel abgesperrt. Gleichzeitig ist durch den gespaltenen Gleitring d, welcher lose auf der Spindel sitzt, die Oeffnung c in der Spindel verdeckt, während sich der Kanal N mit dem Gefäfs H und durch die Löcher f der hohlen Spindel mit dem Standrohre / in Verbindung befindet, wodurch die Fühlhöhe angezeigt wird.
Um die Vorrichtung in Thätigkeit zu setzen, wird das Handrad h links herumgedreht, so dafs das Spindelende b zurücktritt und dadurch Dampf durch L in den oberen Theil des Schmiergefäfses eintreten kann. Weitere Drehung der Spindel bringt den Ring d an die gegenüberliegende Seite des Kanals L, Fig. 7, und dadurch öffnet sich c, so dafs das Schmiermittel nach unten entweichen kann. Der Grad der Oeffnungen von c bedingt die durchlaufende Menge. Inzwischen ist die Oeffnung N durch Drehung der Spindel unter der Kanalmündung M hinweggegangen, so dafs das Gefäfs H abgeschlossen ist und lediglich aus dem Rohre / Schmiermittel heraustritt, wobei man den Abflufs genau beobachten kann. Dieser Einstellung entspricht die Bezeichnung »Regulirung« auf der Radfläche. Nach genauer Einstellung der Regulirungsvorrichtung auf Grund der Beobachtung wird das Handrad auf die Bezeichnung »Speisung« zurückgedreht, wodurch die Verbindung mit H durch eine zweite Oeffnung hergestellt wird, Fig. 8. Da auf jeder Seite des Ringes d genügendes Spiel ist, so wird durch diese Zurückdrehung die vorherige Einstellung nicht verändert. Eine dritte Stellung in der Mitte zwischen den beiden beschriebenen bringt das Rad h auf »Prüfung«, um den Kanal M abzusperren, Fig. 7.
Damit sich nicht zu viel Niederschlagwasser mit dem Schmiermittel mische und mit diesem abfliefse, kann das Schmiergefäfs doppelwandig, Fig. 9, hergestellt sein. Das Niederschlagwasser sammelt sich zwischen H' und der äufseren Wand und fliefst durch K, welcher Kanal zum Dampfeintritt dient.
Die hier beschriebenen Anordnungen des verstellbaren Hahnkükens, Fig. 3, und der verstellbaren Spindel, Fig. 5, können auch durch einzeln angebrachte Ventile oder Hähne ersetzt werden, wie in Fig. 4 angedeutet.

Claims (1)

  1. Patent-An Sprüche:
    i. Bei Schmiervorrichtungen, in denen Graphit oder anderes pulverförmiges Schmiermittel zur Anwendung kommt, die Anbringung der Dampfstrahleinrichtung direct unter dem das Schmiermittel enthaltenden Gefäfse, das
    Mittelrohr F mit dem Ventil G und die Lufteintrittsröhrchen E, Fig. i.
    Die Anbringung der mit Graphit oder anderem pulverförmigen Mittel arbeitenden Schmiergefäfse auf Gasmaschinen in der Weise, dafs ein Theil des eingesogenen Luftstromes durch das Schmiergefäfs geht und Schmiermittel mit fortreifst, Fig. 2.
    Die Verwendung des Standrohres bei Schmiervorrichtungen zu dem Zwecke, um bei Absperrung des Schmiermittelbehälters von dem Standrohre am letzteren zeitweilig den Verbrauch des Schmiermittels beobachten und danach den Verbrauch regeln zu können.
    Die in den Fig. 3 bis 8 dargestellte Einrichtung zur Beobachtung des Schmiermittelverbrauches im Standrohre unter Absperrung desselben vom Behälter nebst der Regulirvorrichtung, Fig. 3, 3a, 3b, 3c und 3d und der in den Fig. 5, 6, 7 und 8 angegebenen Abänderungen. !
    Zur Verhinderung des Eintritts von Niederschlagwasser in den Schmierbehälter die Anbringung der Doppelwandung um letzteres und die Verbindung des Raumes zwischen den Wänden mit dem Innern des Behälters und mit dem zu schmierenden Maschinentheil.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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